Sebastian Herold

Writer, Traveller, Runner.

Looking for soulfood and

a place to eat.

Posts

Mahlzeit May 23, 2012 at 05:00PM http://instagr.am/p/K-THt1xxS5/

Heute auf Krawall gebürstet May 21, 2012 at 04:12PM http://instagr.am/p/K5D_xyxxWi/

… just a matter of time: Game Of Thrones Theme on eight floppy drives

Neues Projekt in Angriff genommen May 14, 2012 at 10:45AM http://instagr.am/p/KmdAsdRxds/

Authors@Google: Christopher McDougall (by AtGoogleTalks)

Eine Generation verlässt die Unternehmungen der anderen wie gestrandete Schiffe. May 10, 2012 at 12:17PM http://instagr.am/p/KcUT23xxbB/

There she goes my beautiful world
(Teeside in Middlesborough, England 2008)

I wanna hold you like the sky holds the sun. May 07, 2012 at 06:23PM http://instagr.am/p/KVP1rPxxQY/

Was hier läuft: Weißbier und Sonne. May 07, 2012 at 06:06PM http://instagr.am/p/KVN5HXxxfx/

ungestümes Einparken mit dem Rad provoziert hitzige Diskussion um 19:51 May 02, 2012 at 07:50PM http://instagr.am/p/KIhxeZRxQO/

boesch:

“How do robots see the world? How do they gather meaning from our streets, cities, media and from us? This is an experiment in found machine-vision footage, exploring the aesthetics of the robot eye.” Video by Timo Arnall /via dvdp

Have you seen Ginger??? April 29, 2012 at 05:41PM http://instagr.am/p/KAksIlxxaf/

Walt Disney The Story Of Menstruation

sergioalbiac:

Manuscript self portrait of Arthur Rimbaud (1854-1891), by Sergio Albiac - Portrait of the french poet using one of his manuscript poems. Generative calligraphic collage.

Facebook Page

If you like calligraphic portraits (with a different technique) you should check the wonderful work of Anatol Knotek

Audio

  • 35 plays
  • These smiling eyes are just a mirror for the sun.
    0 plays
  • suicideblonde: Bob Dylan - The Man in Me
    1580 plays
  • 0 plays
  • I’m the Urban Spaceman, Baby. Here comes the twist: I don’t exist.
    0 plays
  • 0 plays
  • snuh: War: The World Is A Ghetto
    140 plays
  • 5 plays
  • 4 plays
  • DJ Shadow - Dark Days (Main Theme)
    0 plays
  • 11 plays
  • godtoldmetoskinyoualivee: Smashing Pumpkins - Silverfuck
    237 plays
  • 43 plays
  • mindgamesss: The Beatles - Junk - Anthology III
    40 plays
  • 0 plays
  • THE BEES - BINNEL BAY STUMBERLINGSEARCHING OUT TO MAKE WORKSLOUCHED BEHAVIOUR AND HAMMER BLOWSTHE COUNTERMAN DON’T PAYSO SEND IN THE POUNDS I-O-ABA NA NANA ELECTRICITYYOU GOT MANY FRIENDS FROM ALL THE COLOURS ROUNDGO CHOSE THE CALMER BROWNBEFORE YOU BURN YOUR EYEBROWES DOWNYOU WITHHELD YOUR NUMBER AND NAMEPUNCHED FRIDAY OUT OF THE WINDOW PANEIT WENT SHADY JUST LIKE THE LANDLADYWHEN IT RAINS
    0 plays
  • Pay No Mind (Snoozer) (this is song two on the albumthis is the album right hereburn the album)tonight the city is full of morgues and all the toilets are overflowingthere’s shopping malls coming out of the wallsas we walk out among the manurethat’s why I pay no mind I pay no mindI pay no mindgive the finger to the rock ‘n’ roll singeras he’s dancing upon your paycheckthe sales climb high through the garbage-pail skylike a giant dildo crushing the sunthat’s whyI pay no mindsleep in slimeI just got signedso get out your lead-pipe pipe dreamsget out your ten-foot flagsthe insects are huge and the poison’s all been usedand the drugs won’t kill your day job…honeythat’s whyI pay no mindI pay no mindI pay no mindthat’s whyi pay no mind [x7](note: on the vinyl version of “Pay No Mind” the lead-in is simply Beck counting. And there’s an extra verse which goes: Somebody burned down the picnicSomeone kissed their own ass by mistakeThe cliches are turning into peopleWith the greeting cards glued to their face
    0 plays
  • I Changed My Mind - Lyrics Born & The Poets of Rhythm
    94 plays
  • bohemea: Iggy Pop - Lust For Life I’m worth a million in prizes With my torture film
    280 plays
  • yourmotherlikesmebetter: A Tribe Called Quest - Luck of Lucien A Tribe Called Quest makes me happy on any day. Their jazzy beats and clean lyrics make me re-evaluate all rap music of today. Life changing, real, unprocessed, fresh hip-hop music for your ear holes right here guys. *sway*
    124 plays

Posts

August 21, 05:46 PM
fasthaiti found this page (via)
July 13, 10:08 AM
fasthaiti found this page (via)
July 10, 06:40 AM
fasthaiti found this page (via)
May 19, 02:07 AM
fasthaiti found this image (via)
March 30, 12:07 PM
fasthaiti found this image (via)
March 07, 06:53 PM
fasthaiti found this image (via)
March 02, 04:07 AM
fasthaiti found this video (via)
February 22, 04:32 PM
fasthaiti found this image (via)
February 14, 01:43 AM
fasthaiti found this page (via)

Photos

Favorites

Posts

May 26, 03:31 AM

Ich liebe Komposita. Alleine schon für deren Definition: zusammengesetzte Wörter.
Da werden Wörter manchmal wie bockige Schüler behandelt, die partout nicht nebeneinander sitzen wollen.

Zeitnehmer (Uhr), sich die Zeit nehmen
Etwas Abstraktes wird als Ding begriffen und in die Hosentasche gesteckt: Zeit.
Man nimmt sie oder sie wird einem genommen. Vom Gerät am Handgelenk, vom Läuten des Kirchturms. Oder eben in Eigenregie: Jemand nimmt sich Frei-Zeit, mithilfe eines Stifts und Kalender. Oder gleich eine ganze “Tasse Auszeit” (gemeint sei der so beworbene Kaffee).

Darmflora
Der Darm ist ja per se nichts schlechtes, bei Zeiten riecht es jedoch unangenehm. Ganz abgesehen davon, dass das Wort “Darm” so klingt, als müsse sich da jemand recht plagen, verbinden wir damit nicht die allerschönsten Vorstellungen: dunkel, feucht und stickig; es gärt und gurgelt. Unsere Nahrung rauscht durch diesen geheimnisvollen Schlauch, in dem Kolonien kleinster Bakterien hausen, die wir nie drum baten und die wir trotzdem Zeit unseres Leben mit uns herumschleppen.
Wie schön, dass in diesem Zusammenhang oftmals von “Darmflora” die Rede ist. Gesundheitsexperten sind sich einig: probiotischer Joghurt mit rechtsdrehender Milchsäure trüge zu einer verbesserten Darmflora bei. Das klingt schon bunter. Man denkt sofort an Blumenwiese und Gleichgewicht, Maiglöckchen und Hummeln. Die schwirren einem für gewöhnlich jedoch eher im letzten Drittel des Darms herum.

Schuldenstaaten
Es ist noch gar nicht lange her, da stürzte man “Schurkenstaaten” in bodenloses Bombenkraterland. Ob unter Bush jung oder alt, der “War against Terror” richtete sich gegen ebendiese.
Eine Dekade später stützt man “Schuldenstaaten”, die in’s taumeln gerieten, verzockt und verhoben an zu großen Geldgeschäften.
Waren es also früher noch Staaten, die wie Schurken raubend durch die Welt marodierten, so behandelt man heute manche Staaten wie zerlumpte Schuldner, die, das ganze Ersparte verprasst und jetzt – höflich aber bestimmt – aus dem Casino Europa hinausgeführt werden.

In der nächsten Woche:
Konsumklima, Kühlkette, Wertschöpfungskette.
Vielen Dank für ihre Geduld, auf Wiederhören!

May 26, 03:12 AM

May 25, 05:48 AM

Noch im April begann Martha Payne, ein neunjähriges Mädchen aus Schottland, Fotos des Kantinenessens ihrer Schule zu machen. Diese Aufnahmen sind deprimierend, die bekommen da echt nur Mist!
Unter einem Bild, das das Essen eines Schülers aus Japan zeigt, schreibt sie:
“I recognise the green beans and carrots now! There are so many things I have never tasted.” (Ich erkenne die grünen Bohnen und Karotten jetzt! Es gibt so viele Dinge, die ich noch nie probiert habe.)

Sie veröffentlichte die Mahlzeiten auf ihrem Blog, bewertete sie nach Aussehen, Geschmack und “Anzahl der Haare im Essen” und trat damit eine Lawine los. Innerhalb eines Monats wurden ihre Beiträge nicht bloß weltberühmt; der Gemeinderat der Stadt schaltete sich ein und verordnete “unbegrenzt Salat, Obst und Brot” für jeden Schüler – gesünderes Kantinenessen für alle!

Martha dazu: “For the first time ever I have seen at lunch cherry tomatoes, radishes, carrot and cucumber shreddings.” (Zum ersten Mal überhaupt habe ich beim Mittagessen Kirschtomaten, Radieschen, Karotte und Gurkensalat gesehen.)

(via Nine-year-old’s lunch blog shames school into making changes | Grist)

May 20, 04:33 AM

Überspitzt, scharfzüngig, streitbar – es wird mal wieder Zeit für ein wenig Hagen Rether.

(weitere Videos findet ihr auf meiner Youtube-Liste)

May 20, 04:27 AM

Was die Kleidung anbelangt, um gleich zum praktischen Teil der Frage zu gelangen, so lassen wir uns vielleicht häufiger durch Neuerungssucht und die Rücksicht auf die Ansicht der Leute bestimmen, als durch die wahre Nützlichkeit. Wer zu arbeiten hat, der möge bedenken, daß der Zweck der Kleidung erstens der ist, die Lebenswärme zu bewahren – und zweitens in unerer Gesellschaftsordnung die Nacktheit zu verdecken; er wird dann ermessen, wieviel nötige oder wichtige Arbeit verrichtet werden kann, ohne daß er seine Garderobe bereichert. – Könige und Königinnen, die einen Anzug nur einmal tragen, können, obwohl dieser von königlichen Hoflieferanten hergestellt ist, nicht wissen, wie bequem ein Anzug ist, der sitzt. (…)
Der Mensch sollte sich so einfach kleiden, daß er sich im Dunkeln anziehen kann, und sollte in jeder Hinsicht so geschlossen und vorbereitet leben, daß er, wenn der Feind die Stadt einnimmt, ohne Sorge mit leeren Händen, wie jener alte Philosoph, zum Tore hinausgehen kann.
- H. D. Thoreau, “Walden”

May 18, 03:46 AM

May 17, 06:15 PM

fächeln, flüstern, gluckern, gurren, hauchen, knistern, lispeln, murmeln, plätschern, rascheln, raunen, rauschen, rieseln, säuseln, schwirren, sirren, summen, surren, tuscheln, wispern…
Es möge Ihnen Spaß machen, in unserem schönen Wortvorrat zu baden.
(aus der aktuellen Zeit-Beilage “Wie Sie besser schreiben“)

May 17, 07:05 AM

Einer starken, kühnen, verwegenen Seele genießen; mit ruhigem Auge und festem Schritt durch das Leben gehen, immer zum Äußersten bereit wie zu einem Feste und voll des Verlangens nach unentdeckten Welten und Meeren, Menschen und Göttern; auf jede heitere Musik hinhorchen [...] und im tiefsten Genusse des Augenblicks überwältigt werden von Tränen und von der ganzen purpurnen Schwermut des Glücklichen: Wer möchte nicht, dass das alles gerade sein Besitz, sein Zustand wäre! Aber [...] mit diesem Glück Homers in der Seele ist man auch das leidensfähigste Geschöpf unter der Sonne! Und nur um diesen Preis kauft man die kostbarste Muschel, welche die Wellen des Daseins bisher ans Ufer gespült haben.
- Friedrich Nietzsche

May 15, 02:41 AM

Schneller, länger und gesünder laufen: Dafür suchen Forscher nach dem perfekten Schuh.

Laufschuhe: Doping durch die Sohle – ZEIT ONLINE

May 14, 04:47 AM

Alles ist ewiges Werden und Vergehen. Das muss man so sagen, da führt kein Weg dran vorbei.
Wenn ein Mensch zur Welt kommt, liegt er in seinem Kasten und kann nichts: Er kann sich selbst nicht helfen.
Und mit welcher Geschwindigkeit er dann wächst! Nach einem Jahr schon begreift er so viele Dinge und erkundet eigenständig die Welt.

Und später dann, viel viel später, wenn wir alt sind und älter und älter und zu allem Übel dann noch immer älter werden, nähern wir uns langsam dem Leichnam an, der wir eines Tages sein werden. Unsere Haut wird wachsern, unser Blick trüb, bis wir uns eines Tages selbst nicht mehr helfen können, wieder nicht mehr helfen können und sterben.

May 13, 06:05 PM

Das ist wieder so ein weites Interessensfeld, von dem ich gar nicht weiß, womit ich anfangen soll.1
Paul Stamets forscht seit Jahren daran, wie Pilze medizinische Behandlungsmethoden optimieren, die Gesellschaft verbessern und ganz nebenbei auch noch die Welt retten können.2 Wer das fertig bringt, darf auch mit einem Hut, der aus einem Riesenpilz gefertigt wurde auf die Bühne kommen, ohne dass ihn weißgekleidete Ordnungshüter von selbiger wieder schnell verschwinden lassen.
Dass Stamets Forschungsgebiet kein esoterischer Humbug ist, zeigt er in diesem TEDmed-Talk.
11 Minuten – ansehen!

Aber jetzt zum eigentlichen Kern der Sache. Zeitraffer-Filmer Louie Schwartzberg, über den ich an dieser Stelle schon mal schrieb, hat sich mit Paul Stamets zusammengetan und an einem Dokumentarfilm gearbeitet, bei dessen Bildern mir jedes mal auf’s neue die Kinnlade runterfällt.

Und weil nicht nur die sprießenden Pilze so wahnsinnig atemberaubend sind, sondern auch das, was Paul Stamets da sagt ganz schön schlau ist, habe ich mich hier mal an eine Transkription gewagt.
Ich kann leider nicht alles hundertprozentig verstehen; wenn jemand Verbesserungsvorschläge hat oder eine der Passagen, die ich ausge[...]mmert habe versteht: rein damit in die Kommentare.3

The task that we face today is understand the language of nature. My mission is to discover the language of nature, of the fungal networks to communicate with the ecosystem. And I in particular believe nature is intelligent. The fact that we lack the language skills to communicate with nature does not impugn the concept that nature is intelligent. It speaks of our inadequacy, of our skillset for communication. We have now learned that there are these languages that are occuring and communication between each organism…if we don’t get to react together and [...] in the understanding of the organism that sustain us today, not only we will destroy those organism, but we will destroy ourselves.

We need to have a paradigm shift in our consciousness what will it take to achieve that.
If I die trying and / but I’m inadequate to the task, to make a course change in the [...] life of this planet: Ok, I tried it. The fact is I tried it. How many people are not trying?

If you knew that every breath you took could save hundreds of lifes in the future, how do you walk down this path of knowledge? Would you run down that path of knowledge as fast as you could?
I believe nature is a force of good. Good is not only a concept, it is a spirit. And so hopefully the spirit of goodness will survive.

  1. Und bei dem die Anzahl der Schlagworte die Anzahl der Wörter des Artikels bald übersteigt.
  2. Unglaublich sehenswerter TEDtalk von ihm von 2008: Paul Stamets on 6 ways mushrooms can save the world
  3. Dank gebührt vor allem Jihvagravasini für ihre Übersetzungshilfe.

May 13, 05:18 PM

You will sleep in hotels. You will sleep in motels. You will sleep in your car. You will sleep in a tent. You will have a graduate degree. You will turn 37.

 

Und mit eindeutiger Klarheit kapiert, warum jeder Tag, den ich nicht bei McSweeney’s Internet Tendency vorbeigelesen hatte, vergeudet war: Failure Map

May 13, 08:50 AM

Das ging tatsächlich schneller als erwartet: Mein erstes Paar Laufsandalen ist durch.1
Seit bald drei Jahren laufe ich – wenn möglich – mit nichts unter der Fußsohle oder in Minimalschuhen, wie z.B. Vivobarefoot oder Vibram FiveFingers. Dazu gehören auch ein Paar Huaraches (“Hualaches” ausgesprochen, wie mir ein mexikanischer Kommilitone versicherte).

Letztes Jahr bestellte ich mir drüben bei Barefoot Ted McDonalds kleiner Schmiede Luna Sandals zwei Kits, eines davon bereits vorgefertigt. Es waren die einfachsten Sandalen aus dem Sortiment, ohne viel chichi. Ein Stück Sohlengummi, ein Loch zwischen erster und zweiter Zehe, ein Lederriemen, mehr nicht.

Anfangs war es gewöhnungsbedürftig, vor allem mit der für mich richtigen Schnürtechnik habe ich viel rumprobiert. Vieles hat funktioniert, vieles nicht. Schnürt man sie zu locker, fliegt sie vom Fuß; schnürt man sie zu fest, dann reibt sie und man bekommt auch Probleme. Man muß also genau das richtige Mittelmaß finden. Mittlerweile laufe ich jedoch am allerliebsten bloß noch in Sandalen (auch wenn mich die Menschen, besonders, wenn ich in der Stadt laufe wahrscheinlich für komplett bescheuert halten).

Vor allem bei sehr langen Läufen rieb mich bis jetzt der Riemen spätestens nach 10 Km so dermaßen zwischen den Zehen auf, dass ich vor lauter Blutblasen in den nächsten Tage kaum gerade gehen konnte – als verzärtelter europäischer Kulturbürger kam man schließlich niemals dazu, die Robustheit mittelamerikanischer Indianerfüße zu entwickeln.
Ich experimentierte also damit, die Stelle zunächst mit Pflaster abzukleben, was nicht gut funktionierte. Das Pflaster verrutscht mit der Zeit und verursacht bloß noch mehr Reibung. Ich fettete die Stelle mit Vaseline ein, was nur die ersten Kilometer hält. Vaseline ist zwar schön schmierig, wird aber sehr schnell weggerieben.
Was letztendes wirklich gut half, waren zwei Dinge: Die Schnürung generell nicht zu fest zu machen und für lange Läufe Hirschtalg zwischen die Zehen reiben.

Die bei meinen Sandalen mitgelieferten Lederriemen der Luna Sandals sind ausserdem nicht rund sondern flach. Überall dort, wo die kantige Seite fest aufliegt und das Material nicht mehr nachgeben kann, gibt’s Reibungsstellen. Das Leder wird zwar mit der Zeit weich und verformt sich, aber wenn es zu fest geschnürt ist, reibt besonders die kantige Seite sehr schnell in’s Fleisch.

Ich hab euch mal ein paar Fotos der Sandalen gemacht. Der Gummi selbst wäre noch total ok. Allerdings ist die Lochumrandung durchgebrochen. Das passierte, als ich längere Zeit über Schotterwege lief und fest auf ein paar spitze Steine trat.

Das an sich wäre jedoch auch nicht das Problem. Luna Sandals hat versucht, den Knoten unter dem Zeh zu versenken, indem sie eine Vertiefung in die Sandale bohrten. Zur Verstärkung liegt dort ein kleiner Plastikring drin. Das ist komfortabel, führt aber dazu, dass a) die Sohle an dieser Stelle bloß noch halb so dick ist und von den ursprünglichen 4 Millimetern nicht mehr viel übrig bleibt, und b) der Plastikring nun durch die Sohle gebrochen ist und jedesmal, wenn man z.B. auf einen Stein tritt, ziemlich böse gegen die Unterseite des großen Zehs drückt. Alles in allem also: Ende Gelände. Eine neue Sandale muss her.

Und darum werde ich mich heute, in gemütlicher Heimarbeit hinter meine Werkbank zurückziehen und mir ein neues Paar schnitzen.

 

  1. Das waren bestimmt nicht mehr als 60-70 Km.

May 13, 05:18 AM

Einsamkeit ist kein individuelles Versagen. Einsamkeit ist eine Auswirkung unseres Lebensstils.

 

Leben in Zeiten von Facebook - schöner Artikel von Malte Welding über das Lebensprinzip Einsamkeit.

May 13, 04:38 AM

Ich könnte ihm studenlang zuhören. “Born To Run”-Autor Chris McDougall über “biomechanisch talentierte” Menschen, warum wir überhaupt laufen, wie wir laufen und der Frage, was in den letzten 30 Jahren Laufschuhtechnologie alles falsch lief – 52 SEHR unterhaltsame Minuten.

2009 gabs schon mal einen fünfzehnminütigen Ted Talk mit ihm.
“Christopher McDougall explores the mysteries of the human desire to run. How did running help early humans survive — and what urges from our ancient ancestors spur us on today?”

May 07, 06:27 AM

“Gutes-Tun” – das ist einer der überfüllten Berufe. Übrigens habe ich das zur Genüge versucht, und – so seltsam es erscheint: Ich bin zufrieden, daß es nicht zu meiner Veranlagung paßt.
Wenn ich sicher wüßte, daß jemand in mein Haus käme, mit der festen Absicht, mir Gutes zu tun, würde ich um mein Leben laufen.”
– H. D. Thoreau, “Walden”

April 23, 02:32 PM

Keine Aussagen mehr, die mit “Männer sind…, Frauen sind…” beginnen – mit herzlichen Grüßen an Mario Barth. Guter Artikel.

Geschlechterdebatte: Der Mann, das Tier – SPIEGEL ONLINE

April 23, 05:42 AM

Sometimes love is hiding between the seconds of your life. Tja, und sometimes ist da nicht mehr als das unpersönliche Sekundenzeigerticken der Küchenuhr, das dir mit jedem “Tick!” links, und mit jedem “Tock!” rechts ein’s auf die Fresse gibt.
- Lovable Doc Stanley

Im Tagebuch steht: “Ein Vorsatz, eine Abmachung: Wieder jeden Tag schreiben. Regelmäßig, dranbleiben, weil sich das gehört.” Das war am 21. November letzten Jahres und heute ist heute, ein Tag irgendwann Mitte April und bis hierhin ist nicht viel passiert.
Zumindest nicht in dieser Angelegenheit.

Destiny is a fickle bitch, dass das Schicksal eine launische Hündin sei, hat mal jemand behauptet. Das stimmt. Und es lässt sich eins zu eins auf das Schreiben übertragen.
Schreiben, das kann auch eine launische Hündin sein.

Was meine “persönlichen Entwicklungspläne” betrifft, sind meine Fortschritte glazial. Da muss man doch unweigerlich in Äonen denken.
Seit vier Jahren ein Skript für ein Kinderbuch in der Schublade (wie überhaupt eine Menge anderer Bücher, jaja); Pläne für Barfusslaufseminare, Baumhauspläne für ein eremitisches Leben in den Wäldern British Columbia, wie auch allgemeine Weltzustandsverbesserungspläne. Und jetzt bin ich dreissig Jahre und das Leben geht so dahin, mit jedem Tag, und ich frage mich langsam, wie ich das alles eigentlich noch schaffen will und ob ein Leben dafür überhaupt ausreicht.

Beim Schreiben arbeite ich mit einer Struktur, die ich als hochgradig verfranzt erachte. Ich glaube, das ist eine Beeinträchtigung, aber wahrscheinlich arbeiten die meisten Schriftsteller so: hochgradig verfranzt.1234

Die Augenblicke, in denen ich meine Gedanken wie einen Laser auf eine Sache fokussieren kann, sind rar. Ich fühle mich verstellt, manchmal gedanklich verkrüppelt, wenn ich nicht länger als 140 Zeichen denken kann. Und immer diese permanente Maximalzerstreuung, die potentiell überall lauern kann, Ubiquitous Computing5 sei Dank.

Jeden Morgen also ein ähnliches Bild: Schreibunterlagen raus6, alle Ablenkungsmaschinen auf taubstumm stellen, Tasse Kaffee, blinkender Cursor, Erwartungshaltung, Geduld.
Nichts.

Noch mehr Kaffee, noch mehr Geduld, dann ein erstes Tippen, ein vorsichtiger Ansatz, ein erster Satz gar? Nein halt, Fehlalarm. Probier’s mit runterzählen, 4 und 3 und 2 und 1, Sprung in’s kalte Wasser.
Nichts.
Geduld haben ist das eine, Ausharren können eine ganz andere Sache.

Und irgendwann kommen doch ein paar Gedanken gekrochen, ich schreib sie auf und knete anschließend die Sätze7; eigentlich gute Gedanken, doch rücke ich sie so lange umher, bis sie so verrückt sind, dass sie niemand mehr versteht, nichtmal ich.
Und wer würde so etwas schon lesen wollen?

Etwas literarisches zu produzieren ist eine Form künstlerischen Handelns. Kunst entsteht, wenn einer innere Notwendigkeit Ausdruck verliehen wird. Das behaupte ich jetzt einfach mal so. Und am Produktivsten war ich bis jetzt immer, wenn ich dieser inneren Notwendigkeit, mich ausdrücken zu müssen einfach freien Lauf ließ.

Aber seit vielen Monaten lähmt mich ein seltsam träges Gefühl: das Gefühl, nichts mehr zu erzählen zu haben. Kennt ihr das? Ich gehe schon noch staunend und schauend durch die Welt, denke dies uns das und vor allem jenes, aber es kommt nichts dabei rum.
Vielleicht ist auch mein Anspruch zu hoch, es müsse hinter jedem nächsten Gedanken ein Zauberberg liegen.

Was ich benötige, sind nicht noch weitere Tipps; ist nicht eine neue Grammatik, nicht eine neue Farbenlehre. Was ich benötige ist ein neues Denken.
Eine böse Vorahnung habe ich jedoch:
Dass nicht bloß das Leben mit Geistern, sondern auch das Schreiben Abgeschiedenheit voraussetzt.

Wo ist das Ding hier mit Literatur? Verbockte, verblockte Literatur? Alles eitel und Gedankenschwafelei. Aber: Es rührt sich, wie rührend.
Kommen ‘se! Kommense rein, könn ‘se rauskucken!
Aber stolz brauchen ‘se auf das noch lang nich sein.

  1. Das läuft bei mir im Alltag ähnlich. Das Prinzip Schublade z.B. habe ich nie vollständig begriffen. In meinen Schubladen herrscht die ersten Wochen eine ausnahmslos pedantische Ordnung, quasi ein totalitäres Regime auf Schubladenebene, bloß, um dann mit der Zeit nach und nach von einem System maximaler Unordnung abgelöst zu werden. Sagen wir, aus einem strikt assadesken Schubladenordnungssystem entsteht binnen kürzester Zeit etwas, das sich in Summa eher dem entropischen Zustand der Brownschen Molekularbewegung annähert.
  2. Schreibtischoberflächen sehen bei mir im Übrigen nach einiger Zeit ähnlich aus.
  3. Kleiderschränke, Werkzeugkisten und Ordnerstrukturen auf der Festplatte auch.
  4. Ich behaupte ja, Chaos ist das Einzige im Universum, dass ohne zutun entsteht.
  5. Rechnerallgegenwart” ist dafür eine herrlich sperrige Übersetzung
  6. Ideenquell ist immer noch ein altes Moleskine-Notizbuch, da bin ich noch sehr anachronistisch
  7. sie haben seit Monaten eher etwas anamorphotisches, etwas eigenwillig unförmiges, um nicht zu sagen widerspenstiges

April 22, 04:53 PM

Keine Frage: Himmelende verkommt in den letzten Tagen mehr und mehr zu einer dreckigen Link-Schleuder. Da muss man keinen Hehl draus machen, besonders was Links zu Läuferthemen betrifft.
Entschuldigung. Dabei hatte die Sache doch so harmlos angefangen.

Um auch noch den letzten verbliebenen Leser endgültig zu vergraulen, hier eine Auflistung der einwandfreiesten Tumblr-Blogs dieser Woche. Ist sonst nicht meine Art, viel Bohei zu machen, waren aber allesamt so dermaßen ausnahmslose Kracher, dass ihr sie euch auf keinen Fall entgehen lassen dürft.

Und weil aufgelistete Linksammlungen im Internet mindestens so spannend sind, wie chinesischen Rotbauchunken bei der Verdauung zuzusehen, gibt es nach dem Klick am Ende noch ein kleines Bewegtbild mit garantiert herzzerreissenden Emotionen.
Versprochen.
Also:

  • Landyscape, von deren Blog ich mir kurzerhand dieses Zitat hier geklaut kopiert habe, hauen Tag für Tag die wundervollsten, atemberaubendsten, [setzt weitere wahnsinnig übertriebene adjektive Steigerungsform bitte hier ein] Landschaftsaufnahmen raus, die man sich vorstellen kann.
  • A arte da cor!, Kunst, Kunst, immer irgendwas mit Kunst und eigentlich niemals bis maximalselten meinen Geschmack nicht treffend.
  • Divided Experiences, Gemälde, Zeichnungen, Radierungen, Collagen… ach, auch immer irgendwas mit Kunst. Bloß das hier gefällt mir gleich noch besser als A arte da cor!
  • Sunlight’s Goviz Blog, tatsächlich ein wahres Infographic-Elysium, bei dem geneigte Leser garantiert feuchte Höschen bekommen.
  • Other Wordly, schön, schlicht, weiß. Es geht um Sprache und um “seltsame und schöne Wörter”, wie z.B. dieses hier:

Dann gibt es da noch ein paar besondere Blogs. Sie stehen hier auf Himmelende seit einer gefühlten halben Ewigkeit unten rechts, ganz klein und – zugegeben – nicht besonders prominent platziert. Trotzdem möchte ich euch diese Blogs allerwärmstens ans Herz legen.

So, und wie versprochen geht’s hier mit den herzzerreissenden Emotionen weiter.

Answers

Ask a question

abcdefghijklmnopqrstuvwxyz abcdefghijklmnopqrstuvwxyz