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February 09, 03:43 AM

Nach der “Kids Only” Kollektion im letzten Jahr, ist Richard Lampert in Köln 2012 mit einer Outdoormöbel-Kollektion zurück. Und genau wie “Kids Only” nicht nur für Kids interessant war, eignet sich “Living Outdoor” auch für “Living Indoor”. Das ist eine gute Sache, wenn man nördlich von Alicante lebt und nie sicher sein kann, wie der Sommer wird.

Mit vier neuen Produkten von drei aus dem Lampertschen Produktsortiment bekannten jungen Designtalenten, kann die Kollektion als Ergänzung der bekannten Lampert Garten- und Balkonmöbelserie, bestehend zum Beispiel aus dem Tisch- und Bank-Set Ludwig, dem Beistelltisch Flip oder der outdoor Version von Herbert Hirches bekanntem Lounge Chair, verstanden werden.

Nach seinem Pit Stop Sitzsack für die “Kids Only” Kollektion im letzten Jahr, hat  Bertjan Pot, Absolvent der Eindhoven Design Academy, Tie-Break, einen Stuhl aus Tennisnetz entwickelt. Das ist ein zugegebenermaßen unkonventionelles Material, aber es ist bewusst gewählt, denn es erlaubt dank seiner Widerstandsfähigkeit den Stuhl bei jedem Wetter im Freien stehen zu lassen ohne große Qualitätsverluste hinnehmen zu müssen.

Nun kennt ihr uns und wisst, dass wir nicht gleich allen Möbel verfallen sind, nur weil sie aus Alltagsgegnständen hergestellt sind. Bei Tie-break dient das Tennisnetz jedoch als grundlegendes und ausschlaggebendes Kriterium für die Funktion des Möbels und re-interpretiert nicht einfach nur, wie man ein Tennisnetz verwenden könnte. Das ist ein wichtiger Unterschied – und ein wundervolles Beispiel dafür, wie ein Designer denken sollte, wenn er das Material für ein Projekt auswählt. Es ist nicht immer nur “Form folgt Funktion”…

Der aus Köln stammende Eric Degenhardt hat als Langzeitmitglied im Richard Lampert Team nun den Klapptisch Hook entwickelt. Das ist ein bezaubernder Balkontisch, der sich zu einer Art flachen Bratpfanne zusammenklappen lässt und an einer einfachen Schraube aufgehangen werden kann.

Ein anderer Langzeit-Lampert-Mitarbeiter, Alexander Seifried, hat gleich zwei Produkte für die ”Living Outdoor” Kollektion entworfen: ein Outdoormöbel zwischen Sonnenliege und Kanapé namens Dish’s Island und – unser Highlight der Kollektion – der Klappstuhl MASH. Als wir MASH zum ersten Mal sahen, dachten wir sofort an den Linienrichter im Tennis aus längst vergessenen Zeiten. Damals als Tennisschläger noch mit Schweinedarm bespannt waren…

Aber die wahre Geschichte hinter dem Stuhl kam in unserem Gespräch mit Richard Lampert höchstpersönlich ans Licht…

(smow)blog: Gartenmöbel. Wir nehmen an, das bedeutet, die Dinge laufen für Sie so gut, dass Sie sich zukünftig etwas zurücklehnen wollen und den ganzen Sommer entspannt im Garten verbringen wollen?

Richard Lampert: Ganz genau! Und ich erwarte wie jedes Jahr bald Sonnenschein – den Frühling.

(smow)blog: Optimistisch. Aber das gönnen wir Ihnen. Für die “Living Outdoor” Kollektion haben Sie einige bekannte Gesichter ins Boot geholt…

Richard Lampert: Ja. Wir haben Alexander Seifried, der zwei Stücke entwickelt hat – eine Sonnenliege und einen Klappstuhl, der so etwas wie eine Neuauflage eines Armee-Klappstuhls ist, den wir unter einem Haufen Gerümpel gefunden und überarbeitet haben. Wir haben ihn MASH nach dem Film und der TV Serie genannt.

(smow) blog: Sie haben Ihn also beim Kellerputz gefunden und gedacht….?

Richard Lampert: …fantastisches Stück, wunderbarer Stuhl, wir müssen etwas daraus machen!

Daneben haben wir von Bertjam Pot einen Stuhl, der aus Tennisnetz in Verbindung mit dem Material von Autogurten hergestellt ist. Und wir arbeiten immer noch mit einem, jungen Schweizer Architekten an einem neuen Tisch mit passenden Stühlen. Wir haben es nicht geschafft, das Projekt bis Köln fertigzustellen, werden es aber in Mailand vorstellen.

(smow)blog: Und wie streng waren die Anweisungen in diesem Jahr? Haben Sie zum Beispiel zu Bertjam gesagt, dass Sie den und den Stuhl wollen?

Richard Lampert: Nein, dieses Mal war alles sehr frei. Wir sagten, wir wollen “Gartenmöbel” und naturgegebenermaßen eröffnet das nicht so viele Möglichkeiten wie etwa “Kindermöbel”. Man kann einen Tisch, eine Bank, einen Sonnenschirm, einen Stuhl, eine Liege machen…. aber viel mehr ist da nicht.

(smow)blog: Das zweite Jahr in Folge stellt Lampert nun die neue Kollektion in Köln und nicht wie die meisten Hersteller in Mailand vor. Warum?

Richard Lampert: Hier haben wir 100 m² Ausstellungsfläche zur Verfügung, in Mailand nur 50. In Mailand haben wir also nicht den Platz, um so eine Präsentation wie hier auf die Beine zu stellen. Und dann ist es einfach so, dass Deutschland unser wichtigster Markt ist, hier machen wir den größten Umsatz. Für mich ist es also nur logisch unsere Kollektionspräsentation auch hier, in Köln, zu veranstalten.

February 07, 09:37 AM

Wie wir bereits gestanden haben, besuchten wir Design braucht Täter 2012 in Köln noch vor der offiziellen Eröffnung – und bevor überhaupt alle Aussteller da waren. Wir wissen, dass das nicht die feine Art ist und können deshalb noch immer nicht richtig schlafen.

Und so haben wir uns besonders über die E-Mail von Julia Pfizenmayer von jp designs gefreut – eine der Ausstellerinnen, die wir leider nicht sehen konnten -, die uns aber nachträglich ihr modulares Stauraummöbel Outsider vorstellte. Das beweist doch, dass die Aussteller uns unsere Aktion nicht allzu übel nehmen.

Outsider von jp design

Bekanntlich beurteilen wir Möbelstücke normalerweise nicht, ohne sie vorher getestet zu haben. Wir denken nämlich: Auch geschenkten Gäulen sollte man in die Mäuler schauen…

Doch wenn man sich die Bilder und das Video anschaut, dann sieht Outsider auf jeden Fall nach der Art Design aus, für die wir uns begeistern könnten.

Im Wesentlichen besteht das Möbel aus ein paar Schichtholzboxen, die übereinander gestapelt werden können. Das Highlight an Outsider ist aber das System, mit dem die Kuben gegeneinander verschoben werden können. Und schon hören wir den ein oder anderen murren:”…Aber wozu brauche ich denn ein Regal, bei dem ich die einzelnen Ebenen um ein paar Grad verschieben kann?”

Wir wissen nicht genau, was die Idee dahinter war, würden aber so was in der Richtung vermuten: Einerseits hat man ja oft Gegenstände im Regal, die etwas zu weit hervorragen. Wenn man die Einheit ein wenig nach hinten verschiebt tun sie das nicht mehr.

Bei uns gibt es andererseits viele Ecken, wo Regale nicht wirklich hinpassen; entweder, weil die Wände nicht so gerade sind wie sie sein sollten oder weil irgendwas im Weg ist, wie zum Beispiel Fußleisten oder Steckdosen. Die Möglichkeit, einzelne Elemente ein wenig nach rechts oder links zu verschieben, kann in solchen Fällen sehr nützlich sein.

Dann ist da noch der ästhetische Aspekt, besonders wenn man das Regal als Raumteiler benutzen möchte: Outsider kann nicht nur seitwärts verschoben, sondern auch gedreht werden, sodass eine spiralförmige Struktur entsteht. Und manchmal ist es auch einfach nur schön, nicht lineare Formen zu haben…

Doch wie gesagt, besteht das wahre Highlight des Outsiders nicht darin, dass die Elemente verschoben werden können, sondern darin, wie diese Bewegung vonstatten geht: Die einzelnen Kuben sind nicht miteinander fixiert, sondern nur übereinander gesetzt. Dennoch ist das System in allen Positionen stabil und die Kuben können in ihrer Stellung gehalten werden.

Aber wie?

Wie jedes gute Design ist auch Outsider wie ein Straßenzauberer: Man guckt ganz genau hin und sieht den Trick nicht. Man guckt noch mal hin und sieht ihn immer noch nicht. Man ist beeindruckt, kann aber nicht erkennen, wie es gemacht wird.

Wir haben ein bisschen geschummelt. Wir haben nämlich Julia gefragt. Wir wissen also wie es geht. Wir werden es euch aber nicht verraten.

Wie gesagt, müssen wir noch warten bis wir Outsider selbst gesehen und ausprobiert haben, bevor wir ein finales Urteil fällen können. Doch auf der Grundlage dessen, was wir gesehen und gehört haben, können wir schon mal sagen, dass Outsider von jp designs auf jeden Fall ein Konzept ist, dass man sich ruhig etwas genauer ansehen kann.

Vielen Dank noch mal, dass du dich mit uns in Verbindung gesetzt hast, Julia.

Mehr Infos gibt’s unter: www.jpdesigns.de

Outsider von jp designs. Ein Video.

February 06, 03:57 AM

Vor einigen Jahren saßen wir eines Freitagabends in der Küche des Berges von Moormann in Aschau im Chiemgau als Nils Holger Moormann freudestrahlend hereinkam.

Er kam gerade mit einem “Deutschen Designpreis” in Gold fürs Berge in der Tasche zurück und schwärmte nun davon, dass der Gewinn des Designpreises der Bundesrepublik Deutschland im Vergleich zu anderen Designpreisen so ist, als würde man olympisches Gold gewinnen.

Vielleicht hat er ihn auch nicht wirklich mit den Olympischen Spielen verglichen – unsere Erinnerung daran kann auch etwas verschwommen sein -, doch es bedeutete auf jeden Fall ein großes Lob. Und er strahlte bis über beide Ohren.1969 ins Leben gerufen, ist der Designpreis der Bundesrepublik Deutschland der offizielle nationale Designpreis des Landes und wurde bisher im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie vom Rat für Formgebung verwaltet und organisiert. Ab 2012 soll DMY Berlin diese Aufgaben übernehmen – offenbar eine recht umstrittene Entscheidung.

Bei der ersten Pressekonferenz hat Hans-Joachim Otto, der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, mehrfach betont, dass die Entscheidung DMY mit dem Wettbewerb zu betrauen, keinesfalls eine Beleidigung gegenüber dem Rat für Formgebung darstellen solle. Das tat er mit einer Bestimmtheit und unmissverständlichen “hör ganz genau zu”-Deutlichkeit, die darauf schließen ließ, dass sich jemand gewaltig vor den Kopf gestoßen gefühlt hat.

Ob sich der Rat für Formgebung tatsächlich beleidigt fühlt, kann man vielleicht am besten daran sehen, dass sie ihren eigenen Wettbewerb ins Leben gerufen haben: den German Design Award. Oder wie wir solche Entscheidungen verstehen: “Wenn wir kein Stürmer sein können, nehmen wir unseren Ball eben mit nach Hause und spielen alleine”.

Soweit wir das beurteilen können, ist es nicht gerechtfertigt, dass der Rat für Formgebung seinen eigenen Wettbewerb startet. Das liegt nicht zuletzt daran, dass das zu Missmut führt und eine klar definierte Einordnung der derzeitigen Designqualität in Deutschland im Rest der Welt verhindert, woran der Rat für Formgebung rein theoretisch ebenfalls interessiert sein sollte.

German Design Award 2012: Nicht zu verwechseln mit dem Designpreis der Bundesrepublik Deutschland 2012

Und nicht nur der Rat für Formgebung scheint durch die Entscheidung verstimmt zu sein. Ein Kollege wirkte auf der Pressekonferenz sehr sehr verärgert darüber, dass der Rat für Formgebung nicht länger die Organisation innehat. Sofern wir das richtig verstanden haben, lag das wohl daran, dass er Angst hatte, der Wettbewerb könnte zu kommerziell werden und irgendwie seine bisherige Reinheit verlieren.

Ohne die Kompetenz unseres Kollegen in Sachen deutsches Design offen anzweifeln zu wollen – denn wir fürchten, das könnte damit enden, dass wir winselnd und mit eingezogenen Schwänzen in den Wald flüchten -, so sollte er vielleicht mal einen Blick auf die Teilnahmebedingungen des Wettbewerbs werfen, als er noch vom Rat für Formgebung organisiert wurde und sich dann fragen, wieso der Rat für Formgebung sich dazu gezwungen fühlte, seinen eigenen Wettbewerb ins Leben zu rufen? Mal abgesehen von Neid und verletztem Stolz… Außerdem sollte er etwas kritischer beäugen, wie der Designpreis der Bundesrepublik Deutschland in letzter Zeit unter der Leitung des Rates für Formgebung vergeben wurde. Das hat das Wirtschaftsministerium auf jeden Fall getan…

Beim Versuch das Konzept des Rates neu auszurichten, ließ der Parlamentarische Staatssekretär auch verlauten, dass das Ministerium der Ansicht war, dass das Abhalten der Preisverleihungszeremonie während der Ambiente nicht die erforderliche Resonanz gebracht hat.

So sieht’s aus.

Nichts gegen die Frankfurter Messe, aber die Ambiente ist einfach keine Designmesse, sondern eine Messe für Wohnaccessoires und Geschenke. Am meisten mit Design zu tun, haben dort wahrscheinlich die Tapeten – mit Grafikdesign…

Der in Frankfurt ansässige Rat für Formgebung scheint oft nicht in der Lage über die Ufer des Mains hinauszudenken. Beispielsweise besteht der Stiftungsrat für das neue Deutsche Design Museum, das eigentlich für Berlin geplant ist, ausschließlich aus Frankfurtern. Das liegt vermutlich daran, dass der Rat für Formgebung keine kompetenten Leute kennt, die in Berlin wohnen.

Hätten sie von einem Designfestival in Berlin gewusst, hätten sie die Kooperation vermutlich früher begonnen und ihre Preisverleihung und -ausstellung zumindest parallel zum oder direkt beim DMY Festival veranstaltet. Das hätte auf jeden Fall ein größeres Medienecho hervorgerufen als die Teller, Handtuchhalter und Maniküreprodukte der Ambiente.

Was die Medienwirksamkeit betrifft, braucht man nur einmal den Umfang unserer Berichterstattung hier betrachten und dann googeln, wer noch darüber berichtet…

Der Messeturm auf der Frankfurt Messe beherbert seit Januar 2012 das Hauptquartier von... man kann es sich wahrscheinlich denken (Foto: Messe Frankfurt Exhibition GmbH / Helmut Stettin )

Wir vermuten mal, dass die Verehrung alles Hessischen durch den Rat für Formgebung mit ein Grund dafür war, wieso der Vertrag DMY zugesprochen wurde. Wenn das tatsächlich der Fall ist, können sie sich nur selbst die Schuld in die Schuhe schieben. Wir jedenfalls begrüßen die Entscheidung, DMY Berlin mit der Organisation des Wettbewerbs betraut zu haben.

Bei der Pressekonferenz hörten wir die Bezeichnung “Generationswechsel”, die wir überaus passend finden. Viele Menschen haben Angst vor Generationswechseln, doch sie sind wichtig, wenn eine Organisation, ein Event oder eine Beziehung sich entwickeln und zukünftige Herausforderungen meistern muss.

Wenn man so oft mit jungen und alten, etablierten und weniger etablierten deutschen Designern spricht wie wir, hört man oft die Kritik, dass die bestehenden Designinstitutionen Deutschlands sich zu sehr auf die “gute Form” konzentrieren und noch immer in einer Welt agieren, in der Dieter Rams bestimmt, was deutsches Design überhaupt ist. Außerdem verbringen sie viel Zeit damit, Designern zu sagen, was sie tun sollten, anstatt ihnen dabei zu helfen, das zu fördern, was sie eigentlich tun. Das liegt im Wesentlichen daran, dass die Organisation von einer Generation dominiert wird, die aus einer Zeit stammt, in der die Dinge noch so liefen. Das ist gut so. Doch heute ist das eben nicht mehr so. Und auch das ist gut so.

Mit DMY als Organisator des Designpreises der Bundesrepublik Deutschland wird der Wettbewerb wahrscheinlich nicht nur moderner, sondern auch demokratischer und offener gestaltet werden – vor allem durch den All-Inclusive-Preis von 350 Euro. Durch diese relativ geringe Gebühr wird es viel mehr kleineren Firmen und Designstudios möglich sein sich zu bewerben als bei den vielen anderen Designpreisen, bei denen Designer oft tausende Euro für den Gewinn zahlen müssen.

(Eine kurze Anmerkung für alle, die das nicht wissen: Einen Designwettbewerb zu gewinnen ist sehr teuer. Es gibt beispielsweise einen Wettbewerb, bei dem die Sieger eine “Gewinngebühr” in Höhe von 2800 Euro zusätzlich zu obligatorischen Kosten für Katalogeinträge bezahlen müssen – und natürlich die Teilnahmegebühr. Das stellt natürlich für jeden, der nur über ein eingeschränktes Budget verfügt, eine große Hürde dar.)

Es ist natürlich auch möglich, dass DMY Berlin den Wettbewerb verbockt und das Ganze in einem Disaster endet. Dieses Risiko besteht immer, wenn man den Partner wechselt. Das werden wir aber erst Mitte Mai wissen, wenn Details darüber bekannt gegeben werden, wie viele Anmeldungen eingegangen sind, von wem und aus welchen Disziplinen.

Doch wenn man sich das vom DMY entwickelte Konzept mal ansieht und es sowohl mit dem, was vorher war, vergleicht als auch mit all den anderen Designpreisen in Deutschland, so sehen wir eine reale Chance den Designpreis der Bundesrepublik Deutschland wiederzubeleben und dem deutschen Design sowie den deutschen Designern dabei zu helfen, sich besser auf dem Weltmarkt zu präsentieren.

Wir schlagen vor, der Rat für Formgebung lässt den Ball einfach da liegen, wo er ist, und akzeptiert seine Postion am Flügel…

February 02, 09:49 AM

A&W Designer des Jahres 2012: Patricia Urquiola

Seit eineinhalb Jahrzehnten beginnt die Möbelwoche in Köln inoffiziell mit der Ehrung des A&W Designers des Jahres.

Verliehen vom Magazin A&W Architektur und Wohnen wurde der Preis 1997 ins Leben gerufen, um Designer zu ehren, deren Werk den Einrichtungsstil unserer Zeit besonders geprägt hat. Zu früheren Gewinnern gehören Philippe Starck, Antonio Citterio und Tom Dixon – um nur 3 von insgesamt 15 zu nennen.

A&W Designerin des Jahres 2012 ist die Spanierin Patricia Urquiola.

Die durch ihre Arbeit mit Moroso, B&B Italia, Kartell oder Molteni bekannte Patricia Urquiola studierte zunächst in Madrid Architektur bevor sie nach Italien zog, um ihre Studien am Politecnico di Milano abzuschließen. 2001 gründete sie ein eigenes Studio in Mailand und arbeitet sowohl im Möbeldesign als auch an zahlreichen Innendesignprojekten. Seit 2002 ist sie außerdem Gastprofessorin an der Domus Akademie.

Vor der Verleihungszeremonie sprachen wir mit Patricia Urquiola über ihre Karriere und diskutierten – passend zur Auszeichnung und zur Ausstellung “Von Aalto bis Zumthor. Architektenmöbel” im MAKK -, ob Architekten die besseren Möbeldesigner sind.

(smow)blog: Sie haben Architektur studiert und arbeiten nun hauptsächlich als Designerin. War eine Karriere als Architektin ihr Ziel oder nur Mittel zum Zweck?

Patricia Urquiola: Ich wollte schon in meinen frühen Jugendjahren Architektin werden; ich war eine von denen, die schon ganz genau wussten, was sie später tun möchten. Also studierte ich Architektur an der Universidad Politécnica de Madrid und traf dort Marco Zanuso, Achille Castiglioni und viele andere überaus interessante Architekten, die sowohl in der Architektur als auch im Design tätig waren. Das brachte mich dazu, mich stärker auf Design zu konzentrieren. Die Italiener leiteten also in gewisser Weise diesen Wandel ein.

(smow)blog: Und dann zogen Sie nach Mailand, wo Sie später mit einem weiteren Architekten und Designer weiterarbeiteten, Piero Lissoni

Patricia Urquiola: Ja, aber bei meinem Hintergrund und in meiner Altersgruppe war es ganz natürlich über die Grenzen zwischen Architektur und Design hinweg zu arbeiten. Das ist natürlich auch einer der Gründe dafür, wieso Mailand ein wichtiges Zentrum für Architektur und Design wurde.

(smow)blog: Im Augenblick findet hier in Köln eine Ausstellung statt, die die Rolle von “Möbelarchitekten” beleuchtet. Machen Architekten bessere Möbel als Designer mit anderem Hintergrund?

Patricia Urquiola: Nein, das glaube ich nicht. Ich bin zum Beispiel ein großer Fan von Konstantin Grcic und der ist kein Architekt. Man kann sich dem Design auf ganz verschiedene Weisen nähern; für mich wird die Grenze zwischen den beiden Disziplinen auf der einen Seite durch den “Lebensraum” und auf der anderen durch die “Werkzeuge für das Leben” definiert. Das war meine Ausbildung, das bin ich und das ist auch meine Einstellung. Aber man kann verschieden an die Disziplinen herangehen, deshalb sollten wir alle offen sein und auf neue Ansichten hören. Ich finde, dass zurzeit einige wichtige Forschungsbereiche und Schulen entstehen. So ist beispielsweise Eindhoven für mich derzeit sehr interessant. Aber wie gesagt gibt es viele Möglichkeiten in den Disziplinen zu arbeiten und wir alle sollten der Situation offen gegenüber stehen.

(smow)blog: Sie leben nun schon seit 25 Jahren in Mailand. Haben Sie im Laufe der Zeit eine Veränderung bemerkt? Ist Mailand immer noch eine Stadt, in der man die Kreativität förmlich spüren kann?

Patricia Urquiola: Ich bin in einer sehr kreativen Zeit nach Mailand gezogen. Leute wie Castiglioni oder Vico Magistretti waren noch aktiv und die Memphis Group hatten ihre beste Zeit. Aber dann hat sich Mailand wirklich stark verändert; es wurde immer spießiger und heute haben wir diese ganzen Krisen. Doch wie in allen Designzentren Italiens besteht auch in Mailand noch immer der Wunsch, qualitativ hochwertige Arbeiten zu produzieren. Ich hatte das Glück, in Mailand Leute zu treffen, die noch an Design glaubten und die diesen Glauben an Menschen wie mich weitergaben. Dafür bin ich sehr dankbar. Mein Leben dreht sich aber nicht nur um Mailand und meine Arbeit dort ist nur ein Teil meiner Arbeit.

Das Sofa Volant für Moroso von Patricia Urquiola

Silver Lake von Moroso und im Hintergrund der Comeback Chair für Kartell von Patricia Urquiola

Maia Egg Hängesessel für Kettal, die Leuchte Chasen für flos und Tropicalia für Moroso, alle von Patricia Urquiola

 

February 01, 05:02 AM

Am Freitag Nachmittag vor der offiziellen Eröffnung ereilte uns die erste Vorwarnung darauf, was uns auf der IMM 2012 erwarten würde. Diese Vorahnung offenbarte sich in Form einer riesigen Plastikhalbkugel, über die wir stolperten, als wir durch das Kölner Stadtzentrum schlenderten. Die IMM Schneekugel.

Die Schneekugel stand inmitten der Fußgängerzone und sollte mit ein paar “Möbelhighlights” wohl auch den letzten Kölner zur Messe locken. Und auf Knopfdruck rieselte sogar federleichter Schnee über die Szenerie. Herzerwärmend!

IMM Cologne 2012 Schneekugel

Doch wie uns Julia Landsiedl 2010 mit ihrer Ausstellung Wunderliche Kugelkammer in Wien lehrte, haben Schneekugeln auch ihre dunkle Seite… Im Falle der IMM Schneekugel liegt das Böse im Sessel. Und so findet sich all das, was uns an den meisten Möbeln in den Hallen der Kölner Messe missfiel, in diesem einen Stück wieder.

Schönes und Hässliches waren seit OMDs Song über Hiroshima, der mit einer der schönsten Melodien überhaupt unterlegt war, selten so harmonisch vereint.

Für uns hat die Schneekugel wunderbar veranschaulicht, wie man bei der IMM zwischen zwei völlig entgegengesetzten Realitäten gefangen ist. Außerdem hat sie die Frage aufgeworfen, wie lange die Organisatoren den schönen Schein noch wahren können…

Auf der einen Seite ist da die IMM wie sie von der Presseabteilung der Koelnmesse dargestellt wird. In dieser Welt dominieren Wörter wie “neu” und “innovativ”. Auf der anderen Seite ist da die IMM wie sie von den Leuten dargestellt wird, die die Standplätze vertreiben. Und die interessieren sich natürlich, anders als nach außen kommuniziert, wenig für innovatives, durchdachtes und interessantes Möbeldesign.

Ein gutes Beispiel für diese Gleichgültigkeit war die Interior Innovation Award Ausstellung 2012. Vom Rat für Formgebung in Zusammenarbeit mit der IMM Cologne organisiert, ist der Interior Innovation Award zwar nichts gegen die Starallüren des Designpreises der Bundesrepublik Deutschland, doch Möbelhersteller scheinen immer sehr froh darüber zu sein, wenn sie ihn bekommen. Außerdem stellt er eines der wenigen externen Werbewerkzeuge der IMM dar.

Im letzten Jahr wurden alle Gewinner auf einem einfachen, aber leicht zugänglichen und zentralen Gang im Messezentrum gezeigt; diesen Gang mussten viele der Besucher und die gesamte Presse durchqueren, außerdem war die Ausstellung durch die Fenster des Presseraumes aus zu sehen. Dieses Jahr wurde die Interior Innovation Award Ausstellung in Halle 4.2 verfrachtet. Das ist eine Halle, die so versteckt ist, dass sie im Hallenplan auf der IMM Cologne Website noch nicht einmal auftaucht. Halle 4.2 beherbergte die Living Interiors Ausstellung, aber der Interior Innovation Award ist Teil der IMM. Deshalb erscheint er auch nicht auf der Website oder dem interaktiven Hallenplan von Living Interiors. Das könnte man auch so auslegen, dass die Ausstellung aus der IMM verbannt wurde.

Der erstklassige Raum des vergangenen Jahres wurde derweil an ein Magazin verkauft, das dort seine “Möbel-Trend-Tipps” zeigen darf.

IMM Cologne und ihr öffentliches Gesicht. Ein glühendes Leuchtfeuer inmitten der Möbellandschaft...

“Köln ist eine Verkaufsmesse”, so lautet die Parole der Branche seit spätestens 1962.

Wenn das wirklich der Fall ist, tut uns bitte den Gefallen und lasst die innovativen Hersteller und jungen Designer außen vor“, war unsere Parole seit spätestens 2011.

In diesem Jahr haben sich die Designschulen verabschiedet – was unserer Ansicht nach die logische Konsequenz nach ihrer schändlichen Behandlung 2011 war – und es ist nur eine Frage der Zeit bis die kompletten D3 Design Talents ihnen in die Stadt folgen. Das stark reduzierte Programm und die nicht aktualisierte Website sind ein guter Hinweis dafür, dass die Entscheidung bereits gefallen ist.

Und die ach so innovativen Hersteller? Die sind in Halle 11 zusammengepfercht wie eine Schafsherde, die sich vor den heulenden Wölfen versteckt.

Wir sprachen mit einem Hersteller, der einen wirklich fürchterlichen Standplatz hatte. Ehrlich gesagt gehört er sogar zu den am unvorteilhaftesten positionierten Ständen, die wir je gesehen haben. Der Hersteller war dennoch recht zufrieden – einfach weil er in Halle 11 war. Wäre es nicht Halle 11 gewesen, wäre er gar nicht erst gekommen. Für Halle 11 war er jedoch bereit, jeden Platz zu akzeptieren. Ganz egal welcher…

Niemand, der in Halle 11 einkauft, kauft in den anderen Hallen ein. Und umgekehrt. Und die Presse besucht ausschließlich Halle 11 – und 3 für die D3 Talents.

IMM Cologne. Zwei Welten. Eine Location.

Offen gesagt hoffen wir, dass die Hersteller, die Qualität, Design und Innovation über die Anzahl verkaufter Exemplare stellen, in den nächsten Jahren ein neues Zuhause finden.

Wenn die Organisatoren der IMM schlau sind, werden sie die Trennung innerhalb des Messeprogramms weiterführen und einem neuen jungen Team die Entwicklung einer neuen, frischen parallel zur IMM in Köln laufenden Messe überlassen. Das würde nicht nur die IMM stärken, sondern auch Passagen, eine Rahmenausstellung der IMM, weiterentwickeln und so dazu beitragen, die Kölner Möbelwoche als wirklich wichtiges Event neu zu etablieren.

Derzeit gibt es für Hersteller, die nicht länger gewillt sind, die Einschränkungen der Halle 11 in Kauf zu nehmen, nur eine Alternative: die Qubique in Berlin. Doch zunächst muss die Qubique noch Durchhaltevermögen zeigen und ihre Position innerhalb der Messelandschaft verteidigen. Und dafür sollte sie ernsthaft darüber nachdenken, sich einen neuen Monat als den Oktober zu suchen. Zu viele Messen finden schon im Oktober statt….

Es gilt also: “Vorteil IMM”! Noch liegt es in Kölner Hand das Spiel so oder so ausgehen zu lassen.

Doch zurzeit gibt es noch keinerlei Anzeichen für solche Ambitionen. Stattdessen scheinen die Veranstalter erpicht darauf zu sein, die Passivität der Medien zu nutzen, um auch weiterhin ein Bild der IMM zu wahren, das zunehmend von dem abweicht, was man tatsächlich in Köln vorfindet.

Kartell bei der IMM Cologne 2012 mit einer reduzierten Version der Show aus Mailand 2011. Schon fast ein historisches Artefakt.

Wir haben in der Vergangenheit schon mehrfach bemerkt wie unkritisch die Medien gegenüber solchen Events geworden sind.

Im Vorfeld der IMM wurde viel über die große Zahl italienischer Hersteller in Köln berichtet, wobei das ein Großteil der Presse als “positive Entwicklung” verbuchte. Die Frankfurter Allgemeine Zeitung1 ging sogar so weit Folgendes zu behaupten: “Und gerade die auf der ganzen Welt tonangebenden Hersteller jenseits der Alpen gelten als Gradmesser, ob eine Messe gut läuft und ob sie gut ankommt.” Die auf der ganzen Welt tonangebenden italienischen Hersteller als Gradmesser! Haben wir noch 1982? Haben wir etwa die letzten drei Jahrzehnte geträumt?

Italien nimmt in der Möbelgeschichte Europas einen besonderen Platz ein und es gibt definitiv einige wirklich gute und qualitativ hochwertige italienische Hersteller. Doch das liegt nicht daran, dass sie Italiener sind, sondern dass sie sich wirklich dafür interessieren. Qualitativ hochwertige Möbel können auch aus anderen Ländern kommen.

Und so breitet die Presseabteilung der IMM den Deckmantel des “Wir haben jede Menge Italiener, juhuuuh!” über alles, um die Tatsache zu verschleiern, dass viele Qualitätshersteller aus Deutschland, der Schweiz, Holland, Frankreich, Belgien, Dänemark oder den USA gar nicht anwesend sind.

Es ist unverzeihlich, dass führende Medien ihnen das auch noch abkaufen. Nicht nur deshalb, weil das der gesamten Branche einen schlechten Dienst erweist, sondern weil es gleichzeitig positive Entwicklungen verhindert, die durch eine Umorientierung der IMM und der Kölner Möbelwoche erreicht werden könnten.

Wir haben die IMM Schneekugel 20 Minuten lang betrachtet. Und je länger wir sie ansahen, desto sicherer wurden wir, dass es Veränderungen geben wird. Und wie gesagt hat die IMM noch immer die Möglichkeit zu entscheiden, wie dieser Wandel aussehen soll. Wir hoffen, dass die Messeveranstalter diese Chance ergreifen werden. Denn wenn nicht, werden wir in ein paar Jahren alle OMD zitieren: “Es muss nicht immer auf diese Weise enden”.

1. http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/design/koelner-moebelmesse-wohnen-fuer-alle-11616978.html Accessed 25.01.2012

January 26, 04:12 AM

Und eine Schublade hat er auch noch. Eine Schublade! Ein Schreibtisch mit einer, quatsch, sogar mehreren Schubladen! Spätestens damit hatten sie uns.

Als könnten die Designer von Müller Möbelfabrikation unsere Gedanken lesen, sahen wir uns bei ihrem Stand in Köln vor dem tollsten Stahlschreibtisch überhaupt! Mit gaaanz vielen Schubladen! Und schon wieder hatten sie uns…

Der TB 299 von Müller Möbelfabrikation auf der IMM Cologne 2012

Wenn wir etwas zu kritisieren hatten, dann nur die Entscheidung, den Schreibtisch in Orange auszustellen. Wenn es eine Farbe gibt, die man bei Ausstellungsbeleuchtung wirklich schwer fotografieren kann, dann Orange… Und ausgerechnet Orange lag am Stand der Müller Möbelfabrikation total im Trend.

Außerdem im Trend lagen dieses Jahr die Lippert Studios. Die waren nämlich, wenn auch nicht Urheber unseres Lieblingsschreibtisches, das dominante Designstudio am Müller Möbelfabrikation Stand. Im vergangenen Jahr noch mit nur einem Stück, dem PS08 Sekretär, vertreten, brachten die Lippert Studios es in diesem Jahr schon auf drei Produkte.

Der PS10 Sekretär ist eine offene Variante des PS08 mit einer etwas größeren Arbeitsfläche; der ST08 ist eine Schminktisch-Variante des PS08 und…

Nein, im Ernst! Es geht wirklich um einen Schminktisch.

Ausgestattet mit beleuchtetem Spiegel, eingelassenem Stauraum und einer Schublade, kommt der ST08 unserer romantischen Vorstellung von Schminktischen in den Garderoben von Provinztheatern sehr nahe. Auf jeden Fall sollten sie so aussehen… Der ST08 verfügt über die gleiche Grundform wie sein Vorgänger, der PS08. Das Gehäuse wirkt jedoch um einiges schlichter und verleiht der gesamten Konstruktion etwas sehr Durchdachtes. Und was vielleicht noch wichtiger ist: Das Gehäuse sorgt dafür, dass man in geschlossenem Zustand niemals erraten würde, was sich im Inneren des Tisches befindet.

Wir finden, der ST08 ist ein wundervolles Accessoire für alle modernen Stadtmädchen, die in einer modernen 1-Raum-Stadtwohnung leben.

Der Schminktisch ST08 von den Lippert Studios für Müller Möbelfabrikation. Hier in Benutzung.

Trotz unserer unverhohlenen Freude über den ST08 war für uns der LS05 das prägnanteste Ausstellungsstück. Geschlossen ist der LS05 ein schlichter Beistell- bzw. Couchtisch, ausgezogen ist er ein reizender Laptop-Tisch mit Schublade.
Was uns am meisten daran gefällt, ist die simple Auszugs-Konstruktion. Nun ja, wir ahnen da ein paar Platzprobleme… Man sollte sich auf jeden Fall vergewissern, dass genügend Platz hinter dem Tisch bleibt, sodass der obere Teil ausgefahren werden kann ohne Blumentöpfe oder kostbare Vasen umzuwerfen. Hat man den Platz, hat man mit dem LS05 einen wunderbaren, dreistöckigen Laptop-Arbeitsplatz in hinreißender Retro-Futurismus-Optik, der sich übrigens auch ziemlich gut als Beistelltisch,Telefontisch oder was auch immer eignen sollte.

Der LS05 war auf jeden Fall eines unserer Lieblingsstücke bei der IMM 2012.

Alles in allem war es wirklich schön zu sehen, wie Müller Möbelfabrikation und die Lippert Studios die Grundidee des originalen, vielfachen Preisträgers PS08 weiterentwickelt haben und somit eine sehr innovative und moderne Tischfamilie geschaffen haben.

Jetzt fehlt uns nur noch eine Version für die Küche.

Der LS05 Laptop-Beistelltisch von den Lippert Studios für Müller Möbelfabrikation. Hier vollständig geöffnet...

 

Der LS05, PS10 und ST08 von den Lippert Studios für Müller Möbelfabrikation auf der IMM Cologne 2012

 

Die bunte Welt der Müller Möbelfabrikation...

... wohin man auch sieht.

January 24, 07:09 AM

Am 27. Januar eröffnet das Design Museum Helsinki mit der DesignWorld seine erste Hauptausstellung des Jahres 2012. Bedenkt man die Tatsache, dass die finnische Hauptstadt den Titel World Design Capital 2012 trägt, ist das keine unwesentliche Sache.

Gemäß dem Helsinki-Manifest für 2012 – wenn diese Formulierung nicht zu weit geht -, hinterfragt die DesignWorld, wie Design  Menschen, Gesellschaft und ihre Interaktion mit der Umgebung, beeinflussen bzw. verbessern kann. Mit “fertigen Produkten”, Prototypen und “Entwicklungskonzepten” beleuchtet die DesignWorld dabei Design unter anderem hinsichtlich Nachhaltigkeit, Verantwortung und Sicherheit.

Wir werden es leider nicht zur Eröffnung nach Helsinki schaffen. Aber allen, die gerade in Helsinki oder in der Nähe sind, können wir einen Abstecher zur Ausstellung nur wärmstens empfehlen.

Bei dieser Gelegenheit kann man auch schnell noch Finnish Design Unwrapped – A Deeper Look besuchen, bevor die Ausstellung am 29. Januar endet. Dort werden neben zeitgenössischen Designstücken Fotografien von 19 Designern, die vom in London lebenden finnischen Fotografen Jani Kaila aufgenommen wurden, gezeigt. Finnish Design Unwrapped ist die Eröffnungsausstellung der Ausstellungsreihe Design Gallery 12 des Design Museums Helsinki, bei der im Zuge der World Design Capital 2012 zwölf verschiedene, jeweils einen Monat dauernde Ausstellungen zu sehen sein werden.

Die DesignWorld im Design Museum Helsinki läuft bis zum 6. Mai 2012 und Finnish Design Unwrapped – A Deeper Look noch bis zum 29. Januar.

Mine Kafon von Massoud Hassani zu sehen bei der DesignWorld im Design Museum Helsinki

The Copenhagen Wheel von MIT Senseable City Lab (Foto Max Tomasinelli)

Stefan Lindfors fotografiert von Jani Kaila für die Ausstellung Finnish Design Unwrapped – A Deeper Look

January 20, 01:00 AM

Es war vielleicht nicht ganz richtig, als wir sagten, es gäbe bei der IMM Cologne keine Möbel von Moormann. Einen tapferen, kleinen Vertreter konnten wir nämlich finden: den Strammen Max.

Allerdings fungierte er hier einmal nicht als Vertreter seines Designers oder Herstellers, er stand vielmehr stellvertretend als globaler Botschafter einer Idee, die so genial, so unfassbar einfach und notwendig ist, dass wir mehr als nur ein wenig neidisch sind, dass wir selbst nicht darauf gekommen sind: die Idee des Weltmöbeltages.

Die Veranstalter des Weltmöbeltags versuchen mithilfe zahlreicher Events am Sonntag, den 22. Januar, Spaß und Möbel wieder zusammenzubringen und unsere Bindung zu unseren Möbeln zu stärken.

Denn obwohl sich derzeit tausende “Trendsucher” ihren Weg durch die IMM Cologne bahnen, um nach irgendwas zu suchen, das sie als den Trend im Herbst 2012 abstempeln können, geht es bei Möbeln genau genommen ja weniger um Trends und ständig neue Kollektionen. Manche Teile der Möbelindustrie wollen uns das aber glauben machen. Sie versuchen uns davon zu überzeugen, dass Möbel lediglich saisonal rotierende Modeobjekte sind, auf denen man sitzen kann. Und das nur, um ihren Profit zu erhöhen. Diese Leute sind Scharlatane.

Möbel sind eine lebenslange Verpflichtung und nichts für ein nettes Wochenende, das nur darauf wartet durch etwas Frischeres abgelöst zu werden.

Die beiden Highlights des ersten Weltmöbeltages sind der Chair Slam in Berlin und der Möbelflashmob in Köln. Bei ersterem soll der Besucher seinen eigenen Stuhl mitbringen und das Publikum davon überzeugen, wieso gerade sein Stuhl der beste ist. Beim Flashmob sollen alle ein Möbelstück mit ins Kölner Stadtzentrum bringen und damit neben dem Dom ein “Freiluft-Wohnzimmer” gestalten. Einfach genial!

Und natürlich sind alle dazu angehalten, ihr eigenes, lokales Event zu organisieren und den Weltmöbeltag so zu feiern, wie man es gerne möchte. Und wenn nicht in diesem Jahr, dann eben im nächsten.

Denn natürlich wird eine Idee wie die des Weltmöbeltages eine alljährliche Wiederholung finden und immer wieder aufs neue das ehren, was an Möbeln gut, lustig und persönlich ist. Oder um es kürzer auszudrücken: Der Weltmöbeltag 2013 ist bereits in Planung.

Mehr Details und Hintergrundinfos zum Weltmöbeltag 2012 gibt’s unter http://www.weltmoebeltag.de.

Weltmöbeltag 2012 Botschafter Strammer Max im IMM Cologne Presseraum

January 19, 03:41 AM

Abgesehen vom Ausstellungskonzept und der stets perfekt gewählten Location gibt es noch einen anderen Grund, warum wir uns immer besonders auf Design braucht Täter freuen: Jedes Jahr entdecken wir etwas Neues.

2012 bildet da keine Ausnahme – auch wenn wir uns in diesem Jahr zugegebenermaßen heimlich reingeschlichen haben, als noch aufgebaut wurde und wir deshalb gar nicht alle Aussteller sehen konnten. Wir wissen, dass das nicht gerade die feine Art ist… Sorry… Aber wir haben eben einen vollen Zeitplan. Uns blieb also gar nichts anderes übrig. Und wenn man schon mal so dreist ist, wie wir es nun mal sind… Was spricht dagegen?

Design braucht Täter 2012: Schreibtisch für Zwei von Handwert Möbeldesign

Schreibtisch für Zwei von Handwert Möbeldesign ist – wie der Name schon sagt – ein Schreibtisch, der für zwei konstruiert wurde. Und eine Schublade hat er auch noch. Eine Schublade! Ein Schreibtisch mit einer, quatsch, sogar mehreren Schubladen! Spätestens damit hatten sie uns.

Einen Schreibtisch, an dem bequem zwei Menschen arbeiten können, halten wir für wirklich sinnvoll. In modernen Büros arbeitet man ja häufig mit platzsparenden “Insel-Konzepten” – besonders in sogenannten “Startups” oder bei rückwärtsgewandten Dorfverwaltungen in Brandenburg. Nachteile dieser Konstruktionen sind nicht nur, dass immer unzählige Kabel und anderer Kram zwischen den Tischen stören, sondern dass, die Größe eines solchen geteilten Arbeitsplatzes laut EU-Richtlinie nicht mal für Legehennen tragbar wäre. Wieso sollte man also nicht direkt zwei Personen pro Arbeitsplatz einplanen?

Der wunderschöne, aus Eiche gefertigte Schreibtisch für Zwei verfügt nicht nur über Schubladen, sondern auch über einen Spalt in der Mitte, der als Versteck für Kabel sowie Halterung für die integrierten Plastik-Stiftehalter geradezu prädestiniert ist.
Unser Einrichtungstipp: Die Auswahl an Dingen, die man im Spalt unterbringen kann, ist beliebig um z.B. Blumentöpfe, Lautsprecher, Ladegerät fürs Telefon, Kabelkorb, Notizblockhalter, Lampen usw. erweiterbar.

Design braucht Täter 2012: Bench2bed von Thomas Bohm

Bench2bed des Dortmunder Designers Thomas Bohm hat vor der Ausstellung nicht gerade unsere Aufmerksamkeit erregt. Doch das hat sich während der Ausstellung geändert. Im Wesentlichen handelt es sich bei dem Stück um eine Bank, die in ein Bett verwandelt werden kann – eine Variation des Bettsofas also. Das hat uns echt gut gefallen, aber natürlich mussten auch wir uns fragen: Braucht man so was wirklich? Eine Bank, die zu einem Bett wird… Wir sind zugegebenermaßen noch nicht hundertprozentig überzeugt. Oder waren wir einfach nur von der Stahl/Holz-Optik irritiert, die ein wenig an Gartenmöbel erinnert? Nichtsdestotrotz lieben wir den Gedanken hinter dem Projekt. Und auch wenn Bench2bed nicht Bohms kommerzieller Durchbruch sein wird, so zeigt sich in der Konstruktion doch ein Designgeist mit der richtigen Einstellung und einer gesunden Abneigung gegen Konventionen.

Design braucht Täter 2012: Moveo von Reditum

Ein anderes Projekt, das uns im Warm-up der Ausstellung noch nicht sonderlich begeistert hat, es letztlich aber doch unter unsere Design braucht Täter Favoriten geschafft hat, war Moveo vom Kölner Hersteller Reditum.

Wie treue Leser wissen, sind wir, was recycelte Möbel angeht, nicht so einfach zufrieden zu stellen. Wir sind wahrscheinlich die einzigen, die Piet Hein Eeks Holzstühle und -tische eher unter Grafikdesign als Möbeldesign verbuchen würden… Doch Moveo hat uns überzeugt.

Zusammengesezt aus Teilen von alten Paletten, alten Fahrradschläuchen und Metallteilen, ist Moveo eine Reihe von Kisten, die entweder zusammengesteckt oder als Regalsystem aufgehangen werden können.

Wir vermuten, wir haben Moveo unseren Segen gegeben, weil es sich ebenso wie hommage au vélo von Sebastian Donath, nicht nur auf seine recycelte Natur fixiert. Nach dem Motto: “Seht mich an! Seht mich an! Ich bin recycelt. Ich bin so cool!” Stattdessen ist es in erster Linie ein schönes, gut gemachtes und funktionales Produkt. Das und die Tatsache, dass es uns an die Holzkisten von Le Corbusier erinnert, die Cassina bei der IMM 2011 wieder eingeführt hat.

Und jetzt ratet mal, von wem wir glauben, dass er in einer Zeit der ökologischen und sozialen Instabilität am verantwortungsvollsten mit verfügbaren Ressourcen umgeht…

Design braucht Täter 2012: Solo von Stefan Weiser

Auch das Regalsystem Solo von Stefan Weiser sollte an dieser Stelle lobend erwähnt werden. Dabei handelt es sich um ein Aufbewahrungselemnet, das zum Transport flach zusammengefaltet werden kann – und aufgeklappt funktioniert es ganz wunderbar als Raumtrenner. Wir sind uns nicht so sicher, ob eine textile Hülle die beste Wahl war, aber das könnte auch nur unsere törichte, subjektive Meinung sein. Für uns ist das Konzept es durchaus wert, weiterentwickelt zu werden, denn wir sehen darin eine Menge Potential – und das nicht nur für zuhause…

Und dann war da natürlich noch Becherlicht, das uns noch immer wohlig erschauern lässt.

Wenn ihr bei der IMM in Köln seid, können wir euch wärmstens empfehlen, einen Abstecher zu Design braucht Täter zu machen. Besonders am Donnerstagabend, den 19. Januar, wenn von 18-23 Uhr die verspätete Vernissage stattfindet.

Und wenn ihr auf etwas wirklich gutes stoßen solltet, das wir hier nicht erwähnt haben, lasst es uns bitte wissen.

Design braucht Täter 2012 findet bis Sonntag, den 22. Januar, in der Hochbunker Körnerstr. 101, 50825 Köln statt.

 

January 18, 08:20 AM

Neben der Ausstellung “Von Aalto bis Zumthor: Architektenmöbel” präsentiert das Museum für Angewandte Kunst Köln seine neuesten Errungenschaften: 10 frühe Stühle von Michael Thonet und ein seltenes Stück von Jacob und Josef Kohn, außerdem 2 monumentale, modern-abstrakte Metallmöbel: “2 R Not” von Ron Arad und den “Bell Metal Horse Chair” von Satyendra Pakhalé.

Die Thonet Stühle werden zurzeit in einer besonderen Vitrine ausgestellt, die die Entwicklung des Werkes von Michael Thonet wunderbar porträtiert.

Und wie um den Begründer der industriellen Möbelproduktion zu verspotten, haben die Kuratoren 2 R Not und den Bell Metal Horse Chair wie zwei mechanische, futuristische Türsteher direkt vor der Thonet Ausstellung aufgestellt.

Michael Thonet und Ron Arad. Die Gegenüberstellung des Jahres.

Michael Thonet. Ein Mann mit einer Vision, die er nie aufgab...

 

Michael Thonet und sein "Boppard Stuhl"

Michael Thonet vs. Ron Arad

Posts

Ronan and Erwan Bouroullec "Album", @ Vitra Design Museum

On Friday February 3rd the Vitra Design Museum, Weil am Rhein opened the exhibition “Album” in the Design Museum Gallery.

Documenting the work of Ronan and Erwan Bouroullec the Vitra Design Museum Exhibition is a spatialy reduced verison of the original show from Marsailles - but what it lacks in floor space it more than makes up for in intensity and focus.

Ronan and Erwan Bouroullec “Album”, @ Vitra Design Museum runs until June 6th 2012. And in the coming days we’ll bring you a couple of background interviews…..

IMM Köln 2012: Tie-break by Bertjan Pot for Richard Lampert
A chair made out of tennis netting.

No honest

Where others spend ages trying to find the perfect, hard wearing material for their outdoor seating.

Bertjan Pot looks around for a material that is already in common use.

And creates a garden chair from tennis netting.

Read our IMM interview with Richard Lampert real soon at (smow)blog

IMM Köln 2012: QKies by Anette Klein
If there is one development of the technological age that we really feel sorry for it is the QR code.

The possibilities of using it are near limitless… yet the only place you seem to find them are on advertising posters. And we can’t think of anything you need to scan less then an advertising poster. Especially when the advertising poster is attached to a bus stop shelter. And the QR code is in the bottom right hand corner.

QKies by Anette Klein offers a way out of the misery

Developed in conjunction with the baking goods supplier Juchem, QKies is a ready to bake biscuit mix - with an edible QR code top.

And of course you can set the target URL.

Sure there will be marketing bods thinking about how they can employ it… but we don’t see it as a mass-market concept rather one for entertaining and amusing friends and colleagues.

And as such helping bring the QR code into the bosom of the family.
Where in our opinion it belongs.

 

IMM Köln 2012: Pause by Andreas Mikutta
As if proof were needn’t that we’re not an all-seeing, all-knowing being….

We reckon we must have missed Pause by Andreas Mikutta at at least two design shows before now.

And so thank you d3 design talents for including it in the d3 Contest.

There’s is nothing remotely clever or innovative about Pause. It is simply a well constructed piece of furniture; a well-constructed piece of furniture created with reason, proficiency and attention to detail.

You want more?

And lest we forget, the future is analogue…..

IMM Köln 2012: Wardrobe System "Ropero" by Hierve
For many people the most expensive possessions they have are their clothes.
So why not put them on display?

Or for the rest of us; why search through a wardrobe for that particular shirt and/or jacket. When you can see it.

“Ropero” by Mexico City/London based design studio Hierve is a modular, free standing wardrobe system that caught our attention not only because of the quality of the construction.

But also because it is a modular, free standing wardrobe system.

We’re not saying it’s a practical solution for everyone. But as a solution we found it nicely conceived and wonderfully realised.

IMM Köln 2012
You could get to IMM Köln earlier than us.


But then you’d have to get up so early…..

More photos on their way

IMM Köln 2012
You could get to IMM Köln earlier than us.


But then you’d have to get up so early…..

More photos on their way

Dutch Design Week Discoveries: Rene Siebum

Ill prepared as we were, we wandered out to Piet Hein Eek’s sprawling design wonderland not really expecting that much.

Fools!

The whole set up there is really starting to take shape and since we were last there they have managed to attract a couple of very high quality tenants, including Dirk Van Der Kooij and Lotty Lindeman

In addition, during Dutch Design Week three ateliers presented jointly under the name “Door 22” , an exhibition which featured “Compartimenten” by Rene Siebum.

Essentially a series of individual wood boxes that the user can position on the wall to suit their requirments, Compartimenten had a real charm and sense of its own right to exist that really appealed to us.

That and groves in each box to allow the lamp cable to be unobtrusively placed as required.

In addition the individual boxes can also be bound together to create one, sub-divided, storage box.

Compartimenten by Rene Siebum isn’t the only system of this kind on the market.

It did however impress us much more than any similar system we have seen of late.
Dutch Design Week Discoveries: Chris Slutter

Sometimes its very hard to explain why you are drawn to a particular piece.

And so in such cases we generally try to avoid doing do so.

The table lamp Klos by Chris Slutter is such a case.

It’s nothing spectacular. Nothing particuarly revolutionary.

The frame is steel. The shade ceramic.

But something in its form language spoke to us. Something said “Hello”

We reciprocated and were captivated by the response.

Dutch Design Week Discoveries: Dana Cannam

If you know us you’ll know that we do find it a little bit sad that desks aren’t as useful as they used to be. Back in the days desks had drawers. For example.

Dana Cannam’s desk doesn’t have drawers, but is does have a wonderfully simple raised level; a small ledge that not only provides the desk with the most wonderful optic, but which, much more, positively invites us to use and interact with the piece.

Just like ye olde desks of yore.

The design is simple, the design well executed and if Dana can find a use for that “spare” leg end….If not, we’ve got a few ideas :)

The desk probably does have name, we forget to note it. It is however being displayed as part of the “Thoughts of Home” exhibition.

 

 

Dutch Design Week Discoveries: We Make Carpets

Normally when we read that an exhibition is called “We Make Carpets” we don’t go.

Because we assume it is some producer - who experience has taught us doesn’t interest us -  displaying a few of their new products.

We Make Carpets in Eindhoven however caught us in a weak moment. Or maybe it was fate’s soft hands that guided us gently through the entrance.

We Make Carpets appear to be a designer triumvirate who produce carpets from “non-traditional” materials. Clothes pegs for example. Or paper clips.

For their exhibition at Dutch Design Week they have created a series of miniature carpets which they are displaying in a dolls house, alongside miniature versions of contemprorary Dutch design.

A format we found as fascinating as it was enjoyable.

 

Dutch Design Week Discoveries: Studio Jo Meesters

If we’re honest we only visited Studio Jo Meesters exhibition because it was on the way from our actual A to our planned B

Very glad we did though.

Hanging lamps created from natural materials and the use of felt in place of more normal materials isn’t perhaps truly cutting edge design.

But what impressed us was the competent and confident way in which the pieces were composed and executed. The pieces exuded an untroubled innocence that meant it really was like seeing such things for the first time.

Just delightful.

 

Dutch Design Week Discoveries....

Duch Design Week 2011 is proving to be an even more delightful treasure trove of unexpected discoveries than usual.

Which cheers us up.

However, because we fear that we won’ have time to feature all in the smow design blog … we’ll publish a selection of images here under the title Dutch Design Week Discoveries

A published image means Saw it. Liked it. Hope to follow up.

Enjoy!

(smow) Summer Tour 2011 - Adieu
These shoes were made for walking - and walking they have done.

Full reports and more photos from the (smow) Summer Tour 2011 can be found at http://blog.smow.com/

Burg Giebichenstein Halle: Isamu Noguchi 2010

As part of a material research semester project Burg Giebichenstein Halle students were challenged to create the lamp Isamu Noguchi would have made had he been active today….

Burg Giebichenstein Halle: Design can be so simple

We’ve said it before but its always worth repeating - Designer is not a job, but a state of mind.

Sadly the designer of this innovative door stop wasn’t credited…..

Universität der Künste Berlin Rundgang 2011: Graduate Show
If we’re honest we did find it a bit of a shame that the UdK Graduate show simply repeated their DMY show. Witty as the design unquestionably is.

And unquestionably good as many of the projects are….

Universität der Künste Berlin Rundgang 2011: Erika by Storno for Nils Holger Moormann
It was a bit cheeky - but then we’re huge fans of cheekiness

In the IDK Department at the Universität der Künste Berlin stood - for no obvious reason we could see other than simply to promote it - the modular kitchen system Erika by UdK graduate design group Storno for Nils Holger Moormann.

As we say… Still lovin’ it!

Universität der Künste Berlin Rundgang 2011: Fashion Department

Thanks to the wonders of modern technology visitors to the Universität der Künste Berlin Rundgang 2011 could enjoy the Fashion Department Catwalk shows.
And thanks to the use of the Sex Pistols “Anarchy in the U.K.” as the background track to one of the shows, all could be reminded that nothing is quite so commercially successful as teenage rebellion…..

Pendulum by Lisa Dannebaum @KHB_weissensee Rundgang 2011

Part of the semester project “Lichtes Porzellan” at  Kunsthochschule Berlin-Weißensee

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February 03, 11:38 AM

On Friday February 3rd the Vitra Design Museum, Weil am Rhein opened the exhibition "Album" in the Design Museum Gallery.

Documenting the work of Ronan and Erwan Bouroullec the Vitra Design Museum Exhibition is a spatialy reduced verison of the original show from Marsailles - but what it lacks in floor space it more than makes up for in intensity and focus.

Ronan and Erwan Bouroullec "Album", @ Vitra Design Museum runs until June 6th 2012. And in the coming days we'll bring you a couple of background interviews.....

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January 20, 10:58 AM

A chair made out of tennis netting.

No honest

Where others spend ages trying to find the perfect, hard wearing material for their outdoor seating.

Bertjan Pot looks around for a material that is already in common use.

And creates a garden chair from tennis netting.

Read our IMM interview with Richard Lampert real soon at (smow)blog

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January 19, 11:07 AM

If there is one development of the technological age that we really feel sorry for it is the QR code.

The possibilities of using it are near limitless... yet the only place you seem to find them are on advertising posters. And we can't think of anything you need to scan less then an advertising poster. Especially when the advertising poster is attached to a bus stop shelter. And the QR code is in the bottom right hand corner.

QKies by Anette Klein offers a way out of the misery

Developed in conjunction with the baking goods supplier Juchem, QKies is a ready to bake biscuit mix - with an edible QR code top.

And of course you can set the target URL.

Sure there will be marketing bods thinking about how they can employ it... but we don't see it as a mass-market concept rather one for entertaining and amusing friends and colleagues.

And as such helping bring the QR code into the bosom of the family.
Where in our opinion it belongs.

 

 

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January 18, 08:18 AM

As if proof were needn't that we're not an all-seeing, all-knowing being....

We reckon we must have missed Pause by Andreas Mikutta at at least two design shows before now.

And so thank you d3 design talents for including it in the d3 Contest.

There's is nothing remotely clever or innovative about Pause. It is simply a well constructed piece of furniture; a well-constructed piece of furniture created with reason, proficiency and attention to detail.

You want more?

And lest we forget, the future is analogue.....

 

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January 17, 03:50 AM

For many people the most expensive possessions they have are their clothes.
So why not put them on display?

Or for the rest of us; why search through a wardrobe for that particular shirt and/or jacket. When you can see it.

"Ropero" by Mexico City/London based design studio Hierve is a modular, free standing wardrobe system that caught our attention not only because of the quality of the construction.

But also because it is a modular, free standing wardrobe system.

We're not saying it's a practical solution for everyone. But as a solution we found it nicely conceived and wonderfully realised.

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January 16, 06:15 AM

You could get to IMM Köln earlier than us.


But then you'd have to get up so early.....

More photos on their way

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October 26, 05:15 AM

Ill prepared as we were, we wandered out to Piet Hein Eek's sprawling design wonderland not really expecting that much.

Fools!

The whole set up there is really starting to take shape and since we were last there they have managed to attract a couple of very high quality tenants, including Dirk Van Der Kooij and Lotty Lindeman

In addition, during Dutch Design Week three ateliers presented jointly under the name "Door 22" , an exhibition which featured "Compartimenten" by Rene Siebum.

Essentially a series of individual wood boxes that the user can position on the wall to suit their requirments, Compartimenten had a real charm and sense of its own right to exist that really appealed to us.

That and groves in each box to allow the lamp cable to be unobtrusively placed as required.

In addition the individual boxes can also be bound together to create one, sub-divided, storage box.

Compartimenten by Rene Siebum isn't the only system of this kind on the market.

It did however impress us much more than any similar system we have seen of late.

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October 25, 01:35 PM

Sometimes its very hard to explain why you are drawn to a particular piece.

And so in such cases we generally try to avoid doing do so.

The table lamp Klos by Chris Slutter is such a case.

It's nothing spectacular. Nothing particuarly revolutionary.

The frame is steel. The shade ceramic.

But something in its form language spoke to us. Something said "Hello"

We reciprocated and were captivated by the response.

 

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October 24, 03:47 AM

If you know us you'll know that we do find it a little bit sad that desks aren't as useful as they used to be. Back in the days desks had drawers. For example.

Dana Cannam's desk doesn't have drawers, but is does have a wonderfully simple raised level; a small ledge that not only provides the desk with the most wonderful optic, but which, much more, positively invites us to use and interact with the piece.

Just like ye olde desks of yore.

The design is simple, the design well executed and if Dana can find a use for that "spare" leg end....If not, we've got a few ideas :)

The desk probably does have name, we forget to note it. It is however being displayed as part of the "Thoughts of Home" exhibition.

 

 

 

 

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October 23, 02:05 PM

Normally when we read that an exhibition is called "We Make Carpets" we don't go.

Because we assume it is some producer - who experience has taught us doesn't interest us -  displaying a few of their new products.

We Make Carpets in Eindhoven however caught us in a weak moment. Or maybe it was fate's soft hands that guided us gently through the entrance.

We Make Carpets appear to be a designer triumvirate who produce carpets from "non-traditional" materials. Clothes pegs for example. Or paper clips.

For their exhibition at Dutch Design Week they have created a series of miniature carpets which they are displaying in a dolls house, alongside miniature versions of contemprorary Dutch design.

A format we found as fascinating as it was enjoyable.

 

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October 23, 03:23 AM

If we're honest we only visited Studio Jo Meesters exhibition because it was on the way from our actual A to our planned B

Very glad we did though.

Hanging lamps created from natural materials and the use of felt in place of more normal materials isn't perhaps truly cutting edge design.

But what impressed us was the competent and confident way in which the pieces were composed and executed. The pieces exuded an untroubled innocence that meant it really was like seeing such things for the first time.

Just delightful.

 

 

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October 23, 03:14 AM

Duch Design Week 2011 is proving to be an even more delightful treasure trove of unexpected discoveries than usual.

Which cheers us up.

However, because we fear that we won' have time to feature all in the smow design blog ... we'll publish a selection of images here under the title Dutch Design Week Discoveries

A published image means Saw it. Liked it. Hope to follow up.

Enjoy!

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July 19, 12:12 PM

These shoes were made for walking - and walking they have done.

Full reports and more photos from the (smow) Summer Tour 2011 can be found at http://blog.smow.com/

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July 19, 09:35 AM

As part of a material research semester project Burg Giebichenstein Halle students were challenged to create the lamp Isamu Noguchi would have made had he been active today....

 

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July 19, 08:26 AM

We've said it before but its always worth repeating - Designer is not a job, but a state of mind.

Sadly the designer of this innovative door stop wasn't credited.....

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July 19, 07:11 AM

If we're honest we did find it a bit of a shame that the UdK Graduate show simply repeated their DMY show. Witty as the design unquestionably is.

And unquestionably good as many of the projects are....

 

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July 19, 05:46 AM

It was a bit cheeky - but then we're huge fans of cheekiness

In the IDK Department at the Universität der Künste Berlin stood - for no obvious reason we could see other than simply to promote it - the modular kitchen system Erika by UdK graduate design group Storno for Nils Holger Moormann.

As we say... Still lovin' it!

 

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July 19, 03:34 AM

Thanks to the wonders of modern technology visitors to the Universität der Künste Berlin Rundgang 2011 could enjoy the Fashion Department Catwalk shows.
And thanks to the use of the Sex Pistols "Anarchy in the U.K." as the background track to one of the shows, all could be reminded that nothing is quite so commercially successful as teenage rebellion.....

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July 18, 02:17 PM

Part of the semester project "Lichtes Porzellan" at  Kunsthochschule Berlin-Weißensee

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July 18, 01:10 PM

The 2011 Kunsthochschule Berlin-Weißensee Diploma show took place in a former supermarket and under the motto "Kaufhalle wird Kunsthalle"( A Supermarket becomes an art gallery)

But was there was anything worth investing in ....

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