Internet statt Pülverchen
Boah, zum Glück gibt es dieses tolle Internet. Jetzt weiß ich auch, das etwas zerknüllte Alufolie im Besteckkorb diese ekelhaften Rostflecken verhindert. Wer weiß was ich sonst wieder für ein Pülverchen gekauft hätte.
Boah, zum Glück gibt es dieses tolle Internet. Jetzt weiß ich auch, das etwas zerknüllte Alufolie im Besteckkorb diese ekelhaften Rostflecken verhindert. Wer weiß was ich sonst wieder für ein Pülverchen gekauft hätte.
In den letzten Tagen habe ich hier ein bisserl rumgeschraubt. Neben reinen Änderungen am Design und der Idee zukünftig lockerer und freier zu schreiben, habe ich die Kommentarfunktion im Blog abgeschaltet. Damit will ich die Diskussion dort forcieren und bündeln, wo Diskussionen heutzutage stattfinden und auch am besten aufgehoben sind (beispielsweise eben auf Facebook). Damit lässt sich das Engagement der Kommentatoren auch einfacher in deren Social Graph einbinden, was für den Kommentator gut ist und für Streaming Minds erst recht. War ein Punkt über den ich recht lange nachgedacht habe, aber die Trennung des Kommentarlayers vom Inhalt ist in meinen Augen unabdingbar.
Am Backend hat sich hingegen nichts geändert. Ich vertraue hier weiterhin (vor allem wegen des einfachen Handlings und der hervorragenden Integration) auf Posterous, was aber mittlerweile designtechnisch kaum noch zu bemerken sein sollte.Was Deutschland fehlt, sind mehr Menschen die wie Richard David Precht (deshalb) und Wolfgang Grupp (darum, darum und darum) einfach (gerne auch ungefragt) den Finger in die Wunde legen und dazu ein paar intelligente aber deutlich formulierte Worte an unsere plattärschigen Damen und Herren Politiker finden. Idealerweise gehen sie gleich selbst in die Politik und mischen den Laden von innen etwas auf. Aber dieses Laientheater — inszeniert zum reinen Machterhalt, wie Precht richtig feststellt — würde selbst aus solchen Menschen Würmer machen.
5 Euro und 95 Cent zahlt man pro Monat für eine Premium-Mitgliedschaft bei Xing, dem deutschen Business-Netzwerk. 5 Euro 95 die ich jahrelang Monat für Monat an die Hamburger überwiesen habe, weil irgendwie Jeder bei Xing war und ich das Gefühl hatte, das es mir schaden würde wenn ausgerechnet ich dort nicht vertreten wäre. 5 Euro 95 im Monat um grundlegende Funktionen auf der Plattform freizuschalten, ohne die ein Netzwerk bei dem man ja eigentlich angemeldet ist um sich mit anderen Menschen auszutauschen keinen Sinn macht. Immerhin fast 72 Euro im Jahr die meiner Meinung nach viel zu viele Menschen wie selbstverständlich bezahlen, weil sie das Gefühl haben das Xing in Deutschland irgendwie Pflicht ist und der Karriere gut tut. 72 Euro im Jahr für "Job-Angebote" die "Headhunter" massenweise an einigermaßen passende Kandidaten schicken. 72 Euro im Jahr für das Gefühl arbeitsmarkttechnisch begehrt zu sein. Was für ein unendlicher Blödsinn. Xing ist vor allem eines: Überflüssig.
Und da ich mich gern von überflüssigen Dingen trenne, vor allem wenn sie wie ein ungepflegtes und werbeverseuchtes Profil in einem Social Network auch schnell mal zu einem Reputationskiller werden können, habe ich mich dazu entschlossen mein Xing-Profil heute zu löschen. Ein Schritt der mir sehr leicht fällt, da ich mittlerweile ohnehin der Meinung bin das man Privates und Berufliches nicht voneinander trennen kann. Das Leben ist ja nicht nur Schwarz oder Weiß und Menschen es sind es natürlich auch nicht. Warum also krampfhaft versuchen Menschen in Kategorien und Kisten zu stopfen? Das klingt jetzt alles radikaler als es eigentlich ist. Wer ein wenig darüber nachdenkt, wird mir vermutlich irgendwann zustimmen. Und wenn nicht, besteht ja weiterhin die Möglichkeit mich auch in einem Business-Netzwerk zu separieren: LinkedIn - Hier wird wenigstens niemand gezwungen eine Premium-Mitgliedschaft abzuschließen um zu sehen wer als letztes das eigene Profil aufgerufen hat und ehrverletzende Werbung schaltet man hier auch nicht in den Profilen.
Ja die Blogger sterben aus. Aber das sollte niemanden wirklich ernsthaft jucken. Es gibt nämlich ohnehin zu viele.
Das Veröffentlichen von Inhalten war nie einfacher wie heute. Dementsprechend groß ist natürlich das Angebot an Inhalten, und dementsprechend viele lesenswerte Artikel und Gedanken versinken unbeachtet im Grundrauschen. Wenn das was Czylandsky ausgegraben hat tatsächlich stimmt (und daran habe ich keinen Zweifel), und Bloggen für die nachwachsende Generation so ziemlich das Uncoolste ist was es gibt, bereinigt sich die Blogosphäre gerade selbst um all die Pseudo-Blogger die ohnehin nur belangloses Zeug verwurstet haben und das jetzt (zum Glück zielgerichtet) in den Social Networks einkippen.
Zitat aus dem Roman Kaltduscher:
Frauen verstehen das nicht, aber jeder Mann hat seine Hose. Die einzige, die wirklich sitzt, die einzige in der er sich wirklich wohl fühlt. Die Hose trägt er jeden Tag, und wenn sie mal gewaschen werden muss, dann bleibt er oft so lange zu Hause, bis sie wieder trocken ist. Und wenn schließlich der Tag gekommen ist, an dem selbst er nicht mehr übersehen kann, dass seine Hose nur noch lose von ein paar Fäden zusammengehalten wird, dann beginnt eine lange, peinvolle, meist von zahlreichen Fehlschlägen geprägte Suche nach der neuen Hose.
Gefunden und für gut befunden: Das Preis-Kaleidoskop des Statistischen Bundesamtes.
So ein kleines Handy und so ein großes Update. Wie das nur da drauf passt?

Zum Glück hat da mal jemand drüber gebloggt. Mir war das ja immer zu banal. Aber das ist in der Tat ein unterschätztes Problem. Bier gehört einfach nicht in 0,5'er Flaschen. Und damit endlich mal jemand was macht, kauf mein Bier ab sofort nur noch 0,33'er Flaschen.
Ehrlich, Goggles ist wirklich nett und die Echtzeitsuche schon jetzt richtig nützlich. Aber was Google da gerade unter dem Namen Living Stories vorgestellt hat raubt mir den Atem. Ich bin fasziniert von dem Konzept, das die Art und Weise wie wir zukünftig Nachrichten konsumieren grundlegend verändern wird. Daran besteht eigentlich kein Zweifel. Nicht weil es von Google ist, sondern weil es ein ziemlich effektiver Weg zur Informationsgewinnung ist.
Und als wäre das alles noch nicht genug, könnte Google den darbenden Zeitungsverlagen mit diesem Dienst sogar einen großen Gefallen getan haben.
Journalismus unterliegt heute vielerorts denselben Gesetzen wie Stahl in der Autoindustrie: Er ist Material und damit ein Kostenfaktor.
René Fischer (bio) ist Kreativarbeiter, Purist, social geek, food aficionado, liebevoller Vater einer süßen Tochter, glücklich verheiratet und arbeitet als Customer Support Manager bei Exact in München.
René liebt interessante Gespräche, Kochen und gutes Essen, spannende Filme, gute Bücher und Musik. Seine Interessen sind das Internet, Fotografieren, Gadgets und das seit Jahren erfolglose Spielen seines Didgeridoo.
In seinem privaten Blog Streaming Minds notiert und kommentiert er Dinge des Alltags aus den Bereichen Politik, Medien und Kultur. Darüber hinaus finden sich dort Notizen zur Netzwelt und Banalitäten aus seinem Leben.