ohne garantie.
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“Alles halb so wild.” Dummer Spruch. Trifft gelegentlich zu, aber nicht auf Situationen, sondern nur auf Leute. Die von ihrer eigenen total verrückten Außenwirkung überzeugt sind. Diese typischen Mittdreißiger mit Strähnchenfrisuren, “ausgefallenen” Brillengestellen und Kleidung mit Animalprint. Halb so wild (wie sie sich sehen, wie sie gerne wären). Alle.
Wenn für alle anderen die Welt stillstand, war sie für mich am wenigsten zu ertragen. Wenn nichts passiert, alle Räder ruhen und die Gesellschaft zu Tische sitzt, bekommen die Einsamen, die Ängstlichen, die Hungrigen, die Paranoiden, die Suchenden, die Kaputten, die Depressiven, die Verlassenen, die, die draußen stehen, Panik.
- Rocko Schamoni, Sternstunden der Bedeutungslosigkeit
Schreib mal über Liebe. Nicht über das Traurige, über lieben und nicht geliebt werden, verlassen werden oder gehen oder Enden, jedenfalls nicht nur. Und dann sing das. Auf Deutsch. Ohne irgendwie Distanz zu schaffen zu den Gefühlen, ohne sie hinter ein paar Andeutungen und Ironie-Ebenen zu verstecken. Und dann kling dabei mal nicht doof, versuch das mal.
Das war einer dieser Abende, nach denen man mit glühenden Wangen hinaus auf die Straße stolpert und der Kopf rauscht und das Herz sich anfühlt, als würde es überlaufen, so warm ist es, und das Kribbeln geht immer noch bis in die Fingerspitzen. Tanzen, mitsingen, sich angesprochen fühlen, einen langen Blick in die Augen bekommen, zwischendurch einen Kloß im Hals haben und dann mit diesem Gefühl nach Hause gehen, gerade bei etwas Fantastischem dabei gewesen zu sein. Dabei bin war ich doch gar kein Fan.
Ich muss mal etwas loswerden, was das ganze #prayforjapan-Thema und das diesbezügliche Lästern angeht, das ich z.B. auf Twitter mitbekomme. Ich gehöre auch zu den Leuten, die der Meinung sind, dass es viele Arten der Hilfeleistung gibt, die bestimmt mehr (positive) Auswirkungen haben als das Beten und dadurch, dass ich selbst überhaupt nicht religiös bin, tue ich es auch nicht.
ABER.
Es gibt Formulierungen wie “Wir sind mit unseren Gedanken ganz nah bei euch” und andere Arten, sein Mitgefühl auszudrücken, die jetzt auch nicht direkt dafür sorgen, dass von der Katastrophe getroffene Japaner ihre Angehörigen wiederfinden oder Hilfe beim Wiederaufbau bekommen. Trotzdem werden diese Worte nicht zynisch kommentiert (“Bringt doch alles nichts, macht lieber was Sinnvolles!”). Da geht keiner hin und sagt “Du, ist ja schön, dass du an Japan denkst, aber das ist total unsinnig und doof.” Sondern sie werden als das verstanden, was sie sind: Bekenntnis, dass uns die Situation anderer beschäftigt und wir an sie denken. Natürlich haben diese Leute mehr davon, wenn unser Engagement über reine Bekenntnisse hinausgeht, das ist klar.
Aber warum können wir das Beten für Japan nicht genauso ansehen und ANERKENNEN? Und nicht herabwürdigen?
Es mag für nicht religiöse Menschen auch wenig bedeuten, aber wenn jemand (ernsthaft) sagt, dass er für eine andere Person betet, so schließe ich daraus:
Er (oder sie) interessiert sich für andere, befasst sich mit deren Situation, und statt in seinem Gebet nur um sich selbst und seine eigenen Bedürfnisse zu kreisen, schließt er andere mit ein und zeigt sein Mitgefühl. Ich sage nicht, dass ich das schon als humanitäres Engagement sehe, aber die Denkweise, auch mal andere über sich selbst stellen zu können, weil sie Hilfe brauchen und das wichtiger ist als die eigenen Probleme, ist eine Basis dafür.
Und ich wünschte, man könnte das mal anerkennen, anstatt immer nur darauf hinzuweisen, dass es uns nicht weiterbringt, die Geschehnisse “in Gottes Hand zu legen” und weiterzumachen wie bisher. Ja, es ist eine gefährliche Einstellung, zu beten und sich dann zurückzulehnen, mit dem Gefühl, einen signifikanten Beitrag geleistet zu haben und dass jetzt schon alles in Ordnung kommen wird. Aber man sollte nicht jedem religiösen Menschen, der für Japan beten möchte, unterstellen, er sei genau dieser Auffassung.
Bild via
Sie [die erlaubte Tagesdosis] ist kein wissenschaftliches Konzept, denn dieser Wert beschreibt nicht die Höhe des Risikos, sondern lediglich seine Hinnehmbarkeit. Urteile darüber sind aber in erster Linie gesellschaftlicher, normativer , politischer oder kommerzieller Natur. Akzeptabel, aber für wen? Und dahinter steht immer die Frage: Ist das Risiko akzeptabel im Verhältnis zu seinem mutmaßlichen Nutzen? Diejenigen, die vom Einsatz von Chemikalien profitieren, sind fast immer die Unternehmen und nicht die Verbraucher. Die Verbraucher tragen die Risiken, und die Unternehmen machen die Gewinne.
Erik Millstone, Professor für Wissenschaftspolitik an der Universität von Sussex
Die Dokumentation “Unser täglich Gift” in der Arte-Mediathek.
13 lessons from my grandmother’s kitchen
1. on cooking & love
both should be undertaken with wild abandon.
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kaufte ein buch, das (auf einem großen sticker) von eckart von hirschhausen gelobt wird. fühle mich jetzt schmutzig. nicht auf die gute art.
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schaue papa so beim essen & telefonieren & ipad gucken & zeitung zerknittern zu und glaube nicht mehr, dass mein ads durch pcspiele kommt.
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wer schon mal mit jan ullrich redete, der fragt sich nicht, ob er gedopt hat. sondern ob das mit dem gehirn davor oder danach passierte.
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zuhause aka wurstsalat essen und amazon-geschenke auspacken. (danke, florian h. <3) http://t.co/IEdJDhz0
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mit wackeligem kreislauf, pochendem arm und lust auf bier fühle ich mich am frankfurter hauptbahnhof endlich mal gut integriert.
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@Gaming_Dude habe mit meiner professorin ausgemacht, dass ich bei ~70 lande. kann mich schon kurz fassen, ist aber 'ne umfangreiche studie.
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@jedimax ab anmeldung 12 wochen. erhebe aber schon seit letztem juli daten. -.-
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@KillMoregirls ohgott :/
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@KillMoregirls würde ich mich eh nie trauen, hab mir nicht mal selbst ohrlöcher gestochen. ;)
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@juliankern als belohnung. ;) außerdem hab ich dauerschnupfen und nehme an, dass das verheilen nicht so easy wird, deshalb lieber danach.
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noch ~12 wochen bis bachelorarbeitsabgabe. noch ~12 wochen bis septum. \o/
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*ausbruch wieder lösch*
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sah das vorlesungsverzeichnis der erziehungswissenschaftler und verstehe jetzt ein bisschen besser, warum die alle nicht lebensfähig sind.
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