Bei der EPIC Sustainable Living Expo gab es auch ein interessantes Vortragsprogramm, zum Beispiel konnte man dabei ein Konzept bewundern, das auch für österreichische Städten spannend ist. Chris Thoreau, ein Urban Farmer aus Vancouver, der die von ihm angebauten Lebensmittel als Food Pedaler per Fahrrad zu seinen KundInnen bringt, erzählte dabei über das spannende Thema “Urban Farming in Vancouver”.
Gerade in Kanada, wo 80% der Bevölkerung in Städten leben, stellt sich die Frage, wie auch direkt in den Städten Lebensmittel angebaut werden können, insbesondere auch um lange und umweltschädliche Transportwege zu verringern.
Klar ist: Urban Farming, also die gewerbsmäßige Landwirtschaft in der Stadt, leistet dabei einen Beitrag zu einem nachhaltigeren Ernährungssystem, die Welt wird (und soll) sich aber mit urbaner Landwirtschaft allein nicht ernähren lassen.
Unterstützt von zwei Trends, nämlich dem Zuzug der Menschen in die Städte und dem gleichzeitigem Anwachsen der Vorstädte (Suburbs), gibt es derzeit in vielen Städten, insbesondere in Nordamerika, einen Trend zu Urban Farming, beispielsweise neben Vancouver auch in Detroit, Milwaukee oder Seattle. Rund 22-25 Urban Farms gibt es allein in Vancouver, wobei ein Urban Farmer oft aufgrund der nur kleinen verfügbaren Flächen mehrere Flächen bewirtschaftet.
Die Aufteilung auf mehrere Flächen zählt neben der hohen Anbaudichte, dem kollaborativen Charakter (viele Urban Farmer haben sich zu einer Vereinigung zusammengeschlossen, tauschen sich regelmäßig aus und arbeiten beispielsweise beim Marketing zusammen), dem unternehmerischen Ansatz und dem proaktiven Zugang zu neuen Medien zu den wesentlichen Charakteristika von Urban Farming.
Gerade die Stärkung der Community – sowohl zwischen den Urban Farmers als auch mit deren AbnehmerInnen, deren lokale Identität und Gemeinschaft durch lokale Lebensmittel gefördert wird – stellt einen wesentlichen Vorteil von Urban Farming gegenüber der konventionellen Landwirtschaft und ihrem Vertriebsmodell dar.
Aber auch die Aspekte der sozialen Gerechtigkeit (viele Urban Farmer unterstützen sozial benachteiligte Menschen beim Erwerb neuer Fähigkeiten bzw. der (Wieder-)Eingliederung in die Gesellschaft) und der Bildung (Förderung des Umgangs von Kindern und Erwachsenen mit Lebensmitteln in der Stadt, insbesondere des Wissens über den Anbau von Lebensmittel und eine gesunde Ernährung) sollten nicht übersehen werden.
Wie wichtig ist also Urban Farming? Urban Farming kann zuallererst einen wertvollen Beitrag zu Vancouvers Greenest City Initiative, bis 2020 die grünste Stadt der Welt zu werden, leisten – durch lokale Lebensmittel, kürzere Transportwege und nachhaltige Arbeitsplätze. Urban Farming erhöht die Resilienz des urbanen Lebensmittelsystems und schafft Nähe zwischen den KonsumentInnen und den Landwirten bzw. Lebensmitteln. Urban Farming leistet aber auch einen wichtigen gesellschaftlichen Beitrag, gerade im Bereich des Community Buildings.
All dies gilt für Vancouver gleichsam wie für andere Städte, egal ob sie nun Seattle oder Wien heißen. Gerade dort, wo der Anbau von Lebensmitteln am eigenen Balkon nicht möglich ist, wo eigene Gartenflächen oder Gemeinschaftsgärten in der Stadt nicht ausreichend verfügbar sind oder wo es Angebote wie das ADAMAH-Biokistl nicht gibt, stellt Urban Farming einen interessanten Ansatz dar, der nicht zuletzt aufgrund seines Grassroots-Charakters großes Potenzial hat.
Dafür gilt es nicht nur die notwendigen Flächen, sondern auch die organisatorischen und gesetzlichen Rahmenbedingungen zu schaffen. Dies geschieht in Vancouver erst jetzt, bislang bewegte man sich oftmals noch im rechtlichen Graubereich, die Urban Farming Bewegung ist aber nicht mehr aufzuhalten!
Wieder mal ein Bericht aus Vancouver: Nachhaltigkeit ist in hier nicht einfach nur ein Modewort, sondern wird auch im Alltag gelebt. Kein Wunder also, dass ich mich gleich am ersten Tag der dreitägigen EPIC Sustainable Living Expo auf den Weg in das beeindruckende Vancouver Convention Centre machten, um einen abwechslungsreichen Einblick in viele Facetten eines nachhaltigen Lebensstils zu bekommen.
Mehr als 300 AusstellerInnen präsentieren an diesem Wochenende rund 20.000 BesucherInnen ihre Lösungsansätze für mehr Nachhaltigkeit in unserem Alltag. Viele Fragen wurden dabei beantwortet…
Wie können wir unseren Strom aus erneuerbaren Energiequellen gewinnen und dank energieeffizientem Wohnen Strom sparen? Wie können wir uns umweltfreundlicher fortbewegen, vom Elektroauto über Carsharing bis zum eBike? Wie können wir auch in der Stadt Gemüse und Kräuter anbauen oder sogar an unseren Zimmerwänden das Grün zum sprießen bringen?
Wie können wir fairen Handel fördern und nachhaltig produzierte Waren kaufen, egal ob bei Kleidung, Schuhen, Accessoires, Lebensmitteln, Sportartikeln, Hygieneartikeln, Spielzeug, Möbel, Blumen oder anderem? Wie können wir eine Hochzeit, ein Catering und andere Ereignisse nachhaltiger gestalten?
Darauf wurden viele Antworten gegeben. Noch viel mehr Antworten gibt es außerhalb einer solchen Messe – es gilt sich zu informieren, für Veränderungen offen zu sein und einen nachhaltigen Lebensstil vorzuleben. Gewiss nicht jeder von uns in allen Bereichen, erst recht nicht mit großen Veränderungen in allen Lebensbereichen auf einmal, sondern Schritt-für-Schritt mit kleinen Erfolgen, die weitererzählt gehören, auf dem Weg zu einem nachhaltigeren Leben.
Einmal mehr zeigte sich jedenfalls, dass wir in vielen Bereichen unseres Lebens kleine und große Beiträge zu mehr Nachhaltigkeit leisten können – während die Solaranlage am Dach oder die Effizienzmaßnahmen in der Mietwohnung oft nur schwer zu bewerkstelligen sind, kann schon morgen jeder von uns seinen Kaffee, seinen Tee oder seine Schokolade aus fairem Handel genießen, egal ob in Kanada oder Österreich!
Denn viele dieser Veränderungen sind oft mit nur einem kleinen Aufwand aber mit einem umso größeren Gewinn an persönlicher Lebensqualität verbunden! Von den Vorteilen für die Umwelt, den gesicherten hochwertigen Arbeitsplätzen, den geförderten Communities oder den positiven Auswirkungen auf die eigene Gesundheit ganz zu schweigen…
Seit fünf Jahren treffen sich jedes Jahr am ersten Maiwochenende tausende Menschen um in Erinnerung an die urbane Denkerin, Aktivistin und Schriftstellerin Jane Jacobs bei einem Spaziergang ihren Stadtteil zu erkunden. Ausgehend von Toronto über ganz Nordamerika hat sich das Phänomen Jane’s Walk mittlerweile auf die ganze Welt verbreitet, mit mehr als 600 Spaziergängen in 85 Städten in 19 Ländern in diesem Jahr.
Wo Platz knapp ist, wachsen Städte nach oben - aber auch nach unten. Energieinfrastruktur und öffentlicher Verkehr werden nicht erst seit gestern unter der Erde „verstaut“. Doch in den kommenden Jahren, sind Stadtplaner überzeugt, wird die „Deep City“ noch viel stärker Thema sein als heute. Schon heute wandern Einkaufs- und Geschäftsflächen in den Untergrund. Und wenn gemäß den Prognosen im Jahr 2050 fast 70 Prozent der Weltbevölkerung in Städten wohnen werden, bedeutet das einen beachtlichen Mehraufwand an Infrastruktur und Wohnflächen. Das Fazit: Wer oben mehr Platz braucht, muss nach unten bauen.
Europhiles shouldn’t forget another city on the cutting edge of the “smart city” movement: Vienna. Everywhere you turn in Vienna, there is a clear commitment to building a smart and sustainable region, or what we call the “Next Metropolis.”
Ein weiterer Meilenstein der zweiten Wind-Initiative im Burgenland wurde am Freitag, dem 4. Mai 2012, passiert: Mit dem Spatenstich der Betreiber BEWAG, ImWind und Püspök Group wurde der Startschuss für die Errichtung von Mitteleuropas größtem Windpark in den Gemeinden Andau und Halbturn gegeben.
Je weiter sich die PV-, Wind- und Wellenkraftwerks-Technik entwickelt, desto wichtiger wird die Speicherung der erzeugten Energie. Eine Möglichkeit der Energiespeicherung sind Druckluftspeicherkraftwerke. Sie dienen momentan dem Abdecken von Spitzenlasten. Luft wird üblicherweise in Kavernen gepumpt und bei Bedarf über eine Turbine, die an einem Generator hängt wieder abgelassen. Der Vorteil von einem Druckluftspeicherkraftwerk ist, dass es sehr schnell hochgefahren werden kann und “schwarzstartfähig” ist. “Schwarzstartfähig” bedeutet, das Kraftwerk braucht beim Starten keine externe Stromzufuhr (Wärmekraftwerke brauchen diese schon zum Hochfahren). Das ist besonders nach Netz-Blackouts/flächendeckenden Stromausfällen wichtig.
The ILO’s “World of Work Report 2012: Better Jobs for a Better Economy” says that around 50 million jobs are still missing compared to the situation that existed before the crisis. Many governments, especially in advanced economies, have shifted their priority to a combination of fiscal austerity and tough labour market reforms. The report says such measures are having devastating consequences on labour markets in general and job creation in particular. They have also mostly failed to reduce fiscal deficits.
Bernanke was and is a fine economist. More than that, before joining the Fed, he wrote extensively, in academic studies of both the Great Depression and modern Japan, about the exact problems he would confront at the end of 2008. He argued forcefully for an aggressive response, castigating the Bank of Japan, the Fed’s counterpart, for its passivity. Presumably, the Fed under his leadership would be different.
Millionen-Deal: Grassers Ex-Kabinettschef packte im U-Ausschuss aus: KHG hatte jene Insider-Info, die seinen Spezi Meischberger reich machte.
In all, there is no evidence here that large fiscal contractions bring benefits to confidence and growth that offset the direct effects of the contractions. They bring exactly what one would expect: small contractions bring recessions and big contractions bring depressions.
It’s worth noting that this also implies that 1 euro of austerity yields only about 0.4 euros of reduced deficit, even in the short run. No wonder, then, that the whole austerity enterprise is spiraling into disaster.
Am 1. April tritt die Vorratsdatenspeicherung in Kraft. Das wahllose Speichern von Telefon- und Computerdaten stellt einen Paradigmenwechsel der Sicherheitspolitik dar