Musician ("Lagomorpha"), Concert-Photographer, Social-Media- and App-Addict, Online-Editor (www.hr3.de) - That's me!
P!NK oder Pink stand nicht das erste Mal vor meiner Linse, aber das erste Mal so weit weg: Bei den bisherigen Konzerten durfte man sie immer aus dem Graben fotografieren, diesmal nur vom FOH aus. Grund: Im ersten Song befindet sich P!NK fast ausschließlich in der Luft über den Köpfen der Fotografen und man hätte vom Graben aus bestenfalls ihre Füße fotografieren können.
Das Schöne an Fotos vom FOH: Man kann auch mal die komplette Bühne ablichten. Das Schlechte an Fotos vom FOH: Der Künstler ist SEHR weit weg (gut dran, wer ein lichtstarkes Tele mit hoher Brennweite hat! Ich hatte es nicht…) und die Perspektive ist immer gleich. Wir haben aber das Beste draus gemacht (finde ich) und wem das Foto hier gefällt: Auf hr3.de gibts noch mehr Fotos von mir von diesem Konzert zu sehen.
Alle Jahre wieder ein Publikumsmagnet: hr3@night, wo alljährlich 50 Künstler auf 20 Bühnen eine Nacht lang (fast) ganz Frankfurt in eine große Party-Zone verwandeln. So eine Nacht muss natürlich auch im Bild festgehalten werden und deswegen sind wir dort Jahr für Jahr mit mehreren Fotografen im Einsatz.
In den ersten Jahren sind die Fotografen immer noch zwischen den Locations hin- und hergesprungen (was immer unglaublich stressig war und nie wirklich funktioniert hat, weil die sehr enge Zeitplanung durch kurzfristig veränderte Auftrittszeiten und verspätete Shuttles torpediert wurde), doch seit ein paar Jahren hat jeder Fotograf seine “eigene” Location, in der er den Abend verbringt und die Künstler, die dort auftreten, fotografiert. Die letzten Jahre habe ich immer im Zoo Palais verbracht, doch in diesem Jahr hatte es mich ins Sankt Peter verschlagen, wo ich mir unbedingt Bosse (großartig!) anschauen wollte, aber auch BenjRose wollte ich mir nicht entgehen lassen. Was dabei herauskam, könnt Ihr hier sehen.
Und wer noch mehr Fotos von hr3@night sehen möchte, sollte auf hr3.de vorbeischauen: hr3 Galerie: hr3@night 2013
Es kann so einfach sein: Fotopass am Presseschalter abholen, im Vorraum noch etwas herumsitzen und die Leute beobachten, dann irgendwann entspannt in die Halle gehen, drei Lieder fotografieren und wieder gehen. Kein “Wir treffen uns dann hier um X Uhr und dann werdet ihr reingeführt…”, niemand, der/die aufpasst, dass man auch ja die Halle wieder verlässt – schön! Okay, Caro Emerald ist nicht Madonna, was man auch daran sehen konnte, dass wir nur zwei Fotografen waren und sich das Interesse der örtlichen Presse demnach arg in Grenzen hielt, aber dennoch: Schön entspannt wars!
Die Stimmung in der Halle fand ich dafür, zumindest während der ersten drei Songs, etwas arg entspannt. So entspannt, dass es fast schon gelangweilt wirkte. Aber das täuschte bestimmt nur: Bestuhlte Konzerte neigen dazu, so eine ganz eigene Stimmung zu haben. Als ich Caro Emerald das letzte Mal gesehen habe, spielte sie in der Jahrhunderthalle, ein paar tausend Fans standen im Innenraum und tanzten vom ersten bis zum letzten Song durch. Das lässt sich nur schwer mit einem Sitz-Konzert vergleichen. Dennoch: Schön, Caro Emerald und ihre tolle Band mal wieder live erleben zu dürfen. Ich freue mich schon auf ihr nächstes Konzert. Und wer noch keines ihrer Konzerte gesehen hat: Hingehen! Aber am besten keinen Sitzplatz nehmen, denn bei Caro muss man tanzen. Eindeutig.
Aus der Rubrik “Dinge, die ich eigentlich nicht mehr machen wollte”: “Konzerte in der Batschkapp fotografieren”. Zur Erinnerung: Die Batschkapp ist ein großartiger und sehr traditionsreicher Live-Club in Frankfurt, in dem Leute wie Robbie Williams, Eminem und die Fantastischen Vier schon auf der Bühne gestanden haben und den man als Freund von guter Live-Musik unbedingt mal besucht haben sollte, der aber für Konzertfotos irgendwie so gar nicht geeignet ist. Grund: Es gibt keinen Fotograben und wenn die “Kapp” voll ist, dann ist sie so voll, dass man als Fotograf im Zuschauerraum irgendwie auch nicht mehr wirklich viel Spaß hat. Weil Johannes Oerding aber in diesem Jahr bei “hr3@night” auf der Bühne stehen wird und ich die Fotos gut für die Bewerbung der Veranstaltung im Vorfeld gebrauchen konnte, habe ich es doch noch mal gewagt. Ergebnis: Eine Menge Menschen hassen mich jetzt wieder, weil ich ihnen beim Weg nach draußen durch die Massen auf die Füße getreten habe und eine weitere Frau dürfte mich hassen, weil ich ihr drei Lieder lang vor der Nase gestanden habe (“Tut mir wirklich leid, aber ich bin in drei Liedern wieder weg!” – “Kriege ich dann auch für drei Lieder mein Geld zurück?!?!” – Hmpf.). Aber ich habe meine Fotos! Und eines davon gibts hier zu sehen.
Ich weiß nicht warum, aber aus irgendeinem Grund hatte ich mir die Musik von Alex Clare live wesentlich elektronischer vorgestellt. Stattdessen stand da jemand mit seiner Band auf der Bühne, der ein astreines Soul-Konzert zum besten gab, bei dem eben hin und wieder auch ein Synthesizer zu hören war. Die Musik hätte aber eigentlich auch ohne dieses Instrument funktioniert. Mir hats jedenfalls gefallen und wenn sich die Gelegenheit bietet, werde ich mir Herrn Clare unbedingt nochmal in voller Länge anschauen müssen.
Was nicht so rosig war, war das Licht: Dunkel mit viel Blau. Und weil nur eine Farbe für Fotografen noch schlimmer ist als Blau (nämlich Rot), war die Fotografiererei auch nur ein begrenzter Spaß. Teilweise war es so dunkel, dass der Autofokus gar nicht wusste, was er machen sollte. Aber egal, das eine oder andere brauchbare Bild war trotzdem dabei – zum Beispiel dieses hier. Lightroom sei dank!
Mein persönliches Konzertfinale in 2012: Am 12.12.2012 kam Philipp Poisel erneut nach Frankfurt, diesmal aber in die Alte Oper. Nachdem er dieses Jahr schon viermal den Sendesaal des Hessischen Rundfunks ausverkauft hatte, war nun die Alte Oper dran. Auch hier: Schon lange vorher keine Tickets mehr zu haben. Und hatte ich die Konzerte im Sendesaal schon als verdammt dunkel in Erinnerung, so war es hier nochmal einen Tacken finsterer. Das 400er habe ich gleich in der Tasche gelassen, doch auch mit dem 70-200 (immerhin durchgängig f2.8) war nicht viel zu wollen. So musste Lightroom in der “Post-Production” noch irgendwas reissen, doch hier waren die Grenzen recht schnell erreicht, bevor unschönes Bildrauschen wirklich alles zunichte machte. Nun gut. Hoffen wir mal, dass die Konzerte 2013 etwas heller werden….
Noch ein paar Worte zum Konzert: Sicher, an Philipp scheiden sich die Geister. Während die einen ihn abgöttisch lieben, können die anderen überhaupt nichts mit ihm anfangen. Ich muss aber den Kritikern sagen: Schaut ihn Euch mal live an! Okay, er nuschelt natürlich auch da, doch ich habe selten einen Musiker auf der Bühne gesehen, der mit einer solchen Hingabe seine Songs singt und dem man so sehr glaubt, was er da erzählt. Ich werde ihn mir jedenfalls nicht das letzte Mal angesehen haben!
Da waren sie wieder: Silbermond kamen zum zweiten Mal in nur wenigen Monaten nach Hessen, diesmal in die Festhalle in Frankfurt. Die Mutter aller Konzerthallen in Hessen ist für viele Bands ein Meilenstein in ihrer Musikkarriere und nachdem Silbermond bei ihrer letzten Tour die Jahrhunderthalle gefüllt haben, sollte es diesmal die Festhalle sein. Leider hat das mit dem “füllen” diesmal nicht ganz so gut geklappt: Der zweite Rang war leer, der erste nicht richtig voll und der Innenraum sah immerhin okay aus. Man muss aber dazu sagen: Es waren deutlich mehr Fans bei diesem Konzert als bei ihrem letzten Besuch in der Jahrhunderthalle – auch wenn es vielleicht anders wirkte. Der Band merkte man das nicht an, die haben wie gewohnt alles gegeben und den Fans einen tollen Abend bereitet. Ich sage es immer wieder: Live sind die wirklich eine Bank! Wer ihre Musik mag, sollte sie unbedingt mal auf der Bühne erlebt haben!
Irritierend bei diesem Konzert war allerdings der Betrieb im Fotograben: Neben den üblichen Pressefotografen aus dem Rhein-Main-Gebiet fanden sich da zahlreiche Vertreter von Party-Foto-Portalen und eine junge Kollegin, welche die Fotos mit ihrem iPhone aufnahm. Handy-Fotografen habe ich zuletzt in einem Fotograben gesehen, als man beim Open Flair noch ohne Fotopass in den Graben konnte und so die ganzen “VIP”-Pass-Besitzer die Gelegenheit nutzten, um schnell ein paar Erinnerungsfotos von ihren Idolen zu schießen. Damals waren auch einige Kandidaten dabei, die statt einer “richtigen” Kamera das Handy zückten. Ach, das waren noch Zeiten…
Die Night Of The Proms ist Jahr für Jahr ein kleines Highlight zum Jahresende: Entspannte Stimmung zwischen Veranstalter und Fotografen, man kann sich die komplette Show ansehen, sich frei in der Halle bewegen – ein Traum! So war auch die NOTP 2012 ein großer Spaß, auch wenn es, wenn man sich vorgenommen hat, alle Bilder möglichst während der Veranstaltung zu sichten und zu sortieren, um nicht noch bis spät in die Nacht am Rechner zu sitzen, ziemlich stressig war. Die guten Arbeitsbedingungen entschädigen da einfach für alles. Und ich freue mich jetzt schon auf 2013!
Die Hugenottenhalle ist vielleicht nicht die schönste Konzerthalle im Rhein-Main-Gebiet, aber doch eine, in der schon so mancher großer Star auf der Bühne stand. Ich habe dort zum Beispiel mal “Fury In The Slaughterhouse” mit einem wirklich sehr guten Konzert gesehen, Katy Perry stand hier schon auf der Bühne und diesmal war es ein Künstler, der normalerweise Stadien füllt: Herbert Grönemeyer. Als ich ihn das letzte Mal sah, stand er in der Commerzbank Arena vor zehntausenden von Fans auf der Bühne – und jetzt in der Hugenottenhalle in Neu-Isenburg. Das lag nicht daran, dass er auf einmal keine großen Hallen mehr füllt, sondern daran, dass Herbert mal einen Gang runterschalten und mal ein eher “intimes” Konzert geben wollte. Das Resultat: Tausende von Fans ohne TIckets und einige hundert Fans, die ein Konzert erleben durften, wie sie es vielleicht nie wieder erleben werden. Schöne Show! Leider durften wir nur die ersten zwei Songs fotografieren und die auch nur von schräg oben. Aber dafür konnte ich mal wieder ein paar Bilder mit Publikum schießen, bei denen die Stimmung einfach immer noch am besten rüberkommt, finde ich.
• Working at concerts and festivals. The photos are published right after the concert
on www.hr3.de.
• Some of the artists in the last years: The Rolling Stones, Robbie Williams, AC/DC,
Bryan Adams, Amy Macdonald, George Michael, Sunrise Avenue, James Blunt,
Katy Perry and many more.
• Shot more than 400 concerts.
• Responsible for content, strategic vision, design and conceptual development of
www.hr3.de
• Community-Management at Twitter and Facebook
• E-Mail Customer Support
• Audio-Production for podcasting
• Live-Blogging from events like „Rock am Ring“ (2001), „Open Flair Festival“ and
„MTV Europe Music Awards 2012“.
• Research of new trends and technologies which could be useful for the further
development of the website.
• On-Air-Expert for multimedia, social media and online-technologies
• Unsigned Electronica-Artist
• Inspired by artists like Paul van Dyk, BT, Air, Lemon Jelly
• Working with Ableton Live, Native Instruments Komplete 8, Waves Element