Von Wilhelm Meyer
SOONAHE Live „DieOhr“ sorgt für beste Stimmung
Wulff sorgt sich um die deutsche Demokratie
Bundespräsident Wulff betont, die Demokratie sei nicht unerschütterlich. Der Graben zwischen Wählern und Gewählten werde größer.
Die akzuelle Zweitbesetzung für's Bundespräsidentenamt weint. Er weint in ein Interview, dass er tieftraurig darüber ist, dass das Wahlvieh so schlecht zu den gewählten Politeusen ist.
Wulff hatte sich zuvor bereits besorgt über das schlechte Image von Politikern gezeigt. „Heute begleitet auch die Politiker viel Häme, viel Spott und viel Misstrauen – mehr als früher, und das kann so nicht bleiben“, kritisierte der Bundespräsident.
Mein lieber Herr Wulff, in einer Sache kann ich sie beruhigen: Nicht erst mit dem Schauspiel zu ihrer Wahl, haben die Berufspoliteusen das mitdenkende Volk zu Spott, Häme und Misstrauen getrieben. Nein. Das ist auch schon vorher passiert. Zum Beispiel mit fadenscheinigen Argumenten zum Erhalt der Atomstromgeldgenerierungsquellen, mit der fortgesetzten Zerlegung des Sozialstaats, mit den Bücklingen vor der Zockermafia und den anschließenden Vorwürfen der Chefpoliteuse, "wir" hätten über unsere Verhältnisse gelebt. Und so weiter. Und so weiter.
Nein, Herr Wulff, so wird ein Schuh daraus: Die Kollegen von denen sie sich haben wählen lassen, Herr Wulff, regieren über ihre Verhältnisse. Und weil dass so ist, sind Sie, Herr Wulff, kein Vermittler, denn Sie sind ganz klar einer aus dieser Politeusenkaste. Einer, der sich mit Postengeschacher und der Kapitalistenausführung des Terminus "manche sind gleicher als andere" bestens auskennt.
Er kündigte an, seine Amtszeit deshalb auch dem Thema Zukunft der Demokratie zu widmen. „Wie können wir wieder mehr Menschen motivieren, bei der demokratischen Willensbildung mitzumachen? Wie organisieren wir solche Prozesse, möglicherweise auch im Internet?“
Ganz einfach, Herr Wulff, durch überraschende, aufrüttelnde Maßnahmen: Treten Sie doch einfach mal zurück. So wie Ihr Vorgänger. Sagen Sie einfach, dass Sie das Gefühl haben, nicht die Mehrheit des Volkes hinter sich zu wissen, weil sie durch ihre Herkunft befangen sind. Schlagen Sie vor, dass der nächste Bundespräsident vom Volk direkt gewählt werden soll. Sagen Sie, dass gehöre zu Ihrer Vision zur Zukunft der Demokratie.
Sagen Sie, dass durch den ungewöhnlichen Schritt ihres Vorgängers sich ganz offensichtlich Chancen aufgetan und Interesse beim Volk geweckt wurden. Sagen Sie, dass sie registriert haben, dass Beteiligung und Meinungsbildung im Volk sehr wohl stattgefunden hat, bis sie von einem peinlichen Geschacher, der Ignoranz und dem Laienschauspiel Ihrer Berufskollegen jäh wieder erstickt wurde. Obendrauf garniert durch Sprüche wie: "... dass sei doch alles im üblichen demokratischen Rahmen abgelaufen."
Ja, Herr Wulff, das ist es, und genau darum wird der Graben zwischen Wählern und Gewählten größer, weil alles wie immer im üblichen Rahmen verläuft, während die Anforderungen an uns genau diesen aber schon längst gesprengt haben. Der Graben wird größer, weil die Menschen erkennen, dass die Politik mit den aktuellen Herausforderungen überfordert ist, und die Wirtschaft mit ihr Schlitten fährt. Der Graben wird größer, weil die Menschen erkennen, dass Politik das aber nicht zugeben kann, ohne sich selber in Frage zu stellen.
Sie wollen Menschen motivieren, die in der Regelungswut dieses Staates ersticken? Denen keiner hilft die galoppierende Wachstumsgeilheit der Wirtschaft zu erkennen, zu verstehen und zu bremsen? Die in einem Land leben, welches nur noch die reiche Fassade putzt und schützt, im Inneren aber ein kompletter Sanierungsfall ist? Sie wollen Menschen motivieren, die nach Visionen und Hilfe in dieser Pappkulisse schreien?
Dann gehen Sie. Das wäre ein Signal für die Zukunft der Demokratie.
Machen Sie Platz für Menschen, die eigene Prfünde kritisieren, die visionäre Kurse vordenken und vorleben, und die an einer zukunftstauglichen Ethik aller Lebewesen, einschließlich des Planeten auf dem wir leben, arbeiten. Dann erledigen sich ihre Sorgen um die "Zukunft der Demokratie". Verstehen Sie mich nicht falsch, Herr Wulff, sie fordern schon etwas Richtiges und Wichtiges, nur leider aus den falschen Gründen.
Die Menschen, für die sie vordenken sollen, haben Probleme mit dem Inhalt des Kartons, den Sie Demokratie nennen. Sie aber wollen lediglich den Karton wieder zusammenkleben.
Die Ausgabe #3 des "Tagebuch eines Missverständnislosen" befasst sich mit der zweitliebsten Zeitperiode des Deutschen, dem Urlaub.
Um das Urlaub herum rankt sich ein Bündel von Fragen bis ins Kleinhirn des arbeitenden Menschen: Wo wächst es, das Urlaub? Kann man es roh verzehren? Wird es im Herbst welk? Diese und weitere Fragen zum Urlaub werden im Podcast nicht beantwortet. Dafür werden aber Dinge und Vorkommnisse erklärt, mit denen Ihr jetzt noch nicht rechnet. Glaubt mir.
So, und jetzt dürfen die Profis wieder ran: Die September-Ausgabe vom Radio-Bingen-Podcast ist online. Eilet und klicket und höret, was der Peter und seine Gäste zum Thema "Geschichten um's Radio", oder auch: "Als die Mittelwelle noch aus Holz war.", zu sagen haben. :-)) Dazu gibt's wieder feine Mucke. Fül Schbass.
Für alle, die jetzt um Mitternacht herum noch an den Rechknechten sitzen und ins Internet ihrer Wahl starren:
Sie haben erfolgreich die Petition Internet - Neutrale Datenübermittlung im Internet mitgezeichnet. Ihre Stimme wurde vom System unter der Mitzeichnungsnummer 1492 erfasst.
Durch eine gesetzliche Verankerung der Netzneutralität soll ein freies und offenes Internet sichergestellt werden! Alle Daten sollen gleich behandelt werden, kein Anbieter sollte in den Netzen "Vorfahrt" vor anderen bekommen, kein Infrastrukturanbieter einzelne Kunden für Vorzugsbehandlungen zur Kasse bitten.
Netzneutralität sichert somit den Zugang zu Wissen und Informationen für alle, unabhängig von Herkunft, Aufenthaltsort, Einkommen, sozialer Schicht und ökonomischer Leistungsfähigkeit.
Die Initiatoren sehen mit einem möglichen Ende der Netzneutralität
eine ganz erhebliche Gefahr für die digitale Gleichberechtigung und Teilhabe in Deutschland, Europa und der Welt. (aus der Begründung der Petition).
Manchmal schiesst einem der Unvuuck derart durch die Birne, dass man ihn direkt niederschreiben muss, sonst isser verjessen:
Heute hier, morgen dort
(in der “jo jmatic”-Version; Originaltext: Hannes Wader)
Heute hier, morgen dort,
sind sie drin, gehn sie niemals fort,
Party-Bilder in 'ner Facebook-Galerie.
Hab' sie selbst ins Netz gestellt,
hab' es selber so gewählt,
nie nach Rechten und Folgen gefragt.
Jetzt bereue ich's schwer,
denn jetzt denk' ich, ich wär',
so viel besser dran,
hätt's ich's nie getan,
denn mein Chef hat sie gesehn,
und er kann nicht verstehn,
wie man nackt auf' ner Party singen kann.
Dass er mich nicht vermisst,
zeigt die Kündigungsfrist,
die quasi nicht vorhanden ist.
Das stört und kümmert mich extrem,
denn auch das Pinkeln auf's Firmenemblem
bleibt dem guten Manne wohl ewig im Sinn.
Jetzt bereue ich's schwer,
denn jetzt denk' ich,
ich wär', so viel besser dran,
hätt' ich's nie getan,
denn jeder klickt die Bilder an,
kopiert und verschickt sie dann,
so dass mich jeder voll und naggisch sehen kann.
Fragt mich einer warum
ich das tat, bleib ich stumm,
denn die Antwort darauf fällt mir schwer.
Denn “Online” sein, das bringt Fun,
weil man alles verteilen kann,
doch das Netz gibt deine Daten nie mehr her.
Jetzt bereue ich's schwer,
denn jetzt denk' ich,
ich wär', so viel besser dran,
hätt' ich's nie getan,
denn mein Ruf ist ruiniert,
und doch leb' ich nicht ungeniert,
weil alle Welt mein' nackten Arsch anklicken kann.
PS: Streetview. Google. Streetview.
PPS: Ich wollt das S- und das G-Wort nur auch mal geschrieben haben, weil doch alle Welt drüber schreibt.
Bin total fertig und komplett ausser Atem. Bin gerade mit dem Alltag um die Wette gelaufen. Hab' verloren. Er hat mich eingeholt.
Der E-Postbrief: Post Scriptum
by Richard Gutjahr on 27. July 2010
via gutjahr.biz
In diesen beiden Artikeln ging es diese Woche um einen kritischen Blick auf den E-Post-Brief der deutschen Post. Jetzt gibt es nochmals Neuigkeiten zu diesem Thema zu vermelden, denn der dankenswerte Einsatz von Richard Gutjahr in seinem Blog, "G! - gutjahr's blog", hat sich gelohnt: Im oben verlinkten Artikel gibt es eine Stellungnahme der deutschen Post zu seinen Interviewfragen zu lesen. Erfreulicherweise hat sich der Konzern entschlossen auf die berechtigte Kritik und die Fragen der interessierten Bürger zu antworten.
Falls irgendwer schon diese Werbung der deutschen Post gesehen hat, fragt sich vielleicht, ob die Post diesmal wirklich mal eine gute Idee verwirklicht. Ohne viele Worte: Nein, es ist, so wie es ist, keine gute Sache, dieser e-Post-Brief:
Der Dienst E-Post der Deutschen Post AG ist per Nutzungsbedingungen definitiv unbenutzbar. Daran ist faktisch nicht zu rütteln. Eigentlich müsste man jeder Person die Geschäftsfähigkeit per Amtsrichter aberkennen lassen, die sich zu diesem Dienst anmeldet.
(aus: http://rz.koepke.net/2010/07/15/e-post-ist-laut-kleingedrucktem-unbenutzbar/)
Einige kleine Details: Die Post zwingt die Nutzer dieses Dienstes offensichtlich dazu, jeden Tag ihren Maileingang zu prüfen.
[...] hier möchte die Post ihren Service vor allem für Großkunden aufwerten, nach dem Motto: „Verschick doch Deine Kündigungsfristen über uns – wenn ein Kunde im Urlaub seine Mails nicht checkt (und das werden die Wenigsten), dann hat er halt Pech gehabt!“
Die Post ermöglicht durch bestimmte Passagen in der entsprechenden AGB, dass Adresshändler die Adressen von e-Post-Kunden kaufen können.
Auch das Briefgeheimnis existiert beim e-Post-Brief nicht, denn:
Der E-Brief genießt nicht den Schutz des Briefgeheimnisses, so Thomas Stadler. Nach der Rechtsprechung des BVerfG unterliege er nur dem Fernmeldegeheimnis und ist damit allenfalls so geschützt wie eine Postkarte. (aus: http://rz.koepke.net/2010/07/15/e-post-ist-laut-kleingedrucktem-unbenutzbar/
Informiere sich, wer will, in diesen Artikeln detailliert über diesen Clou der deutschen Post:
Der E-Postbrief - Die gelbe Gefahr und E-Post ist laut Kleingedrucktem unbenutzbar.
Wer Mails wirklich geschützt versenden will, der schaue hier rein: http://www.selbstdatenschutz.info/e-mail_verschluesseln/
Ansonsten bemühen wir uns einfach weiterhin immer die kleinen Löcher im System zu finden. ;)
Manchmal sinkt man einfach nur auf die Knie und dankt, wem auch immer, dafür, dass man nur ein kleines unbedeutendes Licht ist, und mit niederen Arbeiten seinen kärglichen Lebensunterhalt bestreiten darf. Es gibt aber auch eine Zeit aufzustehen und Widerstand zu leisten. Diese Zeit ist jetzt gekommen.
Es war Sommer und ich brauchte das Geld.
PS: Mein Beitrag zum Projekt Xaeon in Woche #28.
Doch Jansen ging noch weiter. "Attacken auf die digitale Infrastruktur des Landes können sich ähnlich verheerend auswirken wie atomare Angriffe", sagte er. Deshalb bedürfe es eines "Reset-Knopfs für das Internet", mit dem das Kanzleramt Deutschland im Ernstfall sofort vom Netz nehmen könne.
(aus "Kriminalbeamte fordern Reset-Knopf fürs Internet")
Falls diese unsere Realität einen Reset-Knopf haben sollte, ist es sehr wahrscheinlich, dass gerade wieder mal eine zitternde Hand darüber schwebt.
PS: Lieber Herr Jansen, in vorauseilendem Gehorsam haben findige Köpfe ihren heiss ersehnten Reset-Button für das Internet schon installiert. Bitte deaktivieren Sie das Netz hier:
High durch mp3?
In den USA bewegt ein vermeintlich neues Phänomen die Medien: Jugendliche sollen Audiodateien aus dem Internet herunterladen - und beim Hören in einen Rausch geraten.
http://www.golem.de/1007/76494.html
Fliegenhirn revolutioniert die Bildverarbeitung
Ja, na und?
Hasenhirne regieren seit Jahren die Republik, Spatzenhirne verzocken in Banken unsere Kohle und 'ne Menge Erbsenhirne meinen, das ergebe schon alles einen Sinn. Weckt mich, wenn ein Beamtenhirn die Steuerklärung revolutioniert.
Die WM ist vorbei. Glückwunsch an die Spanier.
Glücklicherweise hat ein spätes Tor die Dinge gerichtet. Es wäre noch unerträglicher als der 2006er Titel für die bräsigen Italiener gewesen, wenn das niederländische Team für einen derart desaströsen und skandalösen Auftritt in einem WM-Finale den Pokal bekommen hätte. Ich ziehe meinen nicht vorhandenen Hut vor den Spaniern, die ihrer Linie treu geblieben sind und nicht das Gehacke der Niederländer erwidert haben.
Die WM ist vorbei. Die Karawane zieht weiter. Südafrika und der gesamte afrikanische Kontinent wird jetzt schneller den Fokus der Weltöffentlichkeit verlieren, als man Iniesta und Xavi hintereinander buchstabieren kann. Was vielleicht aber sogar noch nicht mal so dramatisch ist, denn der Fokus der Weltöffentlichkeit lag in den vergangenen Wochen zwar auf Afrika, dort aber hauptsächlich auf topmodernen Stadien und Hochsicherheits-Hotelanlagen. Er lag nicht dort, wo Menschen verhungern in Afrika. Im unten zitierten Artikel der Telepolis steht ein grausamer Satz:
Obwohl wir heute mehr Lebensmittel produzieren als je zuvor in der Geschichte der Menschheit, haben aber auch noch nie so viele gehungert wie heute. Wie kann das überhaupt sein?
[..]
Ich empfehle die komplette Lektüre des Artikels, “TP: Wir essen, was uns die Industrie auftischt”, denn darin steht z. B. auch:
Die Industrieländer sind Mitverursacher des Hungers in den armen Ländern: Durch die Spekulation mit Agrarrohstoffen, durch massive Importe von Futtermitteln aus Ländern, in denen gehungert wird, durch die Förderung von Mais und Palmöl als Energiepflanzen, durch die Unterstützung korrupter Regierungen aus politischen Gründen, durch die erzwungene Einbindung der Landwirtschaft in das WTO-Regelwerk. Das alles wird sich in den kommenden Jahren aller Wahrscheinlichkeit nach noch verstärken, weil der Klimawandel ausgerechnet denen, am meisten schaden wird, die ihn am wenigsten verursacht haben.
Nun ist es allerdings nicht so, dass wir zwar blind, aber ansonsten lustig und fidel vor und hin leben würden. Nein, denn:
Unsere Gesellschaft hat leider entschieden, dass wir so gut wie überall von Werbung belästigt werden dürfen, das bringt besonders Kinder dazu, Plastikessen für etwas Leckeres, Tolles zu halten und ihr Geld dafür auszugeben. Auch das verstärkt den Verfall.
An dieser Stelle passt nur weniges besser als dieser Song und dieses Video:
Was hat das Finalspiel der WM 2010 gestern gelehrt? Es kommt nicht nur darauf an zu gewinnen. Es kommt vielmehr darauf an, wie man das Spiel spielt. Wir, die Industrienationen, benehmen uns wie die Niederländer gestern auf dem Platz und schaden damit nicht nur anderen, sondern in erster Linie auch uns selbst. Es kommt eben nicht nur darauf an zu gewinnen, sondern es kommt darauf an, wie man das Spiel spielt. Wir sollten uns dahingehend eher an den Spaniern orientieren.
Warum so ernste Worte? Na, es heisst doch immer “Brot und Spiele”. Spiele hatten wir ja jetzt genügend. Jetzt sollten wir uns auch um's Brot kümmern - vorwiegend mal um das der Anderen.
Kacke!
Kicke-Kacke!
Spanien bleibt besser!
Egal!
4:0 gegen Argentinien!
Werd' ich nie vergessen!
Danke!
PS: Nur eine Bitte: Grillt endlich den Scheisstintenfisch!
Der Peter von Radio-Bingen bat mich im letzten Monat einen Beitrag zum Juli-Podcast von Radio-Bingen beizutragen. In meiner jugendlichen Naivität sagte ich zu, ohne auch nur annähernd einen Plan zu haben, was ich da überhaupt produzieren sollte. Nun ist das Nichtvorhandenseins eines Plans nicht unbedingt ein Mangel, denn die Geschichte lehrt uns ja, dass auch Menschen mit Plan gepflegt Sch****e bauen können. Als prominentes Beispiel führe ich an dieser Stelle immer gerne General Custer an.
So dachte ich mir also: “Du hast keinen Plan und drum tu' eben, was Dir gerade einfällt.” Ich folgte meinem Rat und tat dann eben plötzlich das, was bei einem bloggenden Menschen eben häufiger vorkommt: Ich führte eine Art Tagebuch! Nur, dass ich es eben meinem iMac erzählte, der so freundlich war 1. zuzuhören und 2. meine verbalen Auswürfe auch noch aufzunehmen. Es geht doch nix über gute Freunde. Darum muss ich ihn hier auch unbedingt als Mitproduzent nennen.
Herausgekommen ist dann nun also “Das Tagebuch eines Missverständislosen”. Und nun, ohne weitere Entschuldigungen, mein Tagebuch-Podcast Ausgabe #1, nehmt es hin und lebt fürderhin damit:
Falls Ihr bis hierher durchgehalten habt, dann frage ich mich ... und das muss erst mal genügen. Ich empfehle Euch aber zur seelischen Entspannung den Juli-Podcast von Radio-Bingen zu hören, denn da gibt's unglaublich gute Mucke und interessante Dinge über verirrte russische Fussballstrahlen zu hören.
PS: Falls irgendwer befürchtet, dass da noch eine Juli-Ausgabe des Tagebuchs folgt ... ich habe da wenig tröstende Worte für Euch, denn ich will ehrlich mit Euch sein: Das kann passieren.
Die Welt ist ganz schön groß und oft total anders:
Die ganz schön sauguten und ziemlich klasse seienden Pomplamoose (Jack Conte & Nataly Dawn) habe ich ich ja früher schon in diversen Blogs und C@fés vorgestellt. Wer mag, kann hier ja nochmal rein hören. Ich bin immer noch Fan dieser Art von Musik, dieser Art von Visualisierung und dieser Art der Veröffentlichung - eben dieser beiden Künstler.
Höchste Zeit für Wochenende und *futab:
Der Mac hat was gefunden: Robo.to!
Bei robo.to kann man sich einen eigenen Account zulegen und dann per Webcam kleine Videoclips von 4 Sekunden Dauer aufnehmen. Anschließend können diese Clips dann verschickt werden und/oder auf den eigenen Seiten eingebunden werden.
Die Seite ist etwas gewöhnungsbedürftig, was ihre Bedienung angeht. Beim Mac könnt ihr da schonmal einen Tipp abgreifen, und ich möchte hinzufügen, dass man hier jeweils die neuesten Videos sehen kann, und dass es auch einen TV-Mode gibt.
Ebenso kann man Bilder oder Video-Schnipsel von der eigenen Pladde hochladen. Es gibt auch eine Adobe-Air-Desktop-Applikation (sprich die läuft auf allen Systemen,auf denen Adobe-Air installiert ist).
Das ist wieder mal so ein klitzekleines Zeitvernichtungstool mit Spassfaktor >10. ;)
"Kaltnaggisch" ist Dialekt und bedeutet "kalt und nackt". Es ist der (nicht gerade sehr nett gemeinte) Spitzname des Binger Ortsteils Bingerbrück. Da aber die Bingerbrücker Humor haben [...], haben sie den Namen "adoptiert/ akzeptiert".
(aus: http://www.kaltnaggisch.net/Erklaerung.htm)
“[...] Sie reichen die Hand sich und herzlichen Kuß, Und leeren das Glas bis zum Grunde”
Ein Tipp zum schnellen Zuschlagen:
Der Vollständigkeit halber sei hier nochmal die offizielle Tabelle vom Kicke-kacke-kaos-i-lator-Tippspiel nach dem ersten Spieltag veröffentlicht:
Huch, es ist ja schon Dienstag!? Höchste Zeit in Schwung zu kommen, denn die Woche ist ja bald schon wieder rum. ;)
Mea culpa, mea maxima culpa. Sorry und so.
Ich, der Aushilfs-Trottel, hatte die Kommentarfunktion hier im kaos-i-lator deaktiviert. Danke für die Hinweise. Jetzt geht's wiedaaa!
Also, falls Ihr zu einem der vorigen Artikel was schreiben wolltet, dann tut dies bitte jetzt. Sorrynochmalundso, im Namen der kaosilatorischen Mistmanagementationsabteilung.
... haben einen Paradestart hingelegt. ;-)
Machinarium hatte ich irgendwann und irgendwo schon mal vorgestellt. Es ist ein tolles Spiel im Stile von Samorost (1 + 2). Es ist also ein Point'n'Click-Abenteuer mit anspruchsvollen Rätseln.
Wo ich heute gerade bei guter Mucke bin. Wie muss ein 3MannRockRush aussehen? So muss er aussehen:
und so muss er grooven:
Yiehaaa!
"Play the Blues" - Danko Jones
Es ist niemals zu laut:
"Never too loud" - Danko Jones
So, das musste mal sein. :)
Black Rain is the new single from "Telephantasm". Originally recorded for the "Badmotorfinger" sessions, this track has been dusted off and presented for your listening pleasure. The artwork for Telephantasm will blow your mind. Click here to check it out. Even if you didn't get a chance to witness Soundgarden's triumphant return to the stage in Chicago, you can still pick up some cool gear here.
Das ist mir immer und in jedem Fall eine Meldung wert. Soundgarden, eine meiner “Alltime-Favourite”-Rockkombos, haben sich ja wiedervereinigt und wollen am 28. September ein neues Best-of-Box-Set namens “Telephantasm” mit reichlich interessantem Material drauf präsentieren. Ick freu' mia drauf.
Vorher gibt's aber schonmal einen Track zu hören, der noch von der Aufnahme-Session zu Badmotorfinger Anfang der Neunziger gehört: “Black Rain”.
Soundgarden - Black Rain (radio rip) by Hypetrak
Oh Mann, die unverkennbare Gitarrenarbeit von Kim Thayill und die beste Shouter-Stimme-ever von Chris Cornell (Ex-Audioslave-Sänger) gehören einfach zusammen. Ein paar Leutchen werden's vielleicht mitbekommen, dass da ein ein echter grooviger, aber listiger 5/4-Takt drinne steckt.
Für interessierte Menschen hier noch zwei selten verlinkte Videos von Soundgarden (Black Hole Sun und Spoonman sind ja dauernd dran). Zunächst das 1991 bei MTV verbannte Video “Jesus Christ Pose”:
"Jesus Christ Pose" - Soundgarden
Whooa!
Obendrauf noch einer meiner Lieblingssongs: “Superunknown”.
An der Windows-Front ist es sehr ruhig, was gute neue Tools und Helferlein angeht. Jedenfalls scheint mir das so zu sein, aber ich suche in diesem Bereich auch nicht sehr intensiv. Jedenfalls fallen einem dann die Perlen besonders schnell ins Auge. Also Win-User uffjepasst:
Das eigene WLAN im Haus kann manchmal ganz schön nerven, weil man erstmal rausfinden muss, wo es gut funktioniert und die Netzabdeckung stimmt. Meist geht man da nach Versuch und Irrtum vor. Das dauert. Hier kommt der “Ekahau HeatMapper - The Free Wi-Fi Coverage Mapping Site Survey Tool” ins Spiel, denn diese Freeware kann eine Heatmap von WLAN-Netzen zeichnen.
Hier eine Übersicht über die Fähigkeiten vom HeatMapper:
- Shows Wi-Fi coverage on a map
- Locates all access points
- Detects security settings and finds open networks
- Designed for home and small office
- Free of charge, one-minute install
- Supports 802.11n, as well as a/b/g
- Over 100,000 users
Das scheint mir ein nützliches Tool zu sein. In jedem Fall sollte man sich die “Wie funktioniert's?”-Seite des Herstellers anschauen.
Der zweite Software-Tipp betrifft das Verwalten von Dateien unter Windows. Es gibt seit Jahren den unglaublich guten “Total Commander” (Shareware), der das alte “Norton-Commander”-Prinzip (2-Fenster-Bedienung) perfektioniert hat. Dieses Tool hat nun im “Unreal-Commander” (Freeware) Konkurrenz bekommen.
Im Prinzip ist der “Unreal-Commander” eine nahezu perfekte Kopie des “Total-Commander” in Aussehen und Funktionen. Hier eine Übersicht der Funktionen:
Unreal Commander's characteristics:
- Two-panel interface
- UNICODE support
- Extended search of files
- Multi-rename tool
- Synchronization of directories
- Support of archives ZIP, RAR, ACE, CAB, JAR, TAR, LHA, GZ, TGZ, ARJ
- Built-in FTP client
- Folder tabs
- Support of WLX-plugins and WCX-plugins
- Build-in viewer and quick view function
- Network support
- Drag and Drop Support
- History and Hotlist functions
- Сopy/move/delete files background mode support
- Deleting files with WIPE
- Background pictures support
- Visual styles: color categories of files, fonts for all interface elements
Falls Leser dieser Zeilen die hier vorgestellten Tools testen, oder schon kennen, können sie ja mal hier Meinung kundtun.
Cooles Tool: trick.ly zum Kürzen und Schützen von URLs
by ERIC KUBITZ on AUGUST 15, 2010
Ich schmeiß mich wech. So stell ich mir “Achmed, the dead terrorist” vor, bevor er ... Ihr wisst schon ...
Pornokino über den Wolken - DIEOHR
Tut Euch einen Zwang an und kommentiert gerne, auch wenn Ihr nicht wollt. ;)
PS: Vielen Dank an die Haus- und Hoffotografisten Herrn L. und Frau K. Das erschossene Material der beiden ergibt bestimmt auch noch das ein oder andere Video. Eins gibt's aber jetzt schon:
Wir sind die DIEOHR. Wir sind die Band wider Erwarten. Warum das so ist? Darum:
Wir hatten erwartet vor tausenden von Menschen traurig auf der Bühne rumzuhängen. Wider Erwarten waren wir aber saugut gelaunt und hatten eine Menge Spass, gestern beim Gig in Bad Kreuznach auf'm Jahrmarkt. Wir spielten aber nur vor wenigen netten Gästen. Was für ein Glück, für alle Anwesenden, denn das war echt besser so, als andersrum. :)
Klar, soweit?
Das Konzert begann also erstmal damit, dass alle Beteiligten und Unbeteiligten vor Ort ihre Erwartungshaltung über Bord warfen und dann sofort mit freier Birne ein original Guerilla-Konzert von DIEOHR gestartet wurde. Immer frei nach dem Motto: "Sie kamen, grinsten, spielten".
Wider Erwarten war auch dann noch der harte Kern der Rö-Ka-Big-Band zugegen (deren Auftritt zuvor echt klasse war! Grüße von hier aus!), die unsere kleine Kombokapelle - alle Erwartungen übertreffend - verstärkten:
Das war quasi ein DIEOHR-RöKa-Big-Band-Mashup. Vielen Dank dafür. :-)
So musizierten wir uns also durch die Pornokinos, durchs wilde Egüptän, und spielten sogar den tanzigsten Tanzsong aller Tanzsongse auf dieser unserer Welt. Wer dabei war, weiß wovon ich rede. Allen anderen sei gesagt: Pech. Kommt nächstes Mal vorbei und Ihr werdet es erfahren. ;-)
PS: Weiteres Bildmaterial folgt noch. Väsbrochn.
(Dank an Frau S., die Haus- und Hoffotografeuse)
[Update]
Mit einem herzlichen Dank nach Bingen - ans Radio-Bingen-Team (Sonntag/Petschull) - präsentieren wir noch einige schöne, aber entlarvende Bilder vom gestrigen Auftritt.
Diese Gitarristen ... unglaublich. Statt zu arbeiten, flirten sie mit jungen Asiatinnen und grinsen frech in Übersee-Kamerasen. Tse. ;-)
[/Update]
Das Wetter wird besser. Es wird wärmer und sonniger, und das Sandsturmrisiko bleibt trotzdem bei nahezu 0%. Was will man mehr?
Wie versprochen, gibt's jetzt und hier ein "DIEOHR in concert"-Video-Mitschnitt im “LOST-meets-Pulp-Fiction”-Mix vom Mittsommernachtskonzert im Weingut Simon (Steinhardt) vom vergangenen Freitag. Was das bedeutet, findet Ihr selber raus, oder Ihr sterbt unwissend. ;)
Leider ließ die Qualität der Aufnahmegerätschaft doch sehr zu wünschen übrig, aber der Inhalt und die klasse Kameraarbeit von Frau Kirsch (vielen Dank für die unermüdliche Aufnahmetätigkeit), machen das mehr als wett.
Falls wir irgendwann durch unseren unglaublichen, sensationellen, aber nichtsdestotrotz vorhersagbaren Erfolg stinkend reich werden, kaufen wir uns 1. einen Disco-Kugel-Sklaven und 2. eine tolle Kamera. Versprochen.
So! Licht aus. Film ab.
wird es beim Mittsommernachts-Gig nicht geben! Ist doch klar. Wir spielen schließlich im Weingut Simon in Steinhardt. Da gibt's lecker Wein ... und viele Überraschungen. Siehe unten. ;)
via blog.jmatic.eu
ist erst am Freitag, aber hier schon ein geheimes Detail vom bevorstehenden DiEOHR-Auftritt. Es ist ein Link. Wer sich traut, klickt.
Jetzt aber die letzte Meldung vom Saarplatz, versprochen:
Es gab gestern noch einen Bericht in der Tageszeitung “Öffentlicher Anzeiger”, den wir uns - und Euch - nicht vorenthalten möchten. Da stehen nämlich so schöne Sätze drinne wie:
“Wir machen das einzige was wir können - gute Musik”, lautet das Credo der Entertainer. Damit kamen sie beim Publikum gut an. Für ihre launige Moderation und die bodenständig-handgemachte Musik erntete das Trio begeisterten Applaus.”
Der Saarplatz kann ein paar Lieder davon singen
15.06.2010 - BAD SOBERNHEIM
Von Wilhelm Meyer
SOONAHE Live „DieOhr“ sorgt für beste Stimmung
So, nochmal was zum Saarplatz: In der “Allgemeine Zeitung” gibt's einen Artikel zum DIEOHR-Konzert. Folgt dem Link oben, und meinem guten Rat:
Wenn Euch gefällt, was Ihr dort lest, dann kommt am Freitag, den 18.Juni nach Steinhardt zur Mittsommernacht. Da gibt's dann “das alles, und noch viel mehr ...” :-)
Man sieht sich.
Lebendig auffe Saarplatz ... und zurück.
So isses! Wir bedanken uns für den wirklich unterhaltsamen Abend mit Euch! Wir hatten echt mächtig viel Spass mit Euch. Sprich, wir haben uns amüsiert, und dafür seid Ihr, das Publikum, ja schliesslich da. Oder!? :->
Und überhaupt, habt Ihr heute Morgen auch schon gestaunt, was wir alle zusammen gelernt haben?
Also, jetzt mal echt, wenn das kein perfekter Konzertabend war!?
Zum absoluten Glück fehlt uns, DIEOHRen, hier eigentlich nur eins: Fotos von Euch! Fotos von gestern Abend! Fotos von uns. Gerne auch Videos. Denn, das war ja Euer Job: Wir machen Mucke, Ihr knipst und klatscht.
Schickt uns also, was Ihr habt, und wir werden hier veröffentlichen, was wir kriegen. Ver-spro-chen!
Härzlische Krüse
Winnetou (sein kleiner Brunder)
Nur noch knapp sieben Stunden, dann ist es soweit. Wir treffen uns am Saarplatz in Sobernheim. Alles klar?
Wir haben die versprochenen neuen Songs dabei und noch einige Überraschungen. Speziell heute im Angebot: Wir betreuen auch Antifussballfans.
Ein kleiner Text-Ausschnitt:
Goldrotschwarz weht mein Wimpel. Anarchisch-auffällig.Goldrotschwarz brüllt die Oma, frisst vor Freude den Goldfisch.
Deutschland vor, Deutschland vor. Hacke, Spitze noch ein TorDeutschland vor, Deutschland vor. Kicke-Kacke, EigentorDeutschland vor, Deutschland vor, singen alle Freaks im ChorDeutschland vor, Deutschland vor, Kicke-Kacke, Ofenrohr.
Wir sehen Euch.
Soo isses! Das konzertante Straßenmucke-Ereignis findet auf dem Saarplatz in Bad Sobernheim statt, und zwar ab 19:30 Uhr MEZ. Tragt Euch das in Eure Kalender ein, legt schonmal die Ausgehklamotten zurecht und packt Euch Kleingeld in die Tasche, denn wir stellen, natürlich zu Eurem eigenen Besten, die Wunschohr-Kasse auf:
Dies hier ist quasi der Falkplan meines Netzlebens. Der Startpunkt für jeden, der jo jmatic erklicken will.
Virtu(ell)nwaswirkönnen und jo$ kaos-i-lator solltet Ihr auf jeden Fall direkt besuchen.
Als steuerfreien Mehrwert und kostenlose Weisheit schenke ich Euch:
Vermeide Diskussionen mit Idioten. Sie ziehen Dich auf ihr Niveau herab und schlagen Dich dort mit Erfahrung.
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Jörg Herbert • Kirchgasse 10 • 55585 Oberhausen