ClipHead
www.cliphead.de
Posts
Artikel gefunden in der Bravo vom August 1977. Zu Wort kommen auch Frank Elstner und Thomas Gottschalk.
Hier nochmal der vergrößerte Text:
Update: Danke für das rege Interesse. Ich werde die vorhandenen alten Bravos noch weiter durchstöbern.
ClipHead auf Twitter
Bernard Blacks Bild findet man, wenn man in einem Lexikon den Begriff Misanthropie nachschlägt. Er fragt sich des Öfteren, wieso die Leute grade in seine Buchhandlung kommen, wenn sie Bücher kaufen wollen. Einzig die Freundschaft mit Fran scheint ihm etwas zu bedeuten. Diese hat neben seinem Buchladen eine Art „Nanu-Nana“, verkauft dort eine Menge unnützen Kram und kommt regelmäßig vorbei, um mit Bernard während ihrer Mittagspause zu rauchen und eine Flasche Wein zu genießen. Als sich Manny in seinem Laden als Retter in der Not (er hilft Bernard bei seiner Steuererklärung) beweist und Bernard ihm einen Job anbietet, entsteht eine perfekte Konstellation für eine Sitcom.
Britische Sitcoms werden in Deutschland ignoriert. „Spaced“, „Father Ted“ und ähnliche Serien wurden nie übersetzt und synchronisiert. „The Office“ wurde bei uns zu „Stromberg“, „The IT Crowd“ wurde von SAT1 eingedeutscht und zu „Die Jungs an der Maus“ verwurstet (sehr treffend). Auch „Black Books“ wurde vollständig ignoriert. Amerikanische Serien hingegen werden hier mit Kusshand genommen und gepflegt. Es würde mich nicht wundern, wenn in Deutschland plötzlich die amerikanische Version von „The Office“ synchronisiert und uns als DAS SERIENEVENT verkauft würde.
Woran mag das liegen? Sind die britischen Serien für uns nicht verständlich? Weicht der britische Humor so sehr vom Humor des europäischen Festlandes ab? Ich sage laut: NEIN! Für mich ist es unbegreiflich, wieso die Programmchefs die Güte der britischen Produktionen noch nicht erkannt haben. Ich kann mir vorstellen, daß Serien wie „Father Ted“, „The IT Crowd“ und auch „Black Books“ gut synchronisiert eine ähnliche Fangemeinde finden würden, wie ihre amerikanischen Konkurrenten. Es müsste sich nur jemand trauen.
Doch zurück zum Thema. Der rauchende Ire Bernard Black (Dylan Moran) hat mit dem langhaarigen Manny (Bill Bailey) einen perfekten Mitarbeiter, Freund und Diener gefunden. Zusammen mit Fran (Tamsin Greig) erleben sie nun welche der lustigsten Geschichten, die ich je in einer Sitcom gesehen habe. Wenn Manny und Bernard auf das Haus eines Freundes aufpassen, dabei versehentlich den teuersten Wein des Hauses trinken und diesen dann versuchen neu zu mixen oder Manny herausfindet, dass er ein begnadeter Pianist ist, biegt man sich vor Lachen. Auch die Folge in der Bernhard sich aussperrt und Manny im Laden einsperrt ist einfach genial. Bernard findet kurzfristig einen Job in einer Burgerbraterei und fragt einen Kunden nach dessen Bestellung Pommes: „Wieviele?“ Der Kunde darauf: „Äh, vierzig?“
Dylan Moran und Tamsin Greig kennen manche vermutlich durch „Shaun of the Dead“ (Dylan spielt den bebrillten Freund von Shauns Freundin, Tamsin taucht in der Zwillingsgruppe auf). Auch Simon Pegg und Nick Frost (die beiden Freunde aus besagter Zombiekomödie) haben Gastauftritte in der Sitcom (Nick als lispelnder Installateur einer Sicherheitstür, Simon als Leiter eines benachbarten Buchshops mit sektenähnlicher Mitarbeiterführung). Leider wurde auch diese Serie nach drei kurzen Staffeln abgesetzt. Als Import ist die DVD-Box mit allen Seasons allerdings auch in Deutschland erhältlich und jedes Pfund wert.
Wer damit klar kommt, dass in dieser Sitcom fast durchgehend geraucht und getrunken wird, der wird einige vergnügliche Stunden mit dem Trio verbringen und dabei hoffen, dass die deutschen Programmchefs mehr Mut bei der Auswahl von britischen Sitcoms zeigen.
Was haben wir uns damals gefreut, als die ersten CDs auf den Markt kamen. Die rauschenden Kasetten und knackenden Platten waren abgelöst. Ein glasklarer, digitaler Sound wabberte aus der Anlage. Doch irgendetwas ist passiert und ich kann es nicht ganz nachvollziehen.
Schuld an der Entwicklung ist die Mp3. Eines Tages war sie da und immer mehr Leute freuten sich über den neu gewonnenen Platz auf ihren Datenträgern. Musikstücke, die vorher 40 MB groß waren, nehmen nun eine Größe von 4MB ein. Eigentlich ist nichts dagegen zu sagen. Bei den meisten Mp3s hört man (angeblich) auch keinen Unterschied. Doch ich frage mich: Wie sieht das in 20 Jahren aus.
Öfters bekommt man eine Audio-CD von Freunden geschenkt mit den Worten: „Hier, das ist der ultimative Sommermix!“ oder „Hör mal rein, unsere Band hat das am Wochenende aufgenommen.“ Nun zieht man sich die Songs rüber und komprimiert sie dabei (ich mache dies immer mit 320KB). Man freut sich, denn man hat Platz gespart und ein Unterschied ist ja (angeblich) sowieso nicht zu hören. Was man nicht weiss: Die CD wurde aus Mp3s zusammengestellt. Die Songs waren also schon komprimiert und wurden dann von mir nochmals gestaucht. Selten bekomme ich Audiodateien als Daten-CD. Wenn man in die Zukunft blickt und dabei nicht vergisst, das auch CDs (anders als beworben) nach ungefähr 20 Jahren ihren digitalen Geist aufgeben, kann eigentlich nicht mehr, als um die Qualität der Musik bangen. Denn dann entstehen folgende Dialoge: „Oh nein, meine Rage Against The Machine – CD läuft nicht mehr“ „Kein Problem, habe ich hier auf meiner Festplatte. Allerdings nur mit 128KB.“ Da Musikbörsen wie iTunes und Co. einen enormen Wachstum an den Tag legen und auch hier „verlustbehaftete“ Musik anbieten, ist für mich die Frage, ob es bald noch eine Version von „Smells like Teen Spirit“ gibt, die größer als 4 MB ist.
Umgekehrt verläuft da die Entwicklung im Bereich Video. Nachdem aus dem Kampf um die Vorherrschaft am HD-Markt das Format Blu-Ray als Sieger hervorging, löst es nach und nach die DVDs ab. Allerdings empfinde ich die Qualität einer DVD immer noch als sehr gut. Selbst ein gut komprimiertes DivX-Video kann ich mir ohne Probleme ansehen. Noch brauche ich also nicht umzusteigen. Interessanterweise wird aber auch bei der Blu-Ray die Audiospur meist in komprimierter Form abgespielt. Werden wir zunehmend visueller? Verliert sich durch das ständige Hören von Mp3s die Fähigkeit Qualität zu erkennen?
Ist es uns wirklich egal, wenn klassische Musik durch unser Mp3-Programm normalisiert wird und damit jegliche Dynamik verliert? Ich betrachte diese Entwicklung mit größter Sorge. Wenn ich Audiodateien schon quetschen muss, dann mit höchstmöglicher Kompressionsrate und ohne zu normalisieren. Denn das nimmt dem jeweiligen Song die Kraft und die gewollte Dynamik. Dafür nehme ich es gerne in Kauf öfters mal zum Lautstärkeregler greifen zu müssen. Denn jeder Song ist unterschiedlich. Und: Viele Produzenten machen sich die Eigenschaften der Psychoakustik zunutze, um Platten zu mixen. Genau diese Psychoakustik nutzt auch der Mp3-Codec. Bleibt zu hoffen, daß viele die Qualität von Musik wieder zu schätzen wissen. Das wird leider immer schwieriger in einem Land, in dem die Hitparaden durch Klingeltoncharts abgelöst und kaum noch CDs verkauft werden.
Merke: Eine akribisch sortierte iTunes-Library ist kein Garant für gute Musik.
Die Verfilmungen von Stephen Kings Geschichten schwanken stark in ihrer Qualität. Dies mag an der Unfähigkeit mancher Regisseure liegen, die Tiefe seiner Werke zu erfassen. Zum anderen sind nicht alle Geschichten des Amerikaners für die große Leinwand geeignet. Auch King selbst ist nicht immer zufrieden mit den Versionen der Filmemacher. Kubricks Version von „Shining“ missfiel ihm sogar so sehr, dass er das Drehbuch für eine neue Fassung schrieb. Als er in den 80er Jahren die Lizenzen seiner Kurzgeschichten für einen symbolischen Wert von einem Dollar veräußerte, griff ein Mann zu, der sich zuerst mit anderen Verfilmungen von Kings Stoffen einen Namen machte. Frank Darabont bannte Filme wie „Die Verurteilten“ und “ The Green Mile“ auf Zelluloid und machte sich nun daran die Geschichte „The Mist/Der Nebel“ zu verfilmen.
Viele Regisseure haben sich schon mit Kings Werken beschäftigt und der „Meister des Horrors“ freut sich meistens, wenn seine Bücher den Weg auf die Leinwand finden. Wenn man Fehltritte wie die unzähligen Teile von „Kinder des Zorns“, „Der Rasenmähermann“ (der NICHTS mit der Kurzgeschichte gemeinsam hat), und „Rhea M“ (bei dem King Regie führte) ausklammert, bleiben durchschnittliche Filme übrig. Über ihnen ragen einige klar heraus. Dazu zählen „The Green Mile“ und „Die Verurteilten“ von Darabont. Um so erfreuter war ich, als ich hörte, dass nun endlich meine absolute Lieblingskurzgeschichte, „Der Nebel“, von diesem Regisseur verfilmt werden sollte.
Maine. Die ruhige Kleinstadt Castle Rock (siehe „Castle-Rock-Zyklus“) liegt an einem See, an dem der Maler David Drayton mit seiner Familie lebt. Nach einem ungewöhnlichen Sturm, der die Stromleitungen lahmgelegt und Teile des Hauses zerstört hat (…und, eine erneute Anspielung auf Kings Werke, das neue Bild Davids, welches den „Gunslinger“ aus dem „Dunklen Turm“ zeigt) fährt David mit seinem Sohn und seinem Nachbarn in die Stadt um Hamsterkäufe zu erledigen. Als sie im örtlichen Supermarkt angekommen sind, legt sich ein geheimnisvoller, dichter Nebel über die Stadt. Keiner, der in diesen Nebel geht kommt zurück und langsam wird Allen klar, dass dies keine gewöhnliche Wettererscheinung ist. In dem undurchsichtigen Weiß hausen Kreaturen, die es auf menschlisches Blut abgesehen haben.
Nun bilden sich verschiedene Gruppen aus den Eingeschlossenen. Die religiöse Fanatikerin Mrs. Carmody wittert das Ende der Welt und fordert Blutopfer. Davids Nachbar schart alle um sich, die an eine natürliche Ursache glauben und die hier für die Macht der Verdrängung stehen, während David selbst sich dem Kampf gegen die Kreaturen des Nebels und der Abgründe der Menschen allgemein stellen muss. Und genau das erzählt Darabont eindringlich und meisterhaft. Wo viele einen Monster-Horrorfilm erwarten, geht es ihm eher um den eigentlichen Grundgedanken der Kurzgeschichte. Wozu sind Menschen fähig, wenn sie sich in Todesangst befinden. Von enormen Vorteil für Darabont war vermutlich auch, dass Kings Vorlage mit ungefähr 200 Seiten der Dicke eines Drehbuches entspricht. Er übernimmt somit einen Großteil der Dialoge und der Handlung und ändert nur an einigen Stellen Kings Grundidee. Die größte Änderung dürfte wohl der Schluß sein, um den ihn der Horrormeister vermutlich beneidet.
Für mich ist dies die beste und konsequenteste Verfilmung einer Idee nach Stephen King. Wer sich darauf einlässt und keinen tumben Horrorfilm erwartet, sollte sich dieses Meisterwerk nicht entgehen lassen.
Katsuhiro Otomo ist bekannt als Mangaka (Zeichner von Mangas) und Regisseur des Anime/Mangaklassikers „Akira“. Mit „Steamboy“ lieferte er im Jahre 2003 einen Kinofilm, der durch die Mischung von Computergrafiken und berauschenden Zeichentrickbildern besticht…
Ray Steam ist ein erfindungsreicher Junge, der im victorianischen England bei seiner Großmutter lebt. Sein Vater und sein Großvater sind nach einer Reise, um stark komprimierten Dampf zu entdecken, verschollen. Eines Tages bekommt Ray ein Paket geschickt, in ihm eine schwarze, metallene Kugel: Der Steamball! Er erfährt, daß sein Großvater überlebt hat und ihm den Steamball geschickt hat, damit er nicht in die falschen Hände kommt. Nun wird Ray von den verschiedensten Gruppen verfolgt und ist ein Spielball im Kampf zwischen wissenschaftlichen Fortschritt und der Vernunft. Auf der Weltausstellung in London entscheidet sich, wer die Zukunft in den Händen hält.
Otomo hat mit diesem Film ein Anime erschaffen, daß mit seiner packenden Story und seinen unglaublich realistischen Hintergründen zum mehrmaligen Ansehen verleitet. In jedem Bild stecken unzählige Details, seien es pumpende, klappernde Maschinenteile oder der überall vorhandene Dampf. Wenn Ray dann noch von unheimlichen Apparaten verfolgt wird und mit seinem Einrad flüchtet, bleibt jedem Zeichentrickkenner die Kinnlade offen stehen. Wie weit darf die Wissenschaft gehen, gibt es überhaupt Grenzen und wo liegen diese? Dies ist der Grundtenor des Films, natürlich unterbrochen von Actionsequenzen mit lustigen Einlagen.
„Steamboy“ ist ein beachtlicher, detailverliebter Anime, der Jedem zu empfehlen ist, der Animes und Steampunk mag. Solch ein „Monowheel“, wie Ray Steam es fährt, haben auch einige Leute gebaut. Zu bestaunen auf dieser Seite.
Viele Leute die ich kenne winken meist ab, wenn ihnen ein Anime empfohlen wird. In ihren Köpfen geistern vermutlich die Bilder von riesenhaften Mech-Robotern oder willigen Schulmädchen herum. Aber der japanische Zeichentrickfilm hat auch viel Gutes abseits dieser Klischees zu bieten. Mit den Erfolgen von Filmen wie „Chihiros Reise ins Zauberland“ im Westen kommen nun auch Serien nach Deutschland, die im Land des Lächelns gefeiert wurden, hierzulande aber völlig unbekannt waren. Eine Perle ist sicherlich die Serie „LAST EXILE“, die mit Retroelementen spielt und dabei frisch und innovativ wirkt…
Die Welt Prestale. Claus Valca und Lavie Head haben ein Vanship (Eine Art Doppeldecker ohne Flügel) geerbt und betreiben nun einen Lieferservice. Dabei geraten sie nicht nur in eine gefährliche Luftschlacht zwischen dem Land Dysis und Anatoray, sondern finden auch das kleine Mädchen Alvis, daß von der sogenannten Gilde gesucht wird. Die Gilde ist eine allmächtige Organisation, die als Richter über Schlachten wacht und über die Antriebseinheiten aller Schiffe, den Claudia-Einheiten, verfügt. Nun müßen Claus und Lavie Alvis in Sicherheit bringen. Das Söldnerschiff Sylvana und deren Captain, Alex Row, nimmt sich den Dreien an. Aber wieso will die Gilde das kleine Mädchen haben und was hat es dabei mit dem Letzten Exil auf sich?
Das Studio GONZO hat mit einer Mischung aus Zeichentrick und Computeranimationen eine spannende Steampunk-Serie erschaffen, die grade wegen ihres Retroeinschlags gut funktioniert. Die Schlachten über den Wolken erinnern an Schiffsgefechte auf dem Meer, Gewehre werden mit Dampfdruck betrieben, die Uniformen lassen an das victorianische England denken, die Pilotin Tatjana gibt in ihrem feuerroten Vanship den Roten Baron.
Das Einzige, was mir negativ aufgefallen ist, ist die erschreckende Ähnlichkeit der Uniformen der Sylvana-Crew mit SS-Uniformen. Da ist den Designern scheinbar auf der Suche nach „coolen“ Sachen leider nichts anderes eingefallen.
Wer auf Retro-Science-Fiction und Animes steht und diesen Fehler übersehen kann, ist mit der Serie gut bedient. Die unbelehrbaren Animehasser können hiermit vermutlich ähnlich viel anfangen, wie mit den Klassikern. Aber wer erkennt, wie weit sich die Bandbreite im Bereich Anime und Manga erstreckt, muß eigentlich auch eines Tages eine Perle für sich in der Menge finden.
Wenn mir jemand erzählt, daß er gerne Käse mit Marmelade isst oder seine Gurken in Nutella dippt, dann halte ich das schon für eine gewagte Mischung. Auch der Macher der Erfolgsserie „Buffy“, Joss Whedon, scheint gerne zu mixen, was nicht zusammen zu passen scheint. In seiner, in Deutschland leider unbekannten, Serie „Firefly“ mischt er Science Fiction mit Western. Was zunächst ähnlich unvereinbar klingt wie Marmelade mit Käse, ist auf den zweiten Blick eine Serie mit Witz und Potential…
Die nicht allzu ferne Zukunft im 26. Jahrhundert. Die Menschheit ist in den Weltraum vorgedrungen, Planeten werden „terraformt“ um sie bewohnbar zu machen, Siedler werden von der Allianz zu den Randplaneten geschickt um die Anfangsarbeit zu leisten. Malcolm Reynolds, ehemaliger Kämpfer der unabhängigen Browncoats, die gegen die allmächtige Herrschaft der Allianz ankämpften, hat nach der entscheidenden Schlacht um Serenity-Valley alles verloren. Mit seiner alten Mitkämpferin Zoë findet er ein Transportschiff der Firefly-Klasse, eine Mechanikerin (Kaylee), einen Piloten (Wash), einen Söldner (Jayne) und eine Companion (Inara) und fliegt seitdem unter dem Radar der Allianz von einem zweifelhaften Auftrag zum Nächsten. Die Companion, eine moderne Entsprechung zur Bardame im Wilden Westen, mietet sich ein Shuttle auf dem Schiff und hilft dem Captain, dank ihrer hoch angesehenen Position, auf Planeten zu landen und mit Leuten zu verkehren, die er sonst nicht kennenlernen würde. Richtig spannend wird es aber erst, als der Shepherd Book (eine Art Priester) und der undurchsichtige Simon an Bord kommen. Die seltsame Kiste in Simons Gepäck erregt nämlich nicht nur die Aufmerksamkeit der Crew.
Joss Whedon hat mit dieser Serie wirklich eine Mischung zusammengestellt, die es in sich hat. Da Whedon nur die USA und China als mögliche Partner sah, um das All zu erobern, ist die Flagge der Allianz rot, mit gelben Stars und Stripes. Auch die Charaktere fluchen auf chinesisch, so kann man den Fans zusätzliche Fleißarbeit aufgeben und die amerikanische Zensur umgehen (ähnlich dem Wort „Frak“ bei Battlestar Galactica). Bei Prügeleien in den Space-Saloons fliegen die Leute durch holografische Fenster, die Siedler auf den Randplaneten benutzen lieber Pferde, als Straßen anzulegen und Laserpistolen sucht man vergeblich. Auch die Aliens und Roboter, die bei Sci-Fi immer erwartet werden, fehlen, man vermisst sie aber auch nicht. Denn Whedon gleicht das mit witzigen Wortgefechten und spannenden Storylines wieder aus.
Der Pilotfilm kam beim Auftragssender FOX allerdings schlecht an. FOX entschied sich den Pilotfilm nicht zu senden, gab aber grünes Licht für 14 Folgen. Diese wurden dann allerdings nur bis zur 11 Folge gesendet, die Serie wurde eingestellt. Zum Abschluß lief dubioserweise der bis dahin nicht gesendete Pilotfilm. Verärgert über die Politik von FOX und beflügelt von den überwältigenden DVD-Verkäufen klopfte Whedon bei UNIVERSAL an und konnte dort seine Idee für einen abendfüllenden Film anbringen. Mit „Serenity“ knüpfte er die losen Enden der Serie zusammen und lieferte den Fans damit einen würdigen Abschluß für ihre Lieblingsserie. Wahre Hardcorefans können aber immer noch in die Welt der Firefly-Crew eintauchen. Die dreiteilige Comicheftserie „Serenity:Those Left Behind“ liefert eine Vorgeschichte zum Kinofilm und von einer weiteren dreiteiligen Reihe, „Serenity:Better Days“, ist bereits der erste und der zweite Teil erschienen.
Wer auf Science-Fiction und Western steht, sollte sich diesen gewagten Mix nicht entgehen lassen. Ich verspreche euch: Es ist defintiv nicht wie Marmelade mit Käse.
Heute möchte ich euch zwei Filme vorstellen, die sich stark zwischen Horror und Komödie bewegen. Es handelt sich um die Zombiekomödie „Fido“ und den Slasher „Behind the Mask“…
„Fido“ spielt in den 50er Jahren einer alternativen Welt, in der Strahlen aus dem All dazu geführt haben, daß alle Toten zu Zombies wurden. Nach dem „Zombie-Krieg“ sind alle Ortschaften umzäunt und die allmächtige Firma ZomCon sorgt für Sicherheitssysteme und die Ausbildung der Kinder (Schießunterricht an der Schule). Außerdem hat sie zähmende Halsbänder erfunden, die es ermöglichen, den Hunger der Zombies nach dem Fleisch der Lebenden zu unterdrücken und sie so zu Dienern der Lebenden zu machen.
Die Familie Robinson lebt in der Kleinstadt Willard. Der Vater spart für die ganze Familie schon für eine Beerdigung mit Kopfsarg, da bestellt die Mutter der Familie bei ZomCon einen Zombie. Das sorgt für reichlich Wirbel, der noch heftiger wird, als der Sohn der Familie sich mit dem Zombie anfreundet und dieser wegen defektem Halsband die Nachbarin anknabbert.
Dieser Film überzeugt mit seinem 50′s Stil und seiner vielen Zitate und Gags, Carrie-Anne „Trinity“ Moss spielt die Mutter und gegen ihr „Matrix“-Image, der Nachbar wird von Tim Blake Nelson, dem Delmar aus „O Brother, Where Art Thou?“ der Coen Brüder, verkörpert. Ein lustiger Film nicht für Freunde des Zombiefilms.
„Behind The Mask: The Rise and Fall of Leslie Vernon“ ist ein Slasher, der sich von anderen Filmen dieser Art durch mehrere Kniffe unterscheidet. Zugegeben, nach der endlosen Reihe dieser Filme (Ich weiß nach 20 Jahren immer noch, was du im letzten Sommer getan hast…gäääähn) konnte ich dem Genre nicht mehr viel Zukunft einräumen.
Aber „Behind The Mask“ ist da wohltuend anders. Eine junge Regisseurin und ihr Kamerateam drehen einen Dokumentarfilm über Mörder wie Freddy und Michael Myers (die als reale Serienmörder dargestellt werden). Zum Glück bekommen sie Kontakt zu Leslie Vernon. Der will im Stil seiner Vorbilder mehrere Jugendliche in sein Haus locken, um sie dort zu töten. Leslie, der sympathische Psychopath, zeigt dem Team seine Vorbereitungen und weiht sie in seine Pläne ein. Und da wird es lustig, denn er beschwert sich z.B. über das jahrelange, anstrengende Training. Man muss schließlich den Opfern hinterherschleichen und, wenn diese wegsehen, schnell rennen um wieder aufzuholen. Sein Mentor Eugene (Scott Wilson „Der große Gatsby) , ein ehemaliger „Slasher“, zeigt seinem Schüler Tricks und freut sich mit ihm, wenn er seinen „Ahab“ bekommt (wer wissen will, was es damit auf sich hat, sollte den Film schaun). Robert „Freddy“ Englund spielt hier ebenso eine Nebenrolle, wie das Medium Tangina aus dem Klassiker „Poltergeist“, Zelda Rubinstein. Bleibt der dritte Akt auch durchschaubar, ist der Film als nicht ganz ernstgemeinte Verbeugung vor dem Genre und für alle Fans von Freddy, Jason und Michael eine empfehlenswerte Bereicherung im Bereich der Slasherfilme.
Die Zeit des Writers Strike und das damit verbundende Warten auf Serien wie „Heroes“ und dem grandiosen „Battlestar Galactica“ war für mich ein Anlass, mir die Serien anzusehen, die ich bis dahin verpasst oder einfach übersehen hatte. Nachdem ich mich mit „The Big Bang Theory“ beschäftigt hatte und einige Folgen von „Firefly“ genossen hatte, ging scheinbar kein Weg an den Sopranos vorbei…
Erst sträubte ich mich ein wenig. Krimi- oder Gangsterserien sind nicht mein Ding. Aber schon nach der ersten Folge war es um mich geschehen. Es war einfach zu spannend und interessant erzählt und in Szene gesetzt.
In der Serie geht es um Tony Soprano (gespielt von James Gandolfini) und seine Familie. Und damit ist Familie im doppelten Sinn gemeint, denn Tony ist Mafiaboss und Familienvater zugleich. Er muß ich also nicht nur mit den üblichen Mafiageschäften rumschlagen, sondern auch mit der Pubertät seiner Tochter, den Schulproblemen seines Sohnes und den Bedürfnissen von Frau und Freundin/nen. All der Druck führt bei Tony zu Panikattacken, die ihn zu einer Gesprächstherapie bei Dr. Jennifer Melfi zwingen.
Der Macher der Serie, David Chase, sagte einmal sinngemäß: Das Interessante an der Serie ist, daß sich alle Charaktere ständig gegenseitig anlügen.
Und das stimmt. Nur der allwissende Zuschauer erfährt alle Einzelheiten. Wenn Tony seiner Therapeutin erzählt, daß er heute mit einem Geschäftspartner Kaffee getrunken hat, der ihm noch Geld schuldete, erfährt der Zuschauer nach einem Schnitt, daß Tony diesen Mann mit seinem Auto angefahren und zusammengeschlagen hat, um seine Schuldenforderung zu unterstreichen. Es gibt Maulwürfe, die für das F.B.I. arbeiten, die lügen müssen, um am Leben zu bleiben oder auch Morde, die anderen in die Schuhe geschoben werden. Tony lügt seine Frau an, wenn sie ihn nach seinen Affären fragt, seine Capos unterschlagen im Geld, jeder ist auf seinen Vorteil bedacht.
Aber auch Seitenhiebe auf das Filmgeschäft, Politik und Auftritte von Berühmtheiten machen diese Serie sehenswert. Wenn Tonys Neffe, Christopher, überlegt seine Geschichte an Hollywood zu verkaufen, Onkel „Junior“ einen Brief an Dick Cheney schreibt oder Martin Scorsese zur Eröffnung eines Lokals vorbeischaut, ist immer auch ein wenig Augenzwinkern dabei.
Einer absolut empfehlenswerte Serie, die nun endlich auch meine DVD-Sammlung schmückt. BADA-BING
Ihr kennt das bestimmt auch. Ihr habt grade eine neue Lieblingsband gefunden und erfahrt eine Woche später, daß sie ihr letztes Konzert in eurer Stadt gegeben und sich dann aufgelöst haben. Oder ihr verfolgt eine Comicserie, freut euch wie verrückt auf die letzte Ausgabe und hört dann vom Comichändler eures Vertrauens: „Der Verlag hat dichtgemacht; der letzte Teil wir nie erscheinen!“.
So läuft es auch manchmal mit den Lieblingsserien….
Gute Beispiele aus dem Bereich Sci-Fi sind hier „Futurama“ und „Firefly“, die beide auf „Fox Network“ liefen (drei „Fs“, ist das ein Zufall ???).
Ich war erschreckt zu hören, daß „Futurama“ nach der vierten Staffel abgesetzt werden sollte. Doch, oh Wunder, „Futurama“ ist wieder da. Nachdem die DVD-Verkäufe weltweit so gut liefen und die Fans protestierten, entschieden sich Matt Groening und David X. Cohen vier „Futurama“-Filme zu produzieren, von denen der Erste, „Bender’s Big Score“, schon erschienen ist (bzw. in Deutschland am 31. März erscheinen wird).
„Firefly“ ist leider Vielen in Deutschland nicht bekannt. Die von Joss Whedon („Buffy“,„Angel“) erdachte Serie handelt von einer neunköpfigen Crew, die sich mit ihrem Schiff „Serenity“ (ein Transportschiff der „Firefly“-Klasse, daher der Name) am Rande des erforschten Weltraums mit kleinen Gaunereien über Wasser hält. Die Serie kommt ohne Aliens aus und vermischt auf sehr interessante Weise die Genres Science-Fiction mit Western.
Nun kam, was kommen musste. Fox setzte die Serie nach der ersten Staffel ab. Die Fans protestierten und organisierten sich. Es wurden ganzseitige Anzeigen in der „Variety“ geschaltet, Wohltätigkeitstreffen und Unterschriftensammlungen veranstaltet und an Whedons Geburtstag dazu aufgerufen, die erste Staffel zu kaufen. Und da geschah das Unglaubliche: Whedon konnte sich mit Universal auf einen Film einigen und es entstand „Serenity“. Auch hier hatten die guten DVD-Verkäufe und die breite Fanbase ihre Wirkung. Die Fans (die sich „Browncoats“ nennen) waren begeistert und die Hoffnung auf mehr Material aus dem Universum Whedons wurde geschürt. Whedon selbst würde gerne einen zweiten Film machen, also bleibt es abzuwarten, ob wir nicht noch mehr über die sympathischen Außenseiter erfahren.
Am Schluß bleibt zu sagen: Wenn euch eine Serie wirklich gefällt, kauft euch gefälligst die DVD-Box. Leiht sie euren Freunden, verbreitet die Botschaft, beteiligt euch an Foren und Aktionen, schreibt Leserbriefe und bloggt, was das Zeug hält. Werdet Teil des Fandoms. Denn nur so können wir als Fans sichergehen, daß unsere Lieblingsserie nicht zugunsten eines trashigen Reality-TV Konzepts in der Versenkung verschwindet.
Updates
-
@zombiekitty78 Das stimmt wohl... #klingel
-
Oh, ja...Twitter. #fastvergessen
-
Check out my shelves on Goodreads: http://t.co/o5dlYH7J
-
12 months ago from web | Reply, Retweet, Favorite
-
@zombiekitty78 Alles klar : )12 months ago from web | Reply, Retweet, Favorite
-
@zombiekitty78 Ponyhof? #vorschlag12 months ago from web | Reply, Retweet, Favorite
-
is listening to: Aftermath: Trent Reznor http://bit.ly/lPRI2Z
-
Die "Wartemaschine" soll euch die Wartezeit bis zum Erscheinen der E.P. verkürzen. Mit Bonusmaterial im Download. http://is.gd/wartemaschine14 months ago from web | Reply, Retweet, Favorite
-
14 months ago from web | Reply, Retweet, Favorite
-
@katbitemusic @zombiekitty78 : War das so gut?14 months ago from web | Reply, Retweet, Favorite
-
Die Tour macht Spaß, die Frauen sind schön, das Essen perfekt...nur der Schlafmangel, der Schlafmangel...14 months ago from web | Reply, Retweet, Favorite
-
14 months ago from web | Reply, Retweet, Favorite
-
@katbitemusic Thank you! :-)
-
...mit Kriss Cologne auf dem Weg nach Zwickau. Heute abend im Club Null 13. #krisscologne #fredtimm #olafhupertz #live #null13
-
@zombiekitty78 Nice... #deadwood
-
@zombiekitty78 Wurde mir auch empfohlen. Werd ich mal schaun... #deadwood
-
@zombiekitty78 Das wäre eindeutig überzogen! ;)
Posts
Steampunk Cylon. I found this on Wired.com which was advertising a contest for the SyFy Channel. After venturing onto this SyFy sponsored site I vowed to never ever ever send you to a SyFy channel website ever ever.
It’s not often that the storage of tools rivals the projects they’re used to work on. In the case of H.O. Studley, his custom built tool chest stands as a work of art and proof of the love he had for his tools. Inlaid with ebony and mother of pearl, it’s the work of 30 years of consistently improving on the organization of the tools, and adding beautiful little details.
http://www.phoenixmasonry.org/masonicmuseum/studley_1993_tool_chest_article.htm
The Architecture at the Movies (1)
The Triplets of Bellevile
Art Direction by Thierry Million
Production Design by Evgeni Tomov
Emancipation Schematication
I did this last year for fun, submitted it to Threadless and they made a T out of it. I planned on doing a bunch more deconstructed portraits but never got around to it…maybe one day.
MRS. ALLONBY. Don’t find yourself longing for a London dinner-
party?
HESTER. I dislike London dinner-parties.
MRS. ALLONBY. I adore them. The clever people never listen, and
the stupid people never talk.
HESTER. I think the stupid people talk a great deal.
MRS. ALLONBY. Ah, I never listen.from Oscar Wilde’s A Woman of No Importance
Audio
Sets
Tracks
Favorites
-
[R]eVoLuTioNby fuNkyfA...
-
Der Reim-Pateby fuNkyfA...
-
Lyrische Ohrfeigenby fuNkyfA...
-
BaByLoN [2010]by fuNkyfA...
-
Dueling Banjos Love-Inby cousinl...
Groups
Recent tracks
-
Supermanic Soul by {u'mbid': u'13df2a46-f72f-40e7-aa63-26fcf62c7048', u'#text': u'Ministry'}12 months ago
-
Here To Stay by {u'mbid': u'ac865b2e-bba8-4f5a-8756-dd40d5e39f46', u'#text': u'Korn'}12 months ago
-
Also Sprach Zarathustra by {u'mbid': u'', u'#text': u'Deodato'}12 months ago
-
Winter in Kanada by {u'mbid': u'', u'#text': u'evil kl\xf6ten & the dalli dallis'}12 months ago
-
Sympathy by {u'mbid': u'fd429857-5ace-4609-ae54-1502c3bdac11', u'#text': u'Billy Talent'}12 months ago
-
If There Was No You by {u'mbid': u'baf05baf-69fb-47dd-93c2-033536b8c385', u'#text': u'Brandi Carlile'}12 months ago
-
The Wild by {u'mbid': u'9aabf36b-a142-42ee-aae2-c921d917965c', u'#text': u'Kristofer \xc5str\xf6m'}12 months ago
-
The Space in Between (Dawn of the Dreadfuls Mix by grimmless) by {u'mbid': u'143b396d-a678-43aa-8c74-628fea8e381f', u'#text': u'How to Destroy Angels'}12 months ago
-
Radio Sun 3 by {u'mbid': u'178220ff-ecd6-4fd2-aa0d-79940a6219a2', u'#text': u'Tied & Tickled Trio'}12 months ago
-
Get Rhythm by {u'mbid': u'd43d12a1-2dc9-4257-a2fd-0a3bb1081b86', u'#text': u'Johnny Cash'}12 months ago
Top artists
Top tracks
-
100 plays
-
100 plays
-
100 plays
-
90 plays
-
59 plays
-
57 plays
-
55 plays
-
48 plays
-
47 plays
-
40 plays
-
39 plays
-
38 plays
-
37 plays
-
36 plays
-
35 plays
-
33 plays
-
32 plays
-
32 plays
-
32 plays
-
31 plays
-
31 plays
-
31 plays
-
31 plays
-
30 plays
-
29 plays
-
29 plays
-
29 plays
-
29 plays
-
28 plays
-
Sister Dew by dEUS27 plays
-
27 plays
-
27 plays
-
26 plays
-
26 plays
-
26 plays
-
26 plays
-
25 plays
-
25 plays
-
25 plays
-
25 plays
-
25 plays
-
25 plays
-
25 plays
-
24 plays
-
24 plays
-
24 plays
-
24 plays
-
24 plays
-
24 plays
-
24 plays