Barockes fränkisches Landschloss Zeilitzheim (nahe Volkach an der Mainschleife).
Bed & Breakfast, kulturelle Veranstaltungen.
www.barockschloss.de
Ausruf in Zeilitzheim am Samstag, 5. Mai 2012
Heute Nachmittag ist Fussballspiel der Alten Herren. Der Weinbauverein lädt ein zur Jahresversammlung mit Abendessen (Ausruf samt Tagesordnung). Und Voranzeige: Kindergartenfest mit Sabrina der Farbkönigin. Für das leibliche Wohl ist bestens gesorgt.
Anhören:
Am Sonntag war das Schloss in der BILD Zeitung. Also, nein, nicht was ihr jetzt denkt: Es ging gar nicht mal um Sex oder um politische Motivationen. Es war ja auch die BILD am Sonntag, also der seriösere Bruder der BILD. Kostet dann auch gleich EUR 1,10 mehr als die WochentagsBILD und ist um ein Vielfaches dicker.
Jedenfalls war das Schloss dort zu bewundern, auf Seite 55 mit zwei Fotos in einem eineinhalbseitigen Artikel "9 tolle Landhotels unter 90 Euro". Punktlandung, oder? Jedenfalls ist das schon mal ein Ereignis, wenn man in der BILD Zeitung steht. Und die Reaktionen waren auch nicht schlecht. Zuerst ein mal derer, die sich mit mir freuten, dass das Schloss bundesweit bekannt gemacht wird. Eine kurze Zusammenfassung der Tweets bei Storify:
Am vergangenen Samstag fand es also nun statt, dass lang ersehnte zweite Twitter Picnic im Barockschloss. Über 40 Twitterati zwängten sich zu Beginn aus Witterungsgründen in die ehemalige Kapelle. Doch die Grillfraktion überredete die Meute bald in den windgeschützteren Arkadenhof umzusiedeln. Alle packten mit an und so waren im Nu Tische und Stühle aufgestellt und abgewaschen. Der @snowatx machte an seinem Weber Grill den Grillmeister. Er brachte dazu den wohl größten Sack Grillholzkohle mit, den ich je gesehen habe.
Ingo Hahn, aka @Brettspielecke, brachte wieder Spiele mit, die nicht nur bei den Kindern großen Anklang fanden. Seine Berichte und Fotos zum Twitter Picnic (#ztp12) finden sich hier und hier.
@Isartom und @Nanderl brachten ihre @Schnitzljagd auf die Zeilitzheimer Bühne und begeisterten damit zwei konkurrierende Gruppen, die durch Schloss und Garten streiften, um die Rätsel zu lösen. Sie hatten die Schnitzeljagd bereits am Vorabend und am Morgen des Picknicks im Schloss ausgearbeitet. Gut gemacht!
Es wurde viel fotografiert, u.a. von @Olschok: Fotoalbum bei Facebook.
Ich danke allen Twitter Picknickern für die Teilnahme, für die leckeren Speisen und für die tatkräftige Mithilfe (und die Mitbringsel!). Ich war ziemlich erkältet und dadurch neben der Spur. Aber mit guten Freunden lässt sich ein Fest auch unter solchen Umständen gut meistern!
Jan Richter, persönlicher Referent des Landtagsabgeordneten Günther Felbinger (Freie Wähler), hat mir dankenswerterweise Fotos von der gestrigen Veranstaltung zur Veröffentlichung zur Verfügung gestellt. Diese finden sich in folgendem Dropbox Ordner online:
Fachgespräch Kulturförderung am 14.4.12 im Schloss Zeilitzheim
An dieser Stelle möchte ich auch auf das Weblog des Abgeordneten hinweisen, in dem es noch eine Zusammenfassung der gestrigen Veranstaltung geben wird: http://guenther-felbinger.de/blog/
Meine Sicht der Veranstaltung hatte ich ja gestern bereits im @barockschloss Blog veröffentlicht: http://zeilitzheim.blogspot.de/2012/04/kultur-ist-gut-kulturgut.html
Foto: MdL Günther Felbinger im Gespräch mit den beiden Sprechern der Fachgruppen, Dr. Christine Fuchs und Alexander von Halem (Foto: Jan Richter).
Erstmals stolperte ich über die "Blue Ocean Strategy" im Buch Jenseits vom Mittelmaß von Hermann Scherer (den ich beim Weintourismussymposium in Iphofen im vergangenen Jahr dann live erleben konnte). Neulich erwähnte Patrick Breitenbach im Anschluss an unseren Podcast mit ihm, als wir in einem kollaborativen Online Dokument wieder diesen Ansatz (Patrick schrieb auch schon darüber, z.B. in diesem Artikel (PDF). Seither geistern mir der Begriff und die Idee öfter mal wieder im Kopf herum. Worum geht es?
Im Wesentlichen geht es dabei bei der Erarbeitung von Geschäftsideen darum, sich einen konkurrenzlosen Markt zu schaffen (der "blaue Ozean") statt in einen heiß umkämpften Markt voller sich mit aller Härte bekämpfenden Mitbewerber (der "rote Ozean") zu springen. Entwickelt haben die "Blue Ocean Strategy" die Wirtschaftswissenschaftler W. Chan Kim und Renée Mauborgne in ihrem gleichnamigen Buch im Jahre 2005.
Die Idee ist dabei sich nicht am Wettbewerb zu orientieren, sondern durch eigene, neue Wege sich diese blauen Ozean selbst zu schaffen. Auf der deutschsprachigen Wikipediasseite zum Prinzip sind einige interessante Unternehmungen aufgeführt, bei denen dieser Ansatz geglückt ist. Da man jedoch - das ergibt sich ja schon aus der Definition des Ansatzes heraus - nichts anderes kopieren kann, um erfolgreich einen blauen Ozean zu schaffen, muss man sich schon selber Gedanken machen, wie man sich ein solch innovatives Planschbecken bastelt. Die Beispiele helfen jedoch das Prinzip ein wenig besser zu verstehen (siehe dort). Meist geht es bei Blue Ocean Strategien darum, die Erfüllung eines Nutzens zu kreieren, von dem die potentiellen Kunden (bzw. der gesamte Markt) vorher nicht wussten, dass sie hier überhaupt ein Bedürfnis haben.
Plant man also ein solches Vorhaben, muss man sich bis zum Einstieg in den Markt (hier: bis zur Schaffung des Marktes) ruhig verhalten, um nicht andere potentielle Wettbewerber auf den Plan zu rufen. Oder muss man das wirklich? Ist die jeweilige Blue Ocean Strategy wirklich innovativ, werden andere einen vermutlich eh erst einmal für bescheuert halten, so etwas überhaupt zu versuchen.
Genügt es schon anders als alle anderen (aber besser) zu sein (A+A+A+A+B)? (Diesen Spruch hörte ich - glaube ich - erstmals bei Dr. Daniela Kuhlmann-Reichel)
Mich würde interessieren, welche Praxisbeispiele es im "small-business" Segment (also das was man salopp KMU - kleine und mittlere Unternehmen - nennt, hierzulande gibt, die bewusst an eine solche Blue Ocean Strategy bei der Entwicklung ihrer Geschäftsidee gedacht haben - und damit erfolgreich sind. Lässt sich das auf der KMU Schiene überhaupt verwirklichen? Bestimmt. Wenn man sich nur traut anders als alle anderen zu sein. Und besser.
Wie auch in den vergangenen Jahren berichte ich aus der Bürgerversammlung der Gemeinde Kolitzheim im Ortsteil Zeilitzheim aus dem Sportheim des 1. SC Zeilitzheim.
19:10 Uhr - Das Sportheim Zeilitzheim füllt sich langsam. Am ovalen "runden" Tisch sind nur noch 2 Stühle frei. Aber wir wissen ja: Runde Tische lassen sich (fast) unbegrenzt erweitern.
19:23 Uhr - Es sind nur noch wenige Plätze frei. Aber die Neuankünfte tröpfeln auch nur noch. Es sieht aus, als würden wir in diesem Jahr wieder einigermaßen pünktlich starten. Beamer und Laptop sind jedenfalls schon verlinkt und das Begrüßungsbild ist auf der Leinwand in der Ecke zu sehen.
19:27 Uhr - Letzte Pinkelpause vor dem Vortrag des Bürgermeisters. Auf dem Weg zum Klo noch mal schnell den Termin zur Brandschutzbesichtigung im Schloss durch die freiwillige Feuerwehr mit dem Vorsitzenden klar gemacht.
19:28 Uhr Der Bürgermeister, Horst Herbert, erkundigt sich bei dem mir schräg gegenüber sitzenden Schreiber der Lokalzeitung nach seinem Namen. Dieser macht das nun auch schon seit ein paar Wochen (Robert Neubeck, dessen Sohn "nach Zeilitzheim verheiratet ist"). Der Lokalmatador Dominik Dorsch (fast 18), der rechts neben mir sitzt, schreibt immerhin schon seit etwa 2 Jahren für die Zeitung. Und das sehr gut. Heute möchte er das aber nicht tun, was ich verstehen kann (wegen möglicher Interessenskonflikter - der Bürgermeister ist sein Onkel).
19:31 Uhr - Punktladung. Fast. Es geht los. Jemand meint es rauscht. Der Bürgermeister meint "es scheppert weng". Aber er hat "an der Einstellung nix geändert". Er freut sich über den großen Besuch. Aber am Scheppern wird noch gearbeitet. Er begrüßt seine beiden Stellvertreter und die Gemeinderäte (auch die aus den anderen Ortsteilen).
BGM Herbert begrüßt die beiden oben genannten Schreiber der Mainpost sowie den Kämmerer, der heuer noch für das Rathaus mitschreibt und Frau Sauer aus der Rathausgasse, die dies zukünftig übernehmen soll.
Ich schreibe jetzt nicht groß mit über die Themen der Präsentation, weil diese in allen Bürgerversammlungen gleich sind und auch schon mehrfach durch die Tagesjournaille getrieben wurden (Kläranlage etc).
Oder doch? Die Kläranlage wird jedenfalls ca. 6 mio Euro kosten. Ausscheiden ist halt teuer... Jeder tut es. Klar. Aber es gelangt auch Regenwasser in die Anlagen. Da denkt man über "gesplittete" Gebühren nach... Außerdem gibt der Bürgermeister den Zeitplan bekannt. Also den Zeitplan, in dem die Bürger das bezahlen sollen...
Ausserdem gibt es einige Kanalsanierungen, die erforderlich werden. Das muss (fast) alles über Gebühren finanziert werden.
19:43 Uhr - Thema: Windkraftanlagen. Nach Photovoltaik das aktuelle Thema. Der Regionale Planungsverband legt nun "Vorbehaltsgebiete" fest. Das Gemeindegebiet ist nach dieser Planung Ausschlussgebiet. Es kann danach hier kein Windrad aufgestellt werden, vor allem wegen des Vogelschutzes. Den Kran, den ich bei der Arbeit im Weinberg sehe, ist eine Windkraftanlage, die gerade im Bereich Schwanfeld gebaut wird. In Zeilitzheim könnte zukünftig ein Windrad auf der "Brünnschter Höh", also auf dem Hügel zwischen Zeilitzheim und Brünnstadt gebaut werden. Wir sind allerdings in einer windschwachen Region. So ganz habe ich das nicht verstanden, wie wir einerseits Ausschlussgebiet sind und andererseits eine geeignete Stelle für ein Windrad haben. Es gibt noch mehr ratlose Gesichter. Egal; Das wird sich aufklären. Irgendwann. Wenn das Windrad erst einmal steht.
19:50 Uhr - Thema Breitbandversorgung (das bedeutet: "Schnelles Internet"). Der Bescheid der Regierung von Unterfranken über die Breitbandförderung ist am 29.12.11 bei der Gemeinde eingegangen. BGM Herbert weist darauf hin, dass dies keine hoheitliche Aufgabe der Gemeinde sei, dass es durch die Initiative der Staatsregierung in einem engen Zeitfenster Möglichkeiten gebe den Ausbau der Breitbandversorgung zu fördern. Die Gemeinde fördert hier EUR 500.000 von denen EUR 100.000 vom Freistaat getragen werden. Auch Zeilitzheim kommt dann in den Genuss von 16.000er DSL. Partner ist die "deutsche telekom".
19:54 Uhr - Thema Baumaßnahmen. Es geht um Oberspiesheim, Dorfgemeinschaftshaus. Und dann um Unterspiesheim. Der Bürgermeister muss darüber berichten, auch wenn es die Zeilitzheimer Bürger nicht interessiert - oder nur dahingehend interessiert, wie viel in andere Ortsteile investiert wird :-)
Ach ja: In Stammheim wurde die Kleinkindgruppe im Kindergarten ausgebaut. Und im Feuerwehrhaus in Zeilitzheim: Heute wurde der Estrich gelegt. Der Bürgermeister ist optimistisch, dass das neue Feuerwehrhaus im Mai/Juni bezogen werden kann. Lageplan auf der Leinwand inkl. "Scheune vom Reuter'sch Dieter".
Eine neue Feuerwehrsirene wurde in Gernach aufgestellt - "dummerweise geht se net!" Gelächter. Lag wohl am starken Frost. Wir haben aber das Glück, dass wir bei den Feuerwehren die "Handy-Alarmierung" haben. Neuomodisches Zeugs...
Stichwort Behördenfunk. Oha. Schreib ich jetzt nichts dazu. Muß da nämlich an einen Faschingshasen denken…
Flurbereinigungsverfahren in Herlheim. Kindergarten in Kolitzheim ist wieder in Betrieb. Auch dort gibt es jetzt eine Kleinkindgruppe (mit gelbem Vorbau und Flachdach).
Kleines Fazit: "Rege Bautätigkeit, nicht nur bei der Gemeinde, sondern auch auch im privaten Bereich... Leicht positive Einwohnerentwicklung.... Prognosen für die nächsten Jahre -10%..." das bedeutet laut Bürgermeister (arithmetisch) "EIN Dorf (von den 8) verschwindet bei uns". Großes Geraune.
Die Gemeinde stehe auf guter finanzieller Basis, meint unser Bürgermeister. Kläranlage und Kanalsanierung wird uns jedoch noch große Anstrengung kosten. Aber auch Baugebietserschließungen sind geplant. In Zeilitzheim auch die Flurbereinigung mit Wegebau. Nach der Ernte soll dieser beginnen. Am Mittwoch gibt es eine Mustergrundaufstellung (whatever that is). jedenfalls werden verschiedene Bodenuntersuchungen zur Bodenwertermittlungen durchgeführt.
20:07 Thema FWK (Verein Fränkisches Wein und Kulturland der Gemeinde kolutzheim), für den ich auch ca. 6 Jahre lang den Vorsitz inne hatte. Für diesen stehen Neuwahlen an. Das klappte im ersten Anlauf nicht... Ich hatte ja im Schlossblog schon darüber berichtet...
Es gibt einen Siedler- und Eigenheimerverein mit über 100 Mitgliedern, aber keinen Vorstand mehr. Wunsch des Bürgermeisters wäre, dass jemand diesen Verein weiter führt.
"10 Minuten Zigarettenpause" verkündet unser Bürgermeister. Gut, dass ich nicht rauche. Aber mein zweites Bier ist gerade gekommen. Leider wabert auch der Zigarettenqualm ins Sportheim rein. Es gibt noch Raucher. Auch wenn sie wirklich sehr zivil geworden sind. Deutsche halten sich halt an ihre Gesetze. Sehr löblich. Meistens.
20:19 Uhr Es geht weiter. Horst Herbert begrüßt 4 weitere Gemeinderäte die nachgekommen sind. Werner Knoblach ist heute zum letzten Mal in seiner Funktion als Gemeinderat in Zeilitzheim dabei. Er wird nämlich Kämmerer der Gemeinde Kolitzheim (noch ist er Kämmerer in Schwanfeld).
Jetzt sind wir dran. Die Bürger dürfen reden. Natürlich ist Rudi Herbert (selbst ein erprobter Gemeinderat) der erste, der sich meldet (im letzten Jahr wurde er schmerzlich vermisst). Es geht um die Abwassersatzung. Und Fremdwasser. Vor allem bei den anderen Gemeinden, mit denen wir zukünftig kooperieren. Der Bürgermeister erläutert, das Sulzheim ein Trennsystem hat, dass wir nicht haben. Es folgt einiges, bei dem die Presse nicht mitschreiben soll(te). Da halte ich mich auch dran. Obwohl ich gar nicht zur Presse gehöre.
Rudi nochmal. Jetzt zu DSL. Wenn das im Dorf ist, wie kommt das zu mir? Der Bürgermeister erklärt, das Glasfaser bis zum Verteiler verlegt wird. Von da aus geht es mit dem "klassischen Kupferkabel" weiter. Die Telekom mache aber schon Werbung für VDSL. Wer soll das bezahlen? Wer hat soviel Geld? Wer hat das bestellt? Wer hat so viel Pinke, Pinke, wer hat so viel Geld. Frohe Botschaft: "Beim Hümmer und beim Alexander liegt ein Verteilerkasten vor dem Haus". Ob es INS Haus Kupfer braucht? Jedenfalls "Die Lösungen bis ins Haus nei, des wird noch weng dauern". Wir sind gespannt.
Im Dorf wurde LTE getestet. Am "Vorführtag" gab es 10.000er Verbindung. Im Alltag jedoch nur 5.000 (berichtet die Testerin hinter dem Rathaus).
Das dauert alles noch... Mindestens eineinhalb Jahre. Eher zwei Jahre...
Joe Weigand: "Ist es ein Gerücht, dass die Firma Belectric ihren Firmensitz nach Kitzingen verlegt hat?". Bürgermeister: "Ja". Und erläutert... Mit Hinweisen aus dem Publikum. Charmant...
Rudi nochmal: Der "Dukatenesel" Grafenrheinfeld (Kernkraftwerk) ist jetzt weg. Gehen wir leichtsinnig mit dem Geld um? und wie wird das Feuerwehrhaus beheizt? Letztere Frage ist einfacher: Elektrisch. 18 mio wird Grafenrheinfeld an Gewerbesteuern zurück zahlen müssen. Aua. Sind wir jetzt mit unserer Solarenergie der Dukatenesel? Das geht wieder zurück. Auf Politikersprech: "Das wird sich stabilisieren".
Zitat um 20:52 Uhr (ohne zuviel Interna zu verraten): "Die Zeit bleibt spannend".
Rudi nochmal: FWK. Da wurde doch viel gemacht. Es fehlt aber oft das "Dankeschön". Der Bürgermeister versucht alle Vereine gleich zu behandeln.
Es geht jetzt verstärkt um den FWK... Die Vorsitzende Petra Schäfer hält ein Plädoyer. "Die Gemeinde muss für sich entscheiden, wie wichtig ist Tourismus für uns". Horst: "Die Gemeinde sind wir alle". Er erwartet ein Engagement der Mitglieder. Dies vermisst er.
Holger Wörthmann: Durch den Radweg kommen Radwanderer ins Dorf. Aber Gastronomie fehlt. Ich muss zugeben: Das stimmt. Ich arbeite ja wieder dran...
Hilmar Spiegel spricht (wie auch schon im letzten Jahr) an, dass ehrenamtliche Arbeit von Bürgern zu wenig gewürdigt wird (seitens der Gemeinde) wird.
Heribert Dorsch: Was passiert mit dem Vermögen eines Vereins, wenn dieser aufgelöst wird? BGM Herbert erklärt, wie dies im Vereinsrecht (je nach Vereinssatzung) geregelt ist.
Ebenfalls Heribert Dorsch: "Sorgenkind" Alte Schule. Und Kanal. Ist die Gebührenerhöhung zeitlich begrenzt? Ja, auf die Abschreibungsdauer (großes Gelächter).
Altortförderung? ja gibt es noch.
21:17 Uhr Pinkelpause. Keine Ahnung, was die anderen in der Zeit besprechen. Aber es mehren sich die Pinkler... Erste Auflösungserscheinungen?
Rudi: Ob der Sportverein auf Hackschnitzel spekuliert? Bürgermeister: "Diese Bäume hat der Sportverein nicht umgeschmissen. Das war eine Privatinitiative. War vorher abgesprochen mit Wasserwirtschaftsamt und Naturschutzbehörde". Rudi: "Der Biber hat aber Zähne wie eine Motorsäge, oder?". Großes Gelächter.
21:21 Uhr. Rudi nochmal. Hochwasser. Dank an die Feuerwehr. Dank an den Sportverein für die Gastronomie. Auch an den Bürgermeister, der selbst mit hilft. Und der findet: Das ist ein gutes Schlusswort. Alles lacht.
Aber es ist noch nicht vorbei. Karl-Josef Schömig appelliert an Petra Schäfer den Vorsitz des FWK noch weiter zu führen. Der Bürgermeister würde ja auch den Sportvereinsvorsitz weiter innehaben, obwohl er das schon lange nicht mehr möchte. Wieder großes Gelächter.
Elsbeth Redweik fragt etwas zum Asphalt irgendwo.
21:25 Bürgermeister Horst Herbert beschließt offiziell die Zeilitzheimer Bürgerversammlung 2012.
Lujah! Geschafft. Auf dem Weg nach Hause noch mit gutem alten (offline) Freund geratscht, den ich wegen seines Offlinelebens (oder meinem Onlinelebens) leider viel zu selten sehe.
Nachträge vom 10.3.12:
Am Nachmittag des 9.3.12 hat auch die Main Post online über die Bürgerversammlung berichtet: http://www.mainpost.de/regional/schweinfurt/Angebote-fuer-Radtourismus-schaffen;art769,6663483
Meine Berichte zu den Bürgerversammlungen aus den Vorjahren:
2009: Bürgerversammlung im Sportheim
2010: Bürgerversammlung Zeilitzheim
2011: Bürgerversammlung in Zeilitzheim am 1.2.2011
Fotos:
Pont-Neuf mit Bollerwagen. Foto: Elke Baumann.
Nachwuchs-Band "Sixpack" der Rottendorfer Musikschule. Foto: Niklas Leonhardt
Kartäuser Dreigesang. Foto: Roland Kirch.
Podiumsdiskussion: Die Nachrichtenbranche zwischen schneller Neugierbefriedigung und ethischer Verantwortung
Am kommenden Dienstag werde ich zusammen mit Pfarrer Heiko Kuschel, der auch schon Gast in unserem Podcast Schweinfurtundso war und mit seiner Familie beim Twitter Picnic 2011 war, Anton Sahlender, dem "Leser-Anwalt" der Regionalzeitung Main-Post und Eberhard Schellenberger, Leiter des Regionalstudios Mainfranken des Bayerischen Rundfunks, an einer Podiumsdiskussion teilnehmen. Moderiert wird das Gespräch von Andreas Kemper, Leitender Redakteur der Main-Post.
Thema der Diskussion, die im Rahmen einer Veranstaltungsreihe mit dem Thema "Zeit" im Museum Johanniskapelle in Gerolzhofen stattfindet, sind die Medien. Der etwas provokante Titel "Nichts ist älter als die Zeitung von heute" soll wohl auf die Vergänglichkeit der Nachrichten hinweisen und auf die Hürden, die "traditionelle" Medien mit dieser Schnelligkeit haben bzw. welche Tücken eine allzu schnell und unkontrolliert verbreitete Nachricht haben kann. Ich diskutiere dort mit als Vertreter des "Bloggerpacks", also all derer, die für die Öffentlichkeit schreiben, obwohl sie dazu keinen öffentlichen Auftrag oder gar finanziellen Nutzen haben.
Es gibt viele Gedanken und Beobachtung zum Thema Medienwandel, die ich seit geräumiger Zeit notiere und gelegentlich auch in diesem Blog veröffentliche. Im Vorfeld dieser Podiumsdiskussion werde ich das nun nicht weiter tun, sondern diese erst einmal abwarten. Alle Mitdiskutierenden habe ich persönlich schon kennen gelernt. Es wird also sicherlich ein konstruktives Gespräch werden. Ob wir die Welt in einer bis eineinhalb Stunden verändern werden bezweifele ich. Aber das Thema Zeit, Schnelligkeit, Nachrichtenwert und Medien (Zeitungen, Blogs, Podcasts…) dürfte für alle wichtig sein.
Der Eintritt zur Podiumsdiskussion beträgt EUR 3,--. Die Veranstaltung am Dienstag, 6. März 2012 im Museum Johanniskapelle beginnt um 20 Uhr. Andreas Kemper hat bereits berichtet, dass die Mauern von 1497 "Strahlungskälte" hätten. Also: Warm anziehen. Wie im Schloss in diesen Monaten...
Nachtrag 6.3.2012: Es gibt sogar eine Twitterwall zur Veranstaltung unter http://twitwalls.com/wall/mainpost
barockschloss posted a photo:
Hotel Schloss Zeilitzheim: Two-double-room combination with shared bathroom. Double bed and two single beds.
barockschloss posted a photo:
Hotel Schloss Zeilitzheim: Two-double-room combination with shared bathroom. Double bed and two single beds.
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One of our most popular hotel rooms. It is the only double room with a narrow double bed (others are more comfortable for two but some like to snuggle up or book it as a single room).
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Very well-clad young man; member of the living history group that brought the castle walls to life this past weekend.
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Hotel room in Schloss Zeilitzheim, castle in Franconia (Germany's wine-growing region in northern Bavaria)
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Guest room - Hotel Schloss Zeilitzheim, Franconia (Northern Bavaria), Germany
Aquarium in Thüringen. 123 km von Zeilitzheim.
Der fränkische Brauereigasthof Weinig ist ein traditioneller Familienbetrieb und seit Jahrzehnten in Unterfranken für seine bürgerliche fränkische Küche bekannt. 7 km von Zeilitzheim.
Restaurant/Biergarten mit Blick auf das Maintal. 10 km von Zeilitzheim.
Sammlung interessanter Informationen über die Vogelsburg und die Mainschleife von Georg Hippeli. 10 km von Zeilitzheim.
Gaststätte mit hauseigener Metzgerei. 17 km von Zeilitzheim.
Vor den Toren Würzburgs verkehrsgünstig gelegen, in der Nähe der Autobahnen A3, A7 und dem "Biebelrieder-Kreuz". 31 km von Zeilitzheim.
Familiengeführtes Weingut in Dingolshausen. 10 km von Zeilitzheim.
Bedeutende jüdische Komponisten des 19. und 20. Jahrhunderts.
Es spielt das "Bamberger Violinduo": Eva Wengoborski-Sohni, Violine (1. Geigerin der Bamberger Symphoniker); Manfred Wengoborski, Violine und Theodore Ganger, Klavier.
(In Zusammenarbeit mit dem Förderverein ehemalige Synagoge Kitzingen, mit Unterstützung des Förderkreises Schloss Zeilitzheim e.V.)
Eintritt: € 15,--
Abendessen im Anschluss: Orangen-Hühnchen nach Jaffa-Art mit Mandelreis, Flan, € 15,-- inkl. Tischgetränke.
In dem Konzert "Hebräische Melodie" am Sonntag, 17. Juni um 17 Uhr musiziert das "Bamberger Violinduo" zusammen mit dem Pianisten Theodore Ganger Werke bedeutender jüdischer Komponisten. Die beiden Geiger Eva Sohni-Wengoborski und Manfred Wengoborski, erste Geiger der Bamberger Symphoniker (letzterer gerade in den Ruhestand getreten) haben ein wunderbares Programm jüdischer Komponisten des 19. und 20. Jahrhunderts ausgearbeitet. Manche der Komponisten haben sich völlig in ihrer europäischen Umgebung assimiliert (Darius Milhaud zum Beispiel), andere bewegten sich in authentischen Pfaden jüdischer Traditionen. Der Komponist Joseph Achron antwortete auf die Frage, ob es überhaupt eine jüdische Musik gebe:
"Manche behaupten, daß es keine jüdische Musik gibt und daß es keine geben kann, weil die Juden keinen Boden haben, auf dem ein nationales Schaffen wachsen kann. Die anderen berufen sich auf das Fehlen jüdischer Musikwerke in der Vergangenheit und schließen daraus, daß das jüdische Volk unmusikalisch ist; die Dritten beweisen im Gegenteil, dass jüdische Musik seit biblischen Zeiten existiert, auch wenn sie über die ganze Welt zerstreut ist und in verschiedenen Musikkulturen aufging; die Vierten versuchen, irgendeinen "jüdischen Geist" in Werken zu finden, die keine Spur von diesem "Geist" besitzen, obwohl sie von Juden komponiert wurden. Es gibt vermutlich noch andere Meinungen....".
Dieses Konzert wird in Zusammenarbeit dem Förderverein ehemalige Synagoge Kitzingen durchgeführt. Nach dem Konzert gibt es ein Abendessen (optional) zusammen mit den Musikern: Orangen-Hühnchen nach Jaffa-Art und Mandelreis und dem in vielen Ländern des Mittelmeeres beliebten "Flan".
Foto: Manfred Wengoborski, Eva Sohni-Wengoborski, Theodore Ganger (Foto Sonja Bründel)
Konzert: Gitarrenmusik aus der Goethezeit.
Marianne v. Willemer, die Adressatin von Goethes Gedichten im West-Östlichen Divan, hatte ersten Gitarrenunterricht bei Clemens Brentano. Sie spielte für Napoleon und Josephine 1806 in Frankfurt, und für Goethe spielte und sang sie in der Gerbermühle aus dem Don Giovanni.
Heike Matthiesen, Gitarristin aus Frankfurt, spielt Solowerke für Gitarre aus Goethes Frankfurter Zeit.
(Mit Unterstützung des Förderkreises Schloss Zeilitzheim e.V.)
Eintritt: € 15,--
Abendessen im Anschluss: Goethes Leibgericht (Frankfurter Grüne Soße, Rindfleisch und Salzkartoffeln, Weincreme), € 15,-- inkl. Tischgetränke.
1814 reiste Goethe nach 17 Jahren Abwesenheit in seine Geburtsstadt Frankfurt und, eingeladen von seinem Freund, dem Bankier von Willemer in die Gerbermühle bei Frankfurt, traf dabei auf dessen junge Frau Marianne. Marianne, reich begabt in vielerlei Kunst, hatte ihren ersten Gitarrenunterricht von Clemens Brentano erhalten. Zu Goethes Geburtstag am 28. August sang sie vor Goethe aus Mozarts Don Giovannii zur Gitarre und bezauberte ihn und die Gäste. Goethe trug Gedichte aus seinem "West-Östlichen Divan" vor, und es ergab sich ein Jahr später in Heidelberg ein Wechsel der schönsten Gedichte. Goethe schlüpfte in die Rolle Hatems, und Marianne in die der Suleika. Erst spät gestand sie dem Freunde Hermann Grimm, daß die Suleika-Gedichte aus ihrer eigenen Feder stammten.
Heike Matthiesen, eine der führenden deutschen Gitarristen, machte sich zur Aufgabe, die Gitarrenmusik in Frankfurt in dieser Zeit zu studieren und zu spielen. In ihrem Programm befinden sich fast alle zur Zeit bekannten Solowerke für Gitarre; einige davon dürften seit damals nicht mehr gespielt worden sein. Mariannes Gitarre aus der legendären Werkstatt von Fabriccatore befindet sich im Goethe-Haus in Frankfurt.
Zum Abendessen nach dem Konzert (optional) gibt es Goethes Leibgericht: Rindfleisch und Frankfurter Grüne Soße, gefolgt von Weincreme.
Foto:
Heike Matthiesen (Foto Peter Schöneberger)Theateraufführung über die Irrungen und Wirrungen der Liebe, frei nach Jane Austen, präsentiert vom Tournee Theater Stuttgart.
Eine Komödie von einer Frau - für alle Frauen (und ihre Begleiter). Regie - natürlich eine Frau!
(Mit Unterstützung des Förderkreises Schloss Zeilitzheim e.V.)
Eintritt: € 15,--
Abendessen im Anschluss: Shepherds Pie mit Branston Pickle, Apple Crumble, € 15,-- inkl. Tischgetränke. Theateraufführung: "EMMA" am Samstag, 20. Oktober um 19.30 Uhr, frei nach Jane Austen und gespielt vom Stuttgarter Tournee Theater, ist eine Kommödie um die Irrungen und Wirrungen der Liebe. Die Romane von Jane Austen (1775 - 1817) haben in der englischsprachigen Kultur einen ähnlichen Status wie Shakespeares Kommödien. Ihre Romane sind weit mehr als nur Frauenromane oder Sittengemälde britischen Landlebens vor 200 Jahren. Ihre Romane haben spätestens seit dem großen Jane-Austen-Revival in den 1990er Jahren so viele Film- und Fernsehadaptionen erlebt wie kaum ein anderes Werk eines Dichters. Und auch sie selbst wurde 2007 in dem Kinohit "Geliebte Jane" zum Gegenstand eines rührenden Films über ihr Leben.Das Tournee Theater stellt sich der Herausforderung, einen Roman als Theaterstück umzusetzen. Auf ein aufwändiges Bühnenbild wird verzichtet. Im Vordergrund stehen Jane Austens Witz und die großen Gefühle ihrer Figuren, die - so sagt der Leiter des Tournee Theaters Klaus Ellmer - gerade in ihrer Reinheit auch in unserer reizüberfluteten Zeit begeistern und verzaubern.
Hinterher gibt es (wie könnte es anders sein) ein sehr englisches Abendessen: Shepherd`s Pie, gefolgt von Apple Crumble.
Hochwertiges Kunsthandwerk, Büchermarkt.
Tageskarte: EUR 3,-- (Kinder frei)
Zum Büchermarkt ist der Eintritt frei.
Immer am Sonntag vor dem ersten Advent findet der kunsthandwerkliche Weihnachtsmarkt im Schloss Zeilitzheim statt. Es ist einer der ersten Märkte der Winterzeit. Die Atmosphäre des 330 Jahre alten Landschlosses wird von Besuchern aus Nah und Fern sehr geschätzt. Der Zauber der Alten Welt wird auch beschworen durch die Objekte der Aussteller, die Schlossherrin Marina von Halem wie folgt beschreibt: "Handgearbeitetes, Besonderes, gelegentlich auch Seltenes, immer aber Schönes Kunsthandwerk und vorweihnachtliche Geschenkideen".
Dem Schloss gegenüber im Saal des Gasthauses "Zur Sonne" lädt ein wohlgeordneter Markt gebrauchter Bücher - auch vieler Kinderbücher zu kleinen Preisen - zum Stöbern ein. Der Büchermarkt wird von ehrenamtlichen Helfern des Schloss-Förderkreises organisiert. Die Erlöse des Büchermarktes und aus der Bewirtung kommen der Kulturarbeit des als gemeinnützig anerkannten Vereins zugute.