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February 02, 05:49 AM

Die Universität Rostock gewinnt das Preisgeld der Hochschulinitiative Neue Bundesländer.

Das Hauptgebäude der Universität Rostock. (Quelle: wikipedia)

(ROSTOCK) Mit dem Konzept: „Oben ankommen mit der Universität Rostock“ – Integrierte Studien- und Berufsbegleitung als erfolgreiches Instrument für die Erreichung individueller Karriereziele“ hat die Universität Rostock ein Preisgeld der Hochschulinitiative Neue Bundesländer  in Höhe von 100.000 Euro gewonnen. Übereicht wurde der Scheck heute (01.02.2012) in Berlin. Schon bei dem Wettbewerb von 2010/11 zur Optimierung des Studierendenmarketings war die Universität Rostock mit einem Preisgeld von ebenfalls 100.000 Euro erfolgreich. „Zweimal zu den Gewinnern zu gehören zeigt, wie innovationsfreudig und innovationsfähig die Universität ist“, sagte Rektor Prof. Dr. Wolfgang Schareck. Die Universität Rostock mache damit ihrem Leitspruch „traditio et innovatio“ alle Ehre.

Mit ihrem Wettbewerbsbeitrag leiste die Universität Rostock einen Beitrag zu attraktiven Studienbedingungen als Basis für die Rekrutierung von Studierenden aus den westlichen Bundesländern zu einer Studienaufnahme an den jeweiligen Hochschulen in Ostdeutschland, befand die Jury. Die Karriereaussichten der Absolventen ostdeutscher Hochschulen seien ein wichtiges Kriterium bei der Entscheidung über den Hochschulort, heißt es weiter. Als besonders hervorhebenswert lobte die Jury, dass andere vom Konzept der Universität Rostock lernen können.

„Oben ankommen mit der Universität Rostock’ steht für Rostocks geographische Lage, das Ankommen und Wohlfühlen der Zielgruppe an ihrem Universitätsstandort, der sich durch  hohe Qualität in der Ausbildung sowie das Erwerben einer Hochschulausbildung, die viele Karrierewege öffnet, auszeichnet“, erläutert Projektleiterin Anja Klütsch. Kurz: „Es geht um Wege, die nach oben führen“. Voraussetzung ist, die Bedarfe und auch die typischen Karrierewege der Studierenden und Absolventen mit ihren regionalen Spezifika zu kennen. Dazu werden bestehende Daten neu bewertet und weitere, als wichtig erachtete Daten erhoben und ausgewertet. „Damit wollen wir noch passgenauere Angebote, besonders im Bereich der Arbeitgeberkontakte und der Kompetenzförderung unterbreiten“, so Klütsch. Mit dem Projekt „Karrierewege“ sollen auch Social Networks und Career Scouts eingebunden werden, um mit den Studierenden noch gezielter über Karriere kommunizieren zu können.

Quelle: Universität Rostock, bearbeitet von Tanja Sophie Gesk

February 02, 05:28 AM

Einem interdisziplinären Greifswalder Forscherteam aus der Universitätsaugenklinik und dem Lehrstuhl für Allgemeine BWL und Gesundheitsmanagement der Universität Greifswald ist in Nürnberg der Hartwig-Mathies-Preis verliehen worden.

Das Forscherteam der Universität Greifswald wurde mit dem Hartwig-Mathies-Preis ausgezeichnet. Von links: Rico Großjohann, Tunia Swierk, Prof. Steffen Fleßa, Dr. Clemens Jürgens, Prof. Frank Tost. Foto: Hans-Werner Hausmann, Greifswald

Die Wissenschaftler erhielten die Auszeichnung am Samstag, 28. Januar 2012, für das Projekt „Teletonometrie MV“, bei dem Glaukompatienten (Glaukom: Grüner Star) telemedizinisch von zu Hause aus betreut werden. Der Hartwig-Mathies-Preis wird alle zwei Jahre vom „Verein für Ambulante Therapie“ (VAT) vergeben.

Damit würdigte die bayerische Ärzteinitiative ein telemedizinisches Betreuungskonzept zum ambulanten Glaukom-Monitoring in Mecklenburg-Vorpommern, das (auch einmalig in der Augenheilkunde) im Rahmen der Integrierten Versorgung durch die Techniker Krankenkasse unterstützt wird. Teilnehmende Glaukompatienten können hierbei ihren Augeninnendruck im häuslichen Umfeld rund um die Uhr messen. Die Messwerte werden dann automatisch über die Telefonleitung zum behandelnden Augenarzt/-ärztin und in die Greifswalder Augenklinik zur ärztlichen Auswertung übertragen.

Die Jury hob hervor, dass das Glaukom-Monitoring „Teletonometrie MV“ nicht nur die fachmedizinischen Belange von Glaukompatienten sorgfältig analysiert hat. Hier konnten auch betriebswirtschaftliche- gesundheitsökonomische Daten für die telemedizinische Glaukomüberwachung vorlegt werden, die in Fachzeitschriften veröffentlicht worden sind. Das interdisziplinäre Forscherteam besteht aus Dr. Clemens Jürgens, Dipl. phys. Rico Großjohann und Prof. Frank Tost aus der Universitätsaugenklinik sowie Frau Dipl. oek. Tunia Swierk und Prof. Steffen Fleßa vom Lehrstuhl für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre und Gesundheitsmanagement.

Der Hartwig-Mathies-Preis ist mit 5.000 Euro dotiert und wird für außerordentliches Engagement bei Untersuchungen zur Organisation, Methodik und Qualität innovativer Behandlungsformen vergeben. Mit dem Geld soll die Forschung auf diesem Gebiet weiter unterstützt werden.

Quelle: Universität Greifswald, bearbeitet von Tanja Sophie Gesk

February 02, 04:34 AM

Kieler Forscher fanden heraus, dass in Küstenbereichen des tropischen Westpazifiks große Mengen an natürlichen Halogenverbindungen produziert  werden, die die Ozonschicht in der Stratosphäre schädigen können.

Ausdehnung des Ozonlochs über dem Südpol von 1957 bis 2001. (Animation, Quelle: wikiedia)

(KEIL) Kieler Forscher zeigen erste Ergebnisse, dass in Küstenbereichen des tropischen Westpazifiks große Mengen an natürlichen Halogenverbindungen produziert  werden, die die Ozonschicht in der Stratosphäre schädigen können.

Das Protokoll von Montreal war 1989 ein Meilenstein internationaler Umweltabkommen. Knapp 200 Staaten verpflichteten sich darin, die Emissionen industriell hergestellter Ozon abbauender Substanzen wie Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKW) zu begrenzen. Ziel war, die Ozonschicht der Stratosphäre zu schützen, damit sich das damals bereits bestehende Ozonloch wieder schließen kann. Doch auch mehr als 20 Jahre nach Inkrafttreten des Protokolls existiert das Ozonloch weiterhin. Das liegt vor allem an der Langlebigkeit der von Menschen produzierten FCKW, die sich noch immer in der Stratosphäre befinden. Doch nicht alle Abbauvorgänge in der Ozonschicht können Atmosphärenforscher allein mit den von Menschen produzierten Gasen erklären. Deshalb sind Vorhersagen zur zukünftigen Entwicklung der Ozonschicht vor allem in gemäßigten Breiten sehr unsicher. Ein bisher wenig beachteter Faktor sind natürliche halogenhaltige Verbindungen, die ebenfalls Ozon in der Stratosphäreabbauen können. Starke Quellen für diese Verbindungen werden im Meer vermutet. Vor allem Brom- und Jodverbindungen werden dort von Organismen und bei chemischen Prozessen gebildet. „Es gibt bisher aber nur wenige Messungen, die diese Quellen für ozonschädliche Substanzen im Meer wirklich belegen. Speziell im tropischen Westpazifik gab es bisher gar keine“, sagt die Meereschemikerin Dr. Birgit Quack vom GEOMAR | Helmholtz- Zentrum für Ozeanforschung Kiel. Zusammen mit der Meteorologin Dr. Kirstin Krüger leitete sie vom 15. bis 29. November 2011 eine Expedition mit dem deutschen Forschungsschiff SONNE im Südchinesischen Meer, die mithelfen sollte, diese Datenlücke zu schließen.

Die Messkampagne war Teil des EU-Projektes SHIVA, das vom Institut für Umweltphysik der Universität Heidelberg koordiniert wird. Zu den weiteren Projektpartnern gehören das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), das Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung (AWI), die Universität Bremen, die Goethe-Universität Frankfurt sowie Forschungseinrichtungen aus Großbritannien, Frankreich, Belgien, Norwegen, Malaysia sowie von den Philippinen. „Diese sehr unterschiedlichen Partner aus verschiedenen Ländern und Fachbereichen machen das Projekt zu etwas Besonderem – schon alleine wegen der unterschiedlichen Messplattformen, die im November im Einsatz waren“, sagt Dr. Quack. Die wissenschaftlichen Untersuchungen auf der SONNE wurden durch küstennahe Messungen von lokalen Schiffen aus vor der malaysischen Halbinsel und vor Borneo sowie durch Messungen des DLR-Forschungsflugzeugs FALCON über Borneo und dem Südchinesischen Meer ergänzt. Zeitgleich wurden an Land weitere Feld- und Labormessungen durchgeführt. Die Meeresforscher aus Kiel fanden während der Expedition ihre Vermutungen bestätigt: „Wir haben tatsächlich starke marine Quellen ozonschädigender Substanzen für die Atmosphäre nachgewiesen“, betont Dr. Quack. Erste Ergebnisse zeigen generell erhöhte Konzentrationen brom- und jodhaltiger Verbindungen im Wasser, die in den flachen Schelfregionen und nah den Küsten stellenweise besonders hoch sind.

Gelangen diese Substanzen vom Meerwasser in die Luft, können sie im Untersuchungsgebiet auch schnell in höhere Atmosphärenschichten transportiert werden. „Speziell über dem tropischen Westpazifik gibt es schnelle Aufwärtsströmungen. Meteorologen nennen das ‚hoch reichende Konvektion’. Sie gilt als effektiver Transportweg der marinen Spurengase in die Stratosphäre“, erklärt Dr. Krüger. Um diese Transportprozesse besser einschätzen zu können, war die FALCON auf Borneo stationiert und hat den Transport der Spurenstoffe durch die Atmosphäre verfolgt. „Dank dieser fach- und zentrenübergreifenden Zusammenarbeit haben wir einmaliges Datenmaterial für unsere Fragestellung erhalten“, sagt die Meteorologin.

Die genaue Auswertung und Interpretation dieser Daten wird jetzt in den beteiligten Instituten mit umfangreichen Chemie-, Transport- und globalen Klimamodellen erfolgen. So soll die zukünftige Entwicklung der Ozonschicht unter dem Einfluss der menschengemachten Veränderung in den tropischen Ozeanen und in der Atmosphäre vorhergesagt werden. „Der Einfluss der von Menschen produzierten Ozon-Killer wie FCKW ist zwar derzeit noch weit größer. Aber man muss die natürlichen Quellen für ozonschädigende Gase berücksichtigen, will man zuverlässige Prognosen über die zukünftige Entwicklung der stratosphärischen Ozonschicht erstellen“, betont Dr. Krüger, die als Autorin auch am jüngsten Ozon Assessment der World Meteorological Organization (WMO) mitgearbeitet hat.

Eingangsbild: Diese Ansicht aus der Umlaufbahn zeigt den Vollmond, der von der Erdatmosphäre teilweise verdunkelt wird. NASA-Bild. (Quelle: wikipedia)

Quelle: GEOMAR | Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel, bearbeitet von Tanja Sophie Gesk

January 31, 04:21 AM

Für die Finanzierung des Ausbaus und der Sanierung der Hochschulen in MV gibt es mehr Geld.

Das barocke Universitäts-Hauptgebäude wurde zwischen 1747 und 1750 errichtet. Heute beherbergt es unter anderem das Rektorat und die festliche Aula der Greifswalder Universität. (Quelle: wikipedia)

Für den Ausbau und die Sanierung der Hochschulen haben sich das Bildungs- und Finanzministerium auf die Finanzierung eines verbindlichen Baukorridors geeinigt. Danach sind für den Hochschulbau bis 2016 insgesamt 660 Millionen Euro vorgesehen. Dies sind in diesem Zeitraum 93 Mio. Euro mehr als ursprünglich geplant.

Minister Brodkorb: „Mit der deutlichen Erhöhung des Etats gegenüber der ursprünglichen Planung macht die Landesregierung deutlich, welchen großen Stellenwert sie dem Hochschulbau und damit der Attraktivität des Wissenschaftsstandortes Mecklenburg-Vorpommern einräumt. Diese verbindliche Zusage an die Hochschulen über einen so langfristigen Zeitraum gibt ihnen mehr Gestaltungsmöglichkeiten bei der Umsetzung ihrer Vorhaben.“

Die Gelder dienen zum einen der Fortführung laufender Projekte, wie z.B. für den Campus Schillingallee der Universität Rostock oder für die Nachnutzung der frei gezogenen Klinikkomplexe der Universität Greifswald in der Innenstadt. Zum anderen können neue Bauvorhaben in Angriff genommen werden, wie z.B. der Erweiterungsbau für die Chemie der Universität Rostock in der Südstadt oder der Innenstadtcampus für Geistes- und Sozialwissenschaften der Universität Greifswald.

Eingangsbild: Das Planetarium in Stralsund.

Quelle: Bildungs- und Finanzministerium Mecklenburg-Vorpommern, bearbeitet von Tanja Sophie Gesk

January 30, 08:21 AM

Strahlungssensor der Uni Kiel arbeitet einwandfrei.

Unendliche Weiten: Mehrere Hundert Kilometer legt „Curiosity“ zurück. An Bord eine von Kieler Forschenden entwickelte Senoreneinheit. Bild: NASA/JPL-Caltech

(KIEL) An Bord der NASA-Raumsonde Mars Science Laboratory Mission hat die Kieler Sensoreneinheit im Strahlenmessinstrument RAD (Radiation Assessment Detector) ein erstes Teilchenereignis aufgezeichnet. „Die im Sonnensturm beschleunigten Teilchen sind so energiereich, dass sie die schützende Hülle der Raumsonde durchdringen und mit unserem RAD nachgewiesen werden können. Dass sind erste Hinweise auf die Strahlendosis, denen Astronauten während zukünftiger, bemannter Missionen ausgesetzt sein könnten“, so Professor Wimmer-Schweingruber vom Institut für Experimentelle und Angewandte Physik der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU).

Die Raumsonde mit dem Marsrover „Curiosity“ ist seit ihrem Start am 26. November 2011 auf dem Weg zum Mars und soll dort Anfang August 2012 landen. Danach bestimmt RAD die Strahlenbelastung auf der Marsoberfläche, damit sie ihren Beitrag zu weltbewegenden Fragen leisten kann: War auf dem Mars je Leben möglich? Gibt es dort sogar Leben? Oder würde der rote Planet Leben unterstützen, beispielsweise in einer Kolonie?

Der Mars ist der einzige Planet außer der Erde, auf dem der Mensch diesen Fragen überhaupt nachgehen kann. Bei mittlerweile über 700 entdeckten Planeten, davon einigen erdähnlichen, wird die Frage nach der Entstehung von Leben und ob es auch anderswo Leben gibt, immer interessanter. „Unmöglich ist das jedenfalls nicht“, sagt Wimmer-Schweingruber. „Wenn wir jemals außerirdisches Leben entdecken, wäre das unglaublich und könnte uns Menschen vielleicht etwas zur Besinnung bringen.“

Quelle: Universität Kiel, bearbeitet von Tanja Sophie Gesk

January 30, 07:48 AM

Die Wissenschaftsregion Rostock lockt Talente aus der ganzen Welt: Yang Li erforscht die Veredlung organischer Moleküle.

Dr. Yang Li forscht für eineinhalb Jahre im Rostocker Leibniz-Institut. Foto: Universität

(ROSTOCK) Im “Leibniz-Institut für Katalyse e.V. an der Universität Rostock” (LIKAT) trifft sich die Welt. Hier forschen unter anderem 77 junge Wissenschaftler, die beispielsweise in Schweden, Dänemark, Russland, Irak, Indien, Kamerun, Syrien, China, Mexiko, USA oder Kanada zu Hause sind. Themenleiter Dr. Helfried Neumann sagt: “Wir haben die ganze Welt zu Gast”. Schmunzelnd fügt er an: “Ohne, dass ich groß rumreisen muss, fühle ich mich als Weltbürger”. Dadurch beherrscht er die englische Sprache auch so perfekt. Er fachsimpelt mit der 33-jährigen Chinesin Dr. Yang Li. Sie kommt aus einem kleinen Dorf nahe der Eine-Million-Stadt Xianyang. Dort hat die Wissenschaftlerin Chemie studiert und promoviert. Seit 2. Januar 2012 arbeitet sie nun in Rostock. Der erste Eindruck der jungen Frau: “Rostock ist eine sehr schöne Stadt, in der man gut forschen kann”.

Aufmerksam auf den Wissenschaftsstandort wurde Yang Li in Peking durch einen “beeindruckenden Vortrag”, wie sie sagt, von Professor Matthias Beller, dem Direktor des Leibniz-Instituts für Katalyse und Chemieprofessor der Universität Rostock. Seitdem ist sie begeistert von seinem fachlichen Wissen und Forschergeist, mit dem er weltweit nicht nur junge Wissenschaftler, sondern die ganze wissenschaftliche Community beeindruckt. Beispielsweise haben die Forscher unter Bellers Regie eine wegweisende neue Technologie zur Wasserstoffgewinnung und -speicherung entwickelt. Mithilfe eines Eisenkatalysators ist es gelungen, auf bislang einzigartig einfache und effiziente Weise, Wasserstoff aus Ameisensäure freizusetzen. Ein sehr vielversprechender Forschungsansatz, um einen Beitrag zur Lösung der Energieprobleme der Zukunft leisten zu können.

Yang Li hatte sich auf Empfehlung von Matthias Beller für ein Humboldt-Forschungsstipendium beworben und es erhalten. Eineinhalb Jahre wird sie in Rostock bleiben und forschen. Hier beschäftigt sie sich mit der Veredlung von organischen Molekülen. Auf diesem Gebiet sind immer wieder neue Erkenntnisse von der Pharmaindustrie gefragt, die sie für die Arzneimittel- und Feinchemikalienherstellung benötigt. Ob die junge Chinesin zwischendurch nach Hause fährt, will sie von ihren Forschungsergebnissen abhängig machen. “Die Chinesen sind besonders ehrgeizig, was das ergebnisorientierte Forschen angeht”, sagt Helfried Neumann. Matthias Beller und seinen Wissenschaftlern, darunter die jungen ausländischen PostDocs, gelingt es auf beeindruckende Weise, ihre Forschungsergebnisse in international renommierten Zeitschriften zu veröffentlichen. Das ist ein Gütesiegel für die erfolgreiche Arbeit des Rostocker Leibniz-Institutes und der Universität Rostock und Anreiz für weitere junge Forscher und Gäste aus aller Welt.

Jedes Jahr kommen fünf neue Humboldt-Stipendiaten oder Preisträger der Humboldt-Stiftung nach Rostock. Dass die Humboldtianer in der Wissenschaftsregion Rostock mit ihrer Universität, den vier Leibniz-Instituten, zwei Fraunhofer-Standorten, einem Max-Planck-Institut  und dem Thünen-Institut für Ostseefischerei die besten Voraussetzungen für die Umsetzung ihrer Projekte sehen, sagt auch etwas über die Qualität der Forschung aus. Institutsdirektor Matthias Beller sieht die Arbeit mit jungen ausländischen Wissenschaftlern so: “Insbesondere die Vielfalt des Wissens aber auch die anderen Blickwinkel auf Forschung und Wissenschaft sind eine große Bereicherung für uns.”

Quelle: Universität Rostock, bearbeitet von Tanja Sophie Gesk

January 30, 04:20 AM

Strukturbiologen aus Hamburg, Lübeck und Tübingen gehen neue Wege in der
Erforschung von Proteinen in Krankheitserregern.

Insektenzelle mit Proteinkristall. Foto: DESY

(HAMBURG/LÜBECK/TÜBINGEN) Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universitäten Hamburg, Lübeck und Tübingen haben in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Elektronen- Synchrotron DESY und weiteren Forschergruppen ein neues Experiment erfolgreich durchgeführt, das sie in der aktuellen Online-Ausgabe der Fachzeitschrift „Nature Methods“ beschreiben: Sie züchteten erstmals Nanokristalle von Proteinen in ihrer natürlichen Form in lebenden Zellen und erhielten durch Bestrahlung mit einem Freien-Elektronen-Laser Daten zur räumlichen Struktur der Proteine mit hoher Auflösung.

Die dreidimensionale Struktur der Proteine gibt Aufschluss darüber, welche Funktion sie bei der Steuerung einer Zelle in Organismen übernehmen. Wissen über die Struktur bietet somit beispielsweise die Grundlage für die Bekämpfung bakterieller Zellen oder Parasiten und unterstützt die Entwicklung neuer Wirkstoffe gegen Krankheitserreger.

Bisher war zur Aufklärung der dreidimensionalen Struktur von Proteinen durch Röntgenstrukturanalyse ein aufwendiges Verfahren nötig, denn Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mussten von ausgewählten Proteinen Kristalle mit einer Kantenlänge von mindestens 100 Mikrometer in jede Richtung züchten.

Mit einem „Freien-Elektronen-Laser“ in Stanford, Kalifornien, konnte die Forschergruppe nun hochintensive Röntgenpulse nutzen und viel kleinere Kristalle, nämlich Nanokristalle von nur wenigen Mikrometern Kantenlänge, untersuchen. Die Züchtung von Nanokristallen des Enzyms Cathepsin B aus dem Parasiten Trypanosoma brucei, dem Erreger der Schlafkrankheit, gelang den Strukturbiologinnen und -biologen erstmalig in lebenden
Insektenzellen.

Das Ergebnis zeigt, dass es mit der neuen Technologie möglich wird, Daten zur Proteinstruktur von Nanokristallen in hoher Qualität zu bekommen. Neben der vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Nachwuchsgruppe „Strukturelle Infektionsbiologie unter Anwendung neuartiger Strahlungsquellen (SIAS)“ der Universitäten Hamburg und Lübeck und der Hamburg School for Structure and Dynamics in Infection (SDI) der Landesexzellenzinitiative Hamburg, waren ein Forscherteam um Prof. Michael Duszenko von der Universität Tübingen und Prof. Henry Chapman vom DESY beteiligt.

SIAS, initiiert von den Strukturforschern Prof. Christian Betzel, Universität Hamburg, und Prof. Rolf Hilgenfeld, Universität Lübeck, forscht seit 2010 zur Anwendung neuartiger Strahlungsquellen auf die Strukturbestimmung von Proteinen und anderen biologischen Molekülen. Ab 2015 wird ein solcher „Superlaser“ mit dem „Europäische X-FEL“ beim DESY in Betrieb gehen.

Prof. Michael Duszenko, Leiter der Abteilung Molekulare Parasitologie an der Universität Tübingen: „Bei der Klonierung von Cathepsin B, eines Enzyms aus Trypanosomen, konnten wir zeigen, dass sich in vivo Kristalle bilden. Aufgrund der geringen Größe und Fragilität dieser Kristalle wäre es allerdings unmöglich gewesen, diese zur Strukturanalyse zu nutzen. Deshalb hat der glückliche Umstand, dass gerade jetzt die neuartige Lasertechnologie in Kalifornien verfügbar war, dieses Projekt ideal ergänzt und neue Türen in der Strukturbiologie geöffnet. Ohne die fruchtbare Kooperation zwischen Tübingen, Hamburg und Lübeck wären die Ergebnisse nicht möglich gewesen.“

Dr. Lars Redecke, Leiter der Nachwuchsgruppe SIAS: „Unser Ergebnis zeigt, dass die Superlaser völlig neue Möglichkeiten in der Strukturaufklärung biologischer Makromoleküle bieten können. Vielleicht sind die Zeiten bald vorbei, in denen wir oft Monate oder Jahre brauchten, um von bestimmten Proteinen Kristalle zu züchten, die groß genug für Synchrotronstrahlungsquellen sind. Ich bin stolz, dass die Universitäten Hamburg, Lübeck und Tübingen bei diesen neuen Entwicklungen an vorderster Front dabei sind“.

Quelle: Universität Hamburg, bearbeitet von Tanja Sophie Gesk

January 27, 06:14 AM

Am 5. Februar 2012 findet ein Benefizkonzert um 17.00 Uhr in der Nikolaikirche mit dem Rock-Pop-Gospel-Chor Celebrate und dem Freien StudentenOrchester Rostock statt.

Die Gruppe Celebrate. (Foto: Dana Bretschneider)

(ROSTOCK) Das schon bereits dritte Benefizkonzert der Universität Rostock mit dem Freien StudentenOrchester Rostock (F.S.O.R.) dirigiert von Henning Ehlert und dem Chor Celebrate, der von Martin Heuschkel geleitet wird, findet statt. Den Besuchern erwarten Kompositionen von Modest Mussorgski (Eine Nacht auf dem kahlen Berge), Franz von Suppè (Ouvertüre zu Dichter und Bauer) und die Schwanensee-Suite von Peter Tschaikowski. Dazu Rock, Pop, Gospel und Evergreens in der mitreißenden Interpretation des Chores Celebrate.

Das Konzert findet am 5. Februar 2012 in der Nikolaikirche statt.
Beginn ist 17.00 Uhr.

Wie in jedem Jahr fließt der gesamte Erlös des Konzertes an ein gemeinnütziges Projekt, das mit der Caritas Rostock, die seit dem ersten Benefizkonzert unterstützt, ausgewählt wurde. In diesem Jahr gehen die Spenden an den ambulanten Hospiz- und Kinderhospizdienst, den die Caritas in ökumenischer Trägerschaft mit der Diakonie seit 2007 in Rostock betreibt.

Dieser Dienst kümmert sich um die Begleitung schwer kranker Erwachsener, Kinder sowie deren Angehörigen. Die Arbeit lebt durch das unermüdliche Engagement von derzeit ca. 70 ehrenamtlich Tätigen, welche eigens für die Begleitung Sterbender ausgebildet werden. Zwei hauptamtliche Koordinatorinnen organisieren und verwalten den Dienst und sind Ansprechpartnerinnen sowohl für die betroffenen Familien als auch für die ehrenamtlichen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen. Von Cicely Saunders stammt der Leitspruch dieser zuweilen schweren aber auch sehr beglückenden Arbeit: “Nicht dem Leben mehr Zeit, sondern der Zeit mehr Leben geben!” Hospizarbeit möchte Weg und Brücke zwischen der Gesellschaft und schwerstkranken, sterbenden Menschen sein. Ziel ist es, die Tabuthemen Sterben und Tod in unsere Mitte zu holen und eine Auseinandersetzung auf vielen verschiedenen Ebenen für alle Menschen zu ermöglichen. Die Hospizbewegung ist nicht das Ergebnis staatlicher Anordnung. Sie ist geboren aus der existentiellen Erfahrung von Betroffenen und damit eine Lebensbewegung.

Der Eintritt zum Konzert ist frei. Erwartet werden von den Konzertbesuchern Spenden. Mitglieder des F.S.O.R. und des Chores Celebrate werden dazu mit Sammelbüchsen der Caritas nach dem Konzert bereit stehen.

2010 gingen die Spenden an die Erdbebenopfer in Haiti und 2011 an das Pflege-Familien-Zentrum der Caritas. Insgesamt wurden durch die bisherigen  Benefizkonzerte Spenden in Höhe von ca. 9.000 Euro möglich gemacht. Auf Wunsch werden Spendenquittungen ausgestellt.

Quelle: Universität Rostock, bearbeitet von Tanja Sophie Gesk

January 26, 09:16 AM

Kieler Forscher entdecken einen Jahrtausende alten Flusslauf am Boden der Ostsee, welcher das Wissen um die Entwicklung der Ostsee grundlegend verändert.

Hydroakustische Messungen legten ihn für das menschliche Auge frei: der Flusslauf (blau) inmitten des Fehmarn Belt. Copyright/Foto: Peter Feldens

(KIEL) Vor über 10.000 Jahren trennten natürliche Schwellen den Baltischen Raum von der Nordsee. Bisher hatten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler angenommen, dass der Durchbruch einer dieser Schwellen zwischen Darß und der dänischen Insel Falster (Darßer Schwelle) die Verbindung herstellte.

Ein aktueller Fund der Arbeitsgruppe Sedimentologie, Küsten- und Schelfgeologie an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) widerlegt diese Theorie: Sie entdeckten einen Jahrtausende alten Flusslauf am Boden des Fehmarn Belt. Diese neuen Ergebnisse sind gerade in der renommierten Fachzeitschrift „Continental Shelf Research“ erschienen.

Hydroakustische Messungen an Bord der GEOMAR-Forschungsschiffe Alkor, Littorina und Poseidon brachten die Geologen Dr. Peter Feldens und Dr. Klaus Schwarzer auf die Spur des ertrunkenen Flusslaufs. Mit Sedimentproben und von Fächerecholoten und Seitensichtsonaren gesammelten Daten über die Tiefe und die Bodeneigenschaften konnten sie den Fluss kartieren. Dieser ist mehrere hundert Meter breit und bis zu dreißig Meter tief. „Die Durchflussraten entsprachen in etwa denen der heutigen Elbe“, sagt Feldens. Zu großen Teilen sei dieser allerdings mit eiszeitlichen Ablagerungen sowie nacheiszeitlichen Sedimenten gefüllt.
Radiokarbondatierungen, also die Messung des Zerfalls von radioaktiven 14C-Atomen in Sedimenten des Fehmarnbelt, sowie die Rekonstruktion von Wasserständen aus fossilen, heute unter Wasser liegenden Kliffs zeigen, dass das Gebiet ein Teil des sogenannten Ancylus-Sees – einem Vorläufer der Ostsee – war. Feldens: „Ein Durchbruch der östlich gelegenen Darßer Schwelle kann daher unmöglich für das plötzliche Auslaufen dieses Sees Richtung Nordsee verantwortlich sein.“ Eine diesen See abgrenzende Schwelle müsse sich stattdessen zwischen Fehmarnbelt und Kattegat befinden, schlussfolgert der Wissenschaftler.

Die Forschungsergebnisse beweisen, dass die Kieler und Mecklenburger Bucht Teil früherer Ostsee-Phasen waren und nicht, wie bisher angenommen wurde, eigenständige Entwicklungen genommen haben. „Das heißt auch, dass sich die überregionalen Meeresspiegelfluktuationen in der Vergangenheit nun auch vor der Haustür untersuchen lassen“, erklärt Schwarzer.

Quelle: Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, bearbeitet von Tanja Sophie Gesk

January 26, 08:22 AM

Studenten der Hochschule Wismar forschen an einem neuen Verfahren für umweltfreundliche Obst- und Gemüselagerung. Es dient auch der gesunden Ernährung.

PROPHYTA-Geschäftsführer Dr. Peter Lüth (re.) zeigt Wirtschaftsminister Harry Glawe (li.) und Prof. Christian Stollberg von der Hochschule Wismar Pilzsporen. (Quelle: PROPHYTA)

(WISMAR) Jedes Jahr werden Milliarden Tonnen Obst und Gemüse eingelagert, verschifft und transportiert. Bis heute werden die Nahrungsmittel grundsätzlich mit chemischen Substanzen bearbeitet, damit sie äußerlich appetitlich aussehend und geschmacklich einwandfrei beim Verbraucher ankommen. Gemäß EU-Pflanzenschutzrecht müssen jedoch die giftigen Verbindungen bis 2013 mengenmäßig um 50 Prozent gegenüber 2005 reduziert werden. Mecklenburger Ingenieure und Wissenschaftler wollen jetzt ein neuartiges biotechnologisches Verfahren unter Nutzung von Pilzen entwickeln, um künftig in großen Lagereinheiten aufbewahrte Lebensmittel auf natürliche Weise vor Keimen und Bakterien zu schützen.

Forschungen in Amerika (Universität Montana) an der in Zentralamerika vorkommenden Pilzspezies Muscodor haben gezeigt, dass diese gasförmige organische Verbindungen erzeugen können. Diese Gase aus Propanol, Naphthalen und Propanonsäure sind in der Lage, andere Pilzkeime abzutöten, welche Fäulnisprozesse an Nahrungsmitteln wie Obst, Gemüse, Kartoffeln und Getreide in Gang setzen und diese dann unbrauchbar machen. Erste Untersuchungsergebnisse haben sogar ein beachtliches antibiotisches Potenzial an gasförmigen Verbindungen belegt. Die PROPHYTA Biologischer Pflanzenschutz GmbH konnte zwei dieser Pilzisolate aus den USA erwerben, um diese mit einer speziellen von PROPHYTA entwickelten Technologie zu kultivieren und die entstehenden Abluftgase in Bioreaktoren (Fermentern) aufzufangen. Diese sollen auf die großräumige Eignung als biologisches Pflanzenschutzmittel hin untersucht werden.

Die seitens der Hochschule Wismar mittels Gaschromatograpie und Massenspektrometrie (GC/MS) ermittelten Informationen sollen Aufschluss darüber geben, wie sich die Gaszusammensetzung unter Kultivierungsbedingungen im Fermenter darstellt. „Am Fachbereich Verfahrenstechnik biogener Rohstoffe werden die qualitativen und quantitativen Analysen der Gase für die Abschätzung der Eignung einzelner Isolate als Gasproduzenten für ein biologisches Pflanzenschutzmittel durchgeführt“, erläuterte Professor Christian Stollberg. „Gleichzeitig werden  Analyseverfahren zur späteren Qualitätsüberwachung der Gasproduktion im Fermenter erprobt.“ Hierbei beschreitet auch die Hochschule Wismar Neuland, da die GC-/MS-Methodik für dieses neue Fermentationssystem zunächst entwickelt werden muss.

Mit dem Vorhaben arbeitet die PROPHYTA Biologischer Pflanzenschutz GmbH an dem ersten System zur Nutzung von Fermentationsgasen aus Pilzen, die als biologisches Pflanzenschutzmittel zum Einsatz kommen sollen. Damit eröffnen sich Alternativen zu chemischen Pflanzenschutzmitteln am deutschen und auch weltweiten Markt mit einem hohen Vermarktungspotenzial. Das neu zu entwickelnde verdichtete gasförmige Pflanzenschutzmittel soll später in Lagerhäusern und Transportcontainern Anwendung finden, um Lagerfäule umweltschonend und ohne Rückstände zu bekämpfen und den Gebrauch toxischer Begasungsmittel deutlich einzuschränken. „Wir rechnen mit einer Produktionsreife in vier bis fünf Jahren“, so Dr. Peter Lüth. „Das Pflanzenschutzmittel soll in Wismar produziert werden, so dass wir als Unternehmen langfristig den Aufbau einer neuen Produktionslinie und eine Verdopplung der Gesamtproduktion planen.“

„Unser Ziel ist es, die Kultivierung des Pilzes im PROPHYTA-Feststofffermenter verfahrenstechnologisch so weit zu entwickeln, dass eine maximale Gasausbeute mit den optimal wirksamen Inhaltsstoffen erreicht wird“, sagte  PROPHYTA-Geschäftsführer Dr. Peter Lüth. „Das ist die Voraussetzung, um die biologischen Pilzgase  effektiv zur umweltfreundlichen Konservierung von Nahrungsmitteln einsetzen zu können.“ Die dafür von der PROPHYTA entwickelte Fermentationstechnologie stellt ein Alleinstellungsmerkmal dar, mit deren Hilfe Pilze kontrolliert zum Wachstum angeregt werden.

An dem Forschungsprojekt ist die Fakultät für Ingenieurwissenschaften der Hochschule Wismar mit der Fachgruppe Verfahrenstechnik biogener Rohstoffe beteiligt. Die Wissenschaftler um Prof. Dr.-Ing. Christian Stollberg identifizieren und charakterisieren die während des Wachstumsprozesses freigesetzten Gase der Pilze auf ihre Zusammensetzung und Eignung als biologisches Pflanzenschutzmittel.

Die PROPHYTA Biologischer Pflanzenschutz GmbH mit Sitz in Malchow auf der Insel Poel wurde 1992 gegründet. Das Unternehmen entwickelt, produziert und vermarktet biologische Produkte, Verfahren und Dienstleistungen für den integrierten Pflanzenschutz. Bei den Produkten, die weltweit vertrieben werden, handelt es sich in erster Linie um Präparate auf Basis lebender Mikroorganismen.
Für die EU-Förderperiode von 2007 bis 2013 stehen dem Land Mecklenburg-Vorpommern rund 155 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und dem Europäischen Sozialfonds (ESF) für Forschung, Entwicklung und Innovation zur Verfügung.

Eingangsbild:  Eine Mitarbeiterin der PROPHYTA GmbH bei der Qualitätskontrolle. (Quelle: PROPHYTA)

Quelle: Hochschule Wismar, PROPHYTA, bearbeitet von Tanja Sophie Gesk

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  • Das Twitter-Interview mit Roland Methling in der Zusammenfassung. Wie hat er sich geschlagen?
    2 weeks ago
  • Um 11 Uhr machen wir ein Twitter-Interview mit Roland Methling - Oberbürgermeister der Hansestadt Rostock. Folgt vorbei auf www.twitter.com/RostockJournal
    2 weeks ago
  • Samstag um 11 Uhr machen wir ein Twitter-Interview mit Oberbürgermeister @RolandMethling - wir freuen uns auf Fragenanregungen!
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September 13, 2011

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February 19, 03:35 PM

ROSTOCK / BERLIN. Der Rostocker Joachim Gauck wird der neue Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland. Am Sonntag erklärten CDU, CSU, FDP, SPD und Grüne, ihn in der Bundesversammlung wählen zu wollen. Nachdem Christian Wulff am Freitag zurückgetreten war, beriet die Große Koalition über das Wochenende über die Nachfolge. Auf einer schnell einberufenen Pressekonferenz sagte Gauck, man solle nicht erwarten, dass er ein fehlerloser Mensch war. Binnen von 30 Tagen nach Wulffs Rücktritt muss nun die Bundesversammlung einberufen werden, die Joachim Gauck aller Voraussicht nach zum neuen Bundespräsidenten wählen wird.

February 04, 05:50 AM

ROSTOCK. Am Sonntag wird in Rostock ein neuer oder alter Oberbürgermeister gewählt. Das ROSTOCKER JOURNAL nahm das zum Anlass, die Twitter-Aktivitäten des amtierenden OBs mal unter die Lupe zu nehmen. Das Twitter-Interview mit Roland Methling. @RolandMethling Hallo Herr Oberbürgermeister. Twitter, Facebook, YouTube. Sie sind noch neu im Web 2.0. Wie fühlt es sich an? @RostockJournal Hallo! Das ist eine direkte und persönliche Form mit den Bürgern zu kommunizieren. Das wollen wir auch beibehalten! @RolandMethling Beibehalten? Sind Ihre Online-Aktivitäten nicht nur Wahlkampf? Worüber twittern Sie, wenn Sie die Wahl wiedergewinnen? @RostockJournal Über meine Arbeite und über die Erfüllung der Wünsche der Rostocker. @RolandMethling Ehrliche Antwort: Betreuen Sie Twitter und Facebook selbst oder ist das Team-Arbeit? Warum geben Sie auch Privates preis? @RostockJournal Bei mir ist alles Team-Arbeit! Und Privates gehört in Maßen immer dazu. @RolandMethling Schreiben Sie uns die Kernpunkte Ihres Wahlprogramms bitte mal in einer Twitter-Nachricht. @RostockJournal Entschuldung bis 2018, Theater und Schifffahrtsmuseum am Wasser und 5000 Rostocker mehr. @RolandMethling Entschuldung und ein neues Theater. Wie passt das denn zusammen? Haben wir so viele Millionen übrig? @RostockJournal Ja, das ist mit eingeplant, inkl. 20 Mio. € Förderung durch Land und EU. Zum Vergleich, 2011 50 Mio. € Altschulden weg! @RolandMethling Welches sind die größten Baustellen neben Schuldenabbau für #Rostock in den nächsten 7 Jahren? @RostockJournal Anker, Neuer Markt, Alte Molkerei, Hornscher Hof, Eselföter Str., Brandruine Mühlendamm plus 3000 neue Wohnungen. @RostockJournal Ich muss wieder raus zum Straßenwahlkampf, vielen Dank! Das können wir gerne wiederholen! @RolandMethling Vielen Dank für das Gespräch. Wir nehmen Sie beim (Twitter-)Wort!

February 04, 04:41 AM

TOITENWINKEL. Sie drücken jeden Tag gemeinsam die Schulbank und sind auch nach Unterrichtsschluss eng miteinander verbunden. Ihr Herz schlägt für Rostock und das zeigen sie nun auf ganz besondere Weise: 19 Achtklässler der IGS „Baltic-Schule“ haben jetzt mit ihren Lehrerinnen Bianca Sedlacek und Ria Mittelstädt eine Kampagne gestartet, die deutschlandweit Ihresgleichen sucht. Im Rahmen des Deutschunterrichts beschäftigten sich die Jugendlichen mit dem Thema „Massenmedien“ und sind den Fragen auf den Grund gegangen, welchen Einfluss die Medien ausüben können, wie sie die Gesellschaft beeinflussen, informieren und unterhalten - und wie sie für Unternehmen als Werbeinstrument genutzt werden. Gerade der Aspekt „Werbung in den Medien“ wurde von den Achtklässlern nicht nur theoretisch sondern vor allem praktisch unter die Lupe genommen. Gemeinsam ergriffen sie selbst die Initiative und erstellten vier verschiedene touristische Radio-Werbespots für das Ostseebad Warnemünde. Unter dem Motto „Meer ON AIR“ recherchierten sie alle notwendigen Informationen und machten sich auf die Suche nach dem besonderen Etwas: „Warum verbringen so viele Menschen ihren Urlaub hier und wie können wir Warnemünde mit wenigen, schmackhaften Worten den Menschen näher bringen, die noch nie bei uns waren?“, fragten sie sich immer wieder. Während einer Führung durch das Ostseebad, die vom Büro der Tourismuszentrale realisiert wurde, sammelten die Schüler alte und neue Erkenntnisse über den Urlaubsort, lernten vieles über seine Geschichte und befragten Einheimische sowie Urlauber. Tatkräftige Unterstützung bei der Ausarbeitung ihrer Werbespots, beim Schreiben der Texte sowie beim Einsprechen derselben erfuhren die Jugendlichen durch den Radiomoderator Maik Ross. Er stand nicht nur beratend zur Seite, er produzierte die Audiobeiträge auch kostenlos. Am Ende wurden die fertigen Werbespots der Tourismuszentrale Rostock-Warnemünde übergeben und werden künftig auch für deren Marketingarbeit genutzt. Dass Schulunterricht - wie oftmals aus den Schülerreihen beklagt - nicht nur monoton ausfallen kann, haben die Jugendlichen hier einmal mehr selbst bewiesen. Statt nur dem Lehrer an der Tafel zu folgen und Bücher zu wälzen, haben sie durch diese praktische Unterrichtseinheit Fachwissen erworben, indem sie selbst produktiv wurden. Dass sich jedoch Schüler einer 8. Klasse mit den Medien auf diese Weise auseinandersetzen, ist deutschlandweit bisher einmalig. Das ROSTOCKER JOURNAL zeigt die entstandenen Werbespots.

January 06, 02:00 AM
Die erfolgreiche Online-Zeitung für die Hansestadt, das ROSTOCKER JOURNAL, bekommt einen Ableger. Ab sofort ist das ROSTOCKER SPORTJOURNAL (www.rostockersportjournal.de) erste Adresse für alle sportlichen Aktivitäten in der Region. Zum Redaktionsleiter wurde Erik Sabas berufen. Er wird in seiner Funktion von Marcel de Witt und Jesse Bochert unterstützt. "In Zusammenarbeit mit den hier ansässigen Vereinen wollen wir die vielfältigen lokalen Sport-Aktivitäten darstellen", sagt Sabas. Das Portal wartet unter dem Slogan "Die Geschichten deines Vereins" mit einer modernen Optik auf und besticht durch teils frische und journalistisch fundierte Texte sowie multimediale Inhalte. Im Fokus stehen die Sporttreibenden und ihre Vereine. Mit diesem Schritt wollen die Macher des ROSTOCKER JOURNALS den Leserkreis auf die sportinteressierten Hanseaten ausweiten.
Zugleich wird Fridtjof Behrens neuer Redaktionsleiter beim ROSTOCKER JOURNAL und geschäftsführender Redakteur beim SPORTJOURNAL. Zum neuen Redaktionsleiter beim Wissensportal SCIENTIA-Magazin.de wurde Michael Lüdtke berufen.
Übrigens: Das ROSTOCKER SPORTJOURNAL findet sich auch bei Facebook (www.facebook.com/<wbr></wbr>RostockerSportjournal) und Twitter (www.twitter.com/<wbr></wbr>SportjournalHRO)
December 14, 05:00 AM

STADTMITTE. Lieschen Müller, die angesagte Rostocker Nachwuchsrockband des Innerstädtischen Gymnasiums, feiert am 21. Dezember 2011 in der Pumpe zünftig rockige Weihnacht. Mit dabei sind Klassiker von Elvis Presley, den Beatles und den Stones, über Aloe Blacc und Duffy bis hin zu Jan Delay als Cover-Version. Da bleibt für gewöhnlich kein Tanzbein undurchblutet und wer Lieschen Müller kennt, weiß, hier kauft der Weihnachtsmann seine gute Laune ein. Im Anschluss an die Live-Musik darf zu modernen Beats von DJ Johannes Derer weitergetanzt werden. Einlass ist ab 19 Uhr in der Pumpe, Ziolkowskistraße.

December 02, 12:25 PM

HANSA-VIERTEL. Überraschende Entscheidung vom FC Hansa Rostock. Der Verein stimmt dem Strafantrag des Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bundes nicht zu. In einer Stellungnahme von Vereinsboss Bernd Hofmann heißt es: »Wir verurteilen die Vorkommnisse auf das Schärfste und distanzieren uns von jeglicher Form der Gewalt. Jedoch empfinden wir das geforderte Strafmaß als unverhältnismäßig und nicht zweckdienlich.« Der DFB hatte eine Geldstrafe und ein Spiel ohne Zuschauer gefordert. Hofmann: »Mit einem Geisterspiel werden die Ursachen der kriminellen Handlungen weder bekämpft, noch gelöst. Unser Ziel ist es, gemeinsam Gewalttäter aus dem Stadion auszugrenzen und in Zusammenarbeit mit Polizei, Staatsanwaltschaft und Justiz die Straftäter hart zu bestrafen.«

November 20, 09:10 AM

HANSA-VIERTEL. Am Ende standen auf der Anzeigetafel der Rostocker DKB Arena zwei nackte Zahlen. 1 und 3. Wie viel hinter diesen Zahlen allerdings steckt, konnte man in den mehr als 90 Minuten des Spiels zwischen dem FC St. Pauli und dem FC Hansa Rostock sehen. Es wurde das wie von vielen befürchtete Hass-Derby. Jedoch spielten sich die schlimmen Szenen mehr auf den Zuschauerrängen ab, als auf dem Platz. Den ersten Aufreger gab es schon kurz vor Spielbeginn, als von der Rostocker Südtribüne Bananen auf den Torwart der Gäste niederregneten. Doch Gästekeeper Tschauner hatte anscheinend kein Interesse an der gelben Frucht und so ging es nach kurzer Säuberungsaktion des Torraums endlich mit dem Wesentlichen los. Allerdings nicht für alle. Das Spiel hatte noch nicht einmal richtig angefangen, da unterlief Youngster Tom Weilandt, der mit seinen erst 19 Jahren wieder in der Startformation stand, ein folgenschwerer und sicherlich auch spielentscheidender Fehler. »Natürlich hat die Rote Karte das Spiel stark beeinflusst. Egal ob 18 oder 35, so etwas darf nicht passieren. Wenn wir hier mit Pauli den Kampf aufnehmen wollen, müssen wir elf gegen elf spielen«, so Trainer Peter Vollmann nach dem Speil. Weilandt hatte zuvor bereits nach acht Minuten den roten Karton gesehen, als er im Luftkampf mit Morena den Ellenbogen zu Hilfe nahm. Fußball gespielt wurde übrigens auch noch. Naki (11.) und Kruse (19.) hatten die besten Gelegenheiten St. Pauli in Führung zu bringen, allerdings waren die Aktionen viel zu unsauber und überhastet. Auf der anderen Seite lief bei Rostock vieles über den engagierten Ziegenbein, jedoch ohne sich wirklich eine hundertprozentige Chance heraus zu arbeiten. Bis zur 39. Minute. Da stand auf einmal Pelzer nach Flanke von Ziegenbein völlig frei am rechten Pfosten, scheiterte aber aus kürzester Distanz am klasse reagierenden Tschauner. Im direkten Gegenzug machten es die Gäste besser und besorgten mit dem 0:1 durch Kruse die vorgezogene Pausenführung. Den nun machten die »Ultras« beider Fanlager durch Pyrotechnik und Böller auf sich aufmerksam und Guido Winkmann blieb nichts anderes übrig als die Partie kurz vor der Pause für ungefähr zehn Minuten zu unterbrechen. »Wir werden immer gefragt, was wir davon halten. Wir können da gar nix zu sagen, wir sind sportlich verantwortlich. Aber es gibt unbelehrbare Menschen, die sich selbst nicht in den Griff bekommen. Wir können reingehen, sagen, dass es Scheiße ist und dann müssen wir wieder raus und Fußball spielen«, so Rostocks Coach auf der Pressekonferenz zur Spielunterbrechung. In Halbzeit zwei bot sich dann nur noch fußballerische Magerkost. Nachdem  das Phantom Marek Mintal bereits kurz nach der Pause einen Tschauner-Patzer eiskalt zum 1:1 Ausgleich ausnutzt, dominiert nur noch Kampf und Krampf. Rostock will nicht und Pauli kann nicht. Solche Spiele gehen entweder Unentschieden aus oder werden durch Standards entschieden. Leider trat aus Rostocker Sicht, die sich nach dem Ausgleich nicht eine Torchance mehr erarbeiten konnten Variante zwei ein und so konnte der eingewechselte Saglik nach Bruns Freistoß in der 80. Minute über den erneuten Führungstreffertreffer jubeln. Rostock musste nun auch der quantitativen Unterzahl Tribut zollen und gab sich geschlagen. Das 3:1 in der 90. durch Saglik war dann nur noch Ergebniskosmetik. Nächsten Freitag gibt es zum Glück wieder ein Spiel, diesmal gegen Union Berlin. Das ein Sieg, nachdem man nun auf den Abstiegsrängen steht, fast Pflicht ist, braucht man wohl nicht zu erwähnen. • Das Nord-Derby im Live-Ticker zum Nachlesen

November 20, 06:53 AM

ROSTOCK. Der Kommunalpolitiker Ralf Grabow tritt aus der FDP aus. Grund: Unzufriedenheit mit der Bundes- und Landespolitik. »Nach Jahren intensiver und durchaus erfolgreicher Arbeit in der Partei gehe ich diesen Schritt nach längerem und sehr gründlichem Nachdenken«, teilte das langjährige FDP-Mitglied mit. »Glaubwürdigkeit und Verlässlichkeit sind Grundwerte, die sowohl prägend sein sollten für politisches Handeln als auch für den gegenseitigen Umgang politischer Akteure. Für mich waren und sind sie unverzichtbar und die aktuelle Situation auf Bundes-, vor allem aber auf Landes- und Kreisebene daher inakzeptabel.« Ralf Grabow vermisst nach eigenen Angaben eine ausgewogene Sozialpolitik. Der selbst körperlich Beeinträchtigte setze sich für die Rechte von anderen Behinderten ein. Sein Mandat in der Rostocker Bürgerschaft will er weiter behalten.

November 19, 05:00 AM

HANSA-VIERTEL. Heute tritt der FC Hansa Rostock in der DKB-Arena im Nordderby gegen Erzrivalen FC St. Pauli an. Die Vereinführungen hoffen auf ein friedliches Duell auf den Zuschauerrängen. Das ROSTOCKER JOURNAL berichtet im Live-Ticker von dem wohl aufregendsten Spiel der Saison. 93. Minute Schluss in Rostock. Pauli schlägt Rostock mit 3:1. Bis zum nächsten Mal! 90 .Minute Erst vergibt Bartels die endgültige Entscheidung. Dann macht es Saglik kurze Zeit später besser und trifft zum 3:1 für die Gäste. 89. Minute 24.200 Zuschauer sind heute gekommen. Ausverkauft! Leider wird es wohl kein Erfolgserlebnis geben. 88. Minute Bei den Rostockern kommt Gusche für Pelzer. 86. Minute Rostock kommt kaum noch über die Mittellinie. Nun scheint es sich bemerkbar zu machen, dass Rostock seit mehr als einer Stunde mit einem Mann weniger agiert. 85. Minute Hansa Forever. Der Fanblock stimmt nun lautstark die Rostocker Hymne an. Die Fans stehen hinter ihrer Mannschaft. 83. Minute Kommen die Rostocker nochmal zurück? Momentan sieht es nicht danach Aus. Pauli lässt Ball und Gegner laufen. Auch bei den Fanlagern dominieren jetzt die Gäste. 80. Minute Das gibt es nicht. Freistoß Bartels. Kopfball Saglik. 1:2, das ist bitter. Rostock hatte sich den Punkt durchaus verdient. 79. Minute Passiert hier noch was? Außer Bananen fliegt hier momentan nicht viel durch die Luft. Vielleicht jetzt mal. Freistoß für Pauli. 74. Minute Pauli hat nach wie vor mehr Spielanteile. Aber es bleibt dabei. Sie finden keine Mittel um den Rostocker Abwehrriegel zu knacken. 70. Minute Viele Unterbrechungen! Immer wieder liegen Spieler am Boden. Allerdings sind es keine bösen Fouls. Bei den Rostockern kommt Albrecht für Mintal. 68. Minute Naki verlässt unter einem gellenden Pfeifkonzert den Rasen. Für ihn kommt Saglik. Auch die Rostocker wechseln. Jänicke kommt für Schyrba. Ziegenbein rückt dafür eine Position zurück und gibt den Linksverteidiger. 66. Minute Auch Bartels kriegt sein Fett weg. Die Rostocker-Fans haben ihm den Wechsel zum Kiez-Club nicht verziehen. 65. Minute Kruse probiert's aus 20 Metern. Der Ball fliegt allerdings weit drüber. 63. Minute Wie schon in der ersten Halbzeit ist die numerische Unterlegenheit der Gastgeber kaum zu merken. 60. Minute Pauli dominiert mittlerweile wieder das Geschehen, kommt aber nicht durch die gutstehende Verteidigung der Rostocker, die stattdessen auf Konter lauern. 58. Minute Hassfigur Naki. Immer wieder richten sich die Schmähgesänge der Hanseaten gegen den jungen Paulianer. 56. Minute Bei den Gästen kommt Bruns für Kalla. 54. Minute Rostock wittert jetzt Morgenluft. Wieder kommen sie über den starken Blum. Allerdings wird seine Flanke abgeblockt. Noch ein kurzer Nachtrag zur roten Karte: Weilandt hat Morena mit dem Ellenbogen im Gesicht getroffen. Der musste dann auch runter. Für ihn kam Schindler. 50. Minute Toooooor für den FC Hansa! Nach toller Kombination flankt Blum den Ball an den langen Pfosten wo zunächst Müller an Tschauner scheitert. Mintal steht allerdings goldrichtig und verwertet den Abpraller eiskalt zum 1:1 Ausgleich. 45.Minute Der Ball rollt wieder. Aufgrund der Unterbrechung gab es nur eine verkürzte Pause. 13.02 Uhr Halbzeit 13 Uhr Leider haben wir keine Spielzeitanzeige. Die Gemüter haben sich aber ein wenig beruhigt und es wird auch wieder Fussball gespielt. Kostal scheitert aus 18 Metern knapp. 13.54 Uhr Die Partie wird wieder angepfiffen. Es sind 40 Minuten im zweiten Durchgang "gespielt". 13.50 Uhr Unglaublich. Sogar von der Westtribüne flogen Leuchtfeuer in den Gästeblock. Der Stadionsprecher appeliert nochmal an die Fans, das Spiel bleibt jedoch unterbrochen. 41. Minute Spielunterbrechung! Nach dem Führungstreffer für St. Pauli eskaliert die Situation zwischen den Fanlagern. Erst zünden Die Gästefans Bengalos und Böller, dann fliegen selbige mitten in die Fans der St. Paulianer. Schiedsrichter Guido Winkmann unterbricht die Partie fürs erste.  39. Minute Ist das bitter! Erst scheitert Peitz kurz vor dem Tor an Tschauner und im Gegenzug macht Kuse das 1:0 für die Gäste. Rostock schien sich gerade gefangen zu haben. 36. Minute Heute trennt auch die Osttribüne eine Rutschbahn vom Gästeblock. Mögliche Krawallwege sind also zu beiden Seiten der St. Paulianer versperrt. 33. Minute Wieder wird es gefährlich für Hansa. Diesmal nach einer Ecke. Die Rostocker müssen jetzt aufpassen hier nicht vor der Pause noch in Rückstand zu geraten. 31. Minute Bartels bringt einen Abpraller im Fallen aus acht Meter nicht mehr aufs Tor. Pauli wird stärker! 29. Minute Ziegenbein wird schön in den freien Raum geschickt und ist auf und davon. Die Fahne des Assistenten geht allerdings hoch. Abseits. Tschauner hätte den Ball aber auch gehabt. Auf der anderen Seite steht Naki frei vor Müller ebenfalls im Abseits. 25. Minute Bartels kommt im Strafraum der Gastgeber zu Fall. Die Pfeife des Schiedsrichters bleibt allerdings stumm. Glück für die Rostocker. 22. Minute Rostock spielt das geschickt bis hier hin. Der quantitative Verlust ist den Hanseaten kaum anzumerken. Ziegenbein ist fast an jeder Offensivaktion beteiligt. 17. Minute Ziegenbein kommt nach schönem Angriff über die rechte Seite zentral vor dem Tor aus 18 Metern zum Schuss. Er trifft den Ball allerdings nicht richtig und sein Schüsschen geht rechts am Tor vorbei. Kurze Zeit später ist es wieder Ziegenbein, der mit einer Direktabnahme aus halblinker Position scheitert. 14. Minute Die Stimmung ist aufgeheizt. Boll sieht nach einem harten Einsteigen die gelbe Karte. Fussball wird im Moment wenig gespielt. 7. Minute Nach verhaltenem Beginn überschlagen sich jetzt die Ereignisse. Erst scheitert Ziegenbein knapp. Kurze Zeit später sieht Youngster Weilandt die Rote Karte. 1. Minute Aufstellung Rostock: Müller - Schyrba, Kostal, Holst, Pelzer - Ziegenbein, Müller, Peitz, Blum, Weilandt - Mintal 13 Uhr Verzögerung, weil Hansa-Fans in der Südtribüne den Pauli-Torwart mit Bananen beworfen haben. 11 Uhr In zwei Stunden ist Anpfiff.

November 15, 08:56 AM

TOITENWINKEL. Bereits seit Sonntag, 6. November 2011 wird der 49-jährige Gunter Zimmermann aus Rostock, Toitenwinkel, vermisst. Er ist 1,70 Meter groß, hat eine schlanke Gestalt und wirkt gepflegt. Sein scheinbares Alter ist 40 bis 50 Jahre, er hat dunkelbraune glatte Haare und ist Brillenträger. Der alleinlebende und als zuverlässig geltende Vermisste wurde letztmalig am Nachmittag des 6. November von Nachbarn gesehen. Da Gunter Zimmermann mehrere Tage nicht auf seiner Arbeitsstelle erschien, wurde er jetzt als vermisst gemeldet. Herr Zimmermann leidet an einer psychischen Erkrankung, so dass er zeitweise auf Hilfe angewiesen ist.
                                                                      
Die Polizei bittet dringend um Mithilfe der Bevölkerung bei der Suche nach dem Vermissten. Wer hat Gunter Zimmermann seit seinem Verschwinden gesehen oder kann Angaben zu seinem derzeitigen Aufenthalt machen? Hinweise nimmt die Polizeiinspektion Rostock, Blücherstraße 1-3 in 18055 Rostock unter der Telefonnummer 0381 / 652-6224, jede andere Polizeidienststelle oder die Internetwache unter www.polizei.mvnet.de entgegen.

November 08, 08:14 AM

SCHWERIN/ROSTOCK. Am 8. Spieltag reiste der Tabellenzweite Rostocker FC zum Drittplatzierten FSV Schwerin 02. Im Nebel am Schweriner Lambrechtsgrund verloren die Frauen des Rostocker FC in einem Duell auf Augenhöhe durch ein Tor in der 86. Minute mit 0:1. Schon von der ersten Minute an zeigten beide Mannschaften einen offenen Schlagabtausch. In den ersten halben Stunde konnten sich die Spielerinnen aus der Landeshauptstadt ein leichtes Chancenübergewicht erarbeiten. Dass dieses nicht in Tore umgemünzt wurde, war vor allen Dingen der Rostocker Torhüterin Hannah Timmann zu verdanken. Diese hatte einen bärenstarken Tag erwischt und vereitelte serienweise Chancen der Schwerinerinnen (1., 16., 20., 23., 35. min.). Aber die Warnowstädterinnen hielten dagegen und erarbeiteten sich ebenfalls mehrere Torchancen. So tauchte beispielsweise Anna Stefan dreimal gefährlich vor dem Tor auf, scheiterte jedoch am Torwart oder blieb in der Abwehr hängen. Da auch die Standards auf beiden Seiten keine Erfolge brachten, ging es mit dem 0:0 in die Halbzeit.   Mit Zuversicht angesichts der bisherigen Leistung liefen die Warnowstädterinnen zur zweiten Halbzeit auf. Wieder schenkten sich beide Mannschaften nichts, im Spielaufbau zeigten die Rostockerinnen die schöneren Kombinationen, blieben dann aber wieder in der  Schweriner Abwehr hängen. Nach zwanzig Minuten verloren die Hansestädterinnen ein wenig den Faden, sodass sich das Spiel in ihren Strafraum verlagerte. Zumindest einen Punkt wollte man aber unbedingt mitnehmen und kämpfte sich wieder ins Spiel. In der 86. Minute verloren die Rostockerinnen in der gegnerischen Hälfte bei einem Einwurf den Ball und die Schwerinerinnen schalteten mit einem langen Ball nach vorne am schnellsten. Die ansonsten hellwache Rostocker Abwehr war einen Moment nicht auf dem Posten. Nach einer missglückten Abseitsfalle war der Weg für die Schweriner Stürmerin frei, die allein vor Hannah Timmann auftauchte und den Ball dann zum 0:1 einschob. Auf das Spiel reagierte RFC-Trainer Robert Fölsch gelassen: »Ein tolles Spiel, was wir heute gesehen haben. Die Partie war ausgeglichen und stand auf Messers Schneide, jedes Team hätte sie zu jeder Zeit für sich entscheiden können. Das wir das Spiel durch einen eigenen Abwehrfehler verloren haben, ist umso ärgerlicher. Das Unentschieden wäre gerecht gewesen.« Und fügt mit einem Augenzwinkern hinzu: »Wir hatten eine Hannah Timmann – und Schwerin das Glück.«    • Aufstellung RFC: Hannah Timmann – Fanny Großgoerge (81.min Caroline Dalk), Anne Buhrand, Susann Baltzer (65.min Pia Klöckner), Gesine Schuer – Cornelia Schmidt, Dörte Gerloff, Carolin Görnert, Jana Amtsberg (46.min Fränze Salewski) – Anna Stefan, Tracy Salewski (85.min Diana Clausing)

November 06, 03:26 PM

FRANKFURT. Mit dem fünften torlosen Remis der Saison entführte der FC Hansa zwar einen Punkt aus Frankfurt, doch gibt ein erneut blutarmer Auftritt der Hanseaten großen Anlass zur Sorge. Immerhin stand die frisch umgestellte Abwehr annähernd stabil, allerdings erspielte sich der FCH bis zur 87. Minute keine erwähnenswerte Torchance und das gegen einen unmittelbaren Mitkonkurrenten um den Abstieg.


Verwundert rieben sich die Rostocker Anhänger die Augen, als sie die Aufstellung des FC Hansas sahen, denn neben Kapitän Pelzer musste auch Wiemann aus der Startelf weichen und es verteidigten stattdessen Blum und Kostal in der Viererkette. Des Weiteren schenkte Peter Vollmann etwas überraschend Perthel und Müller das Vertrauen im Mittelfeld, vor allem aber machte die Rückkehr des Tor-Phantoms Marek Mintal große Hoffnung.

Trotz dieser Personalrochade, die wohl irgendwo zwischen Genie und Wahnsinn anzusiedeln ist, übernahmen zunächst die Frankfurter das Kommando. Besonders der Ex-Rostocker Zafer Yelen spielte wie aufgezogen und prüfte Hansa-Keeper Müller in der 10. Minute per Freistoß, dieser war jedoch sofort hellwach. Zum Dilemma der Rostocker rückte ihr Schlussmann in den Folgeminuten immer mehr in den Fokus und nach einer schönen Ablage von Teixeira per Hacke auf Yelen behielt erneut Müller die Oberhand. Ohne den überragend aufgelegten Kevin Müller hätten sich die Rostocker über mindestens zwei Tore Rückstand nicht beschweren dürfen, aber ihr Schlussmann trieb einen Frankfurter nach dem anderen zur Verzweiflung. In der 41. Minute konnte zunächst Benyamina den herausstürmenden Müller selbst im Fünfmeterraum nicht überwinden und auch Müllers Frankfurter Namensvetter Sven Müller verzweifelte nur eine Minute später am mit Abstand besten Mann auf dem Platz. So rettete Hansa sich mit zwei blauen Augen in die Kabine.

Die zweite Hälfte begann in etwa wie die Erste endete: Beide Teams agierten ohne spielerische Linie und es blieb relativ niveauarm. Lediglich Yelen zischte Müller weiterhin gefährliche Freistöße um die Ohren, blieb aber glücklos. Ähnlich glücklos agierte die gesamte Rostocker Offensive und erst die Einwechslung von Ziegenbein (73.) sorgte für etwas frischen Wind. Innerhalb von zwei Minuten bediente er Lartey zwei Mal mit starken Hereingaben, aber dieser verpasste gleich doppelt.

Frankfurts Kräfte schienen zu diesem Zeitpunkt aufgebraucht und nun konnte sogar die bisher schwache Rostocker Offensivabteilung etwas glänzen. In der 87. Minute stand so Marek Mintal kurz davor seinem Ruf als Torphantom alle Ehre zu machen, doch konnte FSV-Keeper Klandt den Ball noch gerade so am Tor vorbei lenken. Nur drei Minuten später hatte schließlich Rostocks einziger Aktivposten Ziegenbein nach starker Vorarbeit von Mintal selbst die Chance zum Last-Minute-Treffer, aber auch sein Heber verfehlte das Frankfurter Gehäuse um Zentimeter. So beendete der tadellose Schiedsrichter Thomas Metzen eine schwache Partie und es blieb beim 0:0.

Letztendlich ein absolut gerechtes Ergebnis eines Duells schwacher Frankfurter mit noch schwächeren Rostockern.

November 03, 12:17 PM

HANSA-VIERTEL. Schlau wird man aus dem FC Hansa in den letzten Tagen nun wirklich nicht. Nachdem man noch am Freitagabend einen Punkt von Cottbus auf dem Silbertablett überreicht bekam, verpassen es die Rostocker nun erneut sich aufs Wesentliche zu konzentrieren. So lautete es auf der Homepage des Vereins am vergangenen Dienstag: »Kevin Pannewitz auf unbestimmte Zeit suspendiert«. Eine unumgängliche Maßnahme?
Ein Kommentar von Erik Sabas Mit zehn sicherlich tapfer erkämpften Punkten ziert der FCH aktuell den 14. Tabellenplatz der 2. Bundesliga und objektiv betrachtet, gleicht es einer Farce mit einem Sieg aus 13 Spielen nicht auf einem Abstiegsplatz zu stehen. Am Wochenende wollen die sichtlich verunsicherten Rostocker einen neuen Anlauf starten und es könnte auswärts wohl keinen dankbareren Gegner geben: Die Rostocker erwartet der FSV Frankfurt, derzeitige Heimat einiger Ex-Hanseaten und der FSV hat es sogar vollbracht, in dieser Saison noch gar keinen Heimsieg einzufahren. Summa summarum kann man durchaus von einem Gegner auf Augenhöhe sprechen und die Bündelung aller Kräfte, um vielleicht gerade gegen die heimschwachen Frankfurter sogar drei Big Points einzufahren, erscheint nicht unbedingt als der falscheste Weg. Der FC Hansa stattdessen befasst sich mit Nichtigkeiten. Um es auf den Punkt zu bringen: mit dem Übergewicht von Kevin Pannewitz (20). Dass man es Peter Vollmann grundsätzlich nicht übel nehmen sollte, wenn er besonders in der Causa Pannewitz eine gewisse Konsequenz an den Tag legt, bestreitet niemand, doch hat der FCH nicht derzeit ganz andere Probleme? An Stelle einer ruhigen, fokussierten Trainingswoche, die das Team ohne Frage nötig hat, öffnet sich der FC Hansa also lieber wieder ein Fass, das die Medien mit Freude bis ins Detail ausschlachten. Wie man hörte, setzte auch der Amateur-Trainer Rietentiet »Wanne« zunächst auf Diät und ließ ihn einsame Runden drehen. Zwar rechtfertigt die durchaus prekäre Situation der Rostocker derart unprofessionelles Verhalten nicht auf Dauer, doch hätte man sicher etwas subtiler damit umgehen können bzw. sogar müssen. Nach vorherrschender Meinung war Kevin Pannewitz einer der beständigsten Akteure in dieser schwierigen Spielzeit und markierte mit seinen 20 Jahren fast schon einen Fels in der Brandung. Zwar stellt es wohl beinah die Anatomie des menschlichen Körpers in Frage mit täglichem Training bei einer Körpergröße von 1,85m ein Gewicht von 84 Kilogramm nicht halten zu können – aber hätte es eine interne Besprechung inklusive Geheimhaltung vor den Medien nicht auch getan? Sicher ist Pannewitz mit seinem beschämenden Verhalten kein Opfer der hanseatischen Obrigkeit, doch die Art und Weise des Umgangs mit dieser Dauer-Problematik schadet dem FC Hansa, gerade vor dem wichtigen Abstiegsgipfel in Frankfurt, eher selbst und anstelle einer konzentrierten Vorbereitung rückt mal wieder das Rostocker Sorgenkind in den Mittelpunkt des Interesses. Viel gravierender ist darüber hinaus, dass man das Wesentliche aus den Augen verliert: den Klassenerhalt.

November 03, 12:00 PM

BENTWISCH. Ausflug der besonderen Art. Schüler der Privatschule Universitas haben die Danilo Wiehler Textilfabrik besucht. Dort wird unter anderem die Schuluniform hergestellt. Die Schülerfirma trifft sich einmal wöchentlich im Rahmen des Wahlpflichtunterrichtes und kümmert sich derzeit ausschließlich um die Schulkleidung. Von den Eltern bekommen wir Schulkleidung, die dem eigenen Kind nicht mehr passt und verkaufen diese an interessierte Eltern weiter. Ebenso arbeiten wir, beispielsweise Maya aus Klasse 3/4, Maximilian aus Klasse 5 und Kevin aus Klasse 6, eng mit der Danilo Wiehler Textilfabrik zusammen. Einmal im Quartal wählen wir Artikel aus dem Katalog aus und geben unseren Eltern die Möglichkeit, diese über die Schülerfirma zu bestellen. Die Schülerfirma nimmt dann die Bestellungen entgegen, fasst alle zusammen, schickt eine Sammelbestellung an die Danilo Wiehler Textilfabrik und erledigt dann auch die Verteilung und Bezahlung der bestellten Schulkleidung an die Eltern. Den dabei erwirtschafteten Gewinn sparen wir, um uns – wenn wir genügend Geld zusammen haben – eine Stickmaschine zu kaufe, um selbst Kleidung und Accessoires gestalten zu können. Am Dienstag zeigte uns Frau Heller von der Wiehler Textilfabrik, wie das nun genau abläuft: Was passiert, nachdem unsere Bestellung dort eingegangen ist? Wir konnten verschiedene Stickmaschinen bestaunen, die so schnell stickten, dass wir nur staunen konnten. Einige davon bestickten gerade unsere Schulkeidung. Frau Heller zeigte uns auch die anderen Varianten wie zum Beispiel Beflockung und Siebdruck. Wir warfen einen Blick in das Lager, in das Archiv sowie in die Büroräume. Vielen Dank an die Mitarbeiter der Danilo Wiehler Textilfabrik, speziell an Frau Heller, für diese Einblicke!

November 02, 05:50 AM

ROSTOCK. Erfreuliche Entwicklung auf dem Rostocker Arbeitsmarkt. Die Zahl der Erwerbslosen ist erneut leicht gesunken. Aktuell sind 25.467 Menschen im Bereich der Arbeitsagentur Rostock arbeitslos – 41 weniger als im Vormonat und 456 weniger als noch vor einem Jahr. Dennoch ist der Rückgang zu gering, die Arbeitslosenquote bleibt bei 10,6 Prozent. »Der regionale Arbeitsmarkt scheint sich auf gutem Niveau zu konsolidieren, getragen insbesondere von einem stabilen Fundament aus überwiegend kleineren und mittleren Unternehmen«, analysiert Christoph Möller, Chef der Rostocker Arbeitsagentur. »Insbesondere aus dem verarbeitenden Gewerbe gibt es immer wieder auch positive Signale in der Region.« Die Arbeitslosenzahlen sinken, die Arbeitsstellen steigen dafür um 16 Prozent. Besonders gefragt: Mitarbeiter in metallverarbeitenden, kaufmännischen, pflegerischen und erzieherischen Bereichen und natürlich im Tourismus.  »Größere Hotels und Einrichtungen setzen zunehmend auf ganzjährige Beschäftigung in ihren Häusern. Außerdem stellen einzelne Gastronomen und Hoteliers jetzt Personal ein, um es in den besucherärmeren Zeiten für das Weihnachtsgeschäft und die Sommermonate einzuarbeiten«, so Möller.  Die Gewinner den Entwicklung? Vor allem Männer! Nachdem im letzten Jahr durch das Auslaufen der Transfergesellschaft der Werft besonders diese Personengruppe betroffen war, waren im Oktober 483 (-3,3 Prozent) männliche Arbeitnehmer weniger arbeitslos gemeldet, als noch vor einem Jahr.  Wie bereits in den vergangenen Monaten, sank die Unterbeschäftigungsquote in der Region erneut. In dieser Quote werden alle Arbeitslosen sowie die Personen zusammengefasst, die mit arbeitsmarktpolitischen Instrumenten gefördert werden. Die Unterbeschäftigungsquote beträgt zurzeit 15,1 Prozent, im Vorjahr lag sie bei 16,7 Prozent. In der Summe sind 36.984 Personen ohne bzw. in geförderter Beschäftigung, 4.322 weniger als vor Jahresfrist.

November 01, 10:00 AM
ROSTOCK. Am 7. Spieltag empfingen die Frauen des Rostocker FC zu Hause die Frauen des FC Anker Wismar. In der Vergangenheit taten sich die Warnowstädterinnen häufig schwer gegen die robust agierenden Frauen aus Wismar. Dieses Mal sprang allerdings ein verdienter 3:1-Heimerfolg heraus.
In der ersten Halbzeit versuchten die Rostockerinnen gleich, die langen Bälle der Wismarerinnen zu unterbinden, um so nicht in Konter zu laufen. So zog der RFC sein Kurzpassspiel auf und Anna Stefan kam zweimal aus aussichtsreicher Position zum Abschluss, zog aber jeweils links am Pfosten vorbei. In der 20. Minute zeigte Torhüterin Hannah Timmann ihre Klasse. Die Stürmerin aus Wismar lief nach einem langen Pass aus der Wismarer Abwehr auf ihr Tor zu. Die Rostocker Abwehr kam zu spät, aber die Torfrau des RFC tauchte ab und konnte den Ball vor der Stürmerin sichern. Ein erstes Wismarer Achtungszeichen war gesetzt. In der 23. Minute war es dann erneut Anna Stefan, die sich auf der rechten Seite durchsetzte. Sie legte den Ball noch einmal quer, wo Diana Clausing aus 2 Metern Torentfernung nur noch den Fuß hinhalten musste und das Führungstor markieren konnte.
Die Freude über das Tor währte allerdings nicht lang. Nur eine Minute später war es wiederrum ein langer Ball aus der Wismarer Abwehr, welchen Wismar vor der Rostocker Abwehr erlaufen konnte. Diesmal konnte Hannah Timmann die eins zu eins Situation nicht für sich entscheiden und Wismar konnte ausgleichen. Die Rostockerinnen kamen noch mehrmals gefährlich vor das Wismarer Tor, konnten jedoch keine entscheidenden Akzente setzen. So ging es mit dem 1:1 in die Halbzeit
In der zweiten Hälfte wurden mit Pia Klöckner und Tracy Sawallich zwei Offensivkräfte eingewechselt. So konnte für erheblich mehr Unruhe im Wismarer Strafraum gesorgt werden, was sich in der 60. Minute erstmals bezahlt machte. Anna Stefan setzte sich auf der linken Seite durch und legte ab auf Cornelia Schmidt. Diese schob den Ball zum umjubelten 2:1 ein. Nur neun Minuten später waren es erneut die Beiden, die hervorragend zusammen harmonieren. Nach einem langen Pass schoss die Schützin vom 2:1 den Ball erneut in die Maschen. In den verbleibenden 20 Minuten spielten die Warnowstädterinnen den Ball sicher durch die eigenen Reihen und gaben den Sieg nicht mehr aus der Hand.
Kapitän Dörte Gerloff zum Spiel: »Unser Trainer war heut aufgrund einer beruflichen Weiterbildung verhindert, so musste unsere Teammangerin ran. Ich denke aber, wir haben ihn nicht enttäuscht. Klar waren wir erst etwas nervös, haben ja auch zwei Wochen nicht gespielt. In der zweiten Hälfte lief es dann besser. Wir haben uns zurück ins Spiel gekämpft, einfach unser Spiel abgespult und so verdient gewonnen.«
Durch die beiden Spielfreien Wochenenden und das verlorene Spiel in Stralsund hatten die Damen des Rostocker FC ihre Tabellenführung an den SV Hafen Rostock abgeben müssen und waren auf den dritten Rang hinter Neubrandenburg gerutscht. Da diese beiden Mannschaften heute gegeneinander spielten und Neubrandenburg das Spiel für sich entscheiden konnte, liegen die Rostockerinnen nun auf Platz zwei, Punktgleich mit Neubrandenburg.
• Tore: 1:0 (23.) Diana Clausing (Anna Stefan), 1:1 (24.), 2:1 (60.) Cornelia Schmidt (Anna Stefan), 3:1 (69.) Cornelia Schmidt (Anna Stefan)
• Aufstellung RFC: Hannah Timmann – Fanny Großgoerge, Anne Buhrand, Susann Baltzer (75.min Caroline Dalk), Gesine Schuer – Cornelia Schmidt (84.min Hanka Paschedag), Dörte Gerloff (C), Carolin Görnert, Jana Amtsberg (62.min Tracy Sawallich) – Diana Clausing (52.min Pia Klöckner), Anna Stefan
October 28, 05:36 PM

HANSAVIERTEL. In einem aufregenden Ostderby vor mal wieder 14.700 Zuschauern befanden sich die Rostocker lange auf der Verliererstraße, doch in der 94. Spielminute hielt Innenverteidiger Holst nichts mehr hinten und mit großer Entschlossenheit verwertete der ehemalige Räuber Hotzenplotz einen starken Standard von Lartey zum späten 1:1-Ausgleich.

Zu Beginn der Partie machte zunächst der Rostocker Keeper Kevin Müller mit teils unorthodoxen Ausflügen von sich reden und wirkte deutlich verunsichert. Seine ersten Klärungsaktionen außerhalb des Sechszehners blieben zwar folgenlos, doch in der 31. Minute bestrafte Kronaveter Müllers Abenteuerlust mit einem platzierten Distanzschuss zum 0:1.

Kurz zuvor hätte Peitz nach einem Durchbruch von Semmer auf der rechten Seite die Rostocker in Führung bringen können, doch verfehlte er das Cottbuser Tor um Zentimeter. Völlig verunsichert schleppten sich die Rostocker anschließend in die Pause und Marcel Schied vergab abermals überhastet die Chance zum Ausgleich nach einem Freistoß aus dem rechten Halbfeld (39.).

In der zweiten Hälfte agierte Hansa mal wieder nach gewohntem Schema. Zwar war deutlich der Wille der Rostocker zu erkennen, doch destruktiver und tempoärmer kann man wohl kaum nach vorne spielen. Vor allem der eingewechselte Blum zeigte auf der linken Seite eine engagierte Vorstellung, doch seine Vorderleute ließen jegliches Spielverständnis vermissen. Selbst ein Geschenk des Cottbuser Innenverteidigers Roger schlug Tino Semmer großzügig aus (64.).

Im Gefühl der sicheren Führung versteiften sich die Gäste aus Cottbus aufs Kontern und erspielten sich hervorragende Möglichkeiten, die sie aber allesamt ungenutzt ließen. Allein Rangelov (70., 81.) und Adlung (59.) hätten das Spiel längst entscheiden müssen, doch legten auch sie, die von Semmer eingeführte Großzügigkeit bei der Chancenverwertung, an den Tag. So sollten auch an diesem Freitagabend alle Fußballweisheiten bestätigt werden und im letzten Atemzug der Partie vollstreckte Matthias Holst eine Lartey-Ecke ins Cottbuser Tor.

Nach Abpfiff hätten die Gemütslagen wohl kaum unterschiedlicher sein können, während sich die Rostocker euphorisiert in den Armen lagen, beschwerte sich Cottbus-Trainer Wollitz wutentbrannt über das Schiri-Gespann. Statt der angezeigten zwei Minuten hatte Schiedsrichter Knut Kircher knappe vier Minuten nachspielen lassen und ermöglichte so das Rostocker Ausgleichstor.

Letztendlich steht auf der Rostocker Habenseite ein Punkt für die Moral. Nicht mehr nicht weniger.

October 25, 05:08 AM

REUTERSHAGEN. Die Rostocker Zahl ist bekanntlich die Sieben. So war es eigentlich nur folgerichtig, dass die Damen des Rostocker HC am Samstagnachmittag im siebten Spiel der Saison endlich gewinnen konnten. Am Ende hieß es gegen die Mannschaft der HSG Hude/Falkenburg 29:16 (12:8). Doch so einfach, wie es sich anhört, war es am Ende dann doch nicht: Das Spiel in der Rostocker Scandlines Arena begann sehr zäh. Beide Mannschaften boten in den ersten 15 Minuten eher Handballmagerkost. Nach einer Viertelstunde waren nur sieben Tore insgesamt zu vermelden, wobei zu diesem Zeitpunkt schon sechs Minuten gar kein Treffer mehr erzielt werden konnte. Die Gäste, die stark ersatzgeschwächt antraten, fanden gegen eine resolute Dolphins-Defensive selten Mittel, um erfolgreich abzuschließen. Hatte der RHC bis dahin mehrere Konterchancen liegengelassen, so wurden die Rostocker Damen auch vorne energischer. Über die Stationen 8:5 und 10:7 konnten die heimischen Fans zur Halbzeit eine 12:8-Führung bejubeln. Auch das erste Tor der zweiten Hälfte warfen die Dolphins – 13:8. Im Gegenzug trafen zwar die Gäste aus der Nähe von Bremen, dies sollte aber für längere Zeit ihr einziger Treffer gewesen sein. Die Damen von Trainer Lothar Goldschmidt drehten auf und nutzten die sich bietenden Möglichkeiten konsequent. Beim 19:10 nach 40 Minuten war bereits eine Vorentscheidung gefallen. Hatten die Rostockerinnen in den letzten Wochen auch bei Rückstand eine gute Moral an den Tag gelegt, ließen sie diesmal nicht nach und keinen Schlendrian einkehren. Unterstützt von Julia Schümann und Lena Schmidt aus der zweiten Mannschaft zogen sie weiter durch. Die Gäste, die auf ihren Trainer Werner Rohlfs verzichten mussten und von Inge Breithaupt gecoacht wurden, kamen selten zum Zug. Hatten sie es trotz der starken hanseatischen Defensive zum Torabschluss geschafft, stand immer noch eine bestens aufgelegte Annelie Freitag im Rostocker Tor. Mehrere starke Paraden konnte das heimische Publikum bejubeln. Durch einige präzise Abwürfe leitete der Dolphins-Goalie Gegenstöße ein, die vorne meistens verwandelt wurden. Am Ende feierte man nicht nur den ersten Saisonsieg, sondern auch einen hoch verdienten 29:16-Kantersieg, den man in Rostock lange nicht gesehen hat. Julia Schüring war mit fünf Toren erfolgreichste Schützin des Rostocker HC. Zu euphorisch fiel das Resümee von RHC- Coach Lothar Goldschmidt nach dem Spiel nicht aus: »Wir haben hier heute hoch verdient gewonnen. Es war wichtig, dass die Mädels endlich mal für ihren Super-Einsatz belohnt wurden.« Die beiden Leihgaben aus der zweiten Mannschaft lobte der Trainer extra: »Vielen Dank an Jule und Lena für ihren Einsatz heute. Wir haben ja einige Ausfälle zu kompensieren, so dass sie heute ungeheuer wichtig für uns waren.« Im Hinblick auf das kommende Heimspiele gegen den Buxtehuder SV II versprach der Dolphins-Übungsleiter: »Auch nächste Woche werden wir mit dem gleichen Engagement zu Werke gehen. Für uns gibt es keine leichten Gegner, das hab ich vor Saisonbeginn gesagt.« Am kommenden Sonntag spielt der RHC gegen die Bundesligareserve des BSV. Anwurf in der Scandlines Arena ist um 16.00 Uhr. • So spielte der Rostocker HC: A. Klasen, A. Freitag – S. Topp (1), J. Schüring (5), J. Schlegel, C. Schallock (1), I. Duwe (2/2), L. Goldschmidt (4/4), L. Schmidt (3), J. Deinert, J. Schümann (3), N. Spiekermann (4), F. Wilcken (3), V. Schlegel (3)

October 25, 05:00 AM

REUTERSHAGEN. Der EBC Rostock hat den ersten Sieg in der Saison 2011/2012 eingefahren. In einer hart umkämpften Partie gegen die TuS ‘Red Devils‘ Bramsche gewannen die Ostseestädter mit 75:62. Den Grundstein für den Erfolg legten die Rostocker in einem starken Anfangsviertel. Drei EBC-Korbjäger punkteten zweistellig, Sven Hellmann ragte mit 22 Zählern heraus. Einziger Wermutstropfen: Kapitän Norman Holl verletzte sich am Knie.

Nach zwei Niederlagen gegen die BG Göttingen und den VfL Stade wollte der EBC Rostock im dritten Anlauf endlich den ersten Sieg in der 1. Regionalliga einfahren. Voller Energie ging die Truppe von Trainer Dirk Stenke von Beginn an zu Werke. Angeführt von Sven Hellmann, dem im ersten Abschnitt acht Zähler gelangen und Florian Nuelken, der seine ersten fünf Wurfversuche aus dem Feld im Korb unterbrachte, erspielten sich die Gastgeber eine zwischenzeitliche Neun-Punkte-Führung (19:10, 8. Minute) und lagen nach zehn Minuten mit 21:14 in Front. An der Körpersprache der Hansestädter war deutlich zu erkennen, dass sie den Niedersachsen heute keinen Sieg mit auf die Heimreise geben wollen. Mit guter Verteidigungsleistung, ansehnlichem Passspiel und hoher Trefferquote beeindruckte der EBC im ersten Abschnitt und begeisterte damit auch die gut 220 Zuschauer in der Rostocker Scandlines Arena, die wieder einmal leidenschaftlichen Basketballsport erleben konnten.

Die Rostocker starteten mit einem 8:4-Lauf ins zweite Viertel, sodass Gäste-Coach Christian Rupp sich gezwungen sah, eine Auszeit zu nehmen. Doch die Ansprache half nichts, da der EBC munter weiter einnetzte. Nach vier weiteren Punkten der Hausherren und einem komfortablen 15-Punkte-Vorsprung (33:18, 17. Minute) nahm Bramsche erneut eine Auszeit. Auch diesmal half es den Gastgebern mehr als den Gästen, denn Youngster Eric Bill schraubte das Polster seines Teams durch einen Dreipunktewurf auf 36:19 – die höchste Führung des Abends. Beim Stand von 38:23 ging es in die Halbzeit.

Nach dem Seitenwechsel kamen die roten Teufel mit deutlich mehr Feuer als in der ersten Hälfe aufs Parkett und konnten in der 25. Spielminute auf zehn Zähler Differenz verkürzen (42:32). Dank der aggressiven EBC-Defensive fanden die Rostocker aber zurück in die Partie. Zunächst blockte Neuzugang Michael Buse einen Wurf eindrucksvoll, kurze Zeit später hechtete Florian Nuelken in einen Bramsche-Pass und sicherte so den Ball für sein Team auf spektakuläre Art und Weise. Rostock fand zurück in die Spur, musste aber in der 26. Minute einen Dämpfer hinnehmen, als Kapitän Norman Holl verletzt am Boden liegen blieb und sich das rechte Knie hielt. Sein Schmerzensschrei ließ die Scandlines Arena verstummen. Unter Applaus humpelte Holl wenig später zur Bank und griff nicht mehr ins Spielgeschehen ein.

Rostock kämpfte trotz dieses Wermutstropfens weiter und baute die Führung wieder etwas aus (46:32, 26. Min). Bramsche suchte nach Wegen, um den EBC-Express zu stoppen, der mit einer Zehn-Punkte-Führung (53:43) ins Schlussviertel fuhr. Die letzten zehn Minuten waren hart umkämpft, da Bramsche in der 32. Minute auf sieben Punkte herankam (53:46). Axel Stüdemann und Sven Hellmann übernahmen daraufhin Verantwortung im Angriff und erzielten zusammen 13 der 22 EBC-Punkte des vierten Viertels. Damit nahmen sie den Gästen in der Schlussphase jegliche Hoffnungen auf einen Auswärtssieg.

Rostock feierte einen hart umkämpften 75:62-Heimsieg, der nach der Schlusssirene frenetisch von den anwesenden Fans bejubelt wurde. Durch diesen Erfolg kletterten die Hanseaten auf den siebten Tabellenplatz in der 1. Regionalliga Nord.

• Viertelstände: (21:14, 17:9, 15:20, 22:19)

• Für den EBC Rostock spielten: Eric Bill (7), Michael Buse (15), Jörn Galdirs (-), Sven Hellmann (22), Christian Hering (2), Norman Holl (2 Punkte), Zoltan Kollar (-), Eric Lehmann (-), Florian Nuelken (12), Arne Ritter (6), Axel Stüdemann (9)

October 18, 05:30 AM

ROSTOCK. Klares Votum gegen die von Kultursenatorin Dr. Lianze Melzer (SPD) vorgeschlagenen betriebsbedingte Kündigungen am Rostocker Volkstheater. Rostocks Oberbürgermeister Roland Methling erklärt: »Diese Variante stand und steht nicht auf der Tagesordnung. Statt Unruhe und Verunsicherung zu säen, sollten wir uns zu unserem Volkstheater mit allen seinen Sparten bekennen und das überaus engagierte Ensemble unterstützen.« Die Mitarbeiter des Volkstheaters leisteten tagtäglich eine enorme Arbeit mit hohen künstlerischen Ansprüchen unter äußerst schwierigen Rahmenbedingungen, so der OB. Rostocks Attraktivität und überregionale Ausstrahlung werde entscheidend auch durch das traditionsreiche Theater geprägt. »Rostock und das Volkstheater gehören zusammen. Mit weiterer konsequenter Haushaltskonsolidierung werden wir die Zukunft der Bühne in einem neuen Haus in unserer Hansestadt sichern«, sagt das Stadtoberhaupt.

October 17, 05:40 AM

STADTMITTE. Große Ehre für Rostock und seine Universität. Bundespräsident Christian Wulff kam in die Hansestadt und hielt hier die Festrede für die neu immatrikulierten Studenten. Das ROSTOCKER JOURNAL dokumentiert sie. Für 800 junge Menschen beginnt heute das, was man als »neuen Lebensabschnitt« bezeichnet. Das ist akademisch korrekt – eine Phase mit definiertem Anfang und Ende in der Biografie. Ich darf aus Erfahrung sagen: Die Wirkung hält lange an. Denn ein Studium ist mehr als das Ansammeln von Wissen und Fähigkeiten. Das Studium ist eine Prägung fürs ganze Leben. Noch in Jahrzehnten wird man Sie fragen: »Und was sind Sie von Hause aus?« Dann wird Ihr akademischer Abschluss Teil Ihrer Identität sein. Mich beschäftigt das Thema Identität: Was macht diesen Jahrgang der Neu-Immatrikulierten 2011/2012 aus? Was bewegt Ihre Generation? Die Medien haben in den vergangenen Wochen berichtet, dass sich die Studienanfänger Sorgen machen, einen Platz zu bekommen – erst im Bewerbungsverfahren und nun im Hörsaal, der mancherorts deutlich voller ist als in früheren Jahren. Durch die doppelten Abiturjahrgänge und die Aussetzung der Wehrpflicht haben wir so viele Erstsemester wie lange nicht: Rund eine halbe Million, 2010 waren es 450.000. In Städten wie Hannover stieg die Quote sogar um 40 Prozent. Rostock hat sich auf die Situation eingestellt und bietet seinen Studierenden ordentliche Startbedingungen. Vor allem für diejenigen, die schon mit 17 ihr Abitur abgelegt haben und sehr jung ihr Studium aufnehmen, ist das eine gute Nachricht. Und Studierende aus Westdeutschland haben in den östlichen Bundesländern die Gelegenheit, hier auch Chancen über das Studium hinaus für sich zu erkennen. Wenn man hört, was andere 17- oder 20-jährige in der Welt beschäftigt, wird klar, welchen großen Schatz wir mit unserem Hochschulsystem in Deutschland haben. In Chile zum Beispiel protestieren die jungen Menschen, weil ein Studium fast unbezahlbar und für große Bevölkerungsgruppen unerreichbar ist. Dort geht es nicht nur um einen Platz im Hörsaal, sondern inzwischen um die Frage, welchen Platz im Leben die Gesellschaft ihrem Nachwuchs bieten kann. Wer die Berichte aus London, Madrid, Israel oder New York verfolgt hat, stellt fest: Diese Frage beschäftigt derzeit hunderttausende junge Menschen. Auch wenn die Motive für ihre Proteste sehr verschieden sind, verbindet sie ein gemeinsames Gefühl: das Gefühl, eine benachteiligte Generation zu sein, nicht fair behandelt oder nicht gebraucht zu werden von der Gemeinschaft. Liebe Erstsemester, ich wünsche Ihnen – uns allen –, dass sich ein solches Gefühl niemals einstellt in unserem Land. Das Wichtigste, was ich Ihnen sagen will, ist deshalb der Satz: Sie werden gebraucht! Dieser Satz soll Ihnen immer in Erinnerung bleiben. Bei meinem eigenen Studienbeginn – vor rund 30 Jahren in der Aula der Universität Osnabrück – war viel von Verantwortung die Rede: Verantwortung in der Wissenschaft, Verantwortung bei der Berufswahl und Verantwortung bei der Entscheidung, was man der Gesellschaft, die viel in das Bildungssystem investiert hat, eines Tages zurückgibt. All das kann und sollte man natürlich auch heute ansprechen. Verantwortung gehört auch 2011 zum Wichtigsten, was jede und jeder Einzelne übernehmen muss. Allerdings fragt sich so mancher: Bekomme ich auch wirklich die Gelegenheit dazu? Wer zu DDR-Zeiten in Rostock studiert hat, war als Arbeitskraft oft schon verplant, ehe die Unterschrift auf der Diplomurkunde trocken war. Im Osnabrück der 80er Jahre dagegen hingen die Erfolgsaussichten stark vom Studienfach ab. Ich habe mich – aus Interesse – trotzdem für Jura entschieden. Viele der Studiengänge, die heute angeboten werden, gab es damals noch gar nicht. Wer heute ein Studium beginnt, hat mehr Auswahlmöglichkeiten. Und der Werdegang nach dem Abschluss ist in vieler Hinsicht offen. Die einen denken beim Wort »Offenheit« vor allem an befristete Arbeitsverträge und unsichere Zeiten. Viele andere – gerade hier in Ostdeutschland – verbinden damit das große Privileg, nach einem erfolgreichen Studium buchstäblich die ganze Welt offen vor sich zu haben. »New York – Rio – Tokyo": Das war zu meiner Zeit als Referendar ein Hit im Radio. Heutzutage können es die ersten beruflichen Stationen nach einem Bachelor oder Master sein. »Generation Praktikum« spiegelt zum Glück nur einen kleinen Teil der Realität wider und vor allem nicht das Selbstbild der meisten 17- oder 20-Jährigen. Deshalb schlage ich einen anderen Titel vor: »Generation pragmatisch«. Weil die jungen Menschen in Deutschland sich so zeigen: pragmatisch! In der aktuellen Shell-Jugendstudie findet man mit 59 Prozent einen ausgesprochen hohen Optimismus-Wert. Er ist fast 10 Prozent höher als bei der Vorgängerstudie 2006 – und zwischen den beiden Umfragen lag bekanntlich eine Weltwirtschaftskrise. 84 Prozent der Jugendlichen nannten 2010 zum Stichwort Globalisierung zuerst den Zugewinn an Freiheit – weltweit reisen, studieren, arbeiten – und erst danach die mitunter problematischen Begleiterscheinungen der internationalen Verflechtung. Ein genauerer Blick auf die Shell-Studie offenbart noch immer Handlungsbedarf, vor allem beim Thema Bildungs- und Chancengleichheit. Aber ermutigend ist, wie ein großer Teil der jungen Menschen mit den Herausforderungen ihrer Generation umgeht. Sie spüren einfach: Die Gewissheiten, die uns in Zeiten der Globalisierung und Postmoderne verloren gegangen sind, muss jede und jeder auf die eigene Weise neu entwickeln. Durch eine starke innere Haltung. Durch Vorbilder der eigenen Wahl, wenn die Gesellschaft keine allgemeingültigen mehr anbietet. Durch Vertrauen in sich selbst und in die Kraft des gemeinsamen Tuns. Das ist keine einfache Aufgabe in einer Welt, in der Bestsellerlisten angeführt werden von Titeln wie: »Wer bin ich – und wenn ja, wie viele?« Die Vielfalt der heutigen Möglichkeiten ist Geschenk und Verpflichtung zugleich. Geschenk, weil es noch nie eine solche Bandbreite von Optionen gab, um Ausbildung, Beruf und das persönliche Leben zu gestalten. Und Verpflichtung, weil es gilt, sich in dieser Fülle nicht zu verlieren, sondern die Vielfalt als Chance für einen individuellen Weg zu begreifen und wo immer es geht, sie zu nutzen! Sie als Erstsemester haben einen wichtigen Schritt schon getan. Sie haben nach dem Abitur überlegt, wie es weitergehen soll – Ausbildung, Studium, Freiwilligendienst, Auslandsjahr – und Ihre Wahl getroffen. Sie fiel auf Rostock. Eine gute Wahl! Denn diese Universität hat sich 592 Jahre lang auf Ihr Kommen vorbereitet. »Traditio« »Traditio et Innovatio«: Mit diesem Leitspruch war Rostock schon als Ausbildungsstätte der Hanse erfolgreich und im 15. Jahrhundert im ganzen Ostseeraum bekannt. In den alten Matrikelbüchern lassen sich Namen aus Holland, Skandinavien und aus dem Baltikum entziffern. 500 Studierende – Studenten, zunächst keine Frauen – das war für damalige Verhältnisse eine Menge. Wie reich die wissenschaftliche Tradition von Rostock ist, zeigt auch ein Blick auf die Ehren-Alumni-Liste: Heinrich Schliemann, Rudolf Steiner und Joachim Gauck haben hier studiert. Nobelpreisträger der Physik und Zoologie hatten eine Professur in der Hansestadt inne und ein weiterer, Albert Einstein, erhielt zum 500. Gründungstag der Universität seine einzige deutsche Ehrendoktorwürde. Übrigens im Fach Medizin, weil auf der Vorschlagsliste für Physik bei Anmeldeschluss kein Platz mehr frei war. Daraus kann man zwei Dinge lernen. Erstens: Wissenschaftliche Qualität setzt sich durch – egal, welches Fach auf der Urkunde steht. Und zweitens: Wer nach Vorbildern sucht, wird bei den großen Rostocker Traditionslinien bestimmt fündig. Beeindruckend ist auch, wie die Universität immer wieder ihre Innovationsfreude unter Beweis gestellt hat, gerade in der jüngeren Vergangenheit. 1951 entstand hier der Fachbereich für Schiffbau, der binnen weniger Jahre zur Fakultät für Technik weiterentwickelt wurde. Eine solche Erweiterung an einer Universität mit bis dahin »klassischem Kanon« war deutschlandweit ein Novum. Rostock hat das Spektrum einer Voll-Universität neu definiert. Und Rostock hat vier Jahrzehnte später gezeigt, wie man aus einem Umbruch einen Aufbruch macht. 1990 stand die Universität wie ganz Ostdeutschland vor einem Neubeginn. Tausende Menschen verließen die Region und es war nicht absehbar, in welchem Umfang man hier noch studieren und forschen würde. Mecklenburg-Vorpommern und Rostock haben damals um ihre Universität gekämpft, um jeden Studienplatz. Die Modernisierungskonzepte waren überzeugend und viele Mitstreiterinnen und Mitstreiter unermüdlich. Insgesamt 500 Millionen Euro, deutsche und europäische Fördergelder, sind seitdem investiert worden. Bis zum großen Jubiläum, der 600-Jahr-Feier 2019, sollen es 750 Millionen sein. Die Ergebnisse sprechen für sich. Zum Beispiel eine Drittmittelquote, die in den letzten Jahren um über 80 Prozent gesteigert werden konnte. Und vor allem die Zahl von 15.000 Studierenden aus 99 Nationen, die sich in Rostock auf ihre Zukunft vorbereiten. Die Universität wird oft als »Kraftzentrum« beschrieben. Das gilt ganz offensichtlich für Lehre und Forschung, und das gilt auch für die Zusammenarbeit mit der Wirtschaft: Über 800 Ausgründungen seit 1991 sind Zeugnisse für erfolgreiche »Innovatio«! Zu den wichtigsten Innovationen der vergangenen Jahre gehörte zweifellos die Gründung der ersten Interdisziplinären Fakultät in Deutschland. Das war 2007 und ich bin sicher, davon werden Sie, lieber Professor Schareck, und Ihre Amtsnachfolger profitieren! So eine Gründung ist ein starkes Signal. Auch nach der Einführung von Bachelor und Master muss nämlich genug Raum bleiben für Forschung und gemeinsame Projekte über Fachgrenzen hinweg! Die Universität darf nicht Masseneinrichtung für massenhafte Wiederholungen des immer Gleichen sein. Deutschland verdankt seine Blütezeit als Land der Dichter und Denker, Entdecker und Erfinder der Tatsache, dass es einen Geist der Interdisziplinarität gab. Die großen Universalgelehrten – Leibniz oder die Humboldt-Brüder – haben ganze Epochen geprägt und die Forschung vorangetrieben. Und wenn man in aktuellen Büchern von Wissenschaftshistorikern und Wissenschaftssoziologen liest, dann findet man immer häufiger die These: Neues Wissen entsteht seltener in den Kernbereichen eines Fachs. Es entsteht viel eher in den Randgebieten. Also dort, wo sich unterschiedliche Disziplinen überlappen und im besten Sinne des Wortes befruchten können. Interdisziplinarität ist eine der besten Voraussetzungen, die man für Innovation schaffen kann. Rostock hat vorgesorgt. Das Motto der Universität wird weiterleben. Allen, die sich dafür eingesetzt haben, möchte ich meine Anerkennung aussprechen. Danke für Ihre Ausdauer! Und Glückwunsch zum Resultat, einer weltoffenen und wettbewerbsfähigen Universität! In Rostock ist ein echter Modernisierungsschub gelungen! Sie, liebe Erstsemester, können jetzt diese Kraft und viele günstige Umstände für Ihr Studium nutzen: das breite Fächerangebot, die gute Ausstattung der zehn Fakultäten und nach dem Studium die Tatsache, dass viele von Ihnen zu den geburtenschwachen Jahrgängen der Nachwendezeit gehören. Das bedeutet später weniger Andrang auf den Bewerbungslisten. Und das bedeutet ein Umdenken. In Ostdeutschland kann man sogar sagen: einen Paradigmenwechsel. Wer zwanzig Jahre lang erlebt hat, wie Nachbarn und Freunde auf der Suche nach Ausbildung oder Arbeit weggezogen sind, der entdeckt jetzt einen neuen Nordosten. Im Vergleich zu den 90er Jahren sind die Arbeitslosenzahlen niedriger. Inzwischen gibt es sogar Rückkehrerprogramme, vor allem für junge Familien mit Jobangebot, Wohnung und Kitaplatz im Komplettpaket. Ich wünsche der Region, dass immer mehr Menschen sagen: Ich komme gern zurück. Oder: Ich bin und bleibe gern hier. Auf dass Ihr Landesmotto weit ausstrahlt: »M-V tut gut!« »M-V tut gut« – Dieses Gefühl sollen auch alle Erstsemester mitnehmen, die es eines Tages in die Ferne zieht. Möge Sie überall der Satz begleiten: Ich studiere für das Sein, nicht nur für den Schein. So wie die Interdisziplinarität immer stärker die Wissenschaft prägt, so sehr gewinnen auch die viel zitierten Soft Skills an Bedeutung, also alles, was jenseits der formalen Abschlüsse an Fähigkeiten erworben wird: Mut zum Querdenken, Einfühlungsvermögen und Teamspiel. Nutzen Sie die nächsten Jahre, all das zu trainieren und sich nicht nur als Studierende in Ihrem Fach, sondern auch als Persönlichkeiten zu entwickeln. Formeln und Fakten parat zu haben ist nützlich, aber entscheidend im späteren Leben wird sein, dass Sie gelernt haben, eine Situation oder ein Problem zu analysieren und diszipliniert an einer Lösung zu arbeiten: mal strategisch, mal kreativ – am besten mit einer guten Mischung aus beidem. Bei diesem Lern- und Entwicklungsprozess wird die eine oder andere Enttäuschung nicht ausbleiben. Rückschläge gehören zum Leben und sind bei allen Bemühungen und guten Absichten nicht zu vermeiden. Wichtig ist, dass man wieder auf die Beine kommt und einen inneren Kompass hat, an dem man sich orientieren kann. Manchmal ist eine Kurskorrektur nötig. In jedem Fall aber sollten Sie in Bewegung bleiben, weiterlaufen, weitermachen! Erich Kästner, einst Germanistik-Student dieser Universität, hat mal gesagt: »Auch aus Steinen, die dir in den Weg gelegt werden, kannst du etwas Schönes bauen.« Diese Haltung wünsche ich Ihnen für die nächsten Jahre. Dann wird aus dem neuen Lebensabschnitt ein Lebensgefühl, ein Stück Identität, das Sie noch lange bestärken wird. Alles Gute und viel Erfolg – nicht nur im Studium. Und vergessen Sie nicht: Sie werden gebraucht!

October 17, 05:00 AM

KRÖPELINER-TOR-VORSTADT. In einer Co-Produktion mit dem Theater an der Parkaue startete am 15. Oktober die Inszenierung von Bertolt Brechts »Leben des Galilei« im Theaterzelt des Volkstheater Rostock. Befürchtungen vor all zu schwerer Kost erweisen sich schnell als unbegründet. Das Stück ist modern, zugänglich, inhaltlich auf das Wesentliche reduziert und bietet neben einem beeindruckenden Bühnenbild mit Jakob Kraze als Galilei auch einen echten Protagonisten. Prolog Es ist immerhin Brecht – um nicht ganz unvorbereitet in dieses Stück zu gehen, denn in der Schule ist es an mir vorbeigegangen, besuche ich meinen alten Herren und stöbere ein wenig in dessen Bibliothek. Die wie immer nicht enden wollenden Ausführungen meines Erzeugers (er ist mir bis heute die wichtigste Wissensquelle geblieben) gestalteten die Recherche jedoch ein wenig schwierig. Dennoch fand ich in Brechts Aufzeichnungen über die 1947er Premiere des »Galilei« in den USA Folgendes: »Hauptsorge war die Hitze. Er (der Regisseur) verlangte das Lastwagen mit Eisblöcken um das Theater angefahren und Ventilatoren in Bewegung gesetzt wurden – das die Zuschauer denken konnten.« Also ein kopflastiges Stück – klingt nach schwerer Kost. Im Foyer Hitzewellen schlagen mir entgegen. Im Zelt soll keiner frieren. Ich mache mir Sorgen um das Denken! Das durchaus junge Publikum scheut die inhaltliche Auseinandersetzung offenbar nicht. Von wegen »nur was für alte Leute« – junges Theater! Das wissenschaftliche Thema wäre gewiss auch etwas für unseren Uni-Rektor Professor Wolfgang Schareck – doch dieser lässt sich – ebenso wie unser Oberbürgermeister Roland Methling (parteilos) – nicht erblicken. Statt dessen macht der Intendant Peter Leonard noch kurz vor Beginn der Inszenierung selbst Politik, greift Kultursenatorin Dr. Liane Melzer (SPD), die in dieser Woche mit ihren veröffentlichten Sparplänen in Theaterkreisen für Entrüstung gesorgt hat, scharf an. In einer kurzen Ansprache vor dem Premierenpublikum kritisiert er die »Dauerunterfinanzierung« seines Hauses. Zudem seien »Entlassungen oder Streichungen von Sparten keine Lösung.« Er erwarte eine »konstruktive Lösung« von Seiten der Politik, angesichts der angespannten (finanziellen) Situation. Frau Melzer war schon vor Beginn der Vorführung bedient. Leonard erntete zustimmenden Applaus vom nahezu ausverkauften Haus. Wie lebendig dieser Mikrokosmos Theater geworden ist. Es sind freilich nicht die besten Zeiten, aber es wird viel, wie schon lange nicht mehr, über das Theater gesprochen. Das Stück  Galileo Galilei – einer der Größten in der Geschichte. Die Handlung sollte folglich jedem geläufig sein. Galilei und die Wissenschaft im Kampf gegen Vorurteile und rückständiges Denken. Vorwärts immer, rückwärts nimmer. Oder doch? Galilei bringt den Beweis für das heliozentrische Weltbild. Doch wo blieb da noch Gott? Die Kirche fühlte sich in diesem neumodischen Konstrukt derart vernachlässigt, dass sie Revision der Thesen »wünscht«. Und bekommt. Am Ende ist es die Furcht – oder doch das gute Essen – Galilei widerruft. Vielleicht hatte auch er am Ende sogar unrecht – und das Weltbild ist vielleicht ein egozentrisches? Kritik  Jakob Kraze spielt den eigentümlich wirkenden Galilei mit einer großartigen Souveränität und Präsenz, welche manchen Zuschauer, ob einiger Interaktionen gar ein wenig einschüchtern mag. Mit Halbglatze und langen Zotteln – Vokuhila sozusagen – bewahrt die Rolle den Zuschauer vor all zu schnellen Sympathiebekundungen. Nicht das große Genie dieses Wissenschaftlers soll bewundert werden, es soll vielmehr eine kritische Auseinandersetzung stattfinden. Gelingt! Kraze ist für das Volkstheater vielleicht das, was Arien Robben für den FC Bayern München ist: Vielleicht nicht mehr die jüngste Garde – aber jedes Spiel hat mit seiner Beteiligung das Potenzial zu einem ganz Großen zu werden. Udine Cornelius (u. a. als Frau Sarti) spielt absolut authentisch (wie immer). Paul Walther glänzt als Ludovico vor allem mit einer Tanzszene a la James Bond. Kraze verkörpert in der gleichen Szene das komödiantische Pendant nach dem Vorbild von Austin Powers. Sehr unterhaltsam! Hervorzuheben ist die außerdem die Leistung von Peer Roggendorf, welcher als Kurator, Prälat, Kardinal, und noch einigen weiten Rollen fast schon schizophrenes Talent beweist. Als dicker Prälat kann er durch sein physisches Spiel herrlich amüsieren. Und Stephan Fiedler liegt die Rolle des »Bösen« (Inquisitors) deutlich besser als die des Ivan in »Adams Äpfel«. Kay Wuschek hat ein imposantes Stück auf die Bühne gebracht. Rot-Weiß, gestreift, überall. Das Bühnenbild ist beeindruckend, ebenso die Kostüme. Man denkt zuerst an die »White Stripes« oder an »Willy Wonkas Schokoladenfabrik«. Die vielen Ebenen und der Raum geben dem Spiel bislang ungekannte Möglichkeiten. Das Provisorium (Zelt) entpuppt sich als die vielleicht beste Bühne, welche die Stadt seit Dekaden gesehen hat.  Appendum  Von wegen schwere Kost. Modern umgesetzt und »bekömmlicher« als beispielsweise »Ein Volksfeind« ist das Stück das bisher sehenswerteste in dieser Saison. Szenenapplaus und Ansätze von stehenden Ovationen sind Beweis hierfür. Schade, dass Hüte aus der Mode sind – ich hätte ihn geworfen. • Weitere Vorstellungen im Theaterzelt:
22. Oktober, 19.30 Uhr
29. Oktober, 19.30 Uhr
12. November, 19.30 Uhr
13. November, 18 Uhr (Theatertag, 2 Tickets zum Preis von einem)
26. November, 19.30Uhr
09. Dezember, 19.30 Uhr Weblinks: • http://www.volkstheater-rostock.de/

October 10, 12:38 PM

MARIENEHE. Am Ende standen die Damen des Rostocker HC wieder mit leeren Händen da: Am Samstagnachmittag verlor die Mannschaft von Trainer Lothar Goldschmidt mit 26:31 gegen den SV Werder Bremen. Der aufmunternde Beifall, den das Publikum der tapfer kämpfenden Truppe nach dem Spiel spendete, konnte allerdings nur ein wenig über die die fünfte Saisonniederlage hinwegtrösten. Dabei begann die Partie durchaus viel versprechend. Die Gäste aus Bremen warfen zwar das erste Tor, aber der RHC, angepeitscht von der Bank, antwortete postwendend. Nach fünf Minuten führte man 3:1. Es entwickelte sich eine muntere Partie, in der beide Mannschaften ihre Höhen und Tiefen hatten. Spielten die Dolphins ihre Angriffe konzentriert zu Ende waren sie immer wieder über Kreis und Außen gefährlich. Die Rückraumprobleme, die die Rostockerinnen seit Saisonbeginn plagen, sind in Bremen nicht bekannt. Zwar wirkte das Werder-Angriffsspiel teilweise recht schwerfällig, dennoch war man immer wieder aus der zweiten Reihe gefährlich. So konnten die Damen von der Weser Mitte der ersten Halbzeit das Kommando übernehmen und zur Pause mit vier Toren in Führung gehen (13:17). Dies war auch möglich, weil der RHC einmal mehr mit seinen Chancen schluderte. In Überzahl kurz vor dem Seitenwechsel konnte man den Rückstand leider nicht verkürzen. Die zweite Hälfte begann mit Anwurf für die Gastgeberinnen. Was diese in den nächsten fünf Minuten auf das Marieneher Parkett legten, sollte vorentscheidend sein. Die Fehler häuften sich - nichts ging zusammen. Die Gäste, trainiert von Radek Lewicki, nutzten diese Schwächephase aus und zogen auf 7 Tore davon (14:21/34.). Was dann folgte war allerdings bemerkenswert. Nun waren es die Bremerinnen, die, vielleicht schon im Glauben des sicheren Sieges, den RHC zum Torewerfen einluden. Die Goldschmidt-Damen, bestens unterstützt von ihrer Torhüterin Andrea Klasen, drehten auf und verkürzten peu à peu den Rückstand. In dieser Phase des Spiels wussten sich die Damen des SV Werder mehrere Male nur mit harten Aktionen gegen die Dolphins zu wehren. Die Bremerinnen reduzierten sich selbst, und Rostock kam noch einmal auf. Das Spiel drohte aus grün-weißer Sicht zu kippen, so dass Radek Lewicki nach genau 50:00 Minuten eine Auszeit nahm, um seine Mannschaft noch einmal zu beruhigen (23:27). Der RHC wollte es in dieser spannenden Phase der Begegnung wissen, doch Meike Anschütz im Bremer Tor hatte etwas dagegen. Zunächst parierte sie eine Doppelchance der Dolphins gegen Julia Schüring von links und Isabell Duwe von rechts (53.), dann hielt sie beim Stand von 26:28 in der 55. Minute ihre Kasten sauber und ihre Mannschaft in Führung. Als Marilena Niemann dann wieder auf 26:30 erhöhte war das Spiel entschieden und die Dolphins geschlagen. Am Ende musste eine 26:31- Niederlage in einem Spiel registriert werden, das intensiv geführt war und mit dem SV Werder Bremen einen verdienten Sieger hatte, der in den entscheidenden Situationen einen Tick routinierter agierte. So war SVW- Coach Radek Lewicki am Ende froh, das Match gewonnen zu haben: »Es ist immer schwer hier zu spielen. Ich habe meiner Mannschaft vorher gesagt, dass Rostock viel besser als sein bisheriger Tabellenrang ist. Vor Weihnachten wird die Tabelle schon ganz anders aussehen.« Diese aufmunternden Worte nahm RHC- Trainer Lothar Goldschmidt gerne an: »Ich hoffe, dass Radek Recht hat. Wir hatten gehofft, hier heute den Bock umstoßen zu können, leider ist uns das nicht gelungen. Wir haben entscheidende Fehler gemacht und auch nicht so gut wie zuletzt in der Abwehr gestanden.“ Dennoch blickt der Delphin- Dompteur optimistisch in Richtung der kommenden Spiele: »Wir wissen, woran wir arbeiten müssen, aber auch, dass wir endlich mal gewinnen wollen und müssen.« Lob von beiden Trainern bekam Dolphins Kreisläuferin Johanna Brinkies, die angeschlagen in die Partie ging, 60 Minuten auf die Zähne biss und wie gewohnt vorne und hinten kämpfte. Am kommenden Samstag ist der RHC auswärts gefordert. Um 18.00 Uhr heißt der Gegner dann VfL Stade, welcher am Sonntag bei der HSG Hude-Falkenburg mit 16:25 unterlag. • Aufstellung Rostocker HC: A. Klasen, A. Freitag – S. Topp (4), J. Schüring (6), J. Schlegel, J. Brinkies (3), C. Schallock, I. Duwe (7/4), L. Goldschmidt (2/2), J. Deinert, N. Spiekermann (2), F. Wilcken, S. Tolksdorf (2), V. Schlegel

October 10, 12:06 PM

STRALSUND / ROSTOCK. Stark ersatzgeschwächt fuhren die Frauen vom Rostocker FC am vergangenen Wochenende zum Tabellen-Sechsten FC Pommern Stralsund. Nur 12 Spielerinnen standen Trainer Robert Fölsch zur Verfügung. Trotzdem bot das Team eine couragierte Leistung, verlor am Ende jedoch unglücklich mit 4:3. Nach dem Anpfiff wurden die Warnowstädterinnen in der vierten Spielminute gleich eiskalt erwischt. Ein langer Ball aus der Mitte überwand die Rostocker Abwehrreihe, den Stralsund zum 1:0 verwandeln konnte. In der 13. Minute legten die Stralsunderinnen gleich nach. Wieder war es ein langer Ball, welcher das zwischenzeitliche 2:0 ebnete. Nur eine Minute später zeigten die Frauen des RFC jedoch, dass sie die Punkte hier nicht verschenken wollten. Einen Traumpass aus der Mitte von Carolin Görnert nahm Cornelia Schmidt dankend an und versenkte ihn im Stralsunder Tor. In der 35. Minute folgte dann der Ausgleich. Cornelia Schmidt setzte sich auf der rechten Seite durch und flankte in den 5-Meter-Raum. Hier konnten die Stralsunderinnen zunächst noch abwehren, den Abpraller jedoch drosch Diana Clausing aus 16 Metern in die Maschen. In der zweiten Hälfte ging es kampfbetont weiter. Einen weiter Ball von Susann Baltzer erläuft sich Anna Stefan, welche im Strafraum nur noch durch ein Foul zu stoppen war. Den fälligen Strafstoß verwandelte Carolin Görnert souverän. Die Freude über die Führung war jedoch nur von kurzer Dauer, denn nach einem Kopfballtor der Stralsunderin in der 54. Minute stand es plötzlich 3:3. Die Rostockerinnen erhöhten in der Folgezeit den Druck, um die Führung wieder herzustellen. In der 65. Min schob Carolin Görnert eine Großchance am Tor vorbei und nur drei Minuten später schoss RFC-Spielerin Anna Stefan allein vor dem Stralsunder Tor der Torhüterin das Spielgerät in die Arme. Diese ausgelassenen Chancen wurden dann bestraft. In der 86. Minute schossen die Gastgeberinnen das 4:3. Der RFC warf in den letzten MInuten des Spieles noch einmal alles nach vorne, wird dieses Mal für den Kampf jedoch nicht belohnt. Nach dem Schlusspfiff merkte Mittelfeldspielerin Susann Baltzer an: »Wir hatten es selbst in der Hand. Nach dem 2:3 hätten wir den Sack zu machen sollen. Leider haben wir die Chancen liegen gelassen und wurden so bestraft. Ein Unentschieden wäre mehr als gerecht gewesen.« • Aufstellung Rostocker FC: Hannah Timmann – Gesine Schuer, Anne Buhrand, Susann Baltzer, Jana Amtsberg – Tracy Sawallich, Dörte Gerloff (C), Carolin Görnert, Cornelia Schmidt – Diana Clausing, Anna Stefan •Torfolge:
4. min 1:0
13. min 2:0
14. min 2:1 Cornelia Schmidt
35. min 2:2 Diana Clausing
49. min 2:3 Carolin Görnert
54. min 3:3
86. min 4:3  

October 05, 12:00 PM

INNENSTADT / STADTHAFEN. Wenn Mehrheiten die Wahrheit steuern – was ist dann noch Wahrheit, und was ist Lüge? Was ist falsch? Was ist richtig? Der Pöbel als Richter über die Objektivität, ferngesteuert durch wenige tatsächliche Lenker. Wer glaubt, dies seien Zustände, auf die wir hinsteuern, der muss sich bei der Betrachtung von »Ein Volksfeind« wohl eingestehen: »Das haben wir alles schon gesehn – das haben wir alles schon gehabt«.
Eine Rezension zu »Ein Volksfeind« im Theater im Stadhafen von Paul Fleischer
Prolog Im wie immer sehr gut gestalteten Prgrammheftchen findet sich ein Bild von Ulrich K. Müller. Fast schon sinnbildlich steht als Dr. Thomas Stockmann vor dem Rathaus. »Gegen den kommunalen Sumpf« steht auf seinem Plakat, die Faust in die Luft geballt. Wie metaphorisch dieses Stück auch für die momentane Situation im Theater ist, wird jedem schnell offenbar werden. In einer Pause während der Generalprobe wirkt der Intendant Peter Leonard fast ein wenig erleichtert – Henrik Ibsens »Ein Volksfeind« scheint ihm aus tiefster Seele zu sprechen. Im Foyer Eine milde Spätsommernacht macht aus den Gesprächsrunden ein Outdoor-Erlebnis. Welche ein milder September-Abend – man wünscht sich fast eine Aufführung unter freiem Himmel. Vielleicht auf dem Neuen Markt um ganz und gar passend, dem »kommunalen Sumpf« den Spiegel vorzuhalten. Die Premiere ist leider nur fast ausverkauft. Der sein Theater so liebende Oberbürgermeister Roland Methling (parteilos) ließ sich indes leider nicht erblicken. Vielleicht zu brisant! Das Stück Dr. Stockmann (Ulrich K. Müller) ist durch seine Anstellung als Badeazt ein angesehenes Mitglied der bürgerlichen Gesellschaft. Aufgrund eines Verdachts lässt er die Wasserqualität des Badeorts überprüfen und die Ergebnisse sind erschreckend: Das Wasser ist vergiftet – bedroht die Urlauber und die Einwohner. Schnell will Stockmann die Ergebnisse publik machen, fühlt sich sicher, seiner Heimat einen patriotischen Dienst zu erweisen. Einzig sein Bruder Peter Stockmann (Steffen Schreier), das höchste Tier in der Gemeinde hat etwas dagegen. Er fürchtet um den Guten Ruf seines Badeortes und verbietet seinem Bruder die Veröffentlichung seiner Ergebnisse. Doch dieser, sich der Wahrheit verscheibend, wird nur umso mehr angestachelt. Schnell sind die Verbündeten gefunden. Hovstadt (Jörg Schulze), Redakteur der lokalen Zeitung »Volksbote«, möchte am liebsten gleich Revolution machen und »mal auslüften«, sagt sofort einen Leitartikel zu. Auch Frau Aslaksen (Sonja Hilberger), die »kompakte Majorität« der Kleinbürger repräsentierend, will »maßvoll« gegen das Problem angehen, dabei jedoch möglichst »keine Opposition« eingehen. Die Mehrheit schein auf der Seite des Doktors. Doch dann beginnt die Wende. Amtsrat Stockmann versucht in konspirativen Gesprächen von den Gefahren, welche eine Veröffentlichung der Ergebnisse in sich birgt, zu warnen. 2,9 Millionen Euro (Achtung: Insiderwitz) könnte die notwendige Sanierung der Wasserleitungen kosten. Und plötzlich drehen sich die Verhältnisse. Alles wendet sich gegen den Doktor, der »Volksbote« will seine Ergebnisse nicht publizieren, die kompakte Majorität fürchtet höhere Steuern und ausbleibende Urlauber. Und so soll alles vertuscht werden, so nimmt die Geschichte seinen Lauf – und aus einem Verkünder der Wahrheit wird schnell der »Volksfeind«. Kritik Ulrich K. Müller (spielt den Badearzt) trifft den freigeistigen Charakter fast schon zu perfekt. Die Wahnhaftigkeit, derer er gegen die Intrige ankämpfend fast erliegt, ist vielleicht ein wenig zu viel des Guten. Doch stellt sie gleichzeitig auch eine wahrlich beeindruckende schauspielerische Leistung dar. Hervorzuheben ist die Leistung von Steffen Schreier, der als Gemeinderat einen absolut authentischen Charakter verkörpert. Er ist die Inkarnation von systemischer Trägheit und Selbstbevorteilung wie sie sich auch heute noch in so manchen politischen Strukturen breit macht. Man kann gar nicht anders, als ihn zu hassen! Er erinnert mit seiner boshaftigen Perfektion und der seiner wohlklingenden Artikulation in bestimmten Szenen sogar an den Meister des Bösen, Sir Anthony Hopkins. Henrik Ibsens »Ein Volksfeind« ist nicht wirklich die Milchschnitte unter den Inszenierungen – keine leichte Kost. Trotz einiger Slapsticks konnte sich mein Sitznachbar den einen oder anderen Gähner nicht verkneifen. Für die Systemkritiker und Demokratie-Verdrossenen ist das Stück sicher Balsam für die Seele. Und die Auseinandersetzung mit dem Stück, welche vielleicht auch nötig ist, erbringt vielleicht den Beweis, eben nicht dem verteufelten »geistigen Pöbel« anzugehören. Nur Mut! Der »Volksfeind« ist ein Sinnbild für die Gefahr, die von einer auf Dummheit basierenden Demokratie ausgeht. Somit ist das Stück auch bis heute nicht wirklich in die Jahre gekommen. Auch in Hinblick auf die oligarchischen Prozesse innerhalb der lokalen politischen Administration hat Henrik Ibsens Werk bis heute nichts an seiner Aktualität eingebüßt. Wenn die Wahrheit von der Mehrheit bestimmt wird, dann ist die Wahrheit manchmal auch falsch, doch nur in der »absoluten Hingabe an die Wahrheit liegt mehr oder weniger der einzige Grund unseres Lebens. Die Wahrheit ist die gerechteste Ordnung überhaupt.« Vielleicht sollte man diese Worte Dutschkes immer bei sich tragen. Nur zur Sicherheit. • Weitere Termine:
6. Oktober um 20.00 Uhr, Theater im Stadthafen - Theatertag (2 für 1)
7. Oktober um 20.00 Uhr, Theater im Stadthafen
16. Oktober um 18.00 Uhr, Theater im Stadthafen
29. Oktober um 20.00 Uhr, Theater im Stadthafen
25. November um 20.00 Uhr, Theater im Stadthafen
26. November um 20.00 Uhr, Theater im Stadthafen

October 02, 10:00 AM

HANSA-VIERTEL. Knapp 100 Nachwuchssportler im Alter von 6 bis 15 Jahren haben am vergangenen Sonntag am 5. Schüler Swim & Run des TC Fiko Rostock teilgenommen.

Die Jungathleten des Rostocker Triathlonvereins beendeten somit ihre Saison. Gleichzeitig wolle man durch die offene Ausschreibung auch Interessierte für die Sportart gewinnen. »Beim Swim & Run kann jeder mitmachen«, erklärte Trainer Thomas Winkelmann, »das Radfahren lassen wir bewusst raus, um eine breitere Masse anzusprechen, da nicht alle das gleiche Material haben.«

Auf dem Kastanienplatz hinter der DKB-Arena fiel bei bestem Wetter um 10 Uhr der Startschuss zum Laufwettkampf. 300 Meter liefen die jüngsten, 2000 Meter die älteren Sportler. Mit den Abständen aus dem Wettlauf ging es dann ins kühle Nass der Neptun-Schwimmhalle, wo die Teilnehmer 50 bis 200 Meter auf einem dem Freiwasserschwimmen nachempfundenen Rundkurs zu absolvieren hatten.

Am Ende feierten die Organisatoren um Dennis Weu und Stephan Reis nicht nur eine gelungene Veranstaltung, sondern auch die vielen Podiumsplätze sowie die Siege ihrer Vereinskameraden Johannes Vogel (AK 14) und Wiebke Dethloff (AK 12).

October 01, 11:20 AM

ÜBERSEEHAFEN/GEDSER. Egal, ob in Hotels oder auf dem Campingplatz: In den ersten sieben Monaten des Jahres 2011 haben laut Statistischem Bundesamt etwa 751.000 Dänen in Deutschland übernachtet – das ist im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ist ein Plus von 2,6 Prozent. Wohl nicht zuletzt ist dies auch der direkten Verbindung von Gedser nach Rostock zu verdanken. Am vergangenen Samstag feierten Rostocks Oberbürgermeister Roland Methling und John Brædder, Bürgermeister der süddänischen Kommune Guldborgsund, das 125-jährige Jubiläum der Fährverbindung. Beide Politiker verwiesen auf die Wichtigkeit der deutsch-dänischen Zusammenarbeit. Die Route Rostock – Gedser sei besonders aus wirtschaftlicher Sicht ein wichtiger Faktor. Rostock positioniere sich schließlich als Logistikdrehscheibe im gesamten Ostseeraum, aber auch Süddänemark werde durch ein Miteinander gefördert.

Die Europäische Union hat das Potenzial der Zusammenarbeit erkannt und unterstützt die Entwicklung durch die Projekte »Baltic Gateway«, »Scandria« und »Interface«. Dank der Mittel aus den Förderprogrammen konnte seit Mai ein regelmäßiger Bus-Shuttleverkehr zwischen dem Rostocker Hauptbahnhof und dem Bahnhof in Nykøbing eingerichtet werden. Die alternative Fährnutzung ohne eigenen PKW konnte somit erheblich erleichtert werden. Über die Fährverbindung kommen jährlich Tausende dänische Touristen und übernachten in den günstig gelegenen Hotels in Rostock.

Die deutsch-dänische Abstimmung über die Nutzung der EU-Gelder hat nach Aussagen beider Bürgermeister somit bereits nach wenigen Monaten positive Ergebnisse hervorgebracht. Dies soll auch in Zukunft geschehen. Mit dem Neubau der Fährschiffe »Berlin« und »Copenhagen« und den Umbauten an beiden Fährterminals soll die Verbindung in Zukunft noch leistungsfähiger werden. Zwar gibt es seit einigen Wochen Unmut über die Planungen der deutsch-dänischen Reederei »Scandlines«, welche vorsehen, künftig ausschließlich deutsche Besatzungsmitglieder bei den Überfahrten einzusetzen, doch mit einer weiterhin abgestimmten Verwendung der EU-Fördergelder kann die Strecke Rostock – Gedser auch in Zukunft auf beiden Seiten der Ostsee für wirtschaftlichen Aufschwung sorgen.
October 01, 10:15 AM

ROSTOCK. Zu Saisonbeginn nahmen sich die Frauen vom Rostocker FC vor, in der Tabelle unter die ersten vier Plätze, im Pokal bis ins Finale zu kommen und mit der 2. Mannschaft auf Kleinfeld für die eine oder andere Überraschung zu sorgen. Auf jeden Fall sieht es in einem Punkt sieht es zumindest sehr gut aus. Eigentlich ist es nach vier Spielen viel zu früh um eine aussagekräftige Zwischenbilanz ziehen zu können. Da in der Frauen-Verbandsliga nur 9 Mannschaften antreten, ergibt sich weiterhin in der Tabelle durch die spielfreien Tage ein stark verschobenes Bild. So ist der Rostocker FC nach drei Spieltagen zwar Tabellenerster, worüber die Mannschaft sich sicherlich freut, aber auch weiß, dass die Mannschaften auf den Plätzen 2 – 5 alle ein Spiel weniger haben und noch vorbei ziehen können. Auch stehen die Spiele gegen »Die großen Drei«, Neubrandenburg, Schwerin und den SV Hafen Rostock, noch an. Im Pokal trafen die RFC-Frauen bereits auf den Aufstiegsaspiranten aus Neubrandenburg – und verloren mit 2:5. Trotz alledem ist die Mannschaft um Kapitän Dörte Gerloff durchaus zufrieden mit dem Saisonstart. Das Auftaktspiel in Güstrow gewannen die Rostockerinnen mit 4:1. Diana Clausing schoss dabei drei Tore und beeindruckte damit ihren Trainer Robert Fölsch, den sie in der vergangenen Saison mit ihrer Leistung nicht immer überzeugen konnte. Das erste Heimspiel gewannen die Warnowstädterinnen ebenfalls – 7:0 hieß es nach 90 Minuten. Der Gegner TSV Bützow war dem Sturmlauf des RFC an diesem Tag nicht gewachsen. »Sehr stolz!« ist Dörte Gerloff nach dem geglückten Saisonstart: »Diesmal gehen auch die Dinger rein, die wir letzten Jahr reihenweise verschossen und uns das Leben so sehr schwer machten.«

Aber die Hansestädterinnen können auch anders. Am vergangenen Spieltag in Greifswald zeigte die Fölsch-Elf eine durchwachsene Leistung. Zur Halbzeit führte man zwar 4:0 – mit einem lupenreinen Hattrick von Anna Stefan – trotzdem war der Trainer mit den Leistungen unzufrieden. Zu nachlässig, unkonzentriert und fahrlässig in der Chancenauswertung zeigte sich seine Truppe. Was immer er in der Halbzeitpause sagte – ob es am Ende die richtigen Worte waren, sei dahin gestellt, jedenfalls wurde es in der Zweiten Hälfte noch einmal richtig spannend, als die RFC-Frauen den Greifswalder SV erst stark machten. Innerhalb von 12 Minuten kassierte man drei Gegentore. Am Ende fingen sich die Rostockerinnen wieder, hielten den kämpfenden Greifswalderinnen entgegen und brachten den Sieg nach Hause.
 
Im Kleinfeldfußball beginnt der Rostocker FC bei Null. Hier zeigen die Frauen in der Kreisliga Warnow von Mal zu Mal eine Steigerung, die Abstimmung der noch jungen Truppe um Kapitän Regina Meiners klappt immer besser und die Tore werden über kurz oder lang auch noch fallen. Nach drei Spielen heißt es leider 0:12-Tore aus Rostocker Sicht und im Pokal ist man auch Torlos ausgeschieden. »So haben wir alle angefangen« unterstützt Dörte Gerloff von den Großen«, »das erste Jahr bezahlst du nur Lehrgeld. Aber die Mädels können alle Fußball spielen, das wird schon. Und ist der Knoten erst einmal geplatzt, stellen sich die weiteren Erfolge schon noch ein.«

September 27, 09:34 AM

SÜDSTADT. Der 3. Oktober ist als »Tag der deutschen Einheit« nicht nur für Millionen Deutsche jährlich ganz besonders wichtig, sondern auch wieder für viele muslimische Bürger unserer Hansestadt. Anlässlich der »Interkulturellen Woche«, die vom Islamischen Bund e.V. und dem Migrantenrat Rostock (MIGRO) veranstaltet wird, findet am kommenden Montag in der Rostocker Moschee in der Erich-Schlesinger-Straße 21 der »Tag der offenen Moschee« statt. Ziel ist es, einen Ort des Austausches und des gegenseitigen Kennenlernens zu schaffen – direkt und ungezwungen. In der Zeit zwischen 10 und 16 Uhr können Interessenten unter anderem den Gebetsraum der Moschee besichtigen. Dort finden sich nicht nur allgemeine Informationen zum Islam und seiner Literatur, sondern auch eine Fotoausstellung mit dem Namen »Entdecke den Islam« gibt es zu sehen. Bei Tee und kleinen Snacks sind Gäste eingeladen, über den Islam ins Gespräch kommen und sich auszutauschen, bevor ab 11 Uhr aus dem Koran rezitiert wird – in arabischer Sprache mit deutscher Übersetzung. Rege Diskussionen wird es dann nach einem Vortrag zum Thema »Überblick über den Islam« geben, bevor dann ab etwa 13.20 Uhr das Mittagsgebet miterlebt werden kann. Da Muslime barfuß beten, sind die Schuhe vor Betreten des Gebetsraumes auszuziehen. Frauen werden gebeten, eine Kopfbedeckung zu tragen. Gegen 14 Uhr wird über ein stets aktuelles Thema gesprochen: Kindererziehung im Islam. Abdul Adhim Kamouss steht nach seinem Vortrag für Fragen zur Verfügung und wird sich rege an Diskussionen beteiligen. Auch er wird sich dafür einsetzen, dass die Unsicherheit gegenüber Muslimen in der Öffentlichkeit weiter abnimmt. Ein jeder ist aufgerufen, sich ein eigenes Bild vom Islam zu machen. Seit Jahren sammelt die Rostocker islamische Gemeinde Baugeld für ihre »Moschee«. Denn aus dem barackenartigen Zweckbau soll in Zukunft eine klassische Moschee werden, wenn auch ohne Minarett. Initiator der Veranstaltung »Tag der offenen Moschee« ist der Zentralrat der Muslime in Deutschland. Bundesweit beteiligen sich hunderte Moscheen an dieser Aktion, um die Verbundenheit der 3,5 Millionen Muslime in Deutschland mit der Gesellschaft zum Ausdruck zu bringen.

September 27, 03:05 AM

REUTERSHAGEN. Der EBC Rostock kassierte zum Auftakt der neuen Saison eine unglückliche 72:86-Heimniederlage gegen Vorjahresmeister BG Göttingen. Über drei Viertel konnte der Aufsteiger aus der Hansestadt mithalten, am Ende markierte die Göttinger Erfahrung den Unterschied. Bester Korbjäger des EBC Rostock war Sven Hellmann mit 29 Punkten. Bei den Gästen war das Duo Sebastian Born (21 Punkte) und Andrew Maertens (20) nicht zu stoppen. Head Coach Dirk Stenke musste zum Saisonauftakt auf die beiden Neuzugänge Michael Buse und Zoltán Kollár verzichten. Mit Eric Bill, Norman Holl, Sven Hellmann, Florian Nuelken und Axel Stüdemann stand zu Spielbeginn eine relativ kleine Rotation auf dem Feld. Wie bereits während des OSPA All Star Days erfolgreich umgesetzt, blieben die etwa 200 Zuschauer in der Scandlines Arena bis zum ersten Korberfolg des EBC stehen und feuerten ihr Team lautstark an. Als Hellmann nach 47 Sekunden die ersten Punkte der neuen Spielzeit im Korb versenkte, war bereits deutlich zu erkennen, dass Rostock wie eh und je enorm viel Herz und Kampfbereitschaft zeigte. Das Publikum unterstützte die EBC-Leistungen auf dem Feld bei jeder Aktion mit lautstarkem Beifall. Vor allem defensiv zeigte sich das Stenke-Team hochkonzentriert: Eine aggressive Ballraumverteidigung schenkte den Gästen aus Göttingen keine einfachen Punkte, Fehlwürfe wurden eiskalt vom Brett gefischt und schnelle Gegenangriffe eingeleitet. Die Südniedersachsen konnten dadurch in den ersten drei Spielminuten nur drei Zähler erzielen. Nach einem Ballgewinn von Hellmann und anschließenden Dreipunktespiel sowie zwei Freiwürfen von Bill führte der Gastgeber mit 11:5. Doch ein Göttinger Lauf gestaltete die Partie wieder offen, die Gäste gingen sogar nach einem 6:0-Lauf in der 6. Minute mit 11:12 in Führung. Erste Anzeichen eines spannenden Basketballabends waren zu erkennen, als Hellmann erneut auf der Gegenseite die EBC-Führung herstellte. Durch die Umstellung der druckvollen Gäste-Verteidigung auf Mann-gegen-Mann offenbarten sich Schwächen im Rostocker Spielaufbau, so dass 42 Sekunden vor Ende des ersten Abschnitts der US-amerikanische Gäste-Guard Andrew Maertens einen Ballgewinn erzielte und an der Dreipunktelinie zum 14:17 einnetzte. Zu Beginn des zweiten Abschnitts stand bis auf Aufbauspieler Eric Bill die zweite Garde des EBC auf dem Spielfeld. Rostock spielte seine Angriffe geduldig, bewegte den Ball gut und fand dadurch oft den frei stehenden Mitspieler. Auch nach Fehlwürfen blieben die EBC-Spieler in Ballbesitz aufgrund intensiver Arbeit bei den Offensiv-Rebounds. Auf diese Weise konnte Rostock mehrere zweite Offensivchancen erfolgreich abschließen. Mitte des zweiten Viertels drückte der EBC nach Balleroberung aufs Tempo und erspielte sich eine Sechspunkteführung (28:22, 16. Min), die jedoch nur von kurzer Dauer war, denn Göttingen konterte mit neun Punkten in Folge, um sich die Führung zurück zu erobern (28:31, 19. Min). Erst als Eric Lehmann einen Dreipunktewurf zum Ausgleich traf, war die Durststrecke von drei punktlosen EBC-Minuten beendet. Beide Mannschaften trennte nur ein Zähler (35:36) zur Halbzeitpause. Nach dem Seitenwechsel legte der EBC in der Verteidigung eine Schippe drauf und zog nach einem 12:2-Lauf, bei dem Hellmann und Nuelken jeweils vier Zähler erzielten, auf 47:38 (23. Min) davon. Gäste-Coach Hans-Werner Schmidt konnte den Lauf nur durch eine Auszeit stoppen, um sein Team wachzurütteln. Dies zeigte Wirkung, denn nach einem 13:2-Zwischenspurt Göttingens lag der EBC wieder in Rückstand (49:51, 27. Min). Bis zum Ende des dritten Abschnitts standen sich beide Mannschaften auf Augenhöhe gegenüber, die Führung wechselte nun in fast jedem Angriff. Einziger Wermutstropfen für den EBC waren die Foulprobleme von Nuelken, Holl und Boghöfer. Ein Highlight der letzten Minuten im dritten Abschnitt war ein exzellentes Passspiel in der Zone von Boghöfer auf Ritter, der für seine einzigen Punkte des Abends traf. Den Schlussabschnitt eröffneten die Gäste mit zwei verwandelten Distanzwürfen des 17-jährigen Lennart Stechmann zum 58:65. Rostock stemmte sich gegen die drohende Niederlage und verkürzte durch einen Dreipunktewurf von Hellmann in der 36. Minute auf 68:74. Bereits zu diesem Zeitpunkt hatten die Göttinger das Spiel aber unter Kontrolle, brachten den Ball geduldig unter den Korb oder zogen in die Zone, um Fouls zu ziehen und dadurch an die Freiwurflinie zu treten. Der EBC war in der Schlussphase geschwächt, nachdem zuerst Stüdemann und später Holl und Nuelken jeweils ihr fünftes Foul geahndet bekamen. Die Erfahrung der Göttinger markierte letztlich den Unterschied in einer Partie, dessen Ergebnis letztlich deutlicher war als der Spielverlauf, da der EBC einige Schwächen im Ballvortrag zeigte und durch Unkonzentriertheiten am Brett einfache Punkte liegen ließ. Insgesamt aber überzeugte der EBC Rostock bei seinem ersten Spiel in der 1. Regionalliga. Das Team beeindruckte durch beherzten Basketball, der die Fans mitriss. Der Weg in die Scandlines Arena hat sich gelohnt, auch wenn die  »Mission Klassenerhalt« sicher erfolgreicher hätte starten sollen. • Viertelstände: (16:18, 19:18, 21:23, 16:27)
• Für den EBC Rostock spielten: Norman Holl (4 Punkte), Jörn Galdirs (-), Johann Herrmann (-), Sven Hellmann (29), Arne Ritter (2), Florian Nuelken (8), Eric Lehmann (6), Jörn Boghöfer (4), Axel Stüdemann (8), Eric Bill (8), Christian Hering (3)

September 26, 10:11 AM

REUTERSHAGEN. Die Frauen des Rostocker HC haben auch ihr zweites Heimspiel der Saison in der 3. Liga Nord verloren. Dabei kassierte man gegen die Reserve des Bundesligisten VfL Oldenburg in einer spannenden Begegnung eine, am Ende zu deutliche, 21:25-Niederlage.

Das Spiel in der Scandlines-Arena in Rostock begann recht zerfahren. Fehlwürfe und technische Fehler auf beiden Seiten prägten zunächst das Bild, nach fünf Minuten stand es 1:1. Im Folgenden nahm die Partie etwas mehr Fahrt auf, dabei gab es zunächst wechselnde Führungen. Erst nach 25 Minuten konnte erstmals eine 2-Tore-Führung (in diesem Fall für Oldenburg/8:10) registriert werden. In einer furiosen Schlussphase glich der RHC aus, da die Gäste einen direkten Freiwurf nach der Pausensirene nicht im Tor von Annelie Freitag unterbringen konnten. Wie auch in der Vorwoche beim Berliner TSC konnte bereits in Halbzeit 1 eine gute Dolphins-Defensive vermerkt werden. Kamen die Damen von Trainer Lothar Goldschmidt in Fahrt konnten sie auch vorne erfolgreich agieren. Mehrmals wurden die Außen schön eingesetzt, ein Zuspiel von Neele Spiekermann auf Isabell Duwe war augenscheinlich das schönste in den ersten 30 Minuten. Mit Applaus für die kämpferische Leistung belohnt, gingen die Gastgeberinnen in die Kabine.

Auch der zweite Durchgang begann sehr zerfahren. Wiederum warfen beide Mannschaften nur ein Tor in den ersten fünf Minuten (12:12/35.). Dabei hatte der RHC per Siebenmeter die Möglichkeit, erstmals mit zwei Toren in Führung zu gehen (33.). Auf Augenhöhe wurde das Drittligaspiel fortgesetzt. Im weiteren Verlauf konnte die Gästemannschaft von Trainerin Alexandra Hansel mehr Sicherheit in ihr Spiel bringen und nutzte die Fehler in den Angriffsbemühungen der Goldschmidt-Sieben nun konsequenter. Beim 15:18 führte man erstmals mit drei (45.), nach 50 Minuten erstmals mit vier Toren (17:21). Der RHC wirkte in dieser Phase zu ungeduldig, spielte die Angriffe nicht aus, suchte viel mehr 1:1-Situationen und lud den Gegner zu Kontern ein. So musste am Ende eine 21:25-Niederlage verbucht werden, die nicht ganz den Spielverlauf widerspiegelte.

So sah es auch VfL-Trainerin Hansel: »Ein Endstand von 22:21 wäre auch in Ordnung gewesen. Ich bin natürlich sehr zufrieden mit dem Ergebnis und dem Saisonstart. Mein junges Team zeichnet sich durch seine mannschaftliche Geschlossenheit aus.« Beim RHC war Julia Schüring mit 8 Toren und beim VfL II Marielle Juricke mit 6 Toren erfolgreichste Werferinnen. RHC-Trainer Lothar Goldschmidt lobte nach dem Spiel die Defensivleistung seiner Mannschaft: »Mit 25 Gegentoren kann ich absolut leben. Wie schon letzte Woche fehlte es uns vorne an Durchschlagskraft.“ Weiterhin mahnte Goldschmidt vor zu hohen Ansprüchen: »Man muss auf dem Teppich bleiben und keine zu hohen Erwartungen hegen. Es braucht etwas Geduld, und die Probleme im Rückraum waren vor Saisonbeginn klar. Wir wissen, dass wir an der Wurfausbeute arbeiten müssen, haben mit der Abwehr aber schon ein gesundes Fundament.« Am kommenden Samstag treffen seine Damen in der Bundeshauptstadt auf den Nordstaffelfavoriten und Zweitligaabsteiger BVB Füchse Berlin. Anwurf ist um 19.30 Uhr.

So spielte der RHC:
A. Tschersch, A. Freitag - S. Topp (1), J. Schüring (8), J. Schlegel, J. Brinkies (4), C. Schallock, I. Duwe (6/1), L. Goldschmidt (1/1), J. Deinert, N. Spiekermann (1), F. Wilcken, S. Tolksdorf, V. Schlegel 

September 26, 06:21 AM

ROSTOCK / STADTMITTE. Bereits zum elften Mal finden die »Highlights der Physik« statt, dieses Mal in Rostock. In den fünf Tagen soll der Hansestadt die Naturwissenschaft auf viele verschiedene Wege näher gebracht werden.  Am morgen wird Rostock für einige Tage ganz im Zeichen der Physik stehen. Denn vom 27. September bis zum 2. Oktober gastiert das Wissenschaftsfestival »Highlights der Physik« in der Hansestadt. Jahr für Jahr besucht die Veranstaltung eine andere Stadt und rückt ein neues Thema in den Fokus. Das Spektakel jährt sich bereits zum elften Mal und dieses Jahr dreht sich alles um »Röntgen & Co«. Dabei sollen die Zusammenhänge zwischen Medizin und Physik aufgezeigt und in spannenden Ausstellungen, Vorträgen, Mitmach-Experimenten und täglichen Wissenschaftsshows unterhaltsam näher gebracht werden. Zudem findet ein öffentlicher Vortragswettbewerb für Nachwuchswissenschaftler/-innen, der »EinsteinSlam«, statt. Mit von der Partie sind auch der bekannte Fernsehmoderator Ranga Yogeshwar und der Mediziner Dietrich Grönemeyer, Bruder des Sängers Herbert Grönemeyer. Doch das ist noch nicht alles: Zusätzlich wird Schülern die Möglichkeit geboten, um die Wette zu tüfteln. Beim bundesweiten Schülerwettbewerb »exciting physics« können Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen fünf bis 13 zeigen, was sie auf dem Kasten haben und dabei noch Preise gewinnen. Sechs Aufgaben stehen zur Wahl, aus denen die Teilnehmer sich ihren Favoriten wählen und dann am Wettbewerb teilnehmen können. Das sind die sechs Möglichkeiten: Schrittmacher: Ziel ist es, eine Apparatur zu bauen, die einen beliebigen Vorgang in stabiler zeitlicher Taktung periodisch wiederholt. Dieser Vorgang muss für mindestens fünf Minuten aufrecht erhalten werden. Uhren oder Oszillatoren sind dabei nicht zugelassen. Papierkran: Ziel ist es, einen Lastenkran aus Papier, Klebstoff und Bindfaden zu konstruieren, der ein 400 Gramm schweres Gewicht tragen kann. Sortiermaschine: Ziel ist es, eine Apparatur zu konstruieren, die ein beliebiges Gemisch innerhalb von vier Minuten in seine Bestandteile sortiert. Das zu sortierende Gemenge muss aus drei Komponenten bestehen: infrage kommen beispielsweise Schrauben, Muttern und Nägel. Tauchboot: Ziel ist es, ein kleines U-Boot zu konstruieren, das ohne Fernsteuerung auf den Grund eines Wasserbeckens absinkt und dort für einen bestimmten Zeitraum verweilt: Frühestens nach einer Minute und spätestens nach drei Minuten soll das U-Boot selbstständig wieder auftauchen. Mondlandung: Ziel ist es, eine Apparatur zu konstruieren, die eine zehn Meter entfernte Landezone ansteuert und auf dem Weg dorthin eine drei Meter hohe Barriere überwindet. Die »Mondlandefähre« muss zudem ein rohes Ei transportieren, das unbeschadet und möglichst punktgenau im Zielgebiet abzusetzen ist. Fischkutter-Rennen: Ziel ist es, ein Boot aus Papier und Pappe zu bauen, das aus eigenem Antrieb, mit einer angehängten »Reuse«, eine Strecke von einem Meter in möglichst kurzer Zeit zurücklegt. Das Boot muss auf einem DIN-A4-Blatt Platz finden. Bewertet werden die eingereichten Konstruktionen dann von einer Jury aus Fachleuten der Universität Rostock. Zu gewinnen gibt es für die Nachwuchs-Wissenschaftler unter anderem Experimentierkästen, Roboter-Bausätze und Bücher. Der Wettbewerb wird von der Deutschen Physikalischen Gesellschaft (DPG) mit großzügiger Unterstützung durch die Wilhelm und Else Heraeus-Stiftung gemeinsam mit der Universität Rostock und dem Verein [Rostock denkt 365°] organisiert. Auch bei »Highlights der Physik« an sich hat die DPG einen großen Anteil daran, dass die Veranstaltung nun schon das elfte Mal stattfinden kann. Begonnen hat alles im Jahr 2000, dem »Jahr der Physik«. Im Jahr darauf riefen das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und die DPG das Wissenschaftsfestival ins Leben. Die Stationen seither waren München (2001), Duisburg (2002), Dresden (2003), Stuttgart (2004), Berlin (2005), Bremen (2006), Frankfurt am Main (2007), Halle an der Saale (2008), Köln (2009) und Augsburg (2010). Jedes Jahr kommen etwa um die 20.000 Besucherinnen und Besucher. Veranstalter der »Highlights der Physik« sind neben der DPG das BMBF und in diesem Jahr die Universität Rostock. Partner der Veranstaltung sind die Wilhelm und Else Heraeus-Stiftung, die Klaus Tschira Stiftung, die Internetplattform »Welt der Physik«, der Verein [Rostock denkt 365°] sowie die Deutsche Gesellschaft für Medizinische Physik. Für die wissenschaftlichen Inhalte, die Konzeption und Durchführung ist AC-Science-Consulting aus Duisburg verantwortlich.

September 26, 04:45 AM

KRÖPELINER-TOR-VORSTADT. Mehr als ein Dutzend junger Regisseure aus der Region zeigten am Freitag beim Rostocker Filmfest auf dem ihre Leinwand-Kunstwerke. »Das Programm reichte diesmal von anspruchsvollen Musikvideos bis hin zu beängstigenden und bewegenden Kurzfilmen«, erklärt Festivalbegründer Matthias Speer. »Die Autoren fanden dabei äußerst einfallsreiche Möglichkeiten, um Emotionen, Fragen und Sichtweisen auszudrücken.« Der Gewinnerfilm »unbeDINGt« von Philip Klein wurde dabei vom Publikum gewählt. Der Film setzt sich kritisch mit der Beziehung zwischen Mensch und Ding auseinander und macht den Unterschied zwischen einem Haben und einem Sein-orientierten Leben deutlich. Für den Preisträger Philip Klein ist dies eine ganz besondere Ehrung: »Ich bin sehr überwältigt, denn ich ziehe nach Weimar, um dort Medienkunst und –gestaltung zu studieren. Der Preis bestätigt mich und zeigt, dass ich die richtige Entscheidung getroffen habe.« Das Festival zeigt ausschließlich nicht kommerzielle Projekte und fungiert auch als Forum. Seit 1993 bildet das Festival daher auch für das Publikum eine einmalige Gelegenheit, da diese ins Gespräch mit dem Macher der Filme kommen. Der Wettbewerb wird durch den Bundesverband Deutscher Film-Autoren ausgeschrieben und vom Institut für neue Medien veranstaltet. Das Urteil fiel der Jury bestehend aus der Filmautorin und Journalistin Gudrun Brigitta Nöh, dem Schauspieler vom Volkstheater Rostock, Alexander Flache, sowie dem Autor und Regisseur Sebastian Lindemann bei der diesjährigen Auswahl allerdings schwer. Hier die Ergebnisse: Goldener Arthus – der Rostocker Film des Jahres gewählt vom Publikum:
»unbeDINGt« von Philip Klein Beste Filmidee:
»Helmut« von New X-iT Silberne Kopftrommel - originellste Leistung im Bereich Kamera und Schnitt:
»Ein Baum« von Malte Pätz und Paula Bandach (Regie) sowie Malte Pätz und Andre Jagusch (Kamera) Beatrix – Bester Animationsfilm: „Der Mond“ von Anne Mantei, Kathleen Teichmann, Hannes Sternkiker, Lutz Teichmann Goldener Toaster – Herausragende darstellerische Leistung:
David Nádvornik in »Ein Baum«

September 25, 12:10 PM

HANSAVIERTEL. Bis zur 77. Spielminute hielten die Hanseaten ein dickes Butterbrot in den Händen. Beschmiert mit einer leckeren 1:0-Führung. Betäubt vom ideenlosen Spiel der Karlsruher schwelgten die Blau-Weißen in schmackhaften Gedanken an den ersten Saison-Dreier – und ließen sich prompt die Butter wieder vom Brot nehmen.

Als der slowenische Nationalspieler Klemen Lavric nach einer Iashvili-Flanke mutterseelenallein im Strafraum auftauchte und den Ball lässig zum Ausgleich einköpfte, herrschte in der DKB-Arena Totenstille. Das war ja so klar, schien das Schweigen der Fans zu bedeuten. Dabei begann die Begegnung für den FC Hansa vielversprechend.

In einem »intensiven Spiel«, wie Gästetrainer Rainer Scharinger sagte, übernahmen die Küstenkicker schnell das Ruder. Mit zwei Stürmern und den Startelfneulingen Marcel Schied und Tom Weilandt spielte Hansa druckvoll und nagelte die Karlsruher teilweise in der eigenen Hälfte fest. Als dann auch noch Schied in der 25. Minute aus dem Getümmel heraus zum 1:0 einnetzte, fand der Jubel der 14.500 Zuschauer keine Grenzen mehr. Mit dem guten Gefühl einer Führung futterten die Fans in der Halbzeit ihre Pausenwurst.

In der zweiten Halbzeit dann der Schlafmodus. »Wir hätten nach der Pause das zweite Tor nachlegen müssen, um das Spiel nach Hause zu bringen«, haderte Torschütze Schied nach dem Spiel mit der mannschaftlich geschlossenen Lethargie. Stattdessen schlug die Stunde des Klemen Lavric. Mit dem 1:1 schreckten die Rostocker aus ihren Siegesträumen auf wie ein Schlafwandler, der gegen einen Torpfosten rennt.

Entsprechend energisch wurden die letzten Minuten geführt, in denen Schiedsrichter Benjamin Cortus noch drei der insgesamt acht gelben Karten verteilte. Da aber unter anderem der für den verletzten Timo Perthel eingewechselte Björn Ziegenbein nach einer Jähnicke-Vorlage das Tor knapp verpasste, blieb es beim 1:1 und damit sechstem Unentschieden dieser Saison.

»Am Ende sind wir sehr glücklich, dass noch ein Remis herausgesprungen ist«, sagte KSC-Trainer Scharinger und prophezeite: »Es war heute ein Unentschieden zweier Mannschaften, die keine einfachen Wochen hinter und vor sich haben.«

Für die nun auf Platz 17 liegenden Hanseaten wird sich zeigen, ob Trocken Brot für den Klassenerhalt reichen wird.

September 25, 05:35 AM

SÜDSTADT. Die Uni Rostock ist einer von drei Besitzern eines neuen, superauflösenden Mikroskops. Wissenschaftler am RTC wollen die besonderen Funktionen des Gerätes nutzen, um Genmodifikationen voranzutreiben. Einzigartig in Europa. Das kann das neue Mikroskop an der Universität Rostock von sich behaupten. Im Mai diesen Jahres wurde es am Referenz- und Translationszentrum für kardiale Stammzelltherapie (RTC) installiert. Damit lassen sich zellinterne Vorgänge besser beobachten und beschreiben. Man erhofft sich dadurch neue Erkenntnisse, von denen die Uniklinik profitieren kann. Viele Herzinfarkte werden am Klinikum für Herzchirurgie behandelt, wie überall. Um diesen und anderen Patienten mit Herzkrankheiten helfen zu können, müssen Therapien entdeckt und anschließend ausführlich erprobt werden. Die Anfänge finden im Labor statt. Auch die Forschung von Prof. Dr. Steinhoff und seinem Team befasst sich mit der Wirkungsweise, der Sicherheit und der Weiterentwicklung von Stammzelltherapien gegen Herzerkrankungen. »Wir betreiben hier im Labor die Grundlagenforschung«, erzählt Evgenya Delyagina, Pharmaziestudentin aus  St. Petersburg, die an der Uniklinik ihre Doktorarbeit schreibt. »Dabei suchen wir nach einer neuen Methode, wie wir Stammzellen genetisch modifizieren können.« Viele Forscher verpacken Gene in einen Virus, um sie so von A nach B zu transportieren, sprich, in die Zellen oder ins Gewebe. Delyagina und die anderen Forscher möchten den Transport allerdings non-viral, also ohne Viren durchführen. Außerdem arbeitet sie bevorzugt mit Stammzellen. Denn diese sind bei Transplantationen hilfreicher und stellen nützliche Proteine her. Die Zellen sollen etwa auch eine größere therapeutische Wirksamkeit oder längere Lebensdauer nach der Transplantation aufweisen. Herauszufinden erhofft sich die Doktorandin einiges. Grob gesagt, möchte sie mit dem neuen Mikroskop die Mechanismen einer genetischen Modifikation beobachten. Denn die Einschleusung des Genmaterials erfolgt über eine neuartige Methode, deren Mechanismus noch nicht vollständig aufgeklärt ist. Wie werden die Gene transportiert, wie nehmen Zellen Nanopartikel auf und wie genau wird die DNA eigentlich von den Nanopartikeln freigesetzt um in den Nukleus, den Zellkern, zu gelangen? Außerdem ist noch nicht bekannt, ob die veränderte Zelle unerwarteten Nebeneffekten ausgesetzt ist. Eine große Hilfe dabei ist das neue hochauflösende Mikroskop der Serie ELYRA PS.1 von Carl Zeiss. Das High-Tech-Gerät bietet eine ganze Reihe an besonderen Eigenschaften, die die Forschungsarbeit deutlich vereinfachen. Gefördert wird das Projekt vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF). Das neue Mikroskop vereint einzigartig eine Reihe an Sonderfunktionen wie eine Strukturierte Beleuchtung (SR-SIM) und die Photoaktivierte Lokalisations Mikroskopie (PALM), die in der Fluoreszenzmikroskopie bisher nicht erreichbare Auflösungen gestatten. Mit SR-SIM (Superresolution Structured Illumination Microscopy) wird eine Verdoppelung der Auflösung konventioneller Fluoreszenzmikroskope erreicht. So ist eine Lokalisationsgenauigkeit von 100 anstatt 200 Nanometern möglich. Das bedeutet, dass zwei Punkte, die 100 nm voneinander entfernt sind, auch noch als zwei einzelne Punkte wahrgenommen werden. Bei einer kleineren Distanz verschmelzen sie zu einem Fleck. Bei PALM (Photoactivated Localization Microscopy) sind zum Beispiel mittels schaltbarer fluoreszierender Proteine sogar Lokalisationsgenauigkeiten von bis zu zehn Nanometern möglich. Das war bisher nur mit Elektronenmikroskopen möglich. Allerdings konnte man dort die Zellen nicht fluoreszieren lassen, was Schwierigkeiten bei der Bestimmung der Zellbestandteile mit sich bringen kann. Ein weiteres Feature des Modells ist das LSM 780, das modernste und leistungsfähigste Laser-Scanning-Mikroskop von Carl Zeiss. Dieses schneidet die Zellen mit dem Laser in hauchdünne optische Schichten, die anschließend einzeln betrachtet werden können. Und obwohl das ELYRA-Mikroskop eine Vielzahl an Funktionen hat, bedarf es keiner besonderen Vorbereitung der Zellen, um mit SR-SIM und LSM zu arbeiten. »Die Präparate müssen nur so vorbereitet werden, wie es auch für herkömmliche fluoriszierende Mikroskope üblich ist. Das ist schon ein enormer Vorteil«, sagt Delyagina. Im Allgemeinen sei das Gerät außerdem sehr einfach zu handhaben und nutzerfreundlich. Doch trotz aller High-Tech-Spielereien sollte man stets mitdenken, davon ist sie überzeugt: »Man muss immer wissen, was man sehen möchte. Sich nur zu freuen, dass man schöne Bilder bekommt, ohne den Nutzen dahinter zu sehen – davon hat keiner was.« • Weitere Nachrichten aus Wissenschaft und Forschung auf www.scientia-magazin.de

September 21, 10:15 AM

ROSTOCK / BERLIN. Die Damen des Rostocker HC mussten am Samstagabend die Heimreise vom ersten Auswärtsspiel der Saison ohne Punkte im Gepäck antreten. Beim Berliner TSC verlor die Mannschaft von Trainer Lothar Goldschmidt mit 23:25 (12:12). Letztendlich musste eine unnötige Niederlage in einer Partie verbucht werden, die durchaus verheißungsvoll für den RHC begann. Schnell führte man mit 2:0, und der Eindruck wurde geweckt, die Rostockerinnen wollen die vermeintlich leichteste Aufgabe im schweren Auftaktprogramm in der Hauptstadt zum Punkten nutzen. Die Berlinerinnen, die ihr erstes Spiel bei Hude-Falkenburg gewonnen hatten, fanden wenig später ebenfalls in die Partie, verkürzten, glichen aus - es entwickelte sich eine muntere Partie. Was beide Mannschaften bereits in der ersten Halbzeit an Chancen liegen ließen, war allerdings bemerkenswert. Zwar agierten beide Abwehrreihen durchaus körperbetont, dennoch boten sich eine Reihe von Möglichkeiten, die aber zu häufig nicht den Weg ins Tor fanden. Annelie Freitag im Rostocker Kasten hielt ihre Mannschaft bereits im ersten Durchgang mit mehreren glänzenden Paraden in Partie. Leider schafften es die Dolphins nicht, die hinten erkämpften Bälle vorne im gegnerischen Tor unterzubringen. Da beide Mannschaften fahrlässig oft ihre Chancen vergaben, war der Halbzeitstand von 12:12 durchaus leistungsgerecht. Einige Undiszipliniertheiten im Umgang mit den Schiedsrichtern, die bei ihren Sanktionen auf beiden Seiten nicht immer das nötige Maß fanden, kosteten dem RHC womöglich entscheidende Kräfte. Neele Spiekermann kassierte kurz vor der Halbzeit eine solche Zeitstrafe. Trotz Unterzahl und anwerfendem Ballbesitz für den TSC konnten die Hansestädterinnen zu Beginn von Halbzeit 2 mit 13:12 in Führung gehen. Aber die gastgebenden Damen von Trainerin Kristina Richter nutzen ihre Überzahl, schlugen zurück und gingen in Führung. Von nun an lief der RHC einem Rückstand hinterher. Die Offensivbemühungen beider Mannschaften nahmen jedoch nicht an Genauigkeit zu. Einen Tick mehr Entschlossenheit und Konzentration auf Seiten des Rostocker HC hätte es bedurft, um den Spieß dieser Partie an diesem Nachmittag in der Werner-Seelenbinder-Halle noch einmal umzudrehen. Man merkte es der Goldschmidt-Sieben an, gewillt zu sein, etwas Zählbares mitzunehmen, aber es sollte nicht sein. Der TSC agierte eine Spur konzentrierter und erhöhte seinen Vorsprung. Zwar konnte der RHC abermals verkürzen, aber am Ende blieb es bei einer Ergebniskosmetik. Annelie Freitag, in diesem Spiel alleinige Verantwortliche im Rostocker Tor, da Andrea Klasen sich beim Warmmachen verletzte, bot eine starke Partie. Mit tollen Reflexen hielt sie ihre Mannschaft immerwieder Spiel. So lobte RHC- Trainer Lothar Goldschmidt nach der Partie die Defensivarbeit seiner Mannschaft: »Die Abwehr, allen voran Nellie, hat einen guten Job gemacht. 25 Gegentore sind absolut okay. Was wir aber vorne verworfen haben, war nicht mehr feierlich. Hier war heute viel mehr für uns drin. Aber mit so vielen Fehlwürfen kannst Du kein normales Spiel gewinnen.« ärgerte sich der Dolphins-Coach nach der Partie über die vergebenen Chancen. Nach der Partie, in der Jenny Schlegel ihr Debüt feierte und Jana Deinert mit 6 Toren beste RHC-Schützin war, feuerten die Dolphins ihre Oberligavertretung in der Ostseespreeliga an.
Allerdings behielt auch hier der Berliner TSC die Oberhand und gewann mit 25:22. Die nächsten Aufgaben in der 3. Liga Nord werden nach den beiden Auftaktniederlagen nicht einfacher: Am kommenden Samstag um 16.00 Uhr stellt sich die Bundesligareserve vom VfL Oldenburg in der Scandlines-Arena vor. Am 1. Oktober ist der RHC erneut in der Hauptstadt gefragt: Um 19.30 Uhr sind dann die Berliner Füchse Gegner. • So spielte der Rostocker HC:
A. Klasen n.e., A. Freitag - S. Topp (2), J. Schüring (4), J. Schlegel, J. Brinkies (2), C. Schallock, I. Duwe (3/2), L. Goldschmidt (3/2), J. Deinert (6), N. Spiekermann, F. Wilcken (1), S. Tolksdorf (1), V. Schlegel (1)

September 21, 10:00 AM

ROSTOCK/BERLIN. Am vergangenen Samstag war der EBC Rostock zu Gast bei der Bundesligavertretung von ALBA Berlin, zum letzten Testspiel der Vorbereitung. Mit nur sieben Spielern angereist, verkauften sich die Rostocker bis auf das zweite Viertel sehr gut und spielten auf Augenhöhe mit den Berlinern. Nachdem kurzfristig Arne Ritter und Michael Buse absagen mussten, agierte das Stenke-Team von Beginn an aufopferungsvoll.

Nach guten ersten zehn Minuten kam eine Phase, wo die Hansestädter das Basketball spielen einstellten und kopflos agierten. Bis zur Halbzeit ließ der Gastgeber nur noch vier Punkte zu und zog auf 44:25 davon. In der Halbzeitpause sprach Coach Stenke vor Allem den spielerischen Aspekt an und appellierte an sein Team, sich wieder auf die Stärken zu besinnen und die Trainingsinhalte der letzen Wochen umzusetzten. Ziel war es bis zum Ende des 3. Viertels auf zehn Punkte heranzukommen.

Nach dem Pausentee waren die Spieler um Kapitän Norman Holl besser eingestellt und kämpften sich mit einen 9:0 Lauf wieder auf 10 Punkte heran. Von da an war die Partie ein offener Schlagabtausch mit vielen guten Aktionen auf beiden Seiten. Die Partie verlor nicht an schnellem Tempo und beide Mannschaften versuchten Dieses konstant zu gehen. Bis Mitte des Abschnitts erkämpfte sich der EBC wieder den nötigen Respekt und agierte jetzt endlich mit mehr Spielwitz und Durchsetzungsvermögen. Der Rest der Partie war dann wieder auf Augenhöhe, was aber nicht ausreichte, um die schlechten zehn Minuten im 2. Viertel wett zumachen. Am Ende stand eine doch etwas deutliche 79:61-Niederlage auf der Anzeigetafel. Trotzdem zog Trainer Stenke ein positives Fazit nach dem Test geben ALBA: »Wir haben viel mitgenommen aus der Partie und nochmal zum Abschluss der Vorbereitung einen richtig guten Gegner gehabt. Jetzt heißt es, sich auf den Saisonauftakt gegen den Meister BG 74 Göttingen zu fokussieren und im Training nochmal richtig Gas geben.«

Trotz der Niederlage ist das Team zuversichtlich und fiebert dem in der Scandlines Arena gegen den Meister Göttingen stattfindenden ersten Spieltag entgegen.

• Viertelstände: (25:21, 19:4, 16:18, 19:18)

• Für den EBC Rostock spielten: Norman Holl (10 Punkte), Johann Herrmann (-), Sven Hellmann (22), Florian Nuelken (8), Eric Bill (9), Christian Hering (6), Zoltan Kollar (6)

September 19, 06:09 AM

HANSA-VIERTEL. Am gestrigen Sonntagabend verloren die Piranhas aus Rostock deutlich im DEB-Pokal gegen den MEC Halle 04 mit 1:9. Dabei fing das erste Drittel sehr vielversprechend an. Aus einer guten Abwehr versuchten die Piranhas einen sicheren Spielaufbau vorzubereiten. Dieses wurde durch die Hallenser aber meistens bereits im mittleren Drittel zunichte gemacht. So passierte es, dass die Mannschaft aus Sachsen-Anhalt im ersten Drittel mit 0:2 davonzog.
Im zweiten Spielabschnitt waren es wieder die Hallenser, die einen Treffer erzielen konnten und auf 0:3 erhöhten. Petr Sulcik gelang es in der 28. Spielminute nach Vorbereitung von Anton Marsall und Vitalij Blank die Piranhas noch einmal auf 1:3 an den MEC heranzubringen, aber es sollte der einzige Treffer der Raubfische an diesem Abend bleiben. Spielerisch wurde deutlich, dass bei der Mannschaft vom MEC Halle 04 alleine 5 Akteure im Sommer beim Training des Kooperationspartner aus der DEL aktiv waren und das auch das gesamte Team viel länger in der Vorbereitung ist. Die sehr gut aufgelegte Mannschaft von der Saale legte bis zum zweiten Pausentee dann auch noch vier Treffer zum 1:7 nach.
So kam es im letzten Drittel noch schlimmer und am Ende mussten sich die Piranhas mit 1:9 geschlagen geben. Der MEC Halle kann sich nun auf die zweite Runde im DEB-Pokal freuen.
»Uns wurden unsere Defizite heute Abend sehr deutlich aufgezeigt. Der MEC Halle 04 war in dieser frühen Zeit der Saison sicher noch nicht der richtige Gegner für uns, aber wir werden in den nächsten 14 Tagen noch härter an uns arbeiten müssen. Jeder einzelne Spieler wird aufgefordert, an seinem Können und an der eigenen Ausdauer zu arbeiten«, so der Trainer Wolfgang Wünsche nach dem Spiel.
Am Freitag sind die Piranhas zu Gast beim ECC Pressen Berlin. Diese sind dann zum Rückspiel am Sonntag zur gewohnten Zeit um 19 Uhr Gäste in der Schillingaallee.

September 16, 06:30 AM

REUTERSHAGEN. Die Vorbereitung auf eine Handballsaison ist immer gleich: Viele Kraft- und Ausdauereinheiten stehen zunächst wenigen taktischen oder technischen Einheiten gegenüber. So soll sich nach und nach bei Testspielen der nötige Feinschliff geholt und für die Trainer eventuelle Baustellen aufgezeigt werden. Im Rahmen der Vorbereitung der ersten Frauenmannschaft des Rostocker HC auf die neue Spielzeit in der 3. Liga Nord, welche am 10. September um 16 Uhr mit einem Heimspiel gegen den TSV Owschlag beginnt, kam es in der vergangenen Woche zu einem Derby gegen die Zweitligavertretung der TSG Wismar. Am Ende stand zwar eine klare 17:33- Niederlage zu Buche,  dennoch war der neue Chef auf der Dolphins- Bank nicht unzufrieden. RHC-Coach Lothar Goldschmidt sah seine Mannschaft »auf einem guten Weg«. Rund 20 Minuten konnte der Drittligist der gastgebenden TSG Paroli bieten, dann ging Wismar erstmals in Führung (9:8/20.). »Wir haben gut begonnen. 20 Minuten sah das richtig gut aus«, so Goldschmidt nach der Partie. »Aber man hat schon gemerkt, dass wir am Beginn der Vorbereitung stehen. In der zweiten Hälfte haben wir viele Konter kassiert, so dass das Ergebnis am Ende ein wenig zu hoch ausfiel.« Dass weniger das Ergebnis als vielmehr die praktische Erfahrung Sinn der Testspiele in der Vorbereitung ist, stellte der neue Rostocker Trainer ebenfalls heraus: »Ich bin mit der Leistung der Mannschaft, die sie zu diesem Zeitpunkt der Trainingsphase gezeigt hat, absolut zufrieden. Aber natürlich haben wir genau gesehen, woran wir in den nächsten Wochen arbeiten müssen. Die eine oder andere Baustelle ist durchaus da. Dafür dass wir hier heute mit zwei Torhütern und 8 Feldspielern gespielt haben, war das für den Anfang ganz in Ordnung«, so der Übungsleiter aus der größeren der beiden Hansestädte weiter. Am kommenden Wochenende startet die Mannschaft von Lothar Goldschmidt beim Känguru-Cup in Neubrandenburg, um sich weitere Spielpraxis für die kommenden Aufgaben zu verschaffen.

September 15, 05:30 AM

ROSTOCK. Mehr als 1200 Sportler tummelten sich am Samstag auf dem Vereinsgelände der Kanufreunde Rostocker Greif. 43 Drachenbootteams waren an die Unterwarnow gekommen, um beim 9. Rostocker Herbstrennen ihre Kräfte zu messen. Neben den 270-Meter-Sprints war auch in diesem Jahr der Höhepunkt wieder das Nachtrennen über die 1.200-Meter-Langstrecke.

Für die Boote führte der Weg ins Finale der 270-Meter-Strecke über mehrere Qualifikationsrennen. Kopf an Kopf kämpften jeweils drei Teams um den Einzug in die nächste Runde. Am Ende fanden alle Mannschaften ihren Meister in den HSP Seebären von der Uni Rostock, die das A-Finale für sich entscheiden konnten.

Um 20.30 Uhr erfolgte der Start zum Nachtrennen. In Abständen von jeweils 15 Sekunden gingen die Teams auf die Langstrecke. In der Dunkelheit markierte ein großer Ponton mit einem Lagerfeuer den spektakulären Wendepunkt für die Teams bevor es wieder zum Ziel auf Höhe des Kanuvereins zurück ging. »Dieses Rennen zieht die Leute natürlich an. Viele bleiben nur deswegen so lange hier«, erklärte der Vereinsvorsitzende Axel Goldbecher am Streckenrand. Als alle Boote durchs Ziel waren, stand der Dragon Club vom SV Breitling nach ihrem Erfolg im Vorjahr auch in diesem Jahr als Sieger des »Störtebeker Cups« fest.

Insgesamt zog Goldbecher ein positives Fazit aus der Veranstaltung. »Die Teams sind zufrieden«, freute er sich. Für das nächsten Jahr, dem zehnjährigen Jubiläum des Rennens, wolle man sich noch etwas besonderes ausdenken.

September 13, 04:30 AM

ROSTOCK. Rostock bewirbt sich als »Stadt der jungen Forscher«. Im Rahmen dieses Vorhabens findet im September an der Universität eine Schülerkonferenz statt, bei der Jugendliche für Wissenschaft begeistert werden sollen. Rostock möchte »Stadt der jungen Forscher« im Jahr 2013 werden. Dieser Titel wird in einem bundesweiten Wettbewerb jenen Kommunen verliehen, die in vorbildlicher Weise Jugendliche für Wissenschaft begeistern. Das Vorhaben ist nicht aus der Luft gegriffen. Gemeinsam mit den Rostocker Wissenschaftseinrichtungen, dem von ihnen gegründeten Wissenschaftsförderverein [Rostock denkt 365°] e.V. und vor allem den Schulen der Stadt bereitet eine Arbeitsgruppe bereits seit Jahresbeginn den Antrag vor. Dieser muss Anfang 2012 bei den Trägern des Wettbewerbs – Robert-Bosch-Stiftung, Telekom-Stiftung und Körber-Stiftung – eingereicht werden. Vor allem aber beweist das seit Jahren gute Abschneiden von Rostocker Schülern bei Wettbewerben wie »Jugend forscht«, dass in der Stadt hervorragende Nachwuchsarbeit geleistet wird. Mit dem Vorhaben, Rostock zur »Stadt der jungen Forscher 2013« zu machen, soll nun der bundesweite Blick auf die vielen Rostocker Einzelinitiativen gelenkt werden und diese für den Antrag gebündelt werden. Ein entscheidender Schritt auf dem Weg dahin findet am 12. und 13. September an der Universität Rostock statt. Auf dem Campus Ulmenstraße 69, Haus 1, gibt es die erste stadtweite Schülerkonferenz aller 8. und 9. Klassen aller Rostocker Schulen. Die rund 200 Schüler werden unter Anleitung von fachkundigen Moderatoren Ideen zur Zukunft Rostocks und insbesondere für gemeinsame Projekte zwischen Schulen, Wissenschaft und Wirtschaft entwickeln. Hierzu gibt es unter dem Motto des Antrags »Wir machen Wind« drei Themenkomplexe: · »Ich, Rostock und die Natur« · »Ich, Rostock und die Welt« · »Ich, Rostock und die Gesellschaft und Kultur« Am 12. September wird die Konferenz um 10 Uhr eröffnet. Parallel gibt es bis 12 Uhr einen »Markt der Möglichkeiten«. Auf ihm zeigen rund 100 Schüler die Ergebnisse jener erfolgreichen Projekte, die in den Vorjahren aus Kindern kleine Forscher machten. Für die Teilnehmer der um 12 Uhr beginnenden Workshops sollen diese als Anregung dienen. Am 13. September bewerten ab 10 Uhr zwei Jurys die am Vortag entwickelten Projektideen – und entscheiden, welche die besten Chancen haben, im Jahr 2013 umgesetzt zu werden. Das Motto des Antrags basiert auf der Entwicklung Rostocks zur Stadt der Windenergie in den vergangenen Jahren, soll aber auch symbolisch für die Dynamik der hiesigen Wissenschaft stehen und Zeichen für den Aufwind der gesamten Stadt sein, den ein solcher Antrag mit sich bringt. Das vollständige Programm der Schülerkonferenz und sämtliche Projekte, die sich auf dem »Markt der Möglichkeiten« vorstellen, finden sich unter www.rostock365.de/sdjf. • Informationen zum Wettbewerb unter www.stadt-der-jungen-forscher.de.

September 09, 04:40 PM

HANSAVIERTEL. „Da spielst du zu Hause gegen einen Mitaufsteiger und erarbeitest dir in 90 Minuten nicht eine klare Torchance“, so schallte es von den Rängen der mit 14.200 Zuschauern gut gefüllten DKB-Arena. Im Kern war die Sichtweise der Hansa-Fans auch nicht ganz falsch, doch hatte man nicht nur einen „Mitaufsteiger“ in Rostock zu Gast, sondern die Überraschungsmannschaft der diesjährigen Zweitligasaison.

Mit dem nächsten 0:0 gleichen sich nun nicht nur die Endergebnisse der letzten drei Rostocker Heimspiele, sondern erschreckenderweise auch ihr Spielverlauf. Der FC Hansa zeigte zwar erneut Ansätze eines technisch versierten Kombinationsfußballs, doch präsentierte sich, wie mittlerweile gewohnt, vor dem Tor komplett ohne Ideen und Durchschlagskraft. Immerhin: Der frisch zusammengewürfelte Defensivverband sorgte für eine stabile Abwehr und ermöglichte das vierte Spiel der Saison ohne Gegentor. Geplagt von Verletzungspech (Kostal) und Sperren (Wiemann) war Trainer Peter Vollmann gezwungen in der Rostocker Innenverteidigung zu improvisieren und bot mit dem wiedergenesenen Pannewitz und dem ehemaligen „Räuber Hotzenplotz“ Matthias Holst die zu erwartende Variante auf. Wenige Tage zuvor hatte sich der lange verletzte Verteidiger seine Haarpracht im Sinne der „Konzentration auf das Wesentliche“ entfernen müssen. Seinen Platz räumen hingegen musste Defensivstratege Robert Müller, der durch Neuzugang Peitz ersetzt wurde.

In den ersten 45 Minuten einer schwer anzusehenden Partie waren die Zuschauer in der DKB-Arena wirklich nicht um ihr Ticket zu beneiden, denn weder die Rostocker noch die sonst so erfrischend aufspielenden Braunschweiger schafften es durch fußballerische Qualitäten auf sich aufmerksam zu machen. Zwar versuchte Lartey noch kurz vor dem Pausentee Semmer zu bedienen, doch dessen langes Bein blieb zu kurz. Die Braunschweiger versuchten hingegen über Standards zum Erfolg zu kommen und vertrauten sonst auf die individuellen Qualitäten ihrer Torjäger Kumbela und Kruppke. Doch unpräzise Eingaben ließen jede offensive Bemühung auch bei ihnen schnell verpuffen. So ging es zur Halbzeit in die Katakomben und es konnte nach diesem Fehlpassfestival eigentlich nur besser werden. Wurde es aber nicht.

Nach einer Halbzeit vollständiger Neutralisation kehrten auch im zweiten Durchgang zwei offensiv völlig impotente Teams auf den Platz zurück, die es wussten sich auch über eine weitere Dreiviertelstunde fast komplett zu neutralisieren. In der 54. Minute prüfte immerhin Jänicke mit einem Schlenzer in die lange Ecke den sonst beschäftigungslosen Keeper Davari. Ähnlich harmlos präsentierten sich weiterhin die Gäste aus Braunschweig. Freistöße aus bester Position (64./ Vrancic) und gute Einschußchancen (67./Kruppke) vergaben sie ebenso fahrlässig, machten aber noch eher den Eindruck in der Lage zu sein, das Rostocker Tor zu treffen. Ein verzogener Schuss des zuvor eingewechselten Weilandt in der 75. Minute markierte die letzte erwähnenswerte Aktion eines Rostockers in einem gruseligen Spiel. Das Endergebnis von 0:0 war somit dem Spielverlauf mehr als gerecht.

Abschließend bleibt den Rostockern die gleiche Erfahrung, die sie in den letzten drei Heimspielen auch schon machen konnten. Trotz eines starken Defensivverbands entsetzte erneut die offensive Harmlosigkeit der Rostocker. Zwar ließen Jänicke und Ziegenbein immer wieder aufblitzen wie sie über außen marschieren können, doch im Endeffekt produzieren sie nichts Zählbares. Auch Hansas einziger Stürmer Semmer überzeugte wie gewohnt durch eine kämpferisch tolle Leistung, doch das Toreschießen, wofür er eigentlich geholt wurde, kommt bei ihm ebenso zu kurz wie bei Mo Lartey. Nach sieben Spieltagen ohne Sieg hat Peter Vollmann nun wieder eine Woche Zeit um vor allem der Rostocker Offensive neues Leben einzuhauchen.

September 05, 02:10 AM

ROSTOCK / SCHWERIN. Bei der Landtagswahl bleibt die SPD die stärkste Kraft. Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) kann sich seinen Koalitionspartner zwischen CDU und Linke aussuchen. Die FDP ist künftig nicht mehr im Parlament vertreten, dafür ziehen die Grünen erstmals ein. Die SPD konnte bei der Landtagswahl am 4. September 35,7 Prozent der Stimmen auf sich vereinen. Das ist ein Plus von 5,8 Prozentpunkten. Nummer zwei bleibt die CDU mit 23,1 Prozent, jedoch mit einem Stimmenverlus5 von 5,4 Prozentpunkten. Drittstärkste Kraft bleibt die Linke mit 18,4 Prozent (+1,6 %). Alles beim Alten? Nein: Die FDP erreichten nach einem Stimmenverlust von 6,9 Prozentpunkten nur noch 2,7 Prozent – und verfehlt wegen der Fünf-Prozent-Hürde den Wiedereinzug ins Parlament. Dafür kommen die Grünen erstmals ins Schweriner Schloss. Sie erreichten 8,4 Prozent, ein Plus von fünf Prozentpunkten. Die rechtsextreme NPD lässt Federn (-1,3%), bleibt aber mit sechs Prozent im Landtag. Die Wahlbeteiligung erreicht mit 51,4 Prozent einen neuen Negativrekord. Allerdings wird die Wahl im Wahlkreis 33 (Rügen I) erst am 18. September durchgeführt. Der CDU-Direktkandidat Udo Timm ist nämlich verstorben. Erst dann wird ein Endergebnis verkündet werden. Große Koalition ist wahrscheinlich Im neuen Landtag gibt es wieder 71 Sitze, die absolute Mehrheit wäre demnach bei 36 Mandaten erreicht. Die SPD-Fraktion bekommt 28 Abgeordnete, wodurch sich für die Sozialdemokraten eine komfortable Situation ergibt. Ein möglicher Koalitionspartner wäre die CDU mit 18 Sitzen. Rot-Schwarz hätte so mit 46 Mandaten eine luxuriöse Mehrheit. Die Linke bekommt 14 Sitze. Deshalb ist auch eine rot-rote Koalition mit 42 Abgeordneten möglich. In der Opposition werden sich voraussichtlich die Grünen mit sechs und die NPD mit fünf Sitzen wiederfinden. Eine Koalition aus CDU, Linke und Grüne hätte zwar mit 38 Abgeordneten eine Mehrheit, gilt aber als unwahrscheinlich. Rostock vergibt alle Direktmandate an SPD Und so haben die Rostocker Wähler entschieden: SPD 33,8%, CDU 16,3%, Linke 21,6%, Grüne 14,3%, FDP 2,5%, NPD 4,1%, Familien-Partei 1,8%, PBC 0,1%, AB 0,2%, APD 0,2%, AUF 0,1%, Republikaner 0,1%, Freie Wähler 0,6%, ödp 0,1%, Die Partei 0,4%, Piraten 3,8%. Sieht man sich die Direktmandate an, folgen die Rostocker dem Landestrend. Sie gehen allesamt an die SPD. Rostock I gewinnt Ralf Mucha (34,5%), Rostock II Rainer Albrecht (38,6%), Rostock III Mathias Brodkorb (41,5%) und Rostock IV Jochen Schulte (31,5%). • Alle Artikel zu den Landtagswahlen 2011 im Dossier
• Offizielle Ergebnisliste der Landeswahlleiterin (Zweitstimmen)

September 04, 02:00 AM

ROSTOCK / SCHWERIN. Heute, am 4. September, wird in Mecklenburg-Vorpommern ein neuer Landtag gewählt. Das ROSTOCKER JOURNAL berichtet per Ticker von den neuesten Entwicklungen und ersten Ergebnissen. • Dossier zur Landtagswahl 2011 08.02 Uhr Auch die Sitzverteilung bleibt so: SPD 28 (+5), CDU 18 (-4), Linke 14 (+1), Grüne 6 (+6), NPD 5 (-1) 07.55 Uhr Und hier liefern wir noch das vorläufige Endergebnis (ohne Rügen I) nach: SPD 35,7%, CDU 23,1%, Linke 18,4%, Grüne 8,4%, NPD 6%, FDP 2,7%, Piraten 1,9%, Familien-Partei 1,7%, Freie Wähler 1,1% 00.17 Uhr 2.040 von 2.092 Wahlbezirken ausgezählt. SPD 35,7%, CDU 23,1%, Linke 18,4%, FDP 2,7%, NPD 6%, Grüne 8,4%. Das vorläufige Endergebnis liefern wir morgen Früh nach. 22.32 Uhr Direktmandate: Rostock I Ralf Mucha - SPD (34,5%), Rostock II Rainer Albrecht - SPD (38,6%), Rostock III Mathias Brodkorb - SPD (41,5%), Rostock IV Jochen Schulte - SPD (31,5%) 22.22 Uhr So hat Rostock gewählt: SPD 33,8%, CDU 16,3%, Linke 21,6%, Grüne 14,3%, FDP 2,5%, NPD 4,1%, Familien-Partei 1,8%, PBC 0,1%, AB 0,2%, APD 0,2%, AUF 0,1%, Republikaner 0,1%, Freie Wähler 0,6%, ödp 0,1%, Die Partei 0,4%, Piraten 3,8% (vorläufiges amtliches Endergebnis) 20.48 Uhr Weil die Frage gerade kam: Die Wahlbeteiligung liegt derzeit bei 49,3%. Ca. 300 Wahlbezirke fehlen noch. 20.20 Uhr Wir rechnen noch einmal Koalitionen nach: SPD/CDU 46, SPD/Linke 42, SPD/Linke/Grüne 48, CDU/Linke/Grüne 38. Absolute Mehrheit sind 36 Sitze. SPD/Grüne geht nicht mehr. 20.15 Uhr Bei der Sitzverteilung sind sich ARD und ZDF einig. SPD 28, CDU 18, Linke 14, Grüne 6, NPD 5 20.12 Uhr Und hier die Hochrechnungen von 20 Uhr. ARD: SPD 36%, CDU 23,3%, Linke 18,2%, Grüne 8,2%, NPD 5,9%, FDP 2,8%, Sonstige 5,6% ZDF: SPD 36,1%, CDU 23,3%, Linke 18,3%, Grüne 8,2%, NPD 5,8%, FDP 2,8%, Sonstige 5,5% 19.13 Uhr Wir müssen noch nachträglich vermelden, dass der FDP-Landeschef Christian Ahrendt nach dem Wahldebakel zurückgetreten sind. Die Büroräume der FDP im Schweriner Schloss werden wohl die Grünen übernehmen. 19.05 Uhr 2. Hochrechnung ZDF: SPD 36,5%, CDU 23,6%, Linke 18,2%, FDP 2,8%, NPD 5,6%, Grüne 8,2%, Andere 5,1% 18.41 Uhr 2. Hochrechnung ARD: SPD 36,8%, CDU 24%, Linke 17,2%, FDP 3,2%, NPD 5,5%, Grüne 8,4% 18.35 Uhr Wir rechnen mal mögliche Koalitionen nach. 36 Sitze reichen für eine Mehrheit. SPD/CDU 47, SPD/Linke 42, SPD/Grüne 36, SPD/Linke/Grüne 49, CDU/Linke/Grüne 38 18.10 Uhr Sitzverteilung nach Prognose: SPD 29, CDU 18, Linke 13, Grüne 7, NPD 4 18.05 Uhr Kokert: "CDU hat den Sieg der SPD zum Teil mitzuverantworten." 18.01 Uhr Prognose: SPD 37%, CDU 24%, Linke 17%, FDP 3%, NPD 5,5%, Grüne 8,5% 17.53 Uhr Im Internet geistern schon Prognose-Ergebnisse rum. Wir warten aber auf 18 Uhr. 15.00 Uhr Und in den anderen Städten? Schwerin: 30-32 Prozent, Greifswald 26,19 Prozent. In Rostock waren 2006 übrigens um 14 Uhr schon 34,3 Prozent an der Urne (jetzt sind's 30 %). 14.37 Uhr Wahlbeteiligung in Rostock um 14 Uhr bei nur 30 Prozent! 13.30 Uhr CDU-Spitzenkandidat Lorenz Caffier kritisiert Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) dafür, dass er sich vor der Wahl nicht auf einen Koalitionspartner festlegt. »Das erweckt den Eindruck, dass wir in den vergangenen Jahren nicht gut zusammengearbeitet haben. Den Eindruck hatte ich aber nicht.« 11.30 Uhr Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) und Grünen-Spitzenkandidatin Silke Gajek haben ihre Stimmen in Schwerin abgegeben. Sellering erwartet seine Wiederwahl und Gajek ist zuversichtlich, dass die Grünen erstmals in den Landtag einziehen werden. 8.00 Uhr Die Wahllokale sind geöffnet. Nach unserer Beobachtung könnte es eine hohe Wahlbeteiligung geben. In Rostock müssen nur zwei Kreuze gemacht werden. Die anderen Landkreise wählen heute noch einen neuen Kreistag, einen Landrat und stimmen über den neuen Kreisnamen nach der Kreisgebietsreform ab - also sieben Kreuze. • Alle Artikel: Dossier zur Landtagswahl 2011

September 03, 09:45 AM
Landtagswahl 2011: Das ROSTOCKER JOURNAL stellt 11 identische Fragen an (Rostocker) Kandidaten aller Parteien mit Direktkandidaten, für alle transparent. Teil 8: Arne Gericke (Familien-Partei) 1. Wenn Sie Mecklenburg-Vorpommern in drei Adjektiven beschreiben sollen – welche sind das? weit - frei - visionär 2. Mecklenburg-Vorpommern war lange für seine Werften bekannt. Die Industrie ist nun mehr oder weniger zusammengebrochen. Wo sehen Sie die wirtschaftliche Zukunft im Land? Mecklenburg-Vorpommern muss den jungen Menschen wieder ein Zuhause bieten. Ein großes Standbein ist dabei der Tourismus. Landesweit muss kulturell investiert werden und dabei müssen Landesregierung und Ausrichtungsstätten vor Ort eng zusammenarbeiten. Kulturelle Investitionen führen zu noch mehr Attraktivität und machen unser Land Mecklenburg-Vorpommern nicht nur für Touristen, sondern auch für Grossunternehmen interessant. Wir müssen und dürfen uns dabei nicht unter Wert verkaufen. 3. Was sagen Sie den vielen arbeitslosen Menschen im Land? Und was den jungen Mecklenburgern und Vorpommern?  Die Familien-Partei Deutschlands möchte mit der Anerkennung der Erziehungsarbeit als Erwerbsarbeit Müttern und Vätern ein Zuhause bieten. Durch das Erziehungsgehalt entsteht neue Nachfrage in der Region. Es werden neue Arbeitsplätze geschaffen. Durch die Freiheit und Weite unseres Landes werden wir zum familienfreundlichsten Land Deutschlands. Mit einer echten Bildungsoffensive wächst Vertrauen und Unternehmen investieren! 4. Wie begegnen wir am besten dem demografischen Wandel?  Das Erziehungsgehalt ist der beste Motor, Eltern Mut zu einem Kind zu machen. Das Erziehungsgehalt ist ein echter Lastenausgleich für Eltern und Kinder und macht sie nicht zu unterbewerteten Almosenempfängern, wie es seit Jahrzehnten praktiziert wird.  5. Was sind Ihre drei Ziele, die Sie nach einem Wahlsieg unbedingt durchsetzen wollen?  Die Familien-Partei Deutschlands wird zunächst das Landeserziehungsgeld wieder einführen und erweitern. Das Glück der Eltern und Kinder in unserem Land ist das Fundament unserer Zukunft.In Krippen, Kindertagesstätten, Horte und Schulen soll so investiert werden, das sie den Ansprüchen eineraufstrebenden Wirtschaftsmacht gerecht werden, nicht nur, was die Immobilien betrifft, sondern auch was die Personalstruktur betrifft.Tourismusprojekte und nachhaltiger Umweltschutz müssen Hand in Hand gehen und das auf modernster Ebene, ohne die schöne Natur unseres Landes zu beschädigen. 6. Wie wollen Sie erreichen, dass Ihre Ziele nicht Kompromissen bei Koalitions-Verhandlungen zum Opfer fallen?  Die Familien-Partei Deutschlands wird nur dann eine Koalition eingehen, wenn Rechte und Pflichten von Eltern und Kindern mit denen der Kinderlosen ins Gleichgewicht gebracht werden. 7. Mit welcher Partei würden Sie Ihre »Traum-Koalition« bilden?  Es gibt für die Familien-Partei Deutschlands nur die eine Traumkoalition: Eltern und Kinder dürfen nicht mehr mit leeren Versprechen abgespeist werden.Wir werden sehr genau darauf achten, dass Förderungen echte Förderungen sind und nicht durch steuerlich-rechtliche Winkelzüge wie in den letzten Jahrzehnten, zuletzt auch beim Elterngeld, für Eltern und Kinder mit weiteren Kürzungen verbunden sind.Wenn wir das im Sinne der Eltern und Kinder unseres Landes möglich ist, legen wir uns auf den Koalitionspartner nicht fest. Wir sind allerdings eine Partei der Mitte und würden nicht mit einer extremen Partei eine Koalition eingehen. 8. Wie stehen Sie zu Kultur im Land? Sollten wir bei den Theatern angesichts der katastrophalen Haushaltslage(n) und mieser Zuschauerzahlen dort einen Gang zurückschalten? Kultur ist der Motor der Wirtschaft. Ohne Kultur hat kein Großunternehmen Interesse am Wirtschaftsstandort Mecklenburg-Vorpommern. Die Familien-Partei Deutschlands wird im kulturellen Bereich neue kulturelle Schwerpunkte für verschiedene Zielgruppen ermöglichen. 9. Kann Mecklenburg-Vorpommern zum Wissenschaftsland werden und wenn ja, wie, was werden Sie dafür tun? Die Familien-Partei Deutschlands fordert die Bildung in unserem Land nach festem Lehrplan auf eine breite Basis zu stellen. Förderung gilt in gleicher Weise für Schulen mit freien Trägern, wie auch für Regelschulen. Wir brauchen kleinere Klassen, Ausbau und Einhaltung von Qualitätsstandards und eine Förderung von Ausbildung und Studium unabhängig vom Einkommen der Eltern. Eltern müssen von sämtlichen Kosten für Schul- und Lernmittel befreit werden. Der Nutzen der Bildung unserer Kinder kommt der Allgemeinheit zu Gute, also muss sie auch durch die Allgemeinheit finanziert werden.Eltern brauchen mehr Sicherheit bei der Bildung ihrer Kinder. Auch Lehrkräfte brauchen bessere Lehrvoraussetzungen. Zwangsteilzeit, Stundenkürzungen und Lehrertourismus müssen der Vergangenheit angehören. 10. Werden Sie die Interessen des Standortes Rostock im Landtag vertreten und gewissermaßen Lobbyarbeit betreiben? Wenn ja, wie? Rostock muss die zentrale Wirtschaftskraft Mecklenburg-Vorpommerns werden, mit Austrahlungskraft für das ganze Land. Wir möchten gerade für Rostock klare Strukturen schaffen, die die Stadt Rostock für Unternehmen verlässlich und berechenbar macht. Es darf in Rostock mittelfristig auch keine Stadtteile mehr geben, in denen Kinder generationsübergreifend ohne Perspektive aufwachsen. Die Familien-Partei Deutschlands wird dafür verlässliche Voraussetzungen schaffen. 11. Letzte Frage: Warum sollten wir wählen gehen? Viele ärgern sich über die aktuelle Politik, zum Teil schon seit Jahrzehnten.Wir als Mitglieder der Familien-Partei Deutschlands haben gelernt, wenn wir etwas ändern wollen, müssen wir politisch aktiv werden.Die Wahl ist eine der wenigen Möglichkeiten innerhalb der Demokratie, in der wir unsere Zukunft mitbestimmen können!Wer nicht zur Wahl geht, darf sich nicht wundern, wenn sie oder er keine Fürsprecher in der Landesregierung hat. Die Familien-Partei Deutschlands setzt sich für Eltern und Kinder unseres Landes mit der grössten Gleubwürdigkeit ein. Wir bitten um das Vertrauen der Eltern und Grosseltern unseres Landes und wollen uns dann für deren Interessen stark machen. Interessen, die unser Land für die Zukunft aller stark macht! • Dossier zur Landtagswahl Das ROSTOCKER JOURNAL stellte allen zur Wahl zugelassenen Parteien mit Direktkandidaten elf identische Fragen. Die Antworten wurden in einer achtteiligen Serie veröffentlicht. Bis zum Start der Serie bekamen wir von der Linken keine Antworten.
September 03, 09:27 AM
Landtagswahl 2011: Das ROSTOCKER JOURNAL stellt 11 identische Fragen an (Rostocker) Kandidaten aller Parteien mit Direktkandidaten, für alle transparent. Teil 7: Rolando Schadowski (FDP) 1. Wenn Sie Mecklenburg-Vorpommern in drei Adjektiven beschreiben sollen – welche sind das? Blau und klar wie das Meer, warm und gelb wie die Sonne und zurückhaltend liebenswürdig wie die Menschen in Meck-Pomm 2. Mecklenburg-Vorpommern war lange für seine Werften bekannt. Die Industrie ist nun mehr oder weniger zusammengebrochen. Wo sehen Sie die wirtschaftliche Zukunft im Land? Im Ausbau des transeuropäischen Netzes von Berlin nach Rostock und weiter nach Skandinavien bzw. Palermo, so dass sich entlang desselben in MV weiter Industrie ansiedeln kann. Dazu zähle ich auch den Ausbau der A14; in der Weiterentwicklung eines starken Zweiges der Gesundheitswirtschaft mit einem großen Potenzial der Pflegewirtschaft; in der Vertiefung der europäischen Zusammenarbeit insbesondere im Ostseeraum; im behutsamen Ausbau der erneuerbaren Energien; in der Unterstützung des Beschäftigungsmotors Mittelstand.
3. Was sagen Sie den vielen arbeitslosen Menschen im Land? Und was den jungen Mecklenburgern und Vorpommern?  Der Arbeitskräftemarkt steht vor der Situation, dass wir jede Kraft benötigen, um alle Aufgaben in der Zukunft zu bewältigen. Beispielsweise im Pflegebereich der Zukunft, in den Kindertagesstätten, in den Arztpraxen, überall werden wir kurzfristig und künftig Fachkräfte suchen. Nutzen sie jetzt (Fort-)Bildungsmöglichkeiten und bereiten sie sich so vor auf die Situation, dass sie händeringend gesucht werden.   Den jungen Menschen: Jeder Mensch muss seine Entwicklungschance suchen und dabei entscheiden sich gegenwärtig viele für einen Weg, der sie aus MV weg führt. Diese Entscheidung trifft jeder für sich und das ist natürlich ok so. Aber viele Menschen kehren nach Jahren oder wenn sie »in die Jahre« gekommen sind nach Mecklenburg-Vorpommern zurück. Seid klug und bleibt gleich hier. Die Entwicklungschancen sind in Mecklenburg-Vorpommern ungleich größer als in anderen Bundesländern.   4. Wie begegnen wir am besten dem demografischen Wandel?  Vom demografischen Wandel haben mir Mitarbeiter des Statistischen Landesamtes bereits 2000 berichtet und davon, dass es seinerzeit niemand wahrhaben wollte, dass sich die Alterspyramide absehbar stark verändert. Immerhin: Jetzt weiß es jeder und jeder akzeptiert die Probleme, die sich daraus ergeben. Das ist zumindest der erste Schritt, dem demografischen Wandel zu begegnen. Der nächste Schritt besteht sicher aus einer Vielzahl von Schlussfolgerungen, wie er sich auf den Arbeitsmarkt, auf den Gesundheitsmarkt, auf die sozialen Sicherungssysteme und so weiter auswirkt. Hier muss meines Erachtens umgesteuert werden. Die Elternzeit ist eine erste richtige Schlussfolgerung. Die finanzielle Absicherung der sozialen Systeme muss nachhaltig geändert werden, denn das Umlagesystem wird hier künftig überfordert sein, um nur zwei Beispiele zu benennen. Und wir setzen auf die Mittelstandsförderung, denn der schafft die Arbeitsplätze in MV, die notwendig sind für ein gesichertes Einkommen. Das ist die Voraussetzung für die Bereitschaft der Menschen und Familien, Kinder zu bekommen. 5. Was sind Ihre drei Ziele, die Sie nach einem Wahlsieg unbedingt durchsetzen wollen?  Mehr Ärzte, mehr Lehrer, mehr Polizisten im Land.  6. Wie wollen Sie erreichen, dass Ihre Ziele nicht Kompromissen bei Koalitions-Verhandlungen zum Opfer fallen?  Wie überall in der Demokratie sind dazu Mehrheiten zu organisieren. Also brauchen wir für diese Ziele Stimmen aus anderen Parteien.  7. Mit welcher Partei würden Sie Ihre »Traum-Koalition« bilden?  Mit der Partei, mit der in den Koalitionsverhandlungen die meisten liberalen Ziele umgesetzt werden können. Die Orientierung an den Programmen ist dabei nur der erste Schritt.  8. Wie stehen Sie zu Kultur im Land? Sollten wir bei den Theatern angesichts der katastrophalen Haushaltslage(n) und mieser Zuschauerzahlen dort einen Gang zurückschalten? Die Theater im Land erfüllen für mich einen wichtigen Bildungsauftrag. Aber sie stehen auch in einem kulturellen Wettbewerb um die Gunst der Zuschauer. Den sollten Theater fortsetzen und so die Höhe des finanziellen Eigenanteils erfolgreicher Theater wie etwa Schwerin anstreben. Nur so kann der Bildungsauftrag dann auch erfüllt werden, wenn die Zuschauer erreicht werden können. 9. Kann Mecklenburg-Vorpommern zum Wissenschaftsland werden und wenn ja, wie, was werden Sie dafür tun? MV hat auf dem Weg zum Wissenschaftsland eindeutig Entwicklungspotenzial. Wir plädieren für eine leistungsorientiertere Mittelvergabe an autonome Universitäten und Hochschulen im Land. Dazu gehören auch eine stärkere Nutzung der Stipendienprogramme und Stiftungsprofessuren. Wir wollen die MINT-Fächer stärken (Mathe, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) und die Dualität von Wissenschaft und Wirtschaft unterstützen, so dass innovative Ideen unmittelbar Fuß fassen können in der Wirtschaft. Derartige Unternehmensausgründungen werde ich immer unterstützen. 10. Werden Sie die Interessen des Standortes Rostock im Landtag vertreten und gewissermaßen Lobbyarbeit betreiben? Wenn ja, wie? Selbstverständlich. Und diese Lobbyarbeit wird mir Freunde machen. Im Vergleich zum Unistandort Greifswald hat Rostock Nachholebedarf. Das ist ein Ansatz. Die Flugplatzsituation Laage und das Transeuropäische Netz durch Rostock sind weitere Ansätze der Lobbyarbeit für Rostock. Wir brauchen das neue Theater in Rostock für die Kultur und als Symbol der Kultur in der Stadt und als Argument für anspruchsvolle Arbeitskräfte. Und wir brauchen moderne Verwaltungsstrukturen in der Stadt.  11. Letzte Frage: Warum sollten wir wählen gehen? Es ist ein wesentliches Grundrecht jedes Bürgers, seine parlamentarischen Vertretungen mitzubestimmen. Davon sollte man in jedem Falle Gebrauch machen. Denn die parlamentarischen Plätze werden zu 100 Prozent besetzt werden. Kein Platz wird leer bleiben. Nur wer wählen geht, nimmt auf die Besetzung auch Einfluss.  • Dossier zur Landtagswahl
September 02, 11:00 AM
Landtagswahl 2011: Das ROSTOCKER JOURNAL stellt 11 identische Fragen an (Rostocker) Kandidaten aller Parteien mit Direktkandidaten, für alle transparent. Teil 6: Michael Silkeit (CDU) 1. Wenn Sie Mecklenburg-Vorpommern in drei Adjektiven beschreiben sollen – welche sind das? liebenswert, freundlich, idyllisch
2. Mecklenburg-Vorpommern war lange für seine Werften bekannt. Die Industrie ist nun mehr oder weniger zusammengebrochen. Wo sehen Sie die wirtschaftliche Zukunft im Land? Es ist leider richtig, dass die Beschäftigtenzahl im Schiffbau deutlich zurück gegangen ist. Dennoch beweisen uns Firmen wie die Neptun Werft oder Tamsen Maritim, dass der Schiffbau auch in Mecklenburg-Vorpommern noch eine Zukunft hat. Firmen, wie beispielsweise die SEAR GmbH in Rostock beschreiben eine andere, zukunftsorientierte Entwicklungsrichtung mit ihrer Konzentration auf die Fertigung von Offshore-Anlagen oder Anlagen der Energieverteilung. Der Energiewandel in Deutschland beinhaltet auch für Mecklenburg-Vorpommern große Chancen.
3. Was sagen Sie den vielen arbeitslosen Menschen im Land? Und was den jungen Mecklenburgern und Vorpommern?  11,7 Prozent arbeitslose Menschen im Juli dieses Jahres sind immer noch viel zu viele. Im Jahr 2005 waren es noch über 20 Prozent. Ich bin optimistisch, dass dieser positive Trend fortgesetzt wird. Den jungen Menschen kann ich nur raten, in Mecklenburg-Vorpommern zu bleiben. Wir brauchen sie. 4. Wie begegnen wir am besten dem demografischen Wandel?  Indem wir den Bildungs- Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort Mecklenburg-Vorpommern attraktiver gestalten und damit dafür sorgen, dass junge Menschen im Land verbleiben. Gute Löhne und Gehälter und eine zukunftsorientierte, attraktive Familienpolitik sind weitere sehr wichtige Stellschrauben. 5. Was sind Ihre drei Ziele, die Sie nach einem Wahlsieg unbedingt durchsetzen wollen?  Die Interessen der Stadt Rostock stehen für mich weit oben. Als Polizeibeamter will ich mich dafür einsetzen, dass Themen wie Ordnung und Sicherheit in der Politik wieder einen höheren Stellenwert erhalten. Darüber hinaus muss sich jeder Politiker, der ernst genommen werden will, den Herausforderungen des demographischen Wandels stellen.
6. Wie wollen Sie erreichen, dass Ihre Ziele nicht Kompromissen bei Koalitions-Verhandlungen zum Opfer fallen?  Vieles, was Interessenvertretung ausmacht, ist nicht zwingend Gegenstand von Koalitionsverhandlungen. Im Zweifelsfall müssen vorher fraktionsübergreifende Mehrheiten gefunden werden.
7. Mit welcher Partei würden Sie Ihre »Traum-Koalition« bilden?  Koalitionen sind wie Vernunftehen. SPD und CDU haben sich in den letzten fünf Jahren recht gut ergänzt. Mecklenburg-Vorpommern ist sichtbar vorangekommen.
8. Wie stehen Sie zu Kultur im Land? Sollten wir bei den Theatern angesichts der katastrophalen Haushaltslage(n) und mieser Zuschauerzahlen dort einen Gang zurückschalten? Wir haben tolle Kulturangebote in Mecklenburg-Vorpommern, wenn ich zum Beispiel an die Festspiele MV oder an die Schweriner Schlossfestspiele denke, die jedes Jahr aufs Neue tausende Besucher anziehen. Letztendlich müssen sich Angebote aber immer an der Nachfrage messen lassen. 9. Kann Mecklenburg-Vorpommern zum Wissenschaftsland werden und wenn ja, wie, was werden Sie dafür tun? Ich glaube, Mecklenburg-Vorpommern ist heute schon Wissenschaftsland. Unsere Palette reicht von Biotechnologie und Biowissenschaften, über Lasertechnologie, Werkstofftechnik, Innovationen bei der Nutzung alternativer Energien bis zur Forschung auf dem Gebiet der Plasmaphysik. Wichtig ist meines Erachtens eine noch stärkere Förderung der Vernetzung aus Lehre, Forschung und Wirtschaft. 10. Werden Sie die Interessen des Standortes Rostock im Landtag vertreten und gewissermaßen Lobbyarbeit betreiben? Wenn ja, wie? Auch bei der Lobbyarbeit sind Netzwerke das A und O. Ohne Verbündete ist jede Initiative zum Scheitern verurteilt. 11. Letzte Frage: Warum sollten wir wählen gehen? Eine große Wahlbeteiligung verhindert rechtes Gedankengut in unserem Landtag.
• Dossier zur Landtagswahl
September 02, 09:00 AM
Landtagswahl 2011: Das ROSTOCKER JOURNAL stellt 11 identische Fragen an (Rostocker) Kandidaten aller Parteien mit Direktkandidaten, für alle transparent. Teil 5: Johannes Saalfeld (Grüne) 1. Wenn Sie Mecklenburg-Vorpommern in drei Adjektiven beschreiben sollen – welche sind das? Natürlich - einzigartig - grün 2. Mecklenburg-Vorpommern war lange für seine Werften bekannt. Die Industrie ist nun mehr oder weniger zusammengebrochen. Wo sehen Sie die wirtschaftliche Zukunft im Land? Forschung und Entwicklung wurden zu lange vernachlässigt, so dass der Technologievorsprung und damit der Wettbewerbsvorteil im Schiffbau verloren ging. Die Zukunft liegt für Mecklenburg-Vorpommern in den erneuerbaren Energien. Wir sind hier oben mit Wind- und Sonnenenergie gesegnet. Hinzu kommen Biomasse und Geothermie. Jetzt heißt es, diese Potenziale richtig zu nutzen. Bis 2020 können in unserem Land 20.000 neue Arbeitsplätze im Bereich der erneuerbaren Energien entstehen. Dazu müssen aber die richtigen Weichen gestellt werden – insbesondere für Forschung und Entwicklung in MV. 3. Was sagen Sie den vielen arbeitslosen Menschen im Land? Und was den jungen Mecklenburgern und Vorpommern?  Mecklenburg-Vorpommern bekommt mit dem Atomausstieg eine unerwartete Chance. Die Produktionsstandorte für Energie wandern mittelfristig aus dem Süden Deutschlands in den Norden. Wenn wir diese Chance richtig nutzen, können wir Arbeitsplätze von der Servicekraft bis zum Ingenieur vor Ort schaffen. Den jungen Menschen sage ich, dass wir uns in Zukunft um eine bessere Bildung sorgen werden. 14 Prozent der Schulabgänger bekommen heute keinen Abschluss, jeder dritte Schüler bleibt mindestens einmal sitzen. Die drohende soziale Verschuldung der kommenden Generation müssen wir abwenden. 4. Wie begegnen wir am besten dem demografischen Wandel?  Dafür gibt es leider keinen Königsweg. Deswegen möchten wir Grünen endlich eine Enquetekommission im Landtag zum Demographischen Wandel und dessen Auswirkungen einrichten. Unabhängig davon stehen gerade junge Menschen Schlange vor unserem Bundesland. Bis 2016 gibt es in Deutschland doppelte Abiturjahrgänge, bis 2020 erwartet die Kultusministerkonferenz überdurchschnittliche Studienanfängerzahlen. Diese jungen Menschen sollten wir nicht länger abweisen, den Hochschulrückbau um 20 Prozent der Personalstellen bis 2017 müssen wir stoppen. Im nächsten Schritt müssen wir die gut ausgebildeten Absolventen im Land halten. 5. Was sind Ihre drei Ziele, die Sie nach einem Wahlsieg unbedingt durchsetzen wollen?  Ich würde gerne den Hochschulrückbau stoppen, die Einlagerung weiteren hochradioaktiven Atommülls in Lubmin verhindern, zum Beispiel durch Überprüfung der Betriebsgenehmigung, und ich möchte das Eckpunktepapier zur Theaterstruktur in MV zurückziehen lassen infolgedessen es zu unsinnigen Theaterfusionen kam. 6. Wie wollen Sie erreichen, dass Ihre Ziele nicht Kompromissen bei Koalitions-Verhandlungen zum Opfer fallen?  Natürlich mit einer guten Verhandlungsstrategie. Aber letztendlich könnte das politische Programm einer Partei nur dann zu 100 Prozent umgesetzt werden, wenn die entsprechende Partei die absolute Mehrheit im Parlament erringt. Kompromisse sind im Übrigen nicht aus Prinzip schlecht. 7. Mit welcher Partei würden Sie Ihre »Traum-Koalition« bilden?  Der Wunsch-Koalitionspartner wäre ganz klar die SPD. Die letzte Umfrage von Infratest dimap vom 25. August sah sogar eine rot-grüne Mehrheit in MV voraus. Rot-grün ist also möglich. 8. Wie stehen Sie zu Kultur im Land? Sollten wir bei den Theatern angesichts der katastrophalen Haushaltslage(n) und mieser Zuschauerzahlen dort einen Gang zurückschalten? Wenn wir gut ausgebildete Menschen im Land halten wollen, dürfen wir an der Kultur nicht sparen. Hochwertige Kulturangebote und insbesondere Theater heben die Lebensqualität vor Ort. 9. Kann Mecklenburg-Vorpommern zum Wissenschaftsland werden und wenn ja, wie, was werden Sie dafür tun? Mecklenburg-Vorpommern muss dringend in Forschung und Entwicklung investieren, andernfalls werden die örtlichen Unternehmen immer wieder mit ihren Produkten hinter die Konkurrenz zurückfallen. Dabei müssen sowohl das Land als auch die Wirtschaft größere Anstrengungen unternehmen. Völlig falsch ist der Hochschulrückbau bis 2017. Hier könnten wir anfangen, eine falsche Entwicklung im Land umzukehren.
10. Werden Sie die Interessen des Standortes Rostock im Landtag vertreten und gewissermaßen Lobbyarbeit betreiben? Wenn ja, wie? Den Grünen liegt die Entwicklung des gesamten Landes am Herzen. Jede Region braucht ihr spezielles Programm. Als Rostocker würde ich auf jeden Fall darauf hinwirken, dass das Land nicht weiter die Veräußerung kommunalen Eigentums von Rostock fordert. Insbesondere die kommunale Unternehmen der Daseinsvorsorge erwirtschaften wichtige Einnahmen der Stadt. Die Stadtwerke spielen eine wichtige Rolle bei der lokalen Energiewende. 11. Letzte Frage: Warum sollten wir wählen gehen? Es gibt zwei Gründe, warum jeder und jede zur Wahl gehen sollte: Erstens muss der Einzug der NPD durch eine hohe Wahlbeteiligung verhindert werden. Wer nicht wählen geht, hilft den Extremisten beim Sprung über die 5-Prozent-Hürde. Zweitens geht es um die existenzielle Gefahr des fortschreitenden Klimawandels. In Rostock haben wir in diesem Jahr viel erlebt: Enorme Schneemassen, extreme Trockenheit und Sandstürme sowie sintflutartige Regenfälle. Wir müssen in Zukunft eine Politik betreiben, die nächste Generationen nicht weiter ökologisch und sozial verschulden. • Dossier zur Landtagswahl
September 02, 05:00 AM
Landtagswahl 2011: Das ROSTOCKER JOURNAL stellt 11 identische Fragen an (Rostocker) Kandidaten aller Parteien mit Direktkandidaten, für alle transparent. Teil 4: David Petereit (NPD) 1. Wenn Sie Mecklenburg-Vorpommern in drei Adjektiven beschreiben sollen – welche sind das? MV ist ein schönes Land (landschaftlich gesehen) mit einer vergleichsweise armen Bevölkerung (Jahreseinkommen, Niedriglöhner/Aufstocker) und tristen Gegenden (Industriebrachen, so genannte Entleerungsräume). 2. Mecklenburg-Vorpommern war lange für seine Werften bekannt. Die Industrie ist nun mehr oder weniger zusammengebrochen. Wo sehen Sie die wirtschaftliche Zukunft im Land? Die Maritime Industrie wird dann eine Chance haben, wenn eine noch stärkere Verzahnung mit dem Bereich Forschung und Entwicklung erfolgt. In diesem Zusammenhang bleibt abzuwarten, ob die geplante Überführung des Rostocker Fraunhofer Anwendungszentrums für Großstrukturen in eine eigenständige außeruniversitäre maritime Forschungseinrichtung bis 2015 tatsächlich erfolgt. Die dafür vorgesehenen elf Millionen Euro sind meines Erachtens gut angelegtes Geld. Insgesamt ist die Förderpolitik des Landes massiv auf die Ansiedlung von Industrieproduktionen auszurichten. Die wirtschaftliche Zukunft im Land sehe ich in Umwelttechnologien, dem Bauhandwerk, der ökologischen, bäuerlichen Landwirtschaft und der Ernährungswirtschaft. 3. Was sagen Sie den vielen arbeitslosen Menschen im Land? Und was den jungen Mecklenburgern und Vorpommern?  Den jungen Menschen im Land sage ich: Es kann nicht sein, dass 74 Prozent der 15- bis 24-Jährigen im Niedriglohnsektor schuften müssen. So bekommt man das Fachkräfteproblem nicht in den Griff, vergrault das Land noch mehr Menschen, die dann dorthin gehen, wo es mehr zu verdienen gibt. Wir werden im Landtag für eine Anhebung der Löhne kämpfen. Bei den älteren Erwerbssuchenden liegt oftmals genug Potenzial brach, das sich durch gezielte Um- und Weiterqualifizierungen, so wie mit einem Antrag im
Landtag von uns gefordert, für die Menschen selbst und die Gemeinschaft nutzen ließe. Hier sind nicht zuletzt die Arbeitsämter gefragt. 4. Wie begegnen wir am besten dem demografischen Wandel?  Dem begegnen wir, wie von der NPD gefordert, mit zielgerichteten familienpolitischen Initiativen. Ich nenne an dieser Stelle beispielhaft ein auf eventuelle Sozialleistungen nicht anzurechnendes Landesbegrüßungsgeld in Höhe von 1.000 Euro für jedes neugeborene deutsche Kind (NPD-Antrag in der jetzigen Wahlperiode), ein Müttergehalt und Ehestandsdarlehen. Damit die hier genannten Maßnahmen tatsächlich Früchte tragen, ist natürlich ein gesundes wirtschaftliches Umfeld von Nöten. 5. Was sind Ihre drei Ziele, die Sie nach einem Wahlsieg unbedingt durchsetzen wollen?  Ganz klar würde das Hauptaugenmerk auf die Stärkung des Mittelstandes als Deutschlands Jobmotor gelegt werden. Maßnahmen: unter anderem Abbau von Bürokratie, zinsgünstige Darlehen, gegebenenfalls Aufbau von Sonderwirtschaftszonen auch gegen den Willen der EU. Dem partiell auftretenden Fachkräftemangel würden wir mit einer konzertierten Rückholaktion für abgewanderte Landeskinder kombiniert mit der zielgerichteten Um- und Weiterqualifizierung von Erwerbslosen begegnen. Drittens würden wir alles daransetzen, um das Leben in MV wieder sicherer zu machen. Gemeint ist hierbei vor allem die Kriminalität im grenznahen und im nachgelagerten Raum. Maßnahmen, die umzusetzen wären und die wir als NPD auch im Landtag per Antrag gefordert haben, sind die Wiedereinführung der klassischen Grenzkontrollen und die Aufstockung der Polizei. 6. Wie wollen Sie erreichen, dass Ihre Ziele nicht Kompromissen bei Koalitions-Verhandlungen zum Opfer fallen?  Im Endeffekt handelt es sich um eine Problematik, die auf die NPD (noch) nicht zutrifft. Innerhalb der betroffenen politischen Mannschaft muss Klarheit darüber herrschen, bei welchen Punkten es während der Verhandlungen mit dem künftigen Koalitionspartner keine Abstriche geben darf. Soweit die Theorie. 7. Mit welcher Partei würden Sie Ihre »Traum-Koalition« bilden?  Die Parteien des Berliner Kartells und deren regionale Ableger tragen maßgeblich Verantwortung für die katastrophalen Zustände auf Bundes- wie auf Landesebene. Mit ihnen kann es bei Lichte betrachtet keine
Koalitionen geben, zumal ihr Handeln gegen die Interessen des deutschen Volkes gerichtet ist. Das bedeutet nicht, alle Menschen aus diesen Parteien vor den Kopf zu stoßen. Wer ehrlichen Herzens zu uns Nationalen kommt und beim Aufbau eines neuen Deutschlands mithelfen möchte, ist willkommen. 8. Wie stehen Sie zu Kultur im Land? Sollten wir bei den Theatern angesichts der katastrophalen Haushaltslage(n) und mieser Zuschauerzahlen dort einen Gang zurückschalten? Grundsätzlich positiv, wobei regionale Kultur an erster Stelle steht. Ihr hat die ideelle und materielle Fürsorge des Landes zu gelten. Ich denke hier an die Pflege der plattdeutschen Sprache, an Volkstänze, aber auch an Heimatmalerei. Diese Aspekte gehören zur Identität Mecklenburgs und Vorpommerns wie Alleen oder Guts- und Herrenhäuser und müssen noch stärker als bislang gefördert werden. Die von Ihnen angesprochenen katastrophalen Haushaltslagen in den Kommunen gehen zurück auf eine katastrophale Ausgabenpolitik des Bundes (z. B. Kriegseinsätze, Banken-Rettungsschirme, Hilfe für
EU-Pleitestaaten). Eins noch: Wer Inszenierungen anbietet, die bei der Mehrheit der Landsleute auf Ablehnung stoßen, braucht sich über miese Zuschauerzahlen nicht zu wundern. Die Zuwendungen sollten sich nach den Zuschauerzahlen richten. Denkbar wären auch Befragungen der Bevölkerung: Wie stellen Sie sich Theater vor? 9. Kann Mecklenburg-Vorpommern zum Wissenschaftsland werden und wenn ja, wie, was werden Sie dafür tun? Grundvoraussetzung für ein Wissenschaftsland ist ein erstklassiges Bildungssystem. Die Verantwortlichen in MV sind aufgefordert, sich im Bundesrat für ein bundeseinheitliches Bildungssystem einzusetzen, das sich an den leistungsstarken Ländern (Sachsen, Bayern, Baden-Württemberg) orientiert. Des Weiteren ist Schülern noch stärker die Möglichkeit zu geben, ihren Erfinderdrang zu »befriedigen« (Ausweitung der Erfindermessen). Im Endeffekt muss im Land eine Kultur des Erfindens begründet werden. Mecklenburg-Vorpommern ist seit Jahren, was die Anmeldung von Patenten betrifft, im Ländervergleich ganz hinten zu finden. Außerdem kann MV zum Wissenschaftsland werden, wenn die Hochschulen vor allem im mathematisch-naturwissenschaftlichen Bereich finanziell noch besser gestellt werden. Uns als Opposition bleibt die Möglichkeit, im Landtag entsprechende Anträge zu stellen. 10. Werden Sie die Interessen des Standortes Rostock im Landtag vertreten und gewissermaßen Lobbyarbeit betreiben? Wenn ja, wie? Bei einem konkreten Anlass ist es durchaus möglich, dass ich mich für Rostocker Interessen stark mache, beispielsweise wenn die Hanse Sail in finanzielle Schieflage gerät oder Schwierigkeiten bei der Entwicklung des Rostocker Hafens auftreten. Ansonsten sehe ich mich als dem Land verpflichteter Politiker, dessen Hauptaugenmerk einer möglichst gleichmäßigen Entwicklung der einzelnen Regionen zu gelten hat. 11. Letzte Frage: Warum sollten wir wählen gehen? Selbst dann, wenn nur 20 Prozent der Wahlberechtigten wählen gehen, wird das Ergebnis gewertet. Wer sich der Wahl enthält, sendet meist ungewollt eine Botschaft, die da lautet: »Wir wehren uns nicht! Unser Schicksal interessiert uns nicht – macht mit uns, was Ihr wollt!« Andererseits durchschauen Nichtwähler das politische System wesentlich besser als jene, die noch brav für die Parteien des Berliner Kartells votieren. Nur schätzen sie die Wirkung ihres Handelns falsch ein. Für Merkel & Co. ist Wahlabstinenz kein Denkzettel, sondern Ermutigung für neue Maßnahmen zu Ungunsten der breiten Masse des Volkes. Wer schließlich die NPD als Fundamental-Opposition wählt, hat die Gewähr, daß auch künftig für die Regierenden unangenehme Themen (z. B. Arbeitslosigkeit, Niedriglöhne, Abwanderung, Kindeswohl/Sexualstraftaten, Grenzkriminalität, Hartz-IV-Thematik) aufs Tapet gebracht werden, mit denen sich die Herrschenden beschäftigen müssen. • Dossier zur Landtagswahl
September 01, 12:00 PM
Landtagswahl 2011: Das ROSTOCKER JOURNAL stellt 11 identische Fragen an (Rostocker) Kandidaten aller Parteien mit Direktkandidaten, für alle transparent. Teil 3: Matthias Bahner (Piraten) 1. Wenn Sie Mecklenburg-Vorpommern in drei Adjektiven beschreiben sollen – welche sind das? facettenreich, bodenständig und ausbaufähig  2. Mecklenburg-Vorpommern war lange für seine Werften bekannt. Die Industrie ist nun mehr oder weniger zusammengebrochen. Wo sehen Sie die wirtschaftliche Zukunft im Land? Jedenfalls nicht in Kurz- oder Zeitarbeit. Die Universitätsstandorte mit all ihren Lehr- und Forschungseinrichtungen müssen gestärkt und attraktiv gehalten werden. Dies muss vor allem in Hinblick auf resultierende Produktionsmöglichkeiten und damit zu erschließenden Absatzmärkten geschehen. Großes Potenzial liegt auch im Technologiesektor, beispielsweise IT oder regenerative Energien, sowie in der Medizin. Wir haben die Ausbildungs- und Forschungsstätten sowie die Infrastruktur und den Platz, den man benötigt um die verschiedensten Firmen hier anzusiedeln.  3. Was sagen Sie den vielen arbeitslosen Menschen im Land? Und was den jungen Mecklenburgern und Vorpommern?  Beiden Gruppen möchte ich sagen, bildet Euch solange wie möglich! Nutzt dafür die regionalen Einrichtungen und Bildungsträger. Bildung ermöglicht Fortschritt, bringt Euch Vorteile auf dem Arbeitsmarkt und später ein besseres Einkommen.  4. Wie begegnen wir am besten dem demografischen Wandel?  Die wenigsten jungen Leute gehen weg, weil es ihnen hier nicht gefällt. Mit lohnender Arbeit und genügend Ausbildungsplätzen im Land sowie in ausreichender Anzahl vorhandenen (und bezahlbaren) Kinderbetreuungsplätzen haben alle Generationen die Möglichkeit hier zu leben.  5. Was sind Ihre drei Ziele, die Sie nach einem Wahlsieg unbedingt durchsetzen wollen?  Wir werden das Bildungswesen stärken, mehr Geld für beispielsweise Lehrkräfte, Materialien und modernere Lehr- und Lernmethoden.  Das Staatswesen und die Politik müssen nachvollziehbarer gemacht werden, das heißt konkret Transparenz von politischen Aktivitäten und öffentlichen Ausgaben. Diese müssen für jeden Bürger zugänglich sein, zum Beispiel in Form von Rechenschaftsberichten oder Ähnlichem als Mittel gegen Bevormundung, Korruption und Vetternwirtschaft.  Wir werden im Rahmen der landespolitischen Möglichkeiten Lösungen finden, um eine sichere Existenz und gesellschaftliche Teilhabe zu gewährleisten, zum Beispiel Ausbau und Förderung von Kindertageseinrichtungen, Schulspeisungen und so weiter.  6. Wie wollen Sie erreichen, dass Ihre Ziele nicht Kompromissen bei Koalitions-Verhandlungen zum Opfer fallen?  Koalitionsvereinbarungen sind wie ein Handel und sollen ja immer zum beiderseitigen Vorteil sein. Auch »Die Großen« wollen etwas, nämlich eine Mehrheit, aber die ist nicht umsonst. »Die Kleinen« sollten sich deshalb immer ihres Wertes bewusst sein und konsequent handeln. Niemand sollte sich dabei »über den Tisch ziehen lassen«, nur um mitregieren zu dürfen. Es bringt nämlich rein gar nichts, zwar am Kabinettstisch sitzen, aber nichts sagen zu dürfen.  7. Mit welcher Partei würden Sie Ihre »Traum-Koalition« bilden?  Mit der Partei, mit der wir die größte inhaltliche Schnittmenge haben, also mit der SPD oder den Grünen.  8. Wie stehen Sie zu Kultur im Land? Sollten wir bei den Theatern angesichts der katastrophalen Haushaltslage(n) und mieser Zuschauerzahlen dort einen Gang zurückschalten? Auf keinen Fall! Gerade hier sollte man überlegen, wie man die Räumlichkeiten und das Programm attraktiver gestalten und die Zuschauer mehr mit einbeziehen kann. Talenten muss man eine Chance geben und Nachwuchs bereits in den Schulen werben. Hin und wieder eine kostenlos aufgeführte Probevorstellung weckt sicherlich bei dem einen oder anderen Interesse zum häufigeren Zuschauen oder Mitmachen. Qualitativ gute Vorstellungen müssen aber erst einmal vom Land vorfinanziert werden, bevor sie sich selbst tragen.  9. Kann Mecklenburg-Vorpommern zum Wissenschaftsland werden und wenn ja, wie, was werden Sie dafür tun? Natürlich kann es das! Schließlich ist es das ja schon. Das zeigen uns Einrichtungen wie die Max-Planck-Institute in Rostock und Greifswald, das Krupp Kolleg in Greifswald oder das Friedrich-Loeffler-Institut auf der Insel Riems.  Indem wir in unsere Hochschulen investieren, stärken wir ihre Position und lenken das Interesse auf den Standort MV. Wenn die Fachkräfte vor Ort und die infrastrukturellen Bedingungen vorhanden sind, warum sollte die Wirtschaft noch zögern, sich hier anzusiedeln?  10. Werden Sie die Interessen des Standortes Rostock im Landtag vertreten und gewissermaßen Lobbyarbeit betreiben? Wenn ja, wie? Ich werde nicht nur die Interessen Rostocks im Landtag vertreten, denn mir liegt das ganze Land am Herzen. Politik bedeutet Lösungen und Kompromisse zu finden, die möglichst viele verschiedene Positionen unter einen Hut bringt. Genau deshalb ist eine breite Parteienvielfalt nötig, die so viele Aspekte wie möglich abdeckt. Besonderheiten einzelner Städte und Regionen müssen individuell betrachtet werden und können bevorzugt werden, solange sie dem Großen und Ganzen dienen.  11. Letzte Frage: Warum sollten wir wählen gehen? Jeder, der wählen geht, kommt nur so seinen Interessen ein Stück näher.  • Dossier zur Landtagswahl
September 01, 07:30 AM
Landtagswahl 2011: Das ROSTOCKER JOURNAL stellt 11 identische Fragen an (Rostocker) Kandidaten aller Parteien mit Direktkandidaten, für alle transparent. Teil 2: Jochen Hoffmann (Freie Wähler) 1. Wenn Sie Mecklenburg-Vorpommern in drei Adjektiven beschreiben sollen – welche sind das? alt, arm, schön 2. Mecklenburg-Vorpommern war lange für seine Werften bekannt. Die Industrie ist nun mehr oder weniger zusammengebrochen. Wo sehen Sie die wirtschaftliche Zukunft im Land? Ich sehe die Industrie nicht als zusammengebrochen, sondern als im Wandel begriffen. Es gilt, diesen Wandel zu unterstützten und sowohl traditionellen Schiffbau als Kern für maritime Wirtschaftsunternehmen zu erhalten und auch neue Potenziale für die Energie-, Verarbeitungs- und Veredelungsindustrie im Zusammenwirken mit umweltschonendem Ausbau der europäischen Nord-Süd-Transitwege zu erschließen. Tourismusstandorte sind besonders hinsichtlich ihrer Einzelhandelspotenziale (Aufhebung Handelsbeschränkungen durch Ladenschlussregelungen) zu stärken. 3. Was sagen Sie den vielen arbeitslosen Menschen im Land? Und was den jungen Mecklenburgern und Vorpommern? Arbeitslosigkeit ist keine persönliche Niederlage! Bleiben Sie an Deck! Ermitteln Sie Ihre Grenzen (die hat jeder), erforschen Sie Ihre Neigungen und probieren Sie sich aus! Verzweifeln Sie nicht an Rückschlägen und tauschen sie sich mit anderen Menschen aus! Junge Mecklenburger und Vorpommern, erkennen Sie die im Land steckenden Potenziale für Ihre freie Entwicklung und machen Sie was 'draus für Sie selbst und Ihre Familien! Bleiben Sie hier! 4. Wie begegnen wir am besten dem demografischen Wandel? Der demografische Wandel ist ein globales/europäisches Problem. Abmilderung der statistischen Überalterung ist praktischerweise nur durch höhere Geburtenraten möglich. Daher muss die eben angemahnte Unterstützung der Wirtschaftsentwicklung durch gemeinsame Anstrengungen von Kommunen und der örtlichen Wirtschaft zur Unterstützung junger Familien begleiten werden. Kommunen müssen dafür finanziell besser gestellt werden. 5. Was sind Ihre drei Ziele, die Sie nach einem Wahlsieg unbedingt durchsetzen wollen? Niemand kann als Einzelner in einer Demokratie seine Ziele erreichen. Priorität haben für mich
1. Abwanderung eindämmen
2. Ressourcen schonen
3. Bildung entwickeln 6. Wie wollen Sie erreichen, dass Ihre Ziele nicht Kompromissen bei Koalitions-Verhandlungen zum Opfer fallen? Ich unterstütze alle demokratischen Forderungen, wo beispielsweise die Bürger dokumentiert beteiligt sind und mehrheitlich zustimmen, die Landesentwicklung gefördert, die Entwicklung der regionalen Wirtschaft unterstützt und die Umwelt geschont wird, Arbeitsplätze nachhaltig geschaffen oder erhalten werden, Steuer- und Abgabengerechtigkeit für die Bürger entsteht. 7. Mit welcher Partei würden Sie Ihre »Traum-Koalition« bilden? Ich suche keinen Konsens mit Parteien sondern kompromisslos sachbezogene Gemeinsamkeiten zur Durchsetzung vernünftigen demokratischem Bürgerwillens. Koalitionsfragen stellen sich hier für mich als Freien Wähler nicht. 8. Wie stehen Sie zu Kultur im Land? Sollten wir bei den Theatern angesichts der katastrophalen Haushaltslage(n) und mieser Zuschauerzahlen dort einen Gang zurückschalten? Theater gehören zu den weichen Standortfaktoren. Bei deren Finanzierung könnten neben den bestehenden Wegen neue Formen wie gemeinsame Stiftungen mit der Wirtschaft gesucht werden. Kinder sind die Kunden und Zuschauer von morgen. Hier muss massiv durch das Bildungssystem durch enge Kontakte zum Theater an die reiche kulturelle Tradition herangeführt werden. 9. Kann Mecklenburg-Vorpommern zum Wissenschaftsland werden und wenn ja, wie, was werden Sie dafür tun? Die Wissenschaftspotenziale unserer Hoch- und Fachschulstandorte und separaten Forschungseinrichtungen können stärker untereinander vernetzt werden. Die Selbständigkeit der Einrichtungen sollte dabei weitgehend erhalten bleiben. Konzentration dort, wo damit Integration und Effizienzsteigerung möglich ist. Verbindung nachhaltiger und ökologischer Wirtschaft mit angewandter Forschung. Entsprechende Förderung durch das Land bei gleichzeitiger Einrichtung eines »Lenkungsausschusses« mit Entscheidungskompetenz. Der Ausschuss sollte ausschließlich von Praktikern aus Wissenschaft und Wirtschaft mit Fachkompetenz ohne Parteienproporz gebildet werden. 10. Werden Sie die Interessen des Standortes Rostock im Landtag vertreten und gewissermaßen Lobbyarbeit betreiben? Wenn ja, wie? Den Standort Rostock mit seiner Einbindung ins Umland umfassend voran zu bringen, ist der Grund für meine Direktkandidatur zur Landtagswahl und meiner Kandidatur als Abgeordneter für den neuen Großkreis Mittleres Mecklenburg, wenn er denn so heißen wird. Hierzu will ich Möglichkeiten zur zielorientierten Zusammenarbeit zwischen Kreis, Stadt und Landtag organisieren. 11. Letzte Frage: Warum sollten wir wählen gehen? Wir müssen wählen gehen, um die Demokratie am Leben zu erhalten und um uns selbst als Bürger dieses Landes durch die richtige Wahl viel mehr Rechte für die Gestaltung unseres eigenen Lebens einzuräumen. • Dossier zur Landtagswahl
September 01, 04:40 AM
Landtagswahl 2011: Das ROSTOCKER JOURNAL stellt 11 identische Fragen an (Rostocker) Kandidaten aller Parteien mit Direktkandidaten, für alle transparent. Teil 1: Ralf Mucha (SPD) 1. Wenn Sie Mecklenburg-Vorpommern in drei Adjektiven beschreiben sollen – welche sind das? modern, vielseitig, lebenswert 2. Mecklenburg-Vorpommern war lange für seine Werften bekannt. Die Industrie ist nun mehr oder weniger zusammengebrochen. Wo sehen Sie die wirtschaftliche Zukunft im Land? Die erneuerbaren Energien bieten eine große Chance für unsere Werftstandorte. Dort kann das maritime Know-how und die Ausstattung der Werften genutzt werden. Außerdem werden so gut bezahlte Arbeitsplätze entstehen. Des Weiteren spielt die Gesundheits- und Pflegewirtschaft eine große Rolle. Dort müssen wir unsere Stärken weiterentwickeln. 3. Was sagen Sie den vielen arbeitslosen Menschen im Land? Und was den jungen Mecklenburgern und Vorpommern? In der letzten Legislatur wurden mehr als 25.000 Arbeitsplätze geschaffen. Daran müssen wir weiter arbeiten, damit diese Entwicklung fortgeführt wird. Wichtig ist aber auch, dass vernünftige Löhne gezahlt werden und endlich ein Mindestlohn eingeführt wird. Außerdem werden wir auch an öffentlich geförderter Beschäftigung nicht vorbei kommen, auch um unsere Zivilgesellschaft weiter aufzubauen 4. Wie begegnen wir am besten dem demografischen Wandel? Am besten die jungen Leute hier im Land behalten. Das funktioniert nur mit attraktiven Arbeitsplätzen und einem schönem Wohnort. Dafür müssen wir arbeiten. Aber demografischer Wandel heißt auch, dass wir mehr für die Teilhabe der älteren Bevölkerung tun müssen und ihnen eine auskömmliche, Lebensstandardsichernde Rente sichern müssen
5. Was sind Ihre drei Ziele, die Sie nach einem Wahlsieg unbedingt durchsetzen wollen? Ich persönlich werde mich auch auf Landesebene im Bereich Jugend- und Soziales engagieren. Eine gute Jugendarbeit ist wichtig, damit in unserer Gesellschaft niemand zurückgelassen wird. Außerdem gibt es viele weitere wichtige Themen, von Mindestlohn, über kostenlose Kita, längeres gemeinsames Lernen, Integration und Sicherheit für alle Menschen in unserem Land.  
6. Wie wollen Sie erreichen, dass Ihre Ziele nicht Kompromissen bei Koalitions-Verhandlungen zum Opfer fallen? Da gilt es, viel Überzeugungsarbeit zu leisten. Ich werde, nicht nur in Koalitionsverhandlungen, immer für die Inhalte eintreten, für die ich im Wahlkampf stehe. Ich habe auch weiterhin vor mich dafür stark zu machen, dass die richtigen Inhalte und die Interessen der Bürgerinnen und Bürger in meinem Wahlkreis umgesetzt werden können.
7. Mit welcher Partei würden Sie Ihre »Traum-Koalition« bilden? Einen Koalitionspartner auszusuchen ist nicht einfach. Es gilt, die Partei mit den meisten Schnittmengen ist der beste Partner. Themen wie längeres gemeinsames Lernen, Mindestlohn und mehr soziale Gerechtigkeit spielen eine große Rolle.
8. Wie stehen Sie zu Kultur im Land? Sollten wir bei den Theatern angesichts der katastrophalen Haushaltslage(n) und mieser Zuschauerzahlen dort einen Gang zurückschalten? Kultur ist ein wichtiges Politikfeld. Neben einem weichen Standortfaktor ist es auch ein wichtiger Punkt für eine Gesellschaft. Außerdem ist Theaterpädagogik auch eine Sparte.
9. Kann Mecklenburg-Vorpommern zum Wissenschaftsland werden und wenn ja, wie, was werden Sie dafür tun? Ja, ich glaube wir können das schaffen. Wichtig ist keine Studiengebühren einzuführen, damit das Studium des Kindes nicht vom Geldbeutel der Eltern abhängt. Außerdem müssen wir den Bund zwingen, mehr Geld einzunehmen und dieses dann den Ländern für Bildung (frühkindliche, schulische und universitäre) zur Verfügung zu stellen
10. Werden Sie die Interessen des Standortes Rostock im Landtag vertreten und gewissermaßen Lobbyarbeit betreiben? Wenn ja, wie? Ich glaube nur in wenigen Punkten stehen sich Rostocks Interessen und die des Landes sich entgegen. Rostock ist ein Leuchtturm und zieht den Rest des Landes mit. Sollte es tatsächlich einmal um explizit Rostocker Interessen gehen, bin ich selbstverständlich Abgeordneter für Rostock und werden versuchen möglichst viele Kollegen zu überzeugen.

11. Letzte Frage: Warum sollten wir wählen gehen? Ein ganz wichtiger Punkt ist eine hohe Wahlbeteiligung die hoffentlich hilft, dass die Nazis nicht wieder in den Landtag einziehen. Außerdem ist Demokratie ein wichtiger Punkt, den wir uns 1990 erkämpft haben und nun sollten wir sie auch nutzen. • Dossier zur Landtagswahl
August 31, 10:25 AM

SCHWERIN. Gestern Abend lieferten sich die Kontrahenten Erwin Sellering (SPD) und Lorenz Caffier (CDU) im NDR ein TV-Duell zur Landtagswahl. Doch die Angelegenheit wurde mehr zur Kuschel-Partie – von Duell keine Spur. Daran war auch der Moderator nicht ganz unschuldig.  Eigentlich war es nicht anders zu erwarten. Beim TV-Duell des NDR mit den zwei aussichtsreichsten Kandidaten auf den Posten des Ministerpräsidenten ging es eher wie bei einem Duett zu. Klar, denn die Kontrahenten sind Kollegen in der großen Koalition aus SPD und CDU. Erwin Sellering ist Ministerpräsident, sein Gegenüber Lorenz Caffier Innenminister.  Punkt 21 Uhr, 240.000 Zuschauer im NDR: Erwin Sellering trägt eine rote Krawatte, wirkt gelassen. In Umfragen liegt der SPD-Ministerpräsident weit vorn und wird sich seinen Regierungspartner aussuchen können. Ihm Gegenüber steht Lorenz Caffier. Er ist etwas nervöser, trägt eine  blau-gestreifte Krawatte.  Zu Beginn loben beide erst einmal ihre eigene Arbeit, ein schwacher Auftakt für ein Duell. »Wir haben fünf Jahre gute Politik gemacht, in der Bildung gepunktet, die Arbeitslosigkeit gesenkt«, sagt Lorenz Caffier. Sellering lächelt, wenn er Caffier lobt, sagt er »mein Minister«.  Dann eine fiese Frage: Caffier soll sagen, welche Eigenschaften ein Ministerpräsident haben muss – und welche davon Sellering fehlen. Er überlegt, weiß nicht recht, was er sagen soll. Letztendlich sagt er »Ausdauer«. Sellering geht dem Konflikt geschickter aus dem Weg, meint: »Jemandem etwas abzusprechen, finde ich nicht richtig.« Punkt für Sellering.  Der Landesvater sorgte vor kurzem für einen Eklat, als er sich weigerte, die DDR als Unrechtsstaat zu bezeichnen. Seit dem gilt der aus Westdeutschland stammende Sellering als »Ossi-Versteher«. Im TV reagiert er auf die Nachfrage des NDR-Chefredakteurs und Moderators Andreas Cichowicz gelassen. Er meint, man müsse »zwischen denen unterscheiden, die Unrecht getan haben, und denen, die im Stillen unter dem Unrecht gelitten haben.« Große Chance für Gegner Caffier, sich abzugrenzen, dort zu punkten. Doch auch er hält sich zurück, sagt nur: »Die DDR war kein Rechtsstaat.« Das Wörtchen »Unrechtsstaat« will auch er nicht aussprechen.  Auch beim Thema Wirtschaft und Arbeit herrscht erst einmal große Einigkeit. Arbeitsplätze wurden geschaffen, die Wirtschaft kommt nach der großen Werften-Pleite voran. Sellering fordert allerdings den Mindestlohn, den die CDU konsequent ablehnt. „Beim Mindestlohn ist uns die Linkspartei näher“, sagt Sellering. Gegner Caffier scheint das aufzuschrecken, er unterstreicht mit „Wer keine guten Löhne zahlt, bekommt keine guten Arbeitskräfte“ die Gemeinsamkeiten. Kurs auf eine erneute Große Koalition.  Caffier kämpft anscheinend nicht darum, Ministerpräsident zu werden, er will Regierungspartner bleiben, bietet sich Sellering schon im TV durch mangelnde Angriffslust an.  Die unter Journalisten so beliebte Koalitionsfrage: Sellering legt sich auch beim NDR nicht fest. Die SPD liegt laut infratest dimap (19. August) bei 37 Prozent. Er kann also bequem zwischen CDU (28 %) und Linke (17,5 %) wählen. Wenn die Grünen (7 %) erstmals in den Landtag einziehen und NPD (4 %) und FDP (3,5 %) rausfliegen, ginge mit knapper Mehrheit rein rechnerisch auch Rot-Grün. Caffier wird von Moderator Cichowicz gar nicht nach Koalitionspartnern gefragt. Stattdessen will er wissen, was er schon jetzt Sellering »anbieten könnte«. Offensichtlich glaubt er gar nicht an Caffiers Chancen als Ministerpräsident, also kein echtes »Duell« im TV.  Fazit: Sellering gibt sich souverän, aber auch unnahbar. Caffier punktet keinesfalls durch seine Ausstrahlung, sammelte in den vergangenen fünf Jahren als Innenminister mit Themen wie Kreisgebietsreform und Grenzkriminalität auf Usedom kaum Sympathiepunkte. Das TV-Duell war eigentlich ein Duett, ein Kuschelkurs der künftigen Koalitionspartner. Sellering ist sich seiner Überlegenheit bewusst – und der Moderator tut nichts, um das »Duell« nur ansatzweise spannend zu machen. • Dossier zur Landtagswahl
• Mediathek des NDR

August 30, 10:06 AM

ROSTOCK. Mecklenburg-Vorpommern gilt als eine Hochburg der Linken. Auch Regierungserfahrung konnte hier bereits gesammelt werden. Am 4. September haben die Bürger von Mecklenburg-Vorpommern die Wahl zu entscheiden, welche Parteien zukünftig die Politik des Bundeslandes bestimmen. Vieles deutet auf eine Große Koalition hin, doch hier scheint das letzte Wort noch nicht gesprochen zu sein. Die Frage nach dem Koalitionspartner der SPD, die momentan stärkste Kraft zu werden scheint, bleibt nach wie vor aktuell. Hierbei schließen die Beobachter auch ein Bündnis der Sozialdemokraten mit der extremen Linkspartei nicht aus. Schon 1998 arbeiteten beide Parteien erstmalig in Mecklenburg-Vorpommern zusammen. Damals gründeten sie damit die erste Rot-Rote Koalition der Republik. Ob ein Bündnis auch nach diesen Landtagswahlen zu Stande kommt bleibt bis zum 4. September abzuwarten. Laut den Umfragewerten vom März dieses Jahres kommt die Linke auf 17 Prozent und verzeichnet damit einen leichten Wählerzuwachs im Vergleich zum Vorwahljahr 2006.  Ob nun Regierung oder Opposition, die Linkspartei ist und bleibt in Mecklenburg-Vorpommern eine starke politische Kraft. Die Partei um Spitzenkandidat Helmut Holter schickt 34 Direktkandidaten ins Rennen um die Landtagsmandate. Auch für alle vier Rostocker Wahlkreise wurde Bewerber aufgestellt. So kandidiert Regine Lück für den Wahlkreis Rostock IV  Im Wahlkreis Rostock III kämpft Lars Kulesch um den Einzug ins Landesparlament. Ida Schillen ist die Direktkandidatin für den Wahlkreis Rostock II. Für den Wahlkreis Rostock I will Dr. Carsten Penzlin als Vetreter in den Landtag einziehen. • Dossier zur Landtagswahl

August 30, 10:05 AM

ROSTOCK. Ungeliebt, oft kritisiert und für alle Parteien ein Dorn im Auge: Seit der Wahl 2006 sitzt die rechtsextreme NPD im Landtag. Und auch für die kommende Wahl treten sie wieder an. Wir zeigen die Direktkandidaten für Rostock. Im Wahlkreis vier tritt David Petereit (30) an. Der Nationaldemokrat sitzt auch schon in der Rostocker Bürgerschaft und machte eine Lehre zum Rechtsanwaltsfachangestellten. Bürger Lüssow (36) will im Wahlkreis fünf punkten, ist schon seit der Wende in der NPD aktiv. Im Wahlkreis Nummer sechs kämpft Kraftfahrer Jörn Stelter (39) um Stimmen. Und im Bereich sieben will Michael Fischer (23, Master-Student) das Direktmandat für die NPD gewinnen. Im Wahlkampf wirbt die NPD um Spitzenkandidat Udo Pastörs mit Themen wie Arbeit, Ausländerpolitik, Heimattreue und Lokalpatriotismus. Alle anderen Parteien kämpfen gegen den erneuten Einzug der Extremisten. In Umfragewerten liegen sie knapp unter der Fünf-Prozent-Hürde. • Dossier zur Landtagswahl

August 26, 09:52 PM

INGOLSTADT. Über ein Jahr ist es nun her, als der FC Hansa Rostock am Abgrund war. Genau genommen stand es in den Abendstunden des 17. Mai 2010 nach zwei desaströsen Relegationsspielen fest, dass der FC Hansa den bitteren Gang in die 3. Liga antreten muss. Relegations-Kontrahent damals und somit unmittelbarer Rostock-Bezwinger - der heutige Gegner aus der 2. Bundesliga, der FC Ingolstadt. Welch große Gelegenheit sich somit ergab den Ingolstädtern wieder auf Augenhöhe zu begegnen, muss nicht weiter erläutert werden.

So legten die Rostocker in der Anfangsphase der Partie ein hohes Tempo vor und erarbeiteten sich durch Jänicke in der 13. Minute die erste Großchance, die jedoch nicht zum erhofften frühen Tor für die Hansestädter führte. Als sich nochmals Jänicke auf der linken Seite durchtanken konnte und eine präzise Eingabe auf den heute von Beginn an spielenden Angreifer Marcel Schied brachte, wurden alle Rostocker Hoffnungen auf einen frühen Führungstreffer von einem starken Reflex des FCI-Keepers Kirschstein zunichte gemacht. So zeichnete sich, das in dieser Saison beinah übliche Dilemma der Rostocker Chancenverwertung bereits in der Anfangsphase ab.

Die Ingolstädter hingegen agierten vor dem Tor abgeklärter und bestraften einen Ballverlust des sonst gut aufgelegten Pannewitz mit der Führung durch Moritz Hartmann, der einen präzisen Pass des Ingolstädter Kapitäns Leitl kompromisslos vollendete und dabei Hansas Schlussmann Müller sehr unvorteilhaft aussehen ließ. Mit dem Gegentreffer verpufften alle Rostocker Offensivbemühungen und Ingolstadt übernahm die Initiative des Spiels, doch bis zur Halbzeit sollte nur Buddle (45.) Hansa-Keeper Müller nochmals ernsthaft auf die Probe stellen.

Die zweite Hälfte eröffnete Hansa Außenverteidiger Schyrba mit einem Katastrophen-Kopfball genau in den Lauf des FCI-Torschützen Hartmann, der jedoch nicht in der Lage war diesen Schnitzer entsprechend zu verwerten. Im Anschluss intensivierte der FCH seine Angriffsbemühungen und stellte die Ingolstädter Defensive immer wieder vor gehörige Probleme. Besonders das offensive Dreieck Lartey, Ziegenbein und Jänicke wußte die defensiv stellenweise überforderten Bayern immer wieder unter Druck zu setzen, doch der verdiente Lohn blieb zunächst versagt, da Ziegenbein in der 50. Minute von der Strafraumgrenze nur den Querbalken des Ingolstädter Gehäuses traf.

Trotzdem blieb Hansa seiner Linie treu und drängte konsequent auf den Ausgleich. Natürlich musste es Hansas Sorgenkind Kevin Pannewitz sein, der letztendlich den Ausgleich in der 56. Minute nach einer starken Lartey-Ecke per Kopf besorgte. Ein Treffer, der die Rostocker beflügelte und den Hanseaten eine spielerische Überlegenheit bescherte, doch außer einiger wenig gefährlichen Versuche von Pannewitz nach einer Ecke sowie Lartey aus der zweiten Reihe gelang es den Rostockern erneut nicht zwingende Torchancen zu kreieren. Es folgte eine äußerst merkwürdige Schiedsrichterentscheidung, die das Spiel zugunsten der Ingolstädter kippen sollte. Buchner untersuchte nach einer formidablen Pelzer-Grätsche die Ingolstädter Rasenstrukturen so genau, dass sich Schiedsrichter Schriever zum Elfmeterpfiff hinreißen lies, den Leitl in der 75. Minute eiskalt zum 2:1 vollstreckte. Einigen spielerisch kopflosen Versuchen der Rostocker folgte noch in der Nachspielzeit das 3:1 für Ingolstadt.

Wiederum war es Leitl, der einen von Wiemann dilettantisch verursachten Elfmeter einnetzte und alle Rostocker Sturmläufe beendete. Als weiteren Hieb auf die angeschlagene Rostocker Fußball-Seele kassierte Kapitän Pelzer noch eine völlig überflüssige mit Rot bestrafte Grätsche des Ingolstädter Verteidigers Andreas Görlitz und musste den Platz in der 87. Minute verletzungsbedingt verlassen.

Unter dem Strich bleibt für den FC Hansa erneut eine Niederlage der Kategorie Lehrgeld. Allein die Betrachtung der Art und Weise wie die Ingolstädter Tore zustande kamen, wird Trainer Peter Vollmann wohl einige schlaflose Nächte bereiten. Wieder mal waren es keine großartig herausgespielten Angriffe des Gegners, die letztendlich zum Torerfolg führten, sondern viel mehr lud die Rostocker Hintermannschaft die Ingolstädter zum Tore schießen ein.

Auch wenn der Schiedsrichter mit seiner Fehlentscheidung in 75. Minute die Partie entscheidend beeinflusste, fahren letzten Endes wieder die Rostocker mit leeren Händen Richtung Ostsee. Im Hinblick auf die bisherigen Gegner des FCH, die sich beinah allesamt in unteren Tabellenregionen befinden, darf eine Bilanz von vier geholten Punkten aus sechs Spielen durchaus als kritisch betrachtet werden und der derzeitige 15. Tabellenplatz ist fast noch eine Beschönigung der eigentlichen Lage.

August 23, 04:55 AM

ROSTOCK / GÜSTROW. Auch im Frauenfußball rollt seit dem Wochenende endlich wieder der Ball. In der Verbandsliga MV bestreitet der Rostocker FC von 1895 e.V. die erste Partie auswärts gegen den Güstrower SC 09.  Nach der anstrengenden Vorbereitung wollen die Frauen des RFC jetzt auch die Früchte ernten und die ersten Punkte einfahren. Leider hatten alle Testspielgegner dem Rostocker FC abgesagt, sodass ohne einen Test gestartet werden muss. Das ist vor allem schade für die Neuzugänge, da diese sich nun nicht einspielen konnten. Da diese Saison ein Wochenende früher als die vergangenen Jahre gestartet wird, fehlen Trainer Robert Fölsch und unter anderem noch einige Spielerinnen berufsbedingt oder wegen der Semesterferien. Drei Spielerinnen befinden sich nach Verletzungen noch im Aufbautraining und von drei weiteren Spielerinnen fehlen noch die Freigaben durch ihre vorherigen Landesverbände. Trotz aller dieser Absagen ist das Team um die wiedergewählte Kapitänin Dörte Gerloff selbstbewusst und geht die Aufgabe in Güstrow erhobenen Hauptes an. »Durch die Neu-Formierte 2. Mannschaft haben wir einen größeren Kader, aus dem wir schöpfen können. Dann springen halt Spielerinnen aus diesem Team in die Bresche. Wir werden uns in Güstrow nicht verstecken, halten uns aber vor Augen, dass die Barlachstädterinnen es uns nicht leicht machen werden«, so Trainer Robert Fölsch. Für die neue Saison wollen die Rostockerinnen einen Platz unter den ersten Vier in der Tabelle der Verbandsliga MV erreichen und im Landespokal Polytan-Cup endlich das Finale erreichen. Zum ersten Heimspiel lädt der Rostocker FC von 1895 alle Fans und Fußballbegeisterte am 28. August um 14 Uhr in den Damerower Weg ein. Dann treten die Frauen gegen den TSV Bützow an. Andrea-Susann Holtz und Marcel de Witt Kaderübersicht 2011/2012 Abgänge: Andrea-Susann Holtz - Tor - Karriereende Christina Clemens - Mittelfeld - Mutterjahr Debora Scholübbers - Mittelfeld - 2. Mannschaft Zugänge: Sarah Bierbaum - Abwehr - LV Nordrhein-Westfalen Pia Klöckner - Mittelfeld - LV Berlin Nina Kumbruck - Abwehr - LV Hamburg Roxana Peréz Veléz - Mittelfeld - Mexiko Hannah Timmann - Tor - LV Schleswig Holstein

August 23, 04:26 AM

SÜDSTADT. Gestern wurde das neue IT- und Medienzentrum der Universität Rostock eingeweiht. Namenspate für das neue Gebäude in der Südstadt ist Konrad Zuse, der Erfinder des ersten funktionsfähigen Computers. Rostock ist um ein Gebäude reicher. Der Neubau des Instituts für Informatik mit Rechenzentrum und Audiovisuellem Medienzentrum Universität Rostock, das Konrad-Zuse-Haus, wurde gestern eingeweiht. Im Rahmen der Eröffnung erfolgte auch die Namensgebung des Gebäudes durch Prof. Dr. Horst Zuse, Sohn des Erfinders und Unternehmers Konrad Zuse. »Es ist unglaublich, dass in so kurzer Zeit solch ein tolles Gebäude entstanden ist«, lobte Rektor Prof. Dr. Wolfgang Schareck. In nur guten zwei Jahren wurde das moderne Gebäude mit Glasdach gebaut. Doch neben dem ansprechenden Äußeren hat das neue IT- und Medienzentrum auch noch ein durchdachtes Energiekonzept zu bieten. So kühlen die Rechner das Gebäude im Sommer, in den Wintermonaten heizen sie es. Zudem dient das verglaste Atrium nicht nur als Aufenthaltsort, sondern auch als Klimapuffer. Diese und weitere moderne Energiekonzepte machen den vierstöckigen Neubau zu einem heiztechnisch weitgehend autarken Gebäude. Rund 21 Millionen Euro ließen sich die Verantwortlichen das Bauprojekt kosten. »Wir haben hier die modernste Uni des Landes«, so Bauminister Volker Schlotmann. Es freue ihn auch, dass der Großteil der Bauaufträge an Unternehmen aus dem Land ging. »So werden Arbeitsplätze geschaffen und erhalten.« Von 2012 bis 2014 sollen weitere 142 Millionen Euro in Baumaßnahmen der Uni Rostock investiert werden. Der Namenspate des Gebäudes, Konrad Zuse, war deutscher Bauingenieur, Erfinder und Unternehmer. Er baute 1941 die erste frei programmierbare Rechenmaschine der Welt, die auf dem binären Zahlensystem beruht. Diese wird heut allgemein als erster funktionsfähiger Computer anerkannt. Konrad Zuse war also ein Pionier der Informatik. Aber auch ein Bezug zwischen ihm und der Universität Rostock ist herzustellen: So besuchte er 1985 Rostock und hielt einen Vortrag an der Uni. Das waren für alle Beteiligten genug Gründe, das neue Zentrum nach ihm zu benennen. Wissenschaftsminister Henry Tesch war der Meinung, nun solle man zügig weiterbauen und so die Bauunterhaltung fortführen. Das wird auch geschehen, denn das IT- und Medienzentrum war erst der Anfang. Zusätzlich wird auf dem Südstadtcampus der Neubau des Instituts für Physik mit Forschungs- und Hörsaalgebäude sowie der Neubau des Forschungsgebäudes der Profillinie Leben, Licht & Materie gebaut. Auch der Neubau einer experimentellen Verfügungsfläche für die Fakultät für Maschinenbau und Schiffstechnik soll fertig gestellt werden. Ferner geplant ist ein Erweiterungsbau des Instituts für Chemie.

August 19, 04:10 PM

HANSA-VIERTEL. Auch im fünften Saisonspiel wurde es nichts mit dem ersten Saisonsieg für den FCH. Gegen Schlusslicht Alemannia Aachen kam Hansa Rostock vor 14.700 Zuschauern nicht über sein neues Lieblingsergebnis von 0:0 hinaus. Wie schon in den vergangenen Partien zeigten sich die Rostocker engagiert. Vor dem Tor herrscht jedoch weiterhin Flaute. Abpfiff. Björn Ziegenbein liegt auf dem Bauch und bohrt verzweifelt die Nase in das nasse Grün der DKB-Arena. Auch der Rest der Mannschaft schaut etwas ratlos drein. Wieder gut gespielt und wieder nicht gewonnen. Noch in der Nachspielzeit hatte der Flügelflitzer Ziegenbein das Siegtor auf dem Fuß, doch aus wenigen Metern Entfernung scheiterte er an Aachens starkem Schlussmann Boy Waterman. Ebenso wie Mohamed Lartey im Nachschuss. Eine Szene, so dramatisch wie symptomatisch für das durchaus ansehnliche Spiel der Küstenkicker. Mit dem mehr oder weniger bewährten 4-5-1 und Tino Semmer als einziger Spitze geht Rostock ins Spiel. Schon in den ersten Minuten hat Hansa die besseren Chancen und bestimmt das Spiel. Während die Abwehr sicher steht, sorgen die agilen Semmer und Jähnicke vorne zumindest für einen Hauch von Gefahr. Erst Mitte der ersten Halbzeit werden die Aachener aktiver. Doch die gut funktionierende Rostocker Abseitsfalle erschwert ihnen ihre Angriffsbemühungen. Nach der Halbzeit kommt der FC Hansa mit neuem Schwung aus der Kabine. Trainer Peter Vollmann hatte seinen Mannen »mehr Bewegung« verordnet. Doch zwingende Torchancen bleiben über weite Strecken der zweiten Halbzeit auf beiden Seiten so selten wie Regenwürmer in der Wüste. Vor dem Spiel hatte Kapitän Sebastian Pelzer einen »notfalls dreckigen Sieg« gefordert. Dreckig spielen musste Hansa nicht, da gegen die teilweise verunsicherten Aachener seine beachtenswerten spielerischen Mittel bei Weitem ausreichten. Und dreckige Tore gibt es nicht. In der 82. Minute läutet Schied den Schlussspurt ein. Aus extrem spitzen Winkel schiebt der für Semmer eingewechselte Stürmer den Ball an Torwart Waterman vorbei. Doch anstatt ins Tor rollt das Leder parallel zur Torlinie wenige Zentimeter am Kasten vorbei. Im direkten Gegenzug schießt der ebenfalls eingewechselte Aachener Reinhold Yabo Torhüter Kevin Müller direkt in die Arme. Sieben Minuten später köpft Schied freistehend am Tor vorbei. Bis dann Ziegenbein und Lartey mit der finalen Doppel-Chance an Waterman scheitern. »Wir finden im Moment vor dem Tor nicht die richtige Lösung. Wenn wir schießen sollten, spielen wir ab und wenn wir abspielen sollten, schießen wir«, haderte Vollmann nach dem Spiel. »Aber natürlich machen das die Spieler nicht extra. Aachen hat den Punkt verdient und wir können nur weiter trainieren und versuchen, es das nächste Mal besser zu machen«, beschwört der Trainer. Freuen konnte sich am Ende nur einer: Der Bart von Matthias Holst, der auch weiterhin fröhlich vor sich hin sprießen kann. Der Abwehrecke kam auch am fünften Saisonspieltag nicht zu seinem langersehnten Comeback.

August 17, 04:30 AM

STADTMITTE. In seinem Vortrag bei der »Science@Sail« zur Hanse Sail in Rostock wusste Volker Miske einiges an spannenden Dingen zu berichten. Er erzählte von seiner Forschungsarbeit in der Tiefsee – und von den ungewöhnlichen Maßnahmen der Lebewesen, sich an diese Umgebung anzupassen. Das Leben in der Tiefsee stellt man sich groß, beängstigend und gruselig vor. Riesige Fische mit scharfen Zähnen und unheimlichen Augen – Kinofilme lehren es schließlich so. Dass die Unterwasserwelt sich allerdings anders gestaltet, als man vermuten mag, hat der Greifswalder Meeresbiologe Volker Miske bei »Science@Sail« erläutert. Bei seinem Vortrag »Geheimnisse der Tiefsee – Leben in der Schattenwelt« wusste er spannende und interessante Geschichten von seinen Forschungsreisen zu erzählen. Eine davon führte ihn mit dem Forschungsschiff Meteor in 36 Tagen von Haifa, Israel nach Malaga, Spanien. Das Ziel dieser Reise was die Untersuchung der Tiefsee. »Seit einigen Jahren gibt es Veränderungen der Artenzusammensetzung und der Häufigkeit von Krebstieren im östlichen Mittelmeer unterhalb von 1000 Metern«, erzählte Miske. Diesem Sachverhalt wollte man auf den Grund gehen. Dass es auch im Mittelmeer eine Tiefsee gebe, sei vielen nicht bewusst. Doch findet man auch in diesem Gewässer, welches man eher flach einschätzt, Tiefen von über fünf Kilometern. Die tiefste gemessene Stelle beträgt 5092 Meter. Von Tiefsee spricht man aus biologischer Sicht ab 200 bis 400 Metern Tiefe. Anders sehen das allerdings die Physiker: Diese sprechen erst ab 1.000 Metern von Tiefsee, da ab dort der lichtlose Bereich beginnt. Ganze 80 Prozent der Weltmeere gehören zur Tiefsee und die durchschnittliche Wassertiefe liegt bei etwa 3.800 Metern. Der Bereich wird in zwei Gebiete unterteilt. Tiefsee  – Freiwasser (Pelagial) und Tiefsee – Boden (Benthal). Miskes Fokus liegt auf dem Pelagial, schließlich sei dies ein deutlich größeres und artenreicheres Gebiet als der Boden. An Board der Meteor gibt es einiges an neuester Technik, um das Leben der Tiefsee erforschen zu können. Diverse Vorrichtungen ermöglichen es beispielsweise, Proben bestimmten Tiefen und Monaten zuordnen zu können. So öffnen sich per Knopfdruck »Müllsäcke«, die in bestimmter Tiefe angebracht sind. Diese füllen sich mit Wasser, und man weiß anschließend genau, woher die Probe stammt. Daraus lassen sich viele Schlüsse ziehen. Anhand der Masse an Plankton lässt sich die Überdüngung der Meere und die Klimaerwärmung erkennen. Andere Boxen wechseln jeden Monat durch. So weiß man, wann sich welches Lebewesen an dieser Stelle aufgehalten hat, wenn man den Kot dieses Tieres findet. Interessante Ergebnisse liefern aber auch die gefangenen Fische. Es ist faszinierend zu erkennen, wie sie sich an die speziellen Lebensumstände angepasst haben. »In ihrer Umgebung ist es dauerdunkel (ab 1.000 Metern abwärts), es lastet ein hoher Druck auf ihnen und zugleich herrschen geringe Temperaturen. Durch die geringe Wasserbewegung ist weniger Sauerstoff vorhanden und auch das Nahrungsangebot ist geringer, je tiefer man kommt«, erzählt Miskel. Dort zu überleben erfordert also einiges an Einfallsreichtum und Anpassungsfähigkeit. Die Überlebensstrategien sind zum Teil sehr ausgefallen, andererseits ähneln sie sich oftmals. Ein gutes Beispiel bietet der Laternenfisch. Meist ist er nur wenige Zentimeter groß, hat dafür aber einen überdurchschnittlich großen Mund und Augen. Außerdem ist er unauffällig gefärbt, erscheint fast schon skelettiert und besitzt viele Leuchtorgane. Diese sind systematisch hauptsächlich am Bauch des Fisches angeordnet und er kann sie selbst zum Leuchten bringen. Der Sinn der großen Augen und des überdurchschnittlich großen Mauls sprechen für sich. Die Leuchtorgane haben allerdings eine spezielle Rolle. In der Dämmerzone, in der noch Licht einfällt (200 bis 1.000 Meter) sehen Beutetiere ihre Beute, indem sie in Richtung Wasseroberfläche blicken, denn dort heben sich die Tiere gegenüber dem Dämmerlicht als Silhouette hervor. Sobald diese jedoch ihren Bauch zum Leuchten bringen, passen sie ihren Körper perfekt an das Zwielicht an und sie verschwinden im Schatten. »Die glimmenden Punkte dienen also der Tarnung«, schließt Miske. Nach dem gleichen Prinzip handhaben es auch das Borstenmaul, der Gallertkalmar und der Silberbeilfisch. Beim Gallertkalmar befinden sich die Leuchtorgane  nur auf den undurchsichtigen Körperteilen, die durchsichtigen werden gegen das Dämmerlicht nicht gesehen und müssen daher nicht getarnt werden. Doch das ist nicht alles: Der Vipernfisch hat die im Verhältnis zur Köpergröße größten Zähne um alles an Futter zu bekommen was möglich ist. Die Augen des Flohkrebses sind zu einem einzigen Sehorgan zusammengewachsen und bieten ihm so ein Rundumauge. Rot gefärbte Tiere werden unter Wasser grau und sind so gut getarnt, und dass manche Fische wie skelletiert sind kommt daher, dass sie unnötiges Gewicht loswerden wollen. Kreative und notwendige Anpassungen an den unbequemen Lebensraum gibt es also viele. Doch trotz alledem gestaltet sich das Leben in den Tiefen des Meeres nicht einfach, und definitiv nicht abwechslungsreich. So verbringt der Laternenfisch den ganzen Tag im Dunkel der Tiefsee. Miske erzählt: »Sobald die Sonne untergeht, schwimmt er nach oben ins Dämmerlicht. Dort schlägt er sich den Magen voll, um mit Anbruch des nächsten Tages wieder in sein düsteres Versteck zu verschwinden.« Aber eines haben all diese Lebewesen gemeinsam. »Je tiefer, desto gefährlicher und größer sind die Tiere – dieses Bild ist nicht richtig«, so Miske. So gebe es in dieser Tiefe hauptsächlich minikleine Tiere. In Sachen Anpassung sind diese allerdings die größten. • Mehr Nachrichten aus Wissenschaft und Forschung auf SCIENTIA-Magazin.de

August 12, 09:00 AM

WARNEMÜNDE / LICHTENHAGEN. Wer kennt sie nicht: Großflächig gestaltete Graffiti mit teils verblüffenden Fantasie-Motiven. Sie schmücken in Rostock mittlerweile zahlreiche Wandflächen – so auch knapp 240 Baukörper der Stadtwerke Rostock Netzgesellschaft mbH. Seit dieser Woche erstrahlt auch das Umspannwerk in Warnemünde in neuem Farbglanz. Bereits seit mehr als zehn Jahren arbeiten die Stadtwerke Rostock mit der Hannoveraner Firma »Artunique« zusammen – mit Erfolg. Im Jahre 2000 begann die farbenfrohe Gestaltung von Trafo-Häuschen im Auftrag des Energielieferanten. Im Design mit den Anwohnern abgestimmt, werden die Objekte in ihrer Gestaltung respektiert und somit in 90 Prozent aller Fälle vor Vandalismus bewahrt. Das Umspannwerk in Warnemünde ziert seit dieser Woche ein überaus sportliches Motiv. Läufer, Ruderer und Wasserspringer wurden in Szene gesetzt, um der sportlichen Vielfalt der Hansestadt und dem Sponsoringengagement des Auftraggebers im Bereich des Sports ein Denkmal zu setzen. Die Stadtwerke Rostock, die als mehr oder weniger günstiger Gasanbieter und Stromlieferant jährlich Finanzmittel für solche Engagements zur Seite legen und beispielsweise auch beim Nachwuchsprogramm des FC Hansa Rostock aktiv sind, boten dem Team um Christian Hölzer eine weitere Entfaltungsmöglichkeit. Der ehemalige Rostocker kann auf ein Team aus Graffiti-Sprayern, Bildhauern und Malern zurückgreifen. Mittlerweile gibt es allein in Rostock und Umgebung etwa 300 Bilder zu sehen. Die Graffiti-Kunstwerke sind geprägt von knalligen Farben und abwechselungsreichen Motiven – meist kunstvoll mit optischen Täuschungen in Szene gesetzt. Rostocks Stadtwerke profitieren in Warnemünde künftig ebenso vom neuen Anblick, wie Anwohner und Gäste – ihnen bleiben verschandelte Wandschmierereien erspart.

August 10, 10:20 AM

STADTHAFEN/WARNEMÜNDE. Wenn am morgigen Donnerstag um 17 Uhr die 21. Hanse Sail offiziell durch den Ministerpräsidenten Mecklenburg-Vorpommerns, Erwin Sellering (61, SPD), in Rostock eröffnet wird, dann geschieht dies leiser als in den Jahren zuvor. So verzichten die Veranstalter aus Rücksicht auf die jüngsten Geschehnisse in Norwegen auf Salutschüsse während der Eröffnungszeremonie. Zu dieser findet sich nicht nur Hanse Sail-Schirmherr Sellering auf der Bühne des NDR ein, sondern neben Oberbürgermeister Roland Methling und weiteren Vertretern von Stadt und Marine auch der Gesandte der Botschaft des Königreichs von Norwegen, Dag Stangnes. »Wir reagieren mit dem Verzicht auf die Eröffnungsböllerschüsse und mit besinnlichen Worten des Gedenkens auf die jüngsten schrecklichen Ereignisse in unserem diesjährigen Partnerland Norwegen«, so Roland Methling. Das Königreich ist in diesem Jahr ganz besonders präsent. Mit der »Sørlandet«, ein 1927 erbautes und heute ältestes aktiv segelndes Vollschiff, sendet Norwegen eine imposante Botschafterin nach Rostock. Doch auch das weltbekannte Filmschiff »Bounty« aus den USA erfreut Veranstalter und Gäste der Hanse Sail gleichermaßen. Beide Schiffe sind Symbol für den Erfolg des beliebten Großereignisses. Tausende Besucher strömen zu den großen Windjammern, die aus aller Welt nach Rostock gekommen sind. »Darunter ist auch die »Gorch Fock«, die ebenso die engen Beziehungen zwischen der Deutschen Marine und der Hanse Sail dokumentiert, wie der Absprung der Waffentaucher mit Flaggen im Rahmen der Eröffnungszeremonie«, so Holger Bellgardt, Leiter des Sail-Büros. Mit der feierlichen, aber in diesem Jahr auch bedachten Eröffnung startet Rostock in ein abwechselungsreiches Wochenende. Ein vielfältiges Markt- und Kulturprogramm steht Einwohnern und Gästen ebenso zur Verfügung, wie aufregende Törns auf Traditionsschiffen oder aber »Open Ship«-Angebote, beispielsweise auf der »Gorch Fock« in Warnemünde oder der »Bounty« im Stadthafen. So haben zahlreiche Besucher im Traditionsschiff im IGA-Park nicht nur die Möglichkeit, Sonderausstellungen von Schiffs- und Modellbauern zu betrachten, sondern auch Gelegenheit, im Rathaus und am Alten Strom in Warnemünde japanische Seeleute kennen zu lernen. Diese stellen unter dem Motto »Beyond the Horizon« zahlreiche selbstgemachte Fotografien aus und berichten mit persönlichen Anekdoten von ihren Erlebnissen. Das machen auch Norbert und Antje Wedler – zwei waschechte Rostocker, die auf hoher See das Abenteuer einer Weltumseglung erlebt haben. Sie berichten täglich zwischen 11 und 14 Uhr in der Bootshalle des Rostocker Segelclubs im Stadthafen in einer Multivisions-Show von ihrer Reise. Vor sich haben am Samstag (20.30 Uhr) drei Chöre in der Rostocker Marienkirche ihre Premiere zur ersten Liederregatta. »Luv un Lee«, »Celebrate« und »Der Montagschor« bringen in einem zweistündigen Programm ein maritimes Musik-Highlight auf die Bühne, um zu zeigen, dass eine Hanse Sail mehr ist als nur Kirmesflair. Zum zweiten Mal wird dann bereits die »Hanse Sail Sky Night« zelebriert. Im Hotel »Neptun« moderieren Christoph Schumann und Sail-Chef Holger Bellgardt das abendliche Auslaufen der Traditionsschiffe. Bevor die Segler dann endgültig in See stechen, wird mit dem Shanty-Hafenkonzert am Sonntag um 10.30 Uhr schließlich das Finale der 21. Hanse Sail eingeläutet. Ein Großereignis der Sonderklasse findet damit dann sein Ende. Unterstützt durch viele ehrenamtliche Helfer und großzügige Sponsoren wird man auch in diesem Jahr hunderttausende Besucher ein einzigartiges Erlebnis bieten. Geeint sind Veranstalter und Helfer in diesem Jahr jedoch nicht nur im Hinblick auf den Wunsch einer erfolgreichen Hanse Sail, sondern auch im Gedenken an die Opfer des Massakers in Norwegen. Weblink:
• www.hansesail.com

August 10, 04:45 AM

ROSTOCK. Die Helmholtz-Gemeinschaft startet ein Projekt, um die Ursachen und Mechanismen umweltbedingter Erkrankungen zu untersuchen. Mit dabei als größter Universitätspartner ist die Universität Rostock. Die Universität Rostock wird Partner bei der Einrichtung des Helmholtz Virtual Institute of Complex Molecular Systems in Environmental Health (HICE). Ziel des Projekts ist es, Ursachen und Mechanismen umweltbedingter Erkrankungen zu untersuchen. Als größter Universitätspartner erhält Rostock eine Million Euro von der Helmholtz-Gemeinschaft (HGF), zusätzlich steuern sie noch 500.000 Euro aus eigener Tasche bei. Die Partner arbeiten zusammen mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus einem Helmholtz-Zentrum an einem gemeinsamen Thema. »Ich freue mich sehr, dass die Universität Rostock als stärkster Universitätspartner im international besetzten Konsortium mit einer Million Euro gefördert wird«, sagt der Bundestagsabgeordnete Eckhardt Rehberg (CDU). »Aus 33 Anträgen sind zwölf für eine Förderung vorgeschlagen worden. Dass Rostock dabei mit von der Partie ist, ist auch ein Erfolg für den Forschungsstandort Mecklenburg-Vorpommern.« Bei dem Vorhaben eine Forschungsinitiative zu etablieren, liegt das Hauptaugenmerk auf den durch Menschen erzeugten Aerosolen. Das sind flüssige oder feste Teilchen in einem Gas - üblicherweise handelt es sich dabei um Luft. Deren Auswirkungen auf unser Lungengewebe ist von besonderer Gesundheitsrelevanz. Dazu werden Datenauswertungen und Experimente durchgeführt. Die dabei gewonnen Ergebnisse werden in klinische Studien überführt und ausgewertet. Dafür werden neue, nicht-invasive Techniken erprobt und untersucht, ob sie sich als Screening- und Diagnosemethode eignen. Letztendlich sollen die Forschungsergebnisse für Risikovorsorge und Gesundheitspräventation verwertet werden. »Mit diesem Förderinstrument verstärkt die Helmholtz-Gemeinschaft die Vernetzung mit den Hochschulen und anderen Partnern im Wissenschaftssystem und schafft einen unbürokratischen Rahmen, um neue Forschungsvorhaben voran zu treiben, die das Potenzial haben, sich zu größeren, strategischen Vorhaben zu entwickeln«, sagt Professor Dr. Jürgen Mlynek, Präsident der Helmholtz-Gemeinschaft. Insgesamt fördert die HFG das HICE mit drei Millionen Euro über den Zeitraum von fünf Jahren. Mit den zusätzlichen Eigenmitteln der beteiligten Partner kommt das Projekt auf einen Etat von 4,8 Millionen Euro. Beteiligt sind das leitende Helmholtz-Zentrum München, die Universität Rostock, die TU München, das Karlsruher Institut für Technologie KIT, das Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin in Berlin sowie die Universitäten von Ost-Finnland, Cardiff und Luxemburg. • Weitere Nachrichten aus Wissenschaft und Forschung auf www.SCIENTIA-Magazin.de

August 09, 09:10 AM

STADTHAFEN. Nicht nur Pillen und Tropfen haben ihre Nebenwirkungen, sondern auch große Ereignisse wie die 21. Hanse Sail vom 11. bis 14. August 2011. Gemeint sind hier Aktivitäten und Aktionen, die nicht so sehr im Blickpunkt der Öffentlichkeit stehen, wie die über 230 Windjammer, Schoner und Museumsschiffe und scheinbar auf Nebenschauplätzen stattfinden. Kolumne von Klaus-Dieter Block

Die Hanse Sail hat sich im Laufe der Zeit zu einem attraktiven Magneten für zahlreiche Vereine und Institutionen sowie zu einer Plattform für Aktionen entwickelt, weil hier das entsprechende Medien- und Publikumsinteresse da ist. Die Stimmung ist einmalig. Diese »Nebenwirkungen« sind erwünscht, wichtiger Bestandteil der Sail und unterstützen die »Hauptwirkung« eindrucksvoll.
Rostock Business organisiert bereits zum achten Mal den hochkarätigen Wirtschaftstreff »Business meets Hanse Sail«, zu dem 500 Teilnehmer aus ganz Deutschland erwartet werden. Geschäftsführer Christian Weiß bringt die Wechselwirkung auf den Punkt: Die Kombination zwischen Wirtschaftstreff und Hanse Sail »hat sich als Glücksgriff und wunderbare Möglichkeit erwiesen, für den Wirtschaftsstandort Rostock zu werben«.
Bereits zum 15. Mal findet während der Hanse Sail die Tour Sonnenschein, eine Benefiz-Radtour zu Gunsten krebs- und chronisch kranker Kinder, statt, bei dem die Teilnehmer immerhin bis zu 130 Kilometer am Tag zurücklegen und Spenden akquirieren. Der Zieleinlauf und die Begrüßung der Teilnehmer finden am Samstag Nachmittag (13. August) auf der NDR-Bühne statt.
Die Hanse Sail ist auch ein Fest für die Jugend. Für sie gibt es auf hoher See zur 21. Sail reizvolle Angebote. Dazu gehören im Vorfeld des maritimen Festes die MV-Jugendregatta für Jugendliche zwischen 15 und 25 Jahren vom 7. bis 11. August aus dem schwedischen Halmstad nach Rostock, oder ein kostenloses Törnangebot für junge Französisch-Lernende auf der Notre-Dame des Flots aus Frankreich.
Die eine oder andere Nebenwirkung hat eine lange Tradition. So die Präsentation und die Tauschbörse des Vereins HansePhil im Stadthafen oder das bereits am Mittwoch (10. August) stattfindende 11. Rostocker Maritime Sicherheitskolloquium der Karl-Theodor-Molinari-Stiftung zum Thema: Die zukünftigen maritimen Fähigkeiten der Bundeswehr.
Gute Aussichten, langjährig zu wirken und die große Sail zu bereichern hat die 2. Mini-Sail, ein Treffen von Schiffs-und Wasserflugzeug-Bauern aus ganz Deutschland im IGA-Park Schmarl in der Nähe des Traditionsschiffes. Der Erfolg der Premiere der Mini-Sail im Jahre 2010 mit Modellen von Raddampfern, Zeesenbooten, Frachtern und Wasserflugzeugen hat sich schnell herumgesprochen.
Zu den stillen und besinnlichen Nebenwirkungen während der 21. Hanse Sail gehören am Freitag Abend (12. August) ab 20 Uhr die »Nacht der Kirchen« in Rostock und Warnemünde oder der 21. Seefahrer-Gottesdienst am Sail-Sonntag um 10 Uhr in der Warnemünder Kirche.
Auch das Angebot an junge Kadetten und die Crews der Traditionssegler, die Decksplanken vorübergehend gegen das Hallenparkett zu tauschen, wird gern angenommen. In diesem Jahr findet bereits der 9. Rostocker Pilsner-Cup im Fußball statt.
Eine ausgesprochen attraktive Nebenwirkung der Hanse Sail ist schließlich die Wahl der Miss Hanse Sail auf der Haedge-Halbinsel am Sonntag (14. August) ab 14 Uhr, die bereits zum siebenten Mal stattfindet.
Bezüglich der Nebenwirkungen der zahlreichen Aktionen während der 21. Hanse Sail müssen Sie nicht ihren Arzt oder Apotheker fragen. Ein Blick auf die Internetseite hansesail.com oder in das Hanse Sail Magazin genügt. Oder Sie gehen einfach hin!
August 08, 07:41 PM

HANSAVIERTEL. Trotz einer spielerisch ansprechenden Vorstellung verpasste es der FC Hansa Rostock gegen den VFL Bochum am Montagabend den ersten Dreier der Saison zu verbuchen und musste sich mit einem 0:0 begnügen. Vor allem die mangelnde Chancenverwertung war verantwortlich für das letztlich wenig zufriedenstellende Remis gegen schwache Gäste aus dem Ruhrpott.

Im Vergleich zum ersten Heimspiel der Saison gegen den SC Paderborn zeigte sich der FCH ungeahnt dominant und demonstrierte in der DKB-Arena technisch ansehnlichen Fußball. Auch kämpferisch waren die Hansestädter jederzeit voll auf der Höhe, doch verpassten sie es ihrer Überlegenheit mit Toren Ausdruck zu verleihen. Taktisch setzte Trainer Vollmann gegen die ambitionierten Bochumer erneut auf ein 4-5-1 mit Mo Lartey als hängender Spitze. Als zweiter defensiver Mittelfeldspieler erhielt Timo Perthel neben Robert Müller das Vertrauen und wußte dies durchaus zu rechtfertigen.

Nachdem sich beide Teams etwa 15 Minuten beschnupperten, setzte Tino Semmer ein erstes Ausrufezeichen und testete den Bochumer Keeper Luthe erstmals mit einem harmlosen Versuch von der Strafraumgrenze. Auch ein gut getretener Standard vom stark aufgelegten Lartey aus 20 Metern, entschärfte Luthe großartig und avancierte bereits früh zum besten Mann der Bochumer.

Passsicher, zweikampfstark und taktisch durchaus gut sortiert, präsentierten sich die Rostocker und setzten die bemerkenswert inspirationslosen Bochumer ständig unter Druck. Sodass fast folgerichtig der Bochumer Außenverteidiger Bönig in der 34. Minute die gelb-rote Karte nach einem Foul an Perthel kassierte. Es schien alles bereitet für einen hanseatischen Heimsieg, doch das dementsprechende Tor wollte einfach nicht gelingen. Auch als sich wenige Minuten später erneut Lartey durchsetzte und Semmer bediente, verfehlte der Ex-Erfurter das Gehäuse um wenige Zentimeter. Das Führungstor für Hansa erschien zwar zu diesem Zeitpunkt immer noch als Frage der Zeit, aber wer sollte es schießen? In der 44. Minute jagte auch Ziegenbein eine Jänicke-Vorlage in den Rostocker Nachthimmel und so ging es zunächst in die Pause.

Da der FCH die 15.500 Zuschauer mit attraktivem Fußball begeisterte, sah sich Vollmann zu keinem Wechsel gezwungen. Auch die zweite Halbzeit begann, wie die erste Hälfte endete - Hansa belagerte den Bochumer Strafraum mit tollem Kombinationsfußball, versagte aber sobald es um den Torabschluß ging. Erst scheiterte Lartey einmal aus der Distanz und einmal aus dem Fünfmeterraum und anschließend entschied sich auch der sonst stark aufspielende Semmer mit einem Dribbling Richtung Eckfahne aus bester Position, das Bochumer Tor für heute unbefleckt zu lassen (63.). Wiederum Semmer beförderte auch nach einem starken Solo das Leder an die Latte des Bochumer Kastens und fügte sich so tadellos ein, in den Rostocker Reigen der Chancen-Verschwendung.

Obwohl Wiemann 15 Minuten vor Schluss an einer Roten Karte vorbei schrammte, bestimmte Hansa das Spielgeschehen gegen wirklich erschreckend schwache Bochumer, die an offensiver Harmlosigkeit schwer zu überbieten waren. Hansa erarbeitete sich weiterhin Chance um Chance, aber auch beste Möglichkeiten wurden fahrlässig liegen gelassen.

So vergab in der 79. Minute nochmals Lartey eine Riesenchance und auch der weitgehend blasse Jänicke verpasste kurz darauf aus spitzem Winkel das Tor zum Rostocker Freudenrausch knapp.

Als auch den eingewechselten Dexter Langen und Marcel Schied (84.) das entscheidende Tor nicht gelingen wollte, beendete die gut leitende Schiedsrichterin Steinhaus das Spiel.

Unter dem Strich blieb für den FC Hansa ein Punktgewinn gegen zehn lustlos aufspielende Bochumer, bei denen nur Keeper Luthe zu überzeugen wußte. Trotz einer spielerisch wirklich guten Leistung der Rostocker ist dieser eine Punkt aber deutlich zu wenig, um in der zweithöchsten Spielklasse Deutschlands dauerhaft zu bestehen und man muss deutlich eher von zwei verlorenen als einem gewonnenen Punkt sprechen, denn einfacher als am gestrigen Abend wird es der FCH vermutlich die ganze Saison nicht mehr haben dreifach zu Punkten. In einer geschlossenen Mannschaftsleistung verdienten sich Lartey und Perthel Bestnoten.

August 08, 04:10 AM

ROSTOCK/ETON. Die Ruderer Hannes Staffeldt und Malte Daberkow landeten bei der Junioren-WM im englischen Eton auf einem starken vierten Platz. Das ROSTOCKER JOURNAL machte sich schon vorher auf die Suche nach ihrem Erfolgsrezept. Ein Porträt
Der Bug des schlanken Bootes durchschneidet elegant das Wasser. Mit kraftvollen Schlägen treiben Hannes Staffeldt (18) und Malte Daberkow (17) ihren Riemen-Zweier voran. Seit Jahren machen die beiden Junioren neben der Schule fast nichts anderes als rudern. Nun sind sie ganz oben angekommen – am zweiten August-Wochenende erkämpften sie sich den vierten Platz bei der Junioren-WM. Die Junioren dienten dort als Testkaninchen für die Olympischen Ruderwettkämpfe im kommenden Jahr. Für den Landesruderverband, Trainer und nicht zuletzt für Staffeldt und Daberkow selbst war es eine besondere Ehre, den deutschen Zweier zur Junioren-Weltmeisterschaft zu stellen. Die Konkurrenz auf nationaler und internationaler Ebene sei besonders hart und eng beisammen, erklärt Bootstrainer Ulf Kraemer. Die 1,90-Meter-Hünen Staffeldt und Daberkow beschreibt Ulf Kraemer als »ehrliche, nette Kerle, mental stark, mit einer unglaubliche Kraft für ihr Gewicht. Die sind im positiven Sinne verrückt.« Das bewiesen sie auch bei den diesjährigen Deutschen Meisterschaften, bei denen die beiden im Rostocker Leistungszentrum trainierenden Jungspunde zu Gold ruderten und sich für die WM qualifizierten. »Seit 1999 ist das der erste Zweier, der sich als reines MV-Team für die JWM qualifiziert hat«, sagt Kraemer hinter dem Steuer seines Motorbootes, in dem er die Trainingseinheit seiner Schützlinge begleitet. Sichtlich zufrieden schaut der langjährige Kadertrainer auf seine Sportler, dennoch ruft er ihnen in regelmäßigen Abständen strenge Technik-Korrekturen zu. Den ganzen Juli hat das Duo bei der Wettkampfvorbereitung des deutschen Junioren-Nationalteams in Berlin verbracht. Nicht nur auf dem Wasser, auch an Land funktioniert das Duo aus dem Stralsunder Hannes Staffeldt und dem Rostocker Malte Daberkow prächtig. »Wasch dir noch die Hände Kleiner. Du hast dich eingecremt«, warnte der ein Jahr ältere Hannes seinen Trainingspartner vor dem Training vor rutschigen Händen. Ein Scherz natürlich. Doch man sieht: Staffeldt gibt den Ton an. »Ich profitiere natürlich von Hannes«, gibt Daberkow unumwunden zu. »Vor dem Finale am Sonntag wollten wir unbedingt eine Medaille gewinnen«, sagt Staffeldt nach dem Rennen. Dass es am Ende ›nur‹ zu Platz vier reichte, bewahrheitete, was Trainer Kraemer über das starke Bootefeld bei der WM prophezeit hatte: »Das Niveau ist unglaublich hoch, die Boote sehr dicht beisammen. Jeder kann gewinnen - du wirst aber auch schnell mal vierter.« Wenn Kraemer im Motorboot von seinen Sportlern erzählt, strotzt es nur so von Superlativen. »Dieser Jahrgang ist das beste, was wir in Rostock seit der Wende hatten. Das passiert so schnell  nicht wieder«, staunt der Junioren-Trainer. Neben dem Zweier haben noch sechs weitere Athleten aus der Kaderschmiede von der Oberwarnow die deutschen Farben in London repräsentieren. Nadine Seehaus und Marie Luisa Uhlig (beide ORC) holten im Achter Gold. Julia Leiding (RRC) gewann im Doppelzweier Silber. Maltes Zwillingsbruder Ole Daberkow sicherte sich im Doppelvierer ebenso Bronze wie Finn Knüppel (Stralsund) und Daniel Walther (Schwerin) im Achter.

August 04, 09:36 AM

GEHLSDORF. Viele Menschen haben Angst davor, im Alter an Alzheimer zu erkranken. Denn noch gibt es keine Möglichkeit zur Heilung. Rostocker Forscher haben es sich zur Aufgabe gemacht, das zu ändern. Noch immer gibt es kein Medikament gegen Alzheimer. Doch ein Forscherteam der Universität Rostock hat nun ein Gen entdeckt, welches in Bezug auf die Krankheit eine Schlüsselrolle spielt. »Fehlt dieses Gen beispielsweise den Mäusen, steigt das krankmachende Alzheimer-Protein auf das Zwölffache an und verursacht bei den Nagern die Krankheit viel früher«, sagt Prof. Pahnke, Leiter des 20-köpfigen Teams. Sieben Jahre hat die Forschungsarbeit den 38-jährigen und seine Kollegen gekostet – und ein Erfolgserlebnis wäre wichtig. Denn bei 99 Prozent der Alzheimer-Patienten die Ursache für die Erkrankung unbekannt. Außerdem könnten Hochrechnungen zufolge im Jahr 2050 bis zu acht Millionen Deutsche daran erkrankt sein. »Durch das Wissen um dieses Gen ist es jetzt möglich geworden, neue Medikamente zu suchen, die bislang nicht im Fokus zur Behandlung der Alzheimer-Demenz standen«, so Pahnke. Um erfolgreich zu sein, gehen die Wissenschaftler völlig neue Wege. »Die Funktion der Kraftwerke der Zellen steht mit der so genannten Müllabfuhr des Gehirns in engem Zusammenhang«, erläutert Prof. Pahnke. Die notwendige Reinigungsfunktion wird also mit der Alterung des Gehirns in Zusammenhang gebracht. Ziel des gebürtigen Greifswalder ist es, die Krankheit zu erkennen, bevor Demenz klinisch zum Ausbruch kommt. »Wir ringen in der Grundlagenforschung darum, den Beginn der Erkrankung um nur fünf bis zehn Jahre zu verzögern«, betont er. Gearbeitet wird im Labor mit Mäusen, die gentechnisch verändert wurden. Das bringt den Vorteil, dass man dabei Mechanismen in ein bis zwei Jahren beobachten kann, die bei einem Patienten 60-80 Jahre dauern würden. Das Mäusegehirn wird mikroskopisch hoch aufgelöst dargestellt, und man sieht die für Alzheimer typischen Plaque-Ablagerungen im räumlicher Darstellung. Bei seiner Forschung fokussiert sich Pahnke nicht  nur auf eine Möglichkeit. »Wir suchen auch nach neuen Wirkstoffen in verschiedenen Pflanzenarten.« So haben die Wissenschaftler aus dem griechischen Eisenkraut einen Extrakt gewonnen, der die Menge der Plaques im Gehirn um etwa 80 Prozent vermidnert. Jetzt wird an den Mäusen getestet, welcher Inhaltsstoff genau für diese enorme Reduktion verantwortlich ist. Auch mit der Pharma-Industrie wird mittlerweile kooperiert. Unter anderem zeigte sich eine große Chance in einem sehr alten Medikament, das bisher nur gegen Schmerz und Übelkeit eingesetzt wurde und seit einigen Jahrzehnten auf dem weltweiten Markt bekannt ist. Doch nicht nur im Rostocker Labor wird geforscht, auch die Modellierung wichtiger biologischer Prozesse ist wichtig. Hier kommt der studierte Wirtschaftsmathematiker Felix Winter von der Interdisziplinären Fakultät (INF) ins Spiel. Mit seinen mathematischen Kenntnissen hat er ein Modell erarbeitet, das die Ursachen der Alzheimer-Demenz beschreibt und helfen könnte, wichtige Mechanismen aufzuklären. »Wir haben eine neue Hypothese für das Entstehen von Alzheimer aufgestellt«, sagt er und ist stolz, bei diesem Projekt dabei sein zu können. Seine Zusammenarbeit mit den Forschern um Pahnke gestaltet sich folgendermaßen: Die Biologen und Mediziner liefern ihm Zahlen darüber, in welchen Mengen ein bestimmtes Eiweiß zu verschiedenen Zeitpunkten in den Mäusen vorhanden ist. Da dieses für das bei Alzheimer typische Absterben der Nervenzellen mitverantwortlich ist, kann Winter damit ein mathematisches Modell generieren, das die biologischen Hypothesen unterstützt.  »Wir sind auf einer sehr interessanten Spur«, meint der junge Rostocker, denn mittlerweile kann man anhand des mathematischen Modells den zeitlichen Verlauf der Eiweißablagerung am Beispiel von Mäusen vorhersagen. Erst kürzlich wurden Winters Leistungen mit dem Nachwuchswissenschaftler-Preis “Rostock’s Eleven” gewürdigt. »Alzheimer ist ein internationales Thema, auf dem derzeit viel passiert«, sagt der Doktorand, der am Department „Erfolgreich Altern“ an der Universität Rostock forscht. Auch in der interdiszipliären Zusammenarbeit an der Rostocker Alma Mater sieht er große Vorteile. »Alleine ist ein solch komplexes Thema nicht zu bewältigen.« Unterstützung erhält er von vielen jungen exzellenten Forschern, die Spezialisten auf dem Gebiet der Modellierung sind. Sie alle können komplizierte biologische Vorgänge in mathematischen Formeln beschreiben. »Ohne die Unterstützung vom Lehrstuhl für Systembiologie und Bioinformatik mit Professor Olaf Wolkenhauer an der Spitze wäre diese Arbeit so nicht möglich«, steht für Felix Winter fest. Und auch Wolkenhauer ist sich sicher, dass die Modellierung in der heutigen biomedizinischen Forschung nicht mehr wegzudenken ist. »Interdisziplinarität, das heißt die Zusammenarbeit von Spezialisten verschiedener Disziplinen an einer gemeinsamen Fragestellung, ist für die Lösung bedeutender Fragen nicht nur hilfreich, sondern oft unabdingbar. Die erfolgreiche Arbeit von Felix Winter zeigt, dass dies in Rostock verstanden und aktiv gelebt wird.« • Weitere Nachrichten aus Wissenschaft und Forschung auf SCIENTIA-Magazin.de

August 03, 09:00 AM

ROSTOCK. Bisher gibt es wenig zufriedenstellende Möglichkeiten, mit Öl verschmutztes Meerwasser zu reinigen. Rostocker Forscher tüfteln nun an einer neuen Idee, um dieses Problem zu lösen. Ölkatastrophen führen vermehrt zu verschmutztem Wasser in den Meeren. Dieses zu reinigen, ist wichtig. Allerdings sind die angewandten Methoden nicht wirklich ausgereift und zufriedenstellend. Forscher der Profillinie Maritime Systeme der Universität Rostock arbeiten daher an der Entwicklung einer neuen Technologie zur Bekämpfung von Ölhavarien auf dem Meer. Die Idee besteht darin, die Ölverschmutzung zu erkennen, biologisch abbaubare Binder abzuwerfen, diese anschließend einzusammeln und zu entsorgen. Doch das Vorhaben ist komplizierter, als es scheint. Das Kernstück der Ölentsorgung sind die biologisch abbaubaren Binder. Diese sollen zudem mit Mikroorganismen besetzt werden, damit das Öl bereits vor Ort biologisch abgebaut werden kann. »Die Binder werden nach einer Havarie vom Flugzeug aus über den Ölteppich abgeworfen, saugen sich mit Öl voll und die Mikroorganismen bauen es ab«, erklärt Projektleiter Dr. Fröhle von der Agrar-und Umweltwissenschaftlichen Fakultät (AUF) der Uni Rostock. Daher muss auch ein System entwickelt werden, mit dem Ölteppiche aus der Luft erkannt werden. Ziel der Forscher ist es, die Umweltverschmutzungen nach Ölhavarien im küstennahen Bereich sowie in Flachwassergebieten so schnell wie möglich zu beseitigen. Das soll selbst bei hohem Wellengang möglich sein, bei dem beispielsweise Klappschiffe bisher immer ihre Probleme hatten. Die biologisch abbaubaren Binder, die aus der Luft abgelassen werden, sollen das ändern. Damit diese aus dem Wasser entsorgt werden können, muss allerdings der Weg der Binder auf dem Meer nachvollzogen werden können – darin besteht eine weitere Herausforderung. Um die Bergung kümmert sich der Lehrstuhl für Meerestechnik der Fakultät für Maschinenbau und Schiffstechnik der Uni Rostock unter der Leitung von Professor Mathias Paschen. Dass es bisher keine zufriedenstellende technische Lösungen für das Problem gibt, lässt Prof. Paschen keine Ruhe. »Für einen Ingenieur besteht die Herausforderung darin, das so nicht zu akzeptieren«, sagt er. Sein Lehrstuhl befasst sich unter anderem mit Erdöl- und Erdgasgewinnung. »Da liegt es nahe, sich auch mit neuen Technologien zur Bekämpfung von Ölhavarien auf dem Meer auseinander zu setzen«, sagt Prof. Paschen. Mit im Boot für eine neue Lösung zur Ölbekämpfung auf dem Meer ist auch das Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde mit seinem Leiter Prof. Detlef Schulz-Bull. Die Wissenschaftler bewerten unter anderem die Auswirkungen der kontaminierten Binder auf die Meeresumwelt. Die AUF erforscht wiederum das Schwimmverhalten und das Driftverhalten der Binder mit und ohne Öl. Ingesamt wird das interdisziplinäre Forschungs-Verbund-Vorhaben »BioBind« die nächsten drei Jahre vom Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) mit etwa zwei Millionen Euro gefördert. Außerdem entstehen sechs neue Arbeitsplätze für Wissenschaftler. Beteiligt sind neben der Uni Rostock und dem Leibniz-Institut für Ostseeforschung vier weitere Partnereinrichtungen aus Forschung und Wirtschaft. Die TU Dresden entwickelt die Binder, das sächsische Institut für angewandte  Biotechnologie (SIAB) untersucht die zum Einsatz kommenden Mikroorganismen. Und die Firmen FSB AIR-Service und Agro-SAT kümmern sich um die Detektion der Ölteppiche und um die Ausbringung der Binder aus der Luft. Bis zum Jahr 2014 wollen die Forscher das Projekt abgeschlossen haben und eine gute Lösung präsentieren.

August 03, 04:17 AM

ROSTOCK. Am 4. September werden die Bürger Mecklenburg-Vorpommerns zur Wahlurne gebeten. Der derzeitige Innenminister des Landes und CDU-Politiker Lorenz Caffier will Ministerpräsident werden. Vor rund 17 Jahren wurde mit Berndt Seite letztmalig ein Christdemokrat als Ministerpräsidenten des Landes Mecklenburg-Vorpommern vereidigt. Nach der Wahlschlappe von 1998 reichte es bei den Wahlen 2002 und 2006 trotz Wählerzuwachses immer nur für Rang zwei bei der Fraktionsstärke hinter den Sozialdemokraten. Mit dem derzeitigen Landesinnenminister und Spitzenkandidat der CDU, Lorenz Caffier, soll sich dies nun ändern. Der gebürtige Weixdorfer will in diesem Jahr den amtierenden Ministerpräsidenten Erwin Sellering ablösen. Doch von seinem Ziel scheint Caffier momentan noch weit entfernt. Nach den neusten Prognosen vom 29. Juni liegt die CDU immer noch fast vier Prozentpunkte hinter der SPD. Damit konnte die CDU ihre Umfragewerte vom März dieses Jahres nicht verbessern. Für eine Landesregierung mit christdemokratischen Ministerpräsidenten sieht es derzeit somit schlecht aus. Eine Koalition der CDU mit den Linken gilt als nicht wahrscheinlich und der potenzielle Koalitionspartner, die FDP, hat große Mühe, überhaupt in den den Landtag einzuziehen. Einzig bliebe im Moment nur eine Regierungsbeteiligung als Juniorpartner der SPD. Damit würde man die derzeit regierende Große Koalition in Mecklenburg-Vorpommern fortführen. Diese Konstellation scheint nicht nur für Beobachter wahrscheinlich, auch Lorenz Caffier unterstreicht, dass »beide Partner hierbei die Erfahrung gemacht haben, dass als Große Koalition sehr erfolgreich Politik gemacht werden kann.« Mehr Investitionen für Bildung und Familie sowie die Ankurbelung der Konjunktur und Wirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern stehen im Wahlprogramm der CDU. 36 Direktkandidaten schickt die Partei in diesem Jahr ins Rennen. Für die Rostocker Wahlkreise stellen die Christdemokraten vier Direktkandidaten. Für den Wahlkreis IV (Warnemünde, Markgrafenheide, Lichtenhagen, Groß Klein und Schmarl) geht Nicole von Leesen an den Start. Im Wahlkreis V (Lütten Klein, Evershagen und Reutershagen) kämpft Jörg Otto Czimczik für die CDU um den Einzug ins Landesparlament. Michael Silkeit ist der Direktkandidat für den Wahlkreis VI (Komponistenviertel, Hansaviertel, Gartenstadt-Stadtweide sowie Biestow und Kröpeliner Tor-Vorstadt). Für den Wahlkreis VII (Stadtmitte, Brinckmansdorf, Dierkow-Neu und -West sowie Toitenwinkel und Gehlsdorf-Nordost) will Dr. Helmut Schmidt als Vetreter in den Landtag einziehen. • Dossier zur Landtagswahl 2011

August 02, 07:00 AM

HANSA-VIERTEL. Land unter hieß es in den letzten Tagen in Rostock. Der Wettergott bescherte der Hansestadt teilweise heftige Niederschläge zum Juli-Ende. Ganz anders war das Wetter am gestrigen Tag. Strahlender Sonnenschein befand sich über dem Rostocker Leichtathletikstadion, als die Dolphins und die 2. Frauen des Rostocker HC ihren gemeinsamen Saisonauftakt begangen. Unter den 13 anwesenden Spielerinnen – vier Spielerinnen befinden sich noch im Sommerurlaub, Maria Wurlitzer in der Reha – begrüßte Trainer Lothar Goldschmidt mit Annelie Freitag (Tor) und Jana Deinert auch zwei Neuzugänge von Fortuna Neubrandenburg. In einer kurzen Ansprache begrüßte Vereinschefin Ute Lemmel die Mannschaft und schwor das Team auf die neue Saison ein. Die Zielvorgabe ist einfach: das junge Team, immerhin fünf  Spielerinnen stoßen aus der A-Jugend hinzu, wird sicher nicht um den Aufstieg mitspielen, aber freudbetonten Handball, Einsatzbereitschaft und Kampfgeist zeigen. Damit sollen die Dolphins in der kommenden Saison insbesondere in Erscheinung treten. Mit intensiven Laufübungen begann danach für die Spielerinnen die neue Saison, zum Abschluss wurde dann eine Runde Fußball gespielt. Auch die 2. Frauen von Heike Puls und Norbert Werth, die sich bereits seit einer Woche wieder im Training befinden, hatten sich zu Laufübungen und zum traditionellen Saisonauftakt, seit über 15 Jahren starten die Frauenteams ihre Saison hier, eingefunden. Ihren ersten Härtetest haben die Dolphins am 27. und 28. August beim Raiffeisenbank-Cup 2011 der SG Banzkow-Leezen. Hier trifft das Team mit den Mannschaften von BVB Füchse Berlin, TSV Nord Harrislee, HSG Stemmer/Friedewalde, VfL Bad Schwartau, SC Alstertal-Langenhorn, TSV Travemünde, TSV Owschlag, SV Grün Weiß Schwerin und VfL Stade auf namhafte Gegner und Ligakonkurrenten.
Dieses Turnier wird Trainer Lothar Goldschmidt und Co-Trainerin Christine Gienapp sicher einen entscheidenden Fingerzeig geben, wo ihre Mannschaft nach den ersten Trainingswochen steht.

August 02, 03:45 AM

ROSTOCK. Angeführt von ihren Spitzenkandidaten Silke Gajek und Jürgen Suhr wollen Bündnis 90/Die Grünen im Wahljahr 2011 nun erstmalig in den Landtag von Mecklenburg-Vorpommern einziehen. Momentan könnte es für Die Grünen in Deutschland wohl kaum besser laufen. Der erste grüne Ministerpräsident ist bereits im Amt, die Umfragewerte steigen fast wöchentlich und die Betitelung »Volkspartei« scheint für viele gar nicht mehr so abwegig. Kurzum: Bündnis90/Die Grünen befinden sich auf einen politischen Höhenflug. Auch in Mecklenburg-Vorpommern soll in diesem Jahr nun der Sprung über die Fünf-Prozent-Hürde gelingen. Bezieht man sich auf die Umfragewerten von Emnid im März so würden die Grünen hier sechs Prozent der Wählerstimmen auf sich vereinen können. Dies entspreche einer Steigerung von rund drei Prozentpunkten zum Vorwahljahr 2006. Ob sich die Prognosen letztlich erfüllen, bleibt bis zum 4. September abzuwarten. Die inhaltlichen Schwerpunkte setzen die Grünen weiterhin auf Nachhaltigkeit, Klima- und Umweltschutz. Insgesamt werben die Grünen mit 36 Direktkandidaten um Stimmen für die Landtagsmandate. Auch jeweils für die vier Rostocker Wahlkreise werden Kandidaten ins Rennen geschickt. Dr. Ursula Karlowski geht für den Wahlkreis IV (Warnemünde, Diedrichshagen, Hohe Düne, Markgrafenheide, Groß Klein, Lichtenhagen und Schmarl) an den Start. Für den Wahlkreis V (Lütten Klein, Evershagen, Reutershagen) tritt Claudia Schulz für die Grünen an. Im Wahlkreis Rostock VI(KTV, Hansaviertel, Südstadt, Biestow, Gartenstadt) wird Johannes Saalfeld in den Wahlkampf gehen. Für den Wahlkreis Rostock VII (Stadtmitte, Brinckmansdorf, Nordost) kandidiert Johann-Georg Jaeger. • Wahl-Spezial-Dossier zur Landtagswahl 2011

July 28, 12:15 PM

ROSTOCK. Durchzechte Nacht? Aus disziplinarischen Gründen suspendieren Cheftrainer Peter Vollmann und Manager Stefan Beinlich die Spieler Jörg Hahnel, Kevin Pannewitz, Matthias Holst, Tino Semmer und Stephan Gusche bis Sonntag, 31. Juli 2011. Damit sind sie für das Pokalspiel gegen den VfL Bochum am 30. Juli nicht im Kader. Matthias Holst entschuldigt sich stellvertretend für die betroffenen Spieler bei Verein und Fans für die Fehltritte: »Uns ist bewusst, dass wir mit diesem unprofessionellen Verhalten dem Team geschadet haben und entschuldigen uns deshalb in aller Form bei allen Beteiligten.« Was genau vorgefallen ist, ist bislang aber noch nicht bekannt. Update: 20.30 Uhr Bisher äußern sich Spieler und Verein nicht zu den genauen Umständen der plötzlichen Suspendierung. Laut Informationen des ROSTOCKER JOURNALS sind die Spieler aber in einem Rostocker Club gesichtet worden. Dort sollen sie bis weit nach Mitternacht unterwegs gewesen sein.

July 28, 08:52 AM

ROSTOCK. Große Aufregung um abgeblasene Prüfung: Weil sich Studenten über ungerechte Klausurbedingungen beschwert haben, musste eine Arbeit für angehende Wirtschaftswissenschaftler jetzt wiederholt werden. Nach starken Protesten lenkte das Prüfungsamt ein. Sommerzeit ist Prüfungszeit – viele Studenten genießen es zwar, zur warmen Zeit des Jahres am Strand zu liegen, doch müssen nicht selten auch Bücher und Skripte mit an die kühle See genommen werden. So wolkenlos der Himmel über der Hansestadt zu dieser Jahreszeit eigentlich sein sollte, so dunkler sind die Wolken dann oftmals bei den Prüfungen selbst. Bei einer Prüfung am 20. Juli 2011 am Institut für Betriebswirtschaftslehre mussten Studenten, die zur Abschlussklausur »Unternehmensrechnung« angetreten sind, aus Kapazitätsgründen in zwei Gruppen eingeteilt werden. Während die eine im Hörsaal III der Parkstraße schrieben, durfte die andere Gruppe im Audimax bleiben. Dann der dramatische Verfahrensfehler: Für den einen Teil der Prüflinge in der Ulmenstraße gab es eine Einlesezeit von 15 Minuten – für den anderen nicht. Die große Ungerechtigkeit flog auf, als sich Studenten nach der dreistündigen Quäl-Klausur austauschten. Nachdem das zuständige Prüfungsamt von mehreren Studenten über dieses Prüfungsverfahren informiert wurde, entschloss man sich zu einer drastischen Maßnahme: »Die Mängel wurden durch den Prüfungsausschuss geprüft, anerkannt und somit wird diese Modulprüfung annulliert. Somit müssen alle Kandidaten die Klausur wiederholen«, heißt es in einem Schreiben an betroffene Studenten, das dem ROSTOCKER JOURNAL vorliegt. Erneut hat die Universität Rostock damit gezeigt, dass sie nicht in der Lage ist, einheitliche Regelungen für alle Studenten zu schaffen. Bereits vor Monaten sorgte das Prüfungsverfahren im Bereich der Humanmedizin für Negativ-Schlagzeilen. Schwammig formulierte Testatordnungen, die nicht vom Senat der Universität überprüft wurden und somit keine rechtliche Grundlage bilden, sind immer wieder Anlass für willkürliche Verfahrensweisen. Für die Prüflinge am Lehrstuhl der Allgemeinen Betriebswirtschaftslehre heißt es nun: Erneut die Nase in die Bücher stecken und den Stoff aufbereiten. Erst am 12. Oktober haben sie Gelegenheit, die Prüfung zu wiederholen – natürlich erneut in zwei Gruppen aufgeteilt.

July 27, 09:37 AM

KRÖPELINER-TOR-VORSTADT. Die Dreharbeiten zum Rostocker Filmprojekt »Von Wölfen und Menschen« sollen am Samstag, 30. Juli 2011, fortgesetzt werden. Für Schauspiel-Interessenten bietet sich hier die Gelegenheit als Kleindarsteller selbst einmal vor der Kamera stehen zu dürfen. Wer hat nicht schon einmal davon geträumt als Filmdarsteller vor der Kamera zu stehen? Ein Projekt der Hochschule für Musik und Theater und dem Institut für Neue Medien in Rostock macht dies möglich. Am kommenden Samstag gehen die Dreharbeiten zum Film »Von Wölfen und Menschen« in die nächste Runde. Dazu werden für eine Massenszene noch dringend Komparsen gesucht. Interessenten werden gebeten sich am Samstag gegen 12 Uhr zum Bunker, in der Neptunallee 8 in Rostock, zu begeben. Für Regisseur und Drehbuchautor Andreas Ehrig ist es das bis jetzt aufwändigste Projekt hier in Rostock. Massenszenen, lange Drehzeiten und ein großes Repertoire an Technik sind diesmal zur Verwirklichung des Films erforderlich. Der Film ist eines von vier Projekten, die noch dieses Jahr produziert werden sollen. Finanziert wird das Ganze von der Kulturellen Filmförderung Mecklenburg-Vorpommern. Für diesen Film stehen diesmal rund 3.000 Euro zur Verfügung. Der Film ist ein Gemeinschaftsprojekt der Hochschule für Musik und Theater und dem Institut für Neue Medien in Rostock. Die Kooperation kann bereits auf eine langjährige Zusammenarbeit zurückblicken. In den letzten drei Jahren konnten beispielsweise drei Kurzfilme produziert werden, die auch auf verschiedenen Festivals und Filmfestspielen gezeigt wurden. Auch ist es für die Schauspielstudenten der HMT eine gute Gelegenheit vor der Kamera Erfahrungen zu sammeln. »Von Wölfen und Menschen« erzählt die Geschichte drei junger Leute, deren Leben sich nach ihrem Zusammentreffen auf einer Party gravierend verändert. Für Filmemacher Andreas Ehrig stehen dabei die Themen Liebe, Treue und Leben im Fokus seiner  Erzählung. Wer also gerne an dieser Filmproduktion mitwirken will ist dazu am Sonnabend herzlich eingeladen. »Gut wäre, wenn die Darsteller sich für den Dreh schwarz oder grau kleiden könnten«, erklärt Ehrig. »Auch für Feierabendbier ist bereits gesorgt!«

July 26, 05:55 AM

ROSTOCK/REUTERSHAGEN. »Wir bewegen Rostock« – so wirbt die Rostocker Straßenbahn AG (RSAG) für das eigene Unternehmen. Gemeint ist natürlich die Beförderung im öffentlichen Personennahverkehr – doch auch im emotionalen Sinne trifft der Slogan derzeit ins Schwarze. Viele Bürger und Gäste der Hansestadt sind verärgert über unsaubere Haltestellen und verschmierte Fahrscheinautomaten. Besonders der Zustand der alten Geräte, die in knalligem Orange das Stadtbild mehr als 15 Jahre lang prägten, ist besorgniserregend. Während neue Automaten regelmäßig gesäubert und zur Not auch mit frischer Farbe bestrichen werden, sieht es bei der alten Automatengeneration ganz anders aus. Viele Geräte sind Opfer von Vandalismus geworden – auch, weil sie eigentlich bereits seit Monaten hätten demontiert sein sollen. Egal, ob hunderte Aufkleber oder großflächige Beschmutzungen: Es gibt kaum etwas, das Gäste und Einwohner derzeit nicht auf den orangefarbenen Ticket-Automaten sehen können. Wie die RSAG auf Anfrage vom ROSTOCKER JOURNAL mitteilt, ist der Abbau von 69 Fahrausweisautomaten im Busnetz bereits seit Mitte Mai im vollen Gange und nahezu abgeschlossen. Mehr als 50 Automaten im Straßenbahnnetz stehen jedoch weiterhin – ganz egal, ob in Evershagen Süd (Fotos), an der Kunsthalle oder gar am größten Umsteigepunkt Rostocks, dem Doberaner Platz. Grund seien von Fremdfirmen verschuldete Verzögerungen, die noch immer nicht wieder aufgeholt sind. Prangte zum Jahresbeginn ein Aufkleber auf den Automaten, dass diese bald demontiert werden, so ist fast sechs Monate nach Ablauf der Dienstzeit noch immer kein Abbau in Sicht. Immerhin scheint sich die Straßenbahn-Gesellschaft der aktuellen Situation bewusst: »Die Schmierereien und Verunstaltungen an den alten Fahrausweisautomaten sind leider nicht zu vermeiden. Wir sind über diesen Zustand auch nicht erfreut, aber der Ausbau wird in jedem Fall fortgesetzt«, heißt es aus dem Unternehmen. Wann genau der Rückbau endgültig kein Thema mehr ist, ließ man offen. Mitte Oktober wurden in Rostock 60 neue stationäre Fahrausweisautomaten installiert – 123 weitere wurden in Bussen und Bahnen aufgestellt. Sie übernehmen seither die Funktionen der alten Geräte. Die Investitionen beliefen sich auf 3 Millionen Euro, die zu 75 Prozent vom Land gefördert wurden. Mehr Komfort und bedienerfreundlichere Geräte sollten einen weiteren RSAG-Spruch in die Tat umsetzen helfen: »Immer eine gute Fahrt.«

July 24, 03:09 PM

DRESDEN. In einem umkämpften Ostduell der beiden letzten DDR-Meister konnte der FC Hansa immerhin einen Punkt aus der Dresdner Glückgas-Arena entführen. Besonders in der zweiten Hälfte sah es für die Rostocker lange gut aus, bis ein Billard-Tor die Hoffnungen auf einen Auswärtssieg kaputt machte.

Im Gegensatz zum ersten Saisonspiel gegen Paderborn setzte Hansa-Trainer Vollmann wenig überraschend auf eine defensivere taktische Ausrichtung. Mit Kevin Pannewitz rückte ein zweiter Sechser ins defensive Mittelfeld, der den im Paderborn-Spiel überbeschäftigten Robert Müller unterstützen sollte. Seinen Platz räumen hingegen musste der zweite Stürmer aus dem Paderborn-Spiel, Marcel Schied. Auch Perthel wurde auf der Außenbahn von Ziegenbein ersetzt.

In einem munteren Spiel war Hansa wie schon gegen Paderborn um Spielkontrolle bemüht, aber den besseren Eindruck machten trotzdem zunächst die Gastgeber aus Dresden. Allein Marcel Heller hätte den Mitaufsteiger nach jeweils überragenden Einzelleistungen (11./23.) in Führung bringen müssen, doch zeigte er sich vor dem Tor äußerst abschlussschwach und vergab die dicksten Gelegenheiten kläglich.

Hansa Rostocks Abwehrreihe präsentierte sich in der ersten halben Stunde des Spiels alles andere als zweitligareif, denn auch Solga (22.) und Koch (28.) verpassten für die Dresdner beste Möglichkeiten. Kurz vor der Pause zeigte sich schließlich auch Hansas Offensive mal in Aktion. In der 33.Minute legte Mintal eine Flanke von Semmer mustergültig quer auf Jänicke, der den Ball aber nur harmlos in die Arme von Keeper Eilhoff köpfen konnte und anschließend sogar noch eine Platzwunde am Kopf kassierte. Einer weiteren guten Einzelleistung von Mintal mit harmlosem Abschluss folgten allerdings keine weiteren Offensivbemühungen der Rostocker und so ging es mit 0:0 in die Pause.

In der zweiten Hälfte der Partie konnte man beinah von einer ausgewechselten Kogge sprechen. Viel aggressiver und willensstärker präsentierte man sich nun in den Zweikämpfen. So folgte in der 54. Minute sogar die mehr oder weniger verdiente Führung durch Ziegenbein per Freistoß. Mit einer großen Portion Selbstbewusstsein nagelte »Ziege« aus ca. 20 Metern den Ball ins Torwarteck und ließ den Dresdner Schlussman alt aussehen. In den folgenden 20 Minuten verhielten sich die Rostocker taktisch ausgesprochen clever und die bisher eher wacklige Abwehr hatte sich zunehmend stabilisiert. Leider verpassten es die Hanseaten mit einem zweiten Tor den Sack zu zu machen. Eine Viertelstunde vor Schluss dann der Paukenschlag. Ein eigentlich harmloser Schuss vom Dresdner Pavel Fort sprang Innenverteidiger Wiemann vor die Füße, dieser versuchte zu klären und schoss dabei Kevin Müller so unglücklich an die Hacken, dass der Ball letztendlich im Tor landete. Unglücklicher kann ein Tor wohl kaum fallen. Trotzdem trieb es Hansa für die Schlussviertelstunde nochmal an und mobilisierte letzte Kräfte, doch der eingewechselte Schied konnte selbst beste Chancen nicht nutzen und so mussten die Hanseaten mit einem Punkt leben.

Unter dem Strich bleibt ein Remis, das aufgrund des Spielverlaufs schon seine Berechtigung hatte. Jedoch gilt es in den kommenden Auswärtsspielen auch mal einen ›unverdienten‹ Sieg einzufahren, sonst können genau diese verschenkten Punkte am Ende der Saison zum Klassenerhalt fehlen.

July 17, 03:25 PM

HANSAVIERTEL. Vor offiziell 19.000 Zuschauern in der DKB-Arena startete der FC Hansa Rostock mit einer unglücklichen 1:2-Heimniederlage gegen den SC Paderborn in die Saison 2011/2012. Trotz einer starken Moral der Hanseaten entführten die Paderborner nicht unverdient die drei Punkte von der Ostsee, da sie vor dem Tor wesentlich effizienter agierten als die Rostocker.

Von Beginn an bemühten sich die Hausherren das höhere Tempo der neuen Spielklasse mitzugehen, ohne dabei jedoch die defensive Grundordnung zu verlieren. Gerade aufgrund der offensiven taktischen Ausrichtung (4-4-2 mit Raute) hatte Robert Müller in der defensiven Zentrale lange und oftmals auch zu lange Wege, sodass vor allem Paderborns Spielmacher Kara immer wieder Akzente setzen konnte. Nach einem ersten Abtasten der beiden sichtlich nervösen Teams, entfachten die technisch deutlich stärkeren Paderborner vor allem Druck durch Standards. Mohr (7.) und Meha (10.) zielten jedoch zu ungenau, um die Gäste früh in Führung zu bringen. Hansa antwortete mit dem ersten sehenswerten Spielzug der Partie. Ein mehr oder weniger gewollter Flugball von Hansas neuem Innenverteidiger Kostal, fiel dem anderen Neuzugang Semmer vor die Füße und dieser machte beinah alles richtig, doch verfehlte mit einem filigranen Schlenzer hauchdünn das lange Eck (11.).

Wenig später sollte der Hansa-Angreifer aber genauer zielen. Nach einem schnellen Abwurf des neuen Rostocker Stammtorwarts Kevin Müller, lief Tobias Jänicke der gesamten Paderborner Hintermannschaft davon und bediente den Ex-Erfurter in der 19. Minute millimetergenau und Semmer bedankte sich mit dem 1:0.

Die erhoffte Kombinationssicherheit durch das Führungstor wurde bei den Rostockern aber vergebens gesucht, denn schon zwei Minuten später verwertete Brückner eine Wemmer-Flanke wuchtig zum Ausgleich, den Hansa-Kapitän Pelzer noch abfälschte. In der Folgezeit plätscherte das Spiel ohne große Ereignisse vor sich hin. Spielerisch und vor allem technisch präsentierten sich die Paderborner über weite Teile des Spiels zwar versierter, doch Hansa wußte durch eine gesunde Aggressivität jederzeit Paroli zu bieten. Bis zum Halbzeitpfiff des tadellosen Schiedsrichters Aytekin neutralisierten sich beide Mannschaften weitgehend.

Die zweite Hälfte begann ähnlich, wie die erste endete. Beide Mannschaften verstrickten sich in bissigen Zweikämpfen, sodass jeder Ansatz von Kombinationsfußball im Keim erstickt wurde. Harmlosen Standards der Gäste folgten wenig inspirierte hanseatische Fernschußversuche aus der, wenn überhaupt, zweiten Reihe (Pelzer, 63.). Verständlicherweise sah sich Trainer Vollmann zum Handeln genötigt und wechselte den enttäuschenden Timo Perthel sowie den ebenfalls blassen Marcel Schied aus und brachte mit Lartey und Ziegenbein zwei frische Offensivkräfte ins Spiel. Hansas erfolgreichster Torschütze der vergangenen Saison Ziegenbein war es dann auch, der mit einem verunglückten Schuss Jänicke in Szene setzte, der aber knapp verzog. Das Spiel stand nun auf des Messers Schneide, da jede Aktion für den entscheidenden Impuls hätte sorgen können und so sollte eine überragende Einzelleistung über den Ausgang des Spiels entscheiden. In der 81. Minute zog der eingewechselte Guie-Mien mit viel Dampf in Richtung der Rostocker Abwehrzentrale und bediente Proschwitz mustergültig. Dieser ließ sich nicht lange bitten und vollstreckte eiskalt ins linke Eck zum 1:2 für den SC Paderborn (81.).

In den letzten zehn Minuten der Partie mobilisierte Hansa Rostock nochmal alle Kräfte und der tschechische Hüne Kostal wurde zum dritten Stürmer umfunktioniert. Schließlich hatte aber der andere Rostocker Innenverteidiger Wiemann in der 90. Minute die Riesenchance zum späten Ausgleich, doch sein Schlenzer verfehlte das Tor um wenige Zentimeter. Nachdem auch Mintal in der Nachspielzeit eine Ziegenbein-Flanke nicht voll erwischte, beendete Deniz Aytekin die Partie.

Letztendlich kassierten die Rostocker eine nicht unverdiente, wenn auch etwas unglückliche Niederlage im ersten Saisonspiel, da die Gäste aus Paderborn sich insgesamt ballsicherer und vor allem abgebrühter präsentierten. Trotzdem lässt sich abschließend resümieren, dass die Hansestädter im rauen Alltag der zweiten Liga angekommen sind, allerdings in den kommenden Spielen extrem darauf achten sollten, nicht zu viel Lehrgeld in der höheren Spielklasse zahlen zu müssen. Trainer Peter Vollmann hat nun eine Woche Zeit, um seine Truppe auf das Duell mit dem anderen Aufsteiger aus Dresden vorzubereiten und außerdem die Truppe an das höhere Tempo der zweithöchsten Spielklasse Deutschlands zu gewöhnen.

Hansa Rostock:

Müller - Schyrba, Wiemann, Kostal, Pelzer – Müller(84. Weilandt) - Perthel (64. Ziegenbein), Mintal, Jänicke – Schied (64. Lartey), Semmer SC Paderborn: Kruse – Wemmer, Mohr, Gonther, Wissing (63. Berthels) – Alushi, Krösche – Brückner, Kara (68. Guie-Mien), Meha (68. Taylor) - Proschwitz
July 16, 03:51 PM

SÜDSTADT. Vor heimischer Kulisse am Damerower Weg konnte sich der RFC am Sonnabend aus einem Teilnehmerfeld von acht Mannschaften bereits zum dritten Mal in Folge den begehrten Rostocker Pils Cup sichern.

Nach einem holprigen Turnierstart mit einer 0:2-Niederlage gegen Flensburg 08, fingen sich die Mannen von Trainer Christopher Stoll und konnten durch einen 1:0-Sieg gegen den SV Pastow die Weichen Richtung Halbfinale stellen. Auch das abschließende Gruppenspiel gegen den FSV Bentwisch gestalteten die Rostocker erfolgreich (1:0).

Eine starke Leistung zeigte auch die zweite Truppe des Rostocker FC, bestehend aus Spielern der ersten sowie zweiten Männermannschaft des Vereins. Sie qualifizierte sich mit einem Sieg und zwei Unentschieden ebenfalls souverän für das Halbfinale. So kam es zum mit Spannung erwarteten Duell der ersten RFC-Mannschaft gegen die Reserve. Dieses Spiel auf Augenhöhe sollte erst im Elfmeterschießen entschieden werden. Am Ende war es Paul Bürger, der vom Punkt für die zweite RFC-Vertretung nur die Latte traf und so ein Weiterkommen der ersten Mannschaft besiegelte. Auch in der zweiten Halbfinal-Partie Güstrower SC – Flensburg 08 musste das Elfmeterschießen für die Entscheidung sorgen und in diesem war Fortuna auf Seiten der Güstrower.

Im darauf folgenden Spiel um Platz drei lieferten sich die zweite Vertretung des RFC und die zuvor ebenfalls unglücklich ausgeschiedenen Flensburger lange ein packendes Match, doch ein Tor sprang dabei nicht heraus. So setzte sich der RFC im Duell aus elf Metern gegen Flensburg durch und sorgte so für einen aus RFC-Sicht sehr gelungenen Tag. Denn im Endspiel des Rostocker Pils Cups gegen den Güstrower SC machte die erste Vertretung der Rostocker den Turnier-Sieg ebenfalls vom Elfmeterpunkt perfekt und gewann so den Pokal bereits zum dritten Mal in Folge.

July 16, 09:20 AM

ROSTOCK. Nach einer extrem erfolgreichen Spielzeit in der 3.Liga und dem damit verbundenen sofortigen Wiederaufstieg, startet der FC Hansa morgen um 15.30 Uhr gegen den SC Paderborn in die neue Zweitliga-Saison.

Die Rostocker verfolgen dabei eine glasklare Zielstellung: den Klassenerhalt. So gut wie alle Experten (unter anderem auch der Ex-Rostocker Marko Rehmer) erwarten die Kogge dieses Jahr im tiefen Abstiegskampf und Trainer Peter Vollmann bringt es auf den Punkt: »Ganz klar, unser Ziel ist der Klassenerhalt, alles andere ist Utopie.«

Mit dem morgigen Gegner Paderborn erwartet die Hanseaten zudem ein Team mit ähnlich düsteren Aussichten und somit gewinnt schon das erste Spiel der Saison massiv an Bedeutung. Gleich einen Dreier vor heimischer Kulisse an einen eventuellen direkten Konkurrenten abzuschenken, wäre fahrlässig.

Mit Spannung erwartet, wird vor allem die Startelf der Rostocker. In den zahlreichen Tests, die allesamt ohne Niederlage beendet wurden, haben sich durchaus Akteure in den Vordergrund gespielt, von denen man dies so nicht erwartet hätte. Insbesondere der Bremer Neuzugang Perthel scheint mit Björn Ziegenbein einen Leistungsträger des vergangenen Jahres vorläufig aus der Startelf verdrängt zu haben. Außerdem fiel heute Nachmittag die endgültige Entscheidung im lange aufrecht erhaltenen Duell um die Torwartposition. Letztendlich entschied sich Trainer Vollmann zugunsten des jüngeren Kevin Müller und leitete somit einen Generationenwechsel im Rostocker Tor ein.

Die voraussichtliche Aufstellung des FC Hansa Rostock:

Müller - Schyrba, Wiemann, Kostal, Pelzer – Müller, Perthel, Mintal, Jänicke - Schied, Semmer

July 16, 05:22 AM

ROSTOCK. Für die Damen des Rostocker Handballclubs ging vor einigen Wochen eine durchwachsende Saison zu Ende. Mit nur zwölf Siegen aus 26 Spielen belegten die Dolphins in der Abschlusstabelle den fünften Platz und verpassten frühzeitig den direkten Wiederaufstieg in die zweite Handball-Bundesliga. Für Nachwuchsspielerin Neele Spiekermann war es die erste Saison bei der Frauenmannschaft. Über Ihren Einstieg, Ihre Erfahrungen und Ihre Ziele sprach sie im Interview mit dem ROSTOCKER JOURNAL-Autor Marcel de Witt. Frau Spiekermann, Ihre erste Saison bei der Frauenmannschaft ist vorbei. Wie groß ist der Unterschied zum Jugendbereich? Neele Spiekermann: Der Unterschied ist schon ziemlich enorm. Zuerst ist es eine Umstellung, dass viele Spielerinnen verschiedener Altersgruppen zusammen spielen. In der Jugend waren es bei uns maximal drei Jahrgänge. Des Weiteren wird auch mit einer ganz anderen Härte gespielt. Da hat es schon einige Spiele gedauert, um sich daran zu gewöhnen. Wie haben Sie Ihre ersten Minuten erlebt, haben Sie schnell die Nervosität ablegen können? Die Nervosität habe ich in der ganzen Saison nicht abgelegt. Natürlich hat es sich von Spiel zu Spiel ein wenig gebessert. Aber vor jeden Spiel war ich aufgeregt. Im ersten Spiel hatte ich eher damit gerechnet, dass ich nicht eingesetzt werde. Aber als mir der damalige Trainer Jörn Schläger dann Bescheid gab, dass ich mich bereit machen soll, war ich schon ziemlich nervös. Das hat sich im ganzen Spiel auch nicht geändert. Die erste freie Wurfmöglichkeit habe ich sogar verweigert. Den zweiten Wurf habe ich mir dann genommen und mit einem Heber den Ball ins Tor gelegt. Natürlich war ich sehr froh, in meinem ersten Spiel gleich ein Tor zu werfen, aber alleine der Einsatz hat mich erfreut. Wie wurden Sie in der neuen Mannschaft aufgenommen, gab es Probleme? In jeder Mannschaft gibt es hin und wieder Probleme oder Auseinandersetzungen. Neu war für mich auch eine gewisse Hierarchie. Die Jüngsten müssen dafür sorgen, dass die Bälle zum Trainingsbeginn in der Halle sind und der Kühlkoffer sowie der Arztkoffer mit zum Spiel kommen. Zur neuen Saison darf ich dann das »«Amt mit Vergnügen an die Jüngeren abtreten. Mit den beiden Torhüterinnen Antje Herzberg und Stefanie Praetzel stehen bereits zwei Abgänge fest, Weitere könnten folgen. Lothar Goldschmidt wurde für Jörn Schläger als neuer Trainer verpflichtet. Wie sehen Sie den Umbruch zur neuen Saison? Antje und Steffi waren ein gutes Team. Jeder hat der anderen den Einsatz gegönnt und sich für die Andere gefreut. Es ist schade, dass beide den Verein verlassen haben. Ich wünsche beiden viel Erfolg in den neuen Mannschaften. Mittlerweile sind wir eine sehr junge Mannschaft. Die drittälteste Spielerin ist Jahrgang 1989. Natürlich findet dadurch ein Umbruch statt. Nach den ersten Trainingseinheiten mit Herrn Goldschmidt kann man sagen, dass es, wenn es so weitergeht, eine umkämpfte Saison wird. Bleibt Ihre sportliche Heimat die Hansestadt Rostock? Ja, die nächsten zwei Saisons bleibe ich auf jeden Fall in Rostock und auch danach sehe ich keinen Grund, mich von Rostock zu entfernen. Auch wenn ich wollen würde, ist es ziemlich schwer einen neuen Standort mit diesen Gegebenheiten zu finden, da mein Studiengang nur an drei Universitäten in Deutschland angeboten wird. Was die sportlichen Ziele angeht, schaue ich immer von Saison zu Saison. Nachdem ich letztes Jahr die Vorbereitung verpasst habe, will ich sie dieses Jahr auf jeden Fall mitmachen. In der Vorbereitung wird zum einen die Mannschaft geformt und zum anderen eine gewisse Grundlage der Fitness gelegt. Beides ist ziemlich wichtig für die Saison. Was muss in der kommenden Spielzeit verbessert werden, damit der RHC eine erfolgreiche Saison spielen kann? Wir müssen auch auf dem Spielfeld zeigen, dass wir eine Mannschaft sind. Dieses Thema wurde schon letztes Jahr erheblich diskutiert und es wird Zeit, dass wir dieses mit der neuen Mannschaft und dem neuen Trainer gemeinsam umsetzen. Vielen Dank für Ihre Zeit. Ich wünsche Ihnen für die Zukunft alles Gute!

July 06, 04:27 AM

LEIPZIG. Eine überragende Teamleistung sorgte für eine kleine Sensation und den ersten Sieg einer Rostocker Footballmannschaft gegen die Leipzig Lions. Die Lions konnten in ihrem ersten Drive sofort über das Feld marschieren und machten die ersten Punkte, es schien also alles so zu verlaufen, wie es sich die hochfavorisierten Lions und selbsternannten Aufstiegsaspiranten in die 2. Liga vorgestellt hatten. Doch die Offense der Griffins konterte sofort, erzielte einen TD, der leider wegen einer Strafe aberkannt wurde, und erzielte aber zumindest ein Fieldgoal durch Kris Seidel. Dies stärkte der Defense allerdings so den Rücken, dass diese dann nur noch einmal kurz vor der Pause eine brenzlige Situation zu meistern hatte, als die Lions vier Versuche in der Red Zone erreichten. Der Goallinestand brachte die Griffins also mit einem knappen 3:7 in die Pause. Allerdings konnte man in der ersten Hälfte bereits erkennen, dass sowohl Offense als auch Defense als Einheit funktionierte. Kurz nach der Pause dann sofort die Offense der Griffins in Aktion und durch den wieder einmal überragend aufspielenden Brandon Peebler mit sechs Punkten. PAT misslang. Dann der Schlüssel des Spiels. Der Kickoff der Griffins wurde durch Leipzig returniert und konnte durch DE Matze Dittmann freigeschlagen und durch DE Robin Hunsicker gesichert werden. Nun wieder die bärenstarke Offense der Griffins, die auch diverse Strafen an diesem Tag nicht stoppen konnte. Ein neuerlicher aberkannter TD konnte nicht verhindern, dass WR Christian Moddelmog dann letzlich doch punktete, PAT Seidel gut. Die Lions kamen in der zweiften Hälfte nicht mehr in die Red Zone, ein letzlich von DB Ronny Schmidt gemuffter Pass besiegelte die völlig verdiente Niederlage der Lions, denen es nun mit zwei Niederlagen aus eigener Kraft schwer fallen wird, den Aufstieg zu erreichen - Cottbus gewann auch das fünfte Spiel der Saison und steht nun verlustpunktfrei da. Am nächsten Wochenende, 9. Juli, findet um 15 Uhr das letzte Heimspiel der aktuellen Saison gegen Cottbus statt.

July 04, 04:50 AM

ROSTOCK. Nach der skurrilen Kündigung per SMS beim Rostocker Radiosender »Ostseewelle« wechselt Moderator Oliver Döhring nun zum Schweriner Mitbewerber »Antenne MV«. Er nimmt das Comedy-Format Kleiner Nils mit. Seit heute Morgen läuft es dort. Im Januar trennte sich der Privatsender »Ostseewelle Hit-Radio Mecklenburg-Vorpommern« plötzlich von seinem Sprecher Oliver Döhring (42) – zunächst einfach per SMS! Er lieh seine Stimme den beliebten Spaß-Formaten Kleiner Nils und Opa Kurt. »Begründet wurde die Kündigung damit, dass ich angeblich nicht planbar, unpünktlich und unzuverlässig bin. Das kann ich nicht nachvollziehen«, sagt Döhring. »Ostseewelle«-Chef Timo Sperke sagt, man gehe nach einer gewissen Zeit einfach getrennte Wege. Das Kapitel »Ostseewelle« ist bei dem Rostocker Döhring nun endgültig beendet. Ab heute laufen die Telefonstreiche des Kleinen Nils beim Konkurrenten »Antenne MV«. Programmdirektor Peer Wellendorf (32): »Wir halten den Kleinen Nils für ein sehr gutes Comedy Format. Er ist im Land sehr beliebt. Schön, dass wir ihm jetzt bei uns eine neue Heimat geben können.« Und Opa Kurt? »Dazu gibt’s derzeit keine Gespräche. Aber man soll ja niemals nie sagen...« Döhring: »Ich wollte einfach weiterhin hier im Land bleiben, deswegen bin ich nach meiner Kündigung zu Antenne gewechselt.« Laut Marktanlalyse 2011 Radio I liegt »Ostseewelle« mit durchschnittlich 147.000 Hörern pro Stunde (Montag bis Freitag) vor »Antenne MV« mit 83.000. Das sind 4,5 beziehungsweise 5,7 Prozent weniger im Vergleich zum Vorjahr (ma 2010 Radio I Update). NDR 2 liegt aktuell bei 41.000 Hörern (+ 17,1 Prozent). In der werberelevanten Zielgruppe (14 bis 49 Jahre) liegt »Ostseewelle« bei 108.000 und »Antenne MV« bei 51.000 Hörern. Bei dieser Zielgruppe legte »Antenne MV« zum Vorjahr sogar 6,3 Prozent zu, »Ostseewelle« verlor um 5,3 Prozent.

June 30, 10:03 AM

WARNEMÜNDE. Wohl kaum jemand der grandios anfeuernden etwa 250 Zuschauer hatte an diesen Sieg geglaubt - nur das Team war hochkonzentriert. Im Football siegten die Rostock Griffins 28:14 am Sonntag gegen den Favoriten Berlin Bears. Trotz unzähliger fehlender Starter, es fehlten allein vier Starting Olinemen, zogen sich die Griffins selbst am Schopf aus dem drohenden Abstiegsschlamassel und haben es nach dem Sieg gegen Berlin wieder selbst in der Hand. Eine absolute Teamleistung, vor allem der im Durchschnitt knapp über 20 Jahre alten Oline sowie der kompletten Defense, ebnete den Weg zu einem absolut verdienten Heimsieg. Die einzigen Punkte in der ersten Halbzeit durch Brandon Peebler nach Pass von Daley waren nur der Aufgalopp zu einer nervenaufreibenden und kampfbetonten zweiten Hälfte. Kurz nach dem Pausentee der Ausgleich durch die Bears und nach der erneuten Führung durch Jens Putzier nach Pass Daley der erneute Ausgleich. Dann der überragende Auftritt der sich abwechselnden RBs, allen voran wieder einmal Brandon Peebler, der den Weg für 2 weitere Passtouchdowns durch Daley auf den Rookie Niklas Hartwig und Christian Moddelmog bereitete. Der nervenstarken Kicker Kris Seidel versenkte alle vier Pats eiskalt zwischen den Torstangen.

June 27, 06:00 AM

ROSTOCK. Facebook und Twitter sind längst Pflicht, wenn es um die Außendarstellung von Hochschulen geht. An der Uni Rostock zwingen einige Studenten mit offiziell aussehenden Profilen bei Facebook & Co. die Uni zum Handeln - obwohl sie selbst, wenn auch zögerlich, schon im Web 2.0 unterwegs ist.  Im Kampf um Studenten betreten altehrwürdige Hochschulen nun auch neues Terrain. Längst finden sich auch Universitäten aus dem Mittelalter im Web wieder. Die 1419 gegründete Universität Rostock hat diese Entwicklung vor allem zu Beginn ein bisschen verschlafen. Zwar gibt es seit Juli 2009 einen eigenen YouTube-Kanal. Das einstige Lieblingsprojekt von Ex-Prorektor Andreas Karsch scheint mit 44 Uploads auch ganz aktiv zu sein. Aktivitäten in anderen sozialen Netzwerken wie Facebook, StudiVZ oder Twitter fehlen jedoch bisher.  Oder? Seit Kurzem prangen auf der Website der Uni neben YouTube auch die Logos der Netzwerke SchülerVZ, StudiVZ und Facebook. Diese Profile werden von der Bundes-Kampagne »Studieren in Fernost«  beziehungsweise von deren »Campus-Spezialisten« und der Studienberatung betrieben. Bis zum 27. Juni, 12 Uhr, haben diese Facebook-Seite 117 Personen »geliket«, neue Beiträge kommen hier aber nur selten.  Bei Facebook taucht noch eine andere scheinbar offizielle Seite der Universität Rostock auf. Unter der weniger kryptisch klingenden URL www.facebook.com/unirostock werden in Abständen von meist nur wenigen Tagen Veranstaltungstipps, Links und wissenswerte Informationen gepostet. Am 17. Juni schreibt die scheinbar echte Universität Rostock beispielsweise: »Uni-Fakt des Tages: Der Haushalt der Universität Rostock belief sich im Jahr 2010 auf 140,76 Millionen Euro. Das entspricht 9.384 Euro pro Student.«  Mit 120 Personen liegt diese Seite zwar nicht weit vor der anderen. Aber: Sie ist nicht echt.   Hinter diesem Web-2.0-Auftritt der Uni steckt eine Handvoll Studenten. Sie haben die Profile eingerichtet und sorgen für regelmäßige Inhalte. Es sind die gleichen, die auch für die Uni twittern. Unter www.twitter.com/unirostock werden Meldungen in 140 Zeichen in eine Welt geschickt, die die Offiziellen der Hochschule noch gar nicht für sich entdeckt hat. 63 Twitterer folgen diesen Updates. Bis jetzt.  Kein Unrechtsbewusstsein  Twittern und Facebooken im Namen der Uni. Ein ambitioniertes Studenten-Projekt auf juristisch heiklem Boden. Einer der Akteure ist Michael Schultz, Student der Politikwissenschaften. Er hat die Hintergrundgrafik für den (offiziellen) YouTube-Kanal entworfen. Er arbeitet als Layouter auch beim Studentenmagazin »Heuler«  und ist Art Director beim ROSTOCKER JOURNAL sowie beim Wissensmagazin SCIENTIA. »Ich habe die Sachen eingerichtet, weil ich es absolut schade finde, dass die Uni das Web 2.0 total verschläft«, sagt Schultz. »Die Uni nutzt ihre Möglichkeiten nicht. Es gibt keine Strategie und kein Personal dafür.«  Die Kanäle sehen aus wie »echt«. Dort wird im Namen der Uni getwittert und gefacebookt. Auch um die Wette gegen die echten Profile. Doch von Unrechts-Bewusstsein ist bei dem selbst ernannten Web-2.0-Team aus der Ecke Studentenvertretung/»Heuler« nichts zu merken.  »Wir wollen damit einen Startschuss für die Uni im Web 2.0 geben und damit mehr oder minder erzwingen, dass sich die Uni schellstmöglich mit diesen Themen beschäftigt. Wir treiben mit den Projekten ja kein Schindluder, sondern handeln inhaltlich im Interesse der Hochschule.«  Man gebe sich ja nicht als Uni aus, sondern repräsentiere sie nur im Netz.  Uni auch offiziell im Web 2.0 unterwegs  Für die professionelle Kommunikation der Uni ist Dr. Ulrich Vetter zuständig. »Wir nutzen zurzeit vor allem Facebook und YouTube, um eigene Podcasts und unsere Campus-Spezialisten im Web 2.0 zu platzieren«, so der Pressesprecher. Man sei aber noch inmitten einer Testphase. »Es kann durchaus sein, dass wir künftig noch weitere Kanäle bespielen.«  Vetter zeigt deutlich, dass die Uni Rostock durchaus im interaktiven Internet Bescheid weiß. »Das Wesen von Web-2.0-Inhalten ist ja gerade der Dialog. Die Herausforderung besteht aber darin, in dieser offenen Form der Kommunikation trotzdem die Inhalte zu platzieren, die einem tatsächlich wichtig sind.«  Das Web 2.0  sei eine offene Veranstaltung, in die man nicht einfach reglementierend eingreifen kann. Er wolle nicht verhindern, dass man über die Uni Rostock im Netz spricht. »Schließlich sind wir damit ein Thema. Wenn es allerdings so aussieht, als seien wir die Urheber dieser Accounts, dann ist es natürlich etwas anderes.«  Große Verwechslungsgefahr  Und das tut es. Die zentrale Marketing-Initiative »Studieren mit Meerwert« der Hochschulen in Mecklenburg-Vorpommern  verweist via Twitter-Mitteilung auf den vermeintlich neuen Account der Uni.  Selbst Vetter kommt bei der Vielzahl der Accounts mit dem Namen der Uni schon durcheinander.  Die Frage ist, welcher Account hat seine Berechtigung? Und dürfen Studenten im Namen der Uni twittern und sich die Uni damit ihre Kommunikation aus der Hand nehmen lassen?   Bei Facebook liefern sich die beiden Accounts ein Kopf-an-Kopf-Rennen um Fans. Mit knapp über 100 Mitgliedern liegen beide Seiten weit hinter der Facebook-Repräsentanz der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald mit 933, die schon länger im Web 2.0 unterwegs ist. Wie die Uni Rostock mit ihren unerwarteten Web-Helfern umgeht, wird sich zeigen. Das ZDF beauftragte übrigens damals selbsternannte Twitterer  ganz offiziell, für den Sender aus Mainz zu twittern.  Matthias Bannert Weblinks:  Offizielle Kanäle der Universität Rostock
• YouTube: www.youtube.com/unirostock
• SchülerVZ: http://www.schuelervz.net/Profile/Z1xY4nQ5si5uxb5pjHsfLPFwoxirzw2KWm4I14hcqGc 
• StudiVZ: http://www.studivz.net/Profile/l4V1Zv2VpgO2I8YmKgajzemXoD3cRrarE1VY1bVYBcw/tid/102
• Facebook: http://www.facebook.com/pages/Universit%C3%A4t-Rostock/200898123255584 Inoffizielle Kanäle der Universität Rostock
• Facebook: http://www.facebook.com/unirostock
• Twitter: http://www.twitter.com/unirostock

June 25, 03:40 AM
ROSTOCK. Große Trauer beim FC Hansa Rostock: Der ehemalige Schatzmeister des Vereins, Peter Weichbrodt, beging im Alter von 63 Jahren Suizid. Das berichtet »BILD« in ihrer Regionalausgabe Mecklenburg-Vorpommern. Die Zeitung schreibt in ihrer heutigen Ausgabe (25. Juni 2011), dass der Immobilienmakler bereits am 16. Juni im Wald leblos an seinem Auto gefunden wurde. Die Ermittler fanden auch Reste eines Unkrautgiftes. Laut »BILD« vermuten die Ermittler Geldsorgen als Motiv für den Suizid.
June 22, 06:18 AM

ROSTOCK. Wieder eine enttäuschende Wahlbeteiligung zum neuen StuRA: Von insgesamt 12.514 Wahlberechtigten haben nur 897 ihre Stimme für den neuen Studentenrat der Universität Rostock abgegeben. Das sind 7,1 Prozent. Und hier sind sie, die neuen Mitglieder des Studentenparlaments ab Oktober 2011. Juristische Fakultät (JUF)
Maria Hirsch, Katharina Mahrt, Daniel Braun Fakultät für Informatik und Elektrotechnik (IEF)
Marcus Sümnick, Robert Zentgraf, Tom Jaster Agrar- und Umweltwissenschaftliche Fakultät (AUF)
Robert Glaser, Isabella Kratzer Fakultät für Maschinenbau und Schiffstechnik (MST)
Marco Höbner Medizinische Fakultät (MEF)
René Wohlfahrt Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät (MNF)
Wera Paustlauk, Andreas Bluhm, Frank Röger, Siman C. Köhnke, Philip Peters, Hannes Rüter, Andrea Gerngroß Philosophische Fakultät (PHF)
Sarah Grote, Kathleen Dahms, Henning Bever, Benjamin Pleban, André Marschke, Carlo Ihde, Sabrina Lembke Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät (WSF)
Thea Riebe, Florian Fröhlich, Änne Cordes, Fabian Nehring, Max Fuhrmann, Bennet Gärtig, René Witkowski, Christina Regina Howoldt-Höhne Diese Daten kommen von Paul Wutschke vom Wahlausschuss und wurden noch nicht offiziell bestätigt.

June 19, 06:45 AM

ROSTOCK/BREMEN. Philipp Zumpe (17) und Roman Polatzky (17) kehren als zweite Preisträger des bundesweiten Kompositionswettbewerbs »Hören was die Welt bewegt« von der 16. Bundesbegegnung »Schulen Musizieren« aus Bremen zurück. Im Bremer Übersee-Museum präsentierten sie ihre elektro-akkustische Komposition »Stadtpuls« für Gitarre, Saxophon und Multimediapäsentation. Die Jury würdigte die hohe Eigenständigkeit der Arbeit und die schlüssige Verbindung von Musik-, Text- und Bildmaterial. Aus den Händen des ehemaligen Oberbürgermeisters der Hansestadt Bremen, Henning Scherf, übernahmen sie die Urkunde und einen symbolischen Scheck von 1.500 Euro für die weitere musikalische Arbeit an der Schule. Den ersten Preis errang die Carl-Orff-Grundschule Berlin mit einer Komposition für Chor und Orchester der Grundschule.
Mecklenburg-Vorpommern wurde während der Bundesbegegnung von der Rockband »Lieschen Müller« des Innerstädtischen Gymnasiums Rostock vertreten, zu der die Kompositionspreisträger gehören. Sechs Auftritte vor großem Publikum und unzählige Begegnungen mit verschiedensten Ensembles aus allen deutschen Bundesländern und dem Partnerland England gehören nun zu einem wunderbaren Erfahrungsschatz der 14- bis 18-Jährigen.

June 15, 02:20 AM

ROSTOCK. Es wird einer der spektakulärsten Mondaufgänge überhaupt. Um 21.23 Uhr wird er bei uns total verfinstert und blutrot über dem südöstlichen Horizont stehen. Eine Stunde vorher, 20.23 Uhr, ist er in den Kernschatten der Erde eingetreten. Alle Fakten zur Beobachtung der totalen Mondfinsternis − eine der längsten überhaupt. Ein eindrucksvolles Himmelsschauspiel wird sich heute Abend ereignen. Der Mond taucht in den Erdschatten ein und wird dann blutrot am Himmel stehen. Um 20.23 Uhr beginnt die totale Mondfinsternis, die mit 100 Minuten eine der längsten überhaupt ist. Sie entsteht, wenn sich die Erde zwischen Sonne und Mond schiebt, was wegen der Umlaufbahnen von Erde und Mond zwar regelmäßig passiert – doch zu einer Verfinsterung kommt es nur selten. Dann nämlich fällt von der Sonne erzeugte Schatten der Erde direkt auf die Mondoberfläche und er wird dunkel. Dazu müssen Position und Abstand genau stimmen. Doch warum erscheint der Mond nicht schwarz sondern rot? Weil das Sonnenlicht von der Erdatmosphäre gebrochen wird. Und zwar so, dass der langwellige Rotanteil wird bis zum Mond gestreut wird – die blauen und grünen Anteile sind dafür zu schwach. Auch wenn das Schauspiel selten und sehr eindrucksvoll ist − Einfluss auf unser Schicksal hat er keinesfalls. Wir haben alle Fakten zusammengetragen: Um 19.24 Uhr tritt der Mond in den Halbschatten der Erde ein. Das ist jedoch kaum sichtbar. Interessanter wird's knapp eine Stunde später, um 20.23 Uhr erreicht nämlich der Kernschattenrand die Mondoberfläche. Von nun an wird er sich verdunkeln. Achtung! Erst um 21.23 Uhr geht der Mond in unseren Breiten auf, erst dann wird auch die Finsternis auf ihrem Höhepunkt zu sehen sein. Der Mond ist dann vollkommen verfinstert am südöstlichen Horizont in einem blutroten Licht getaucht. Das wird wohl einer der spekakulärsten Mondaufgänge. Ab 23.03 Uhr tritt der Mond wieder aus dem Kernschatten aus und hat ihn um kurz nach Mitternacht (0.03 Uhr) komplett verlassen. Voraussetzung für eine erfolgreiche Beobachtung ist gutes Wetter und damit ein klarer Abendhimmel. Dominik Jung von »Wetter.net« berichtet: »Der Himmel über Norddeutschland ist heute Abend und in der Nacht zum Donnerstag wechselnd bewölkt. Es bleibt trocken. Ab und zu lockern die Wolken auch mal längere Zeit auf und geben die Sicht auf den Mond frei. Insgesamt sind die Chancen einen Blick auf die Mondfinsternis zu werfen recht gut.« Maik Thomaß von »HRO-Wetter.de« sagt für Mecklenburg-Vorpommern voraus: »Mittwoch zeigt sich die Sonne von einem wechselnd wolkigen Himmel. Es bleibt trocken.« Alle Daten im Überblick Mondaufgang: 21.23 Uhr
Eintritt des Mondes in den Halbschatten: 19.24 Uhr
Eintritt des Mondes in den Kernschatten: 20.23 Uhr
Beginn der Totalität: 21.23 Uhr
Mitte der Finsternis: 22.13 Uhr
Ende der Totalität: 23.03 Uhr
Austritt des Mondes aus dem Kernschatten: 0.03 Uhr
Austritt des Mondes aus dem Halbschatten: 1.03 Uhr Datenquelle: Astronomie.de

June 14, 05:40 AM

KRÖPELINER-TOR-VORSTADT/STADTMITTE. Das weiß doch jeder: Physik macht Spaß und geht ganz ohne Formeln. Stimmt nicht? Die nächste Veranstaltung im Wissenschafts-Zirkus Fantasia wird morgen das Gegenteil beweisen. Dann heißt es um 16 Uhr im blau-gelben Zelt im Stadthafen: Die PhySche-Mitmachshow. Dabei gibt es einen fliegenden Kraken – der etwas über Ladungen lehrt. Ebenso treten mehrere Trinkröhrchen und Colaflaschen auf – sind sie doch die besten Mittel, um mit Wasser zu experimentieren. Und wenn es um Farben geht, ist ein dunkles Zirkuszelt ideal zum Mischen. Die PhySche-Mitmachshow ist zum Selbermachen, Ausprobieren und Erklären lassen von Physik und anderen Naturwissenschaften. Lehramtstudenten des Institutes für Physik der Universität Rostock helfen Kindern und deren Eltern beim Experimentieren und Forschen im Zelt des Zirkus Fantasia. Und vermitteln auf amüsante Weise Erklärungen für physikalische und andere naturwissenschaftliche Phänomene. Aha-Effekte sind vorprogrammiert. Bei Kindern und Eltern! Die PhySche-Mitmachshow ist ein Teil des Projekts »PhySch – Physik und Schule an der Universität Rostock«. Dieses gibt Schülern, Eltern und Lehrern die Möglichkeit, auf spannende und vielfältige Weise der Physik ein Stück näher zu kommen. Dazu gibt es neben der Mitmachshow eine umfassende Sammlung verschiedener Experimente, didaktisch aufbereitete Unterrichtsstunden, welche Schulen buchen können, oder die Möglichkeit, selbst in den Laboren der Rostocker Physiker zu experimentieren.  Mit den Veranstaltungsreihen Familienuni und Kindercampus vermittelt [Rostock denkt 365°] gemeinsam mit dem Zirkus Fantasia auf anschauliche und für alle Altersgruppen leicht verständliche Art und Weise Themen der Wissenschaft. In rund einstündigen Veranstaltungen kommen Einrichtungen und Wissenschaftler aus Rostock zu Wort. Das Fantasia-Zelt, das auf diese Weise zum Wissenschafts-Zirkus wird, ist im Stadthafen Rostock, gegenüber vom Theater im Stadthafen, zu finden. Der Eintritt zu den einzelnen Terminen von Familienuni und Kindercampus ist jeweils frei. Weblink:
• http://web.physik.uni-rostock/physch

June 13, 11:48 AM

HANSAVIERTEL. Bei herrlichem Sonnenschein absolvierte der FC Hansa Rostock am Pfingstmontag sein Auftakttraining für eine intensive und vor allem schweißtreibende Zweitliga-Vorbereitung. Vor rund 2000 gespannten Fans, die vor allem Hansas Neuzugänge und insbesondere den »Königstransfer« Marek Mintal begutachten wollten, nahmen sich die Mannen von Trainer Peter Vollmann genügend Zeit, um auch dem letzten Autogrammwunsch der Anhänger nachzukommen. Auf dem Programm waren neben einer intensiven Erwärmung, auch Pass- und Koordinationsübungen sowie ein halbstündiges Trainingsspiel, indem sich die Neuverpflichtungen erstmals präsentieren konnten.
Zumindest für ein wenig Verwunderung sorgte Kevin Pannewitz, der neben dem Langzeitverletzten Stephan Gusche nur einsame Runden jenseits der Mannschaft drehte – und derzeit gegen sein Übergewicht kämpft. Dexter Langen und Mathias Holst konnten hingegen schon wieder voll mit der Mannschaft trainieren.

Nach einer recht lockeren ersten Einheit startet der FCH nun ins Trainingslager, um sich bestmöglich auf eine kräfteraubende Zweitligasaison vorzubereiten. Nach einem Laktattest am Freitag, folgt schon am Samstag der erste Test gegen den Oberliga-Aufsteiger 1. FC Neubrandenburg, um nur einen Tag später beim Grimmener SV zu gastieren.

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  • The next Baltic Model United Nations conference will take place from 31st May 2012 - 3rd June 2012 @ Innerstädtisches Gymnasium Rostock
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  • Applications for MISS and MISTER BALMUN 2011
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  • MISS BALMUN 2011 are Annemarie Nack with her brother Paul Nack MISTER BALMUN 2011 is Johannes Kuhlmey
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  • Lisa Godomski does NOT want to become MISS BALMUN 2011
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  • Maximilian Pilz wants to become MISTER BALMUN 2011
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  • Johannes Kuhlmey wants to become MISTER BALMUN 2011
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