Alice Scheerer ist Diplom Informationswirtin und Bloggerin mit einem Faible für Historisches und Traditionelles. In einem früheren Leben entwickelte sie Webanwendungen für Agenturen und Forschungsinstitute.
Im Moment schreibe ich regelmäßig Beiträge auf SlowLifeLab.de.
... unter diesem Titel sammelt Sugar Ray Banister seit einigen Jahren Fotographien urbaner, leicht morbider Stilleben. Da seine Sammlung bisher nur ausgesprochen hässliche Motive aus meiner früheren Wohngegend enthielt, ist die folgende Sammlung meiner Schnappschüsse von 2004-2007 als photographische Antwort auf seine ursprünglich rein urbanen Motive zu sehen. Meine Fotos entstanden zum großen Teil beim Spazierenfahren mit Kinderwagen oder Buggy und waren für mein damaliges Blog gedacht. Inwzischen hat auch Sugar Ray Banister begonnen, die die Reste architektonischer Schönheit in Nürnberg wahrzunehmen, wie seine Aufnahmen aus der Humboldstraße zeigen. Zudem hat er, dessen Blog ich 2009 zufällig auf der Suche nach einem Foto von meinem Lieblingshaus entdeckte, nicht nur eine Facebook-Seite und einen Twitter-Account, sondern durfte seine Fotos, gedruckt auf Leinwand, sogar ausstellen.
Während der Fahrt zur "Transmedia-Storytelling" - Konferenz für Kunst, Kultur und Kreativszene ( kurz stART11), und auch auf der Rückfahrt wünschte ich mir sehnlichst einen Fahrtenschreiber, um dieser Odyssee durch Berichterstattung doch noch einen Sinn abzuringen. Daher habe ich mich sehr gefreut, als ich den Tip von Wibke Ladwig entdeckte: Map Tales, ein Dienst um mit Karten illustrierte Geschichten zu verfassen und in seine Website einzubetten. Aus den noch in Erinnerung gebliebenen Stationen und den ungefähren Uhrzeiten habe ich eine kleine Geschichte zusammengefügt. Ich hoffe, sie gefällt Euch.
Der Blogeintrag im Lonely Founders Club - mein Fazit nach 1,5...
Initialzündung, meine Ziele und auch mein Leben zu ändern war für mich der kontinuierliche Druck in der Webagentur, möglichst schnell Lösungen für unbekannte Probleme finden zu müssen. Dieser führte durchgängig zu Zeiteinsparungen in der Denkleistung, blindem Aktionismus und oft zu Copy&Paste ( --> Hudeln). Parallelen habe ich im Bauwesen gefunden: Neue Häuser werden nur noch mit Normfenstern gebaut. Alte, teils kunstvolle (Bogen-) Fenster mit Gewalt in dieses Normmaß gezwängt, um ja im Budget zu bleiben.
So werden Lösungen geschaffen, die kalkulierbar sind. Aber sind sie wirklich verlustfrei oder wird die kreative, zeitaufwändige Denkleistung nur in den Folgeauftrag oder (das passierte häufig) in eine unbezahlte Nachbesserungsphase verschoben? Werden heute gebaute Häuser noch in 100 Jahren stehen, oder wirft man sie einfach weg wie schäbig gewordene Kunstlederschuhe?
Klar, man den Fehler bei sich selbst suchen und heimlich Überstunden machen, sodass das Budget im Rahmen und das Ergebnis passabel ist. Man kann aber auch nach einer ökologischen Nische suchen, die zu einem passt. Oder sie erschaffen.
Einen Einduck könnt Ihr Euch hier verschaffen:
Die zwei Polizeistreifen auf 500m, jeweils mit einem betrunkenen Obdachlosen in ihrer Mitte, wirken wie Statisten, die mir versichern sollen, dass ich auch wirklich in Berlin angekommen bin. Glücklicherweise bemüht sich das Hostel nicht annähernd so intensiv, meine Vorurteile bezüglich Berlin zu bestätigen. Die Zimmer und sanitären Einrichtungen sind nicht so schmutzig wie in manchen Rating-Engines berichtet. Auch die Lautstärke am Abend und in der Nacht ist am ersten Abend kein Problem, denn die Hotelgäste gehen um 22:00 ins Bett. Ich hätte es ihnen gleichtuen sollen, dann hinter diesem atypischen Verhalten steckt eine Taktik. Nur so ist es ihnen möglich, um Punkt 6 Uhr aufzustehen und arrhythmisch über die Gänge zu stürmen. Mit Tränensäcken, geplatzten Adern im Auge, Herpes und schlechter Laune schäle ich mich um kurz vor 8 aus dem Bett. Das Frühstück ist nicht schlechter als zu Hause. Für 4 Euro erhalte ich das, was ich mir zu Hause auch aus dem Kühlschrank holen würde. Daher gibt es auch keine Brötchen. Ein äußerst freundlicher Angestellter beschreibt mir den Weg zum Friedrichstadtpalast. Dank freundlicher Aufmerksamkeit und Herpescreme bin ich nach dem Frühstück einigermaßen wiederhergestellt.Der Checkin ist problemfrei. Ich werde dazu aufgefordert, mich direkt nach Betreten der Halle in die Schlange zu drängen, da sie so lang sei. Mit Erlaubnis drängeln, warum nicht?
So habe ich mich über die Aufgabe, den Geschirrschrank zu verpacken ein wenig gefreut. Beim Ausführen wurde mir jedoch immer banger. Was machen wir mit den Erbstücken? Dank dem Artikel "Ikea als Armutsrisiko" von DonAlphonso weiß ich, dass wir durch sie den Ausweis der Oberschicht in Händen halten. Aber ihre Funktion wird von einfacheren Vertretern ihrer Art übernommen, die in den nächsten Jahren vermutlich nicht kaputtgehen werden. Wenn das doch der Fall sein sollte, so stehen bereits Vertreter aus der übernommenen Gasthauseinrichtung bereit. Welche Funktion können sie also erfüllen? Mir fiel beim Einpacken Folgendes ein:
Storify an der lebenden Geschichte getestet.
Über das Manifest sind, so Jörg Blumtritt, inzwischen eine Reihe an positiven Dialogen und Kontakte entstanden. Positive Beispiele für Slow Media werden im Slow Media-Blog beschrieben, so zum Beispiel eine Sammlung der für Slow Media verwendeten Bildsymbole (siehe Artikel „Kleine Ikonographie der Slow Media“). Das Verständnis des Begriffs Slow wurde von den Verfassern des Slow Media Manifests nicht erfunden, sondern existiert seit mehreren Jahren. Nach Slow-Food, Cittaslow, Slow Travel, war es nur noch eine Frage der Zeit, bis auch das Bedürfnis nach nachhaltigen Medien entstehen würde, so Jörg Blumtritt. Inzwischen gibt es 4 verschiedene Auffassungen des Begriffs Slow Media 1. Slow Media als ethisches Programm Dr. Benedikt Köhler beschreibt die ethische Haltung zu Slow Media folgendermaßen: „Das Leben ist kurz, es ist begrenzt. Ich versuche möglichst gut zu leben und meine Zeit nicht mit schlechten Medien zu vertrödeln“. Er umschreibt ein Zitat von Bodo Marquardt, welches ungefähr das Folgende aussagt: Man muss nicht unbedingt in dieser ganz schnellen Zeit vorne dabei sein, sondern abwarten bis die Entwicklung eine Kreisbewegung gemacht hat, denn dann ist man auch wieder ganz vorne. So lassen sich Trends hervorragend antizipieren. 2. Slow Media als Mediennutzungsverhalten Lasse ich mich beherrschen oder umgekehrt? Slow Media Aktivisten sagen: Die neuen Technologien sind da, wir müssen sie versklaven und ausbeuten. (mehr dazu im Slow Media-Blog) 3. Slow Media als gesellschaftlicher Trend (nach LOHAS bald SLOWHAS?) Die Anzahl der Bücher, die mit dem Adjektiv ‚slow’ werben oder damit beschrieben werden können, steige stetig an, so Dr. Benedikt Köhler. Beispielhaft präsentieren die Referenten einige Buchcover:
| Produktion | Rezeption | |
|---|---|---|
| Inhalt | Kommunikation von Nachhaltigkeit Über Nachhaltiges reden | Über Nachhaltiges lesen. |
| Strategie | Nachhaltige Kommunikation Wie kommuniziere ich nachhaltig? | Nachhaltige Mediennutzung Wie kann ich Medien nachhaltig nutze |
Von Anfang an war klar, dass wir einigen Aufwand treiben müssen, um eine volkstümliche Gaststätte in ein Wohn- und Arbeitshaus umzuwandeln. Ich begann auf der Stelle alte Zahnbürsten zu sammeln, um auch in die verkrustetsten Ecken und Ritzen zu kommen. Zufällig aufgeschnappte Haushaltstipps, z.B. aus Sendungen des öffentlichen Rundfunks mit Musikeinspielern aus meiner Kindheit, versuchte ich ins Langzeitgedächtnis zu überführen. Gerüche beseitigt man demzufolge mit Zitronensaft und/oder Essigessenz. Seitens meiner Familie wurde mir „Fettlöser“ ans Herz gelegt. Nun kommt jedoch die Zeit, in der theoretisches Wissen über Reinigungs- und Geruchsbeseitigung in die Praxis umgesetzt werden muss. Wir kleben buchstäblich überall fest. Meine Stimmung schwankt zwischen Kampfesgeist und Graue
Es gibt mehrere Gründe für mich zur StART Conference 2010 zu fahren